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Von Kathrin Bürki – Mein ver-rücktes Leben
Kathrin Bürki
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Nachgedanken / 23.07.2021 um 0.12 Uhr
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Nachgedanken / 08.07.2025 um 22.44 Uhr
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Erinnerungen an frühere Zeiten / 08.07.2025 um 22.51 Uhr
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Erinnerungen an frühere Zeiten / 08.07.2025 um 22.51 Uhr
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Das Leben begann / 20.07.2025 um 21.33 Uhr
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1.
Das Leben begann
2.
Erinnerungen an frühere Zeiten
2.1.
Erinnerungen an das Leben in unserem Haus
2.1.
Erinnerungen an das Leben in unserem Haus
2.1.
Erinnerungen an das Leben in unserem Haus
2.1.
Erinnerungen an das Leben in unserem Haus
2.1.
Erinnerungen an das Leben in unserem Haus
2.1.
Erinnerungen an das Leben in unserem Haus
3.
Meine Eltern
3.1.
Meine Mutter
3.1.
Meine Mutter
3.1.
Meine Mutter
3.1.
Meine Mutter
3.1.
Meine Mutter
3.2.
Mein Vater
3.2.
Mein Vater
3.2.
Mein Vater
3.2.
Mein Vater
3.3.
Die Ehe meiner Eltern
3.3.
Die Ehe meiner Eltern
3.3.
Die Ehe meiner Eltern
3.3.
Die Ehe meiner Eltern
3.3.
Die Ehe meiner Eltern
4.
Meine Grosseltern
4.1.
Mein Grossvater väterlicherseits
4.1.
Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
4.1.
Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände deines Grossvaters? Wie war das z.B. im Krieg/in den Kriegen?
4.1.
Was habt ihr zusammen unternommen?
4.1.
Was für Selbstzeugnisse oder Objekte über deinen Grossvater existieren noch? Was bedeuten sie dir?
4.1.
Was war seine berufliche Tätigkeit?)
4.1.
Erinnerst du dich an seinen Tod?
4.1.
Wie hat er im Alter gelebt?
4.1.
Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deines Grossvaters eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
4.2.
Meine Grossmutter väterlicherseits
4.2.
Was sind deine Erinnerungen an diese Grossmutter?
4.2.
Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände deiner Grossmutter? Wie war das z.B. im Krieg/in den Kriegen?
4.2.
Was habt ihr zusammen unternommen?
4.2.
Was für Selbstzeugnisse oder Objekte über deine Grossmutter existieren noch? Was bedeuten sie dir?
4.2.
Was war ihre berufliche Tätigkeit?
4.2.
Erinnerst du dich an ihren Tod?
4.2.
Wie hat sie im Alter gelebt?
4.2.
Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deiner Grossmutter eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
4.3.
Meine Verwandten mütterlicherseits
5.
Geprägt / Gestempelt / Stigmatisiert
6.
Primarschulzeit
6.1.
Pubertät und Welschland- Aufenthalt
7.
Jugendjahre
8.
Arbeiten
8.1.
Arbeitskollegen ? Vorgesetzte ? Vorbilder?
8.1.
Arbeitskollegen ? Vorgesetzte ? Vorbilder?
9.
Entscheidungen
10.
Eheleben
11.
Lebensfreude
12.
Gutes Leben im Alter
13.
Ausblick
14.
Jugend heute
15.
Religiosität
16.
Nachgedanken
17.
Nachgedanken
Das Leben begann
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1.  Das Leben begann
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Meine Mutter hatte als Witwe zum zweiten Mal geheiratet, als ich bereits gezeugt war.
Im August kam ich nach der Hochzeit vom Februar bei einer problemlosen Hausgeburt in der Grossstadt auf diese Welt.



Im Nachhinein sagte mir einmal meine Mutter, sie habe meinen Vater vor vollendete Tatsachen gestellt. Zu dieser Zeit war eine Schwangerschaft ohne Ehe verpönt.

Das tat weh, fühlte ich mich doch wie ein Druckmittel.

Unser Mehrfamilienhaus war voller Leben. Dazu erzähle ich später mehr.

Meine Mutter führte noch die eigene Bäckerei, wo sie meinen Vater kennengelernt hatte.
Sie war damals, kurz nach Kriegsende, Witwe mit zwei Buben acht und neun jährig, Willi und Ernst. Mami hatten einen Bäcker, einen Lehrling als Angestellte und Cilli ein führsorgliches Mädchen für alles.
Nach gut einem Jahr 1952 im Mai vermietete Mami die Bäckerei.

Der Vater arbeitete bei der Schweizerischen Bundes Bahnen im Güterbahnhof.
Er hatte sich eine grosse Bürde aufgeladen. Musste er jetzt doch für sich, meine Mutter, seine zwei Stiefsöhne und mich sorgen. Nach eineinhalb Jahren gesellte sich meine Schwester Therese dazu. Von da an musste ich die Zuneigung, welche ich erhalten habe, teilen.

Die zwei Halbrüder Willi und Ernst mochten mich. Willi hatte aber nicht grosse Freude an mir. Musste er oft auf mich aufpassen, Windeln wechseln, füttern, Spinat zum Essen geben, welcher ich dann wieder ausspuckte, oder er mich wieder aufs "Häfi" setzen musste wenn ich aufstand usw.

Mein Vorname war die Inspiration aus Jeremias Gotthelf "Käthi die Grossmutter" der Name wurde aber nicht offiziell angenommen, so war mein Taufname Katharina. Sechs Jahre nach dem nach dem zweiten Weltkrieg wuchs ich in sehr bescheidenen Verhältnissen auf.
Wir hatten keinen Fernseher, kein Auto nur ein Festnetz Anschluss, ein Telefon mit Drehwahl-Scheibe. (auf dem ersten Foto), ist dieses rechts am Rand ersichtlich. Der Radio lief sehr viel bei uns. Einen Fernseher hatten wir lange keinen.
Unsere Mahlzeiten waren meistens ohne Fleisch, eine Ausnahme war der Sonntag.

In den Kindergarten durften meine Schwester und ich nicht. Der Grund war:
Die Kindergärtnerin habe bei meinem Halbruder Willi durchgesetzt, dass er noch nicht reif genug sei für die Schule, so musste er ein zusätzliches Jahr in den Kindergart. Dies verärgerte meine Mutter sehr.

Wenn wir bei den Nachbarn die Gelegenheit eine Sendung am Fernseher ansehen durften, war das eine grosse Sache.
Im Winter trug ich von Hand gestrickte Stumpfhosen.

Erinnerungen an frühere Zeiten
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2.  Erinnerungen an frühere Zeiten
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Vater war jähzornig, Mami jammerte bei ihm, wenn wir tagsüber ungezogen waren.
Ich erinnere mich, dass ich ab und zu mit einem nassen Waschlappen in der Toilette verprügelt wurde. Bis ich in meinem Teenageralter eine Drohung machte, dass ich zum Jugendamt gehen werde, diese setzte den Bestrafungen ein Ende.
Am Mittagstisch mussten wir immer ruhig sein wenn der Vater die Nachrichten im Radio hörte.

Im Grossen und Ganzen war er ein führsorglicher Vater. Er konnte uns fast jede Frage beantworten und zeigte mir viele Pflanzen und Tiere.

Frieda die das Treppenhaus reinigte und dazu immer über Gott lästerte. Sie besass in ihrer kleinen Mansarde in der Altstadt unzählige Katzen.
Tante Marti (eine Cousine meiner Mutter) welche flickte und bügelte.
Der Freund meines Vaters René ging ein und aus. Ab und zu kam er auch zur Mittagszeit, um zu schauen ob etwas vom Essen für ihn übrigblieb.

1956 konnten wir zum ersten Mal nach Sizilien in die Ferien. Wir reisten später noch mehrere Jahre dort hin. Da Vater bei der SBB arbeitete bekam er für die ganze Familie Freikarten in der Schweiz, die auch gültig in Italien waren.
Wir erlebten die grosse Gastfreundlichkeit der Italiener kennen.
Zum Beispiel bei Familie Nassisi schliefen einige Kinder von ihnen in der Küche, damit wir ein Schlafzimmer benützen konnten.
 
 
Familie Nassisi, Mami, Therese und ich (ganz rechts)

Einmal brachte ich zwei weisse Tanzmäuse mit nach Hause. Zuerst waren sie in einer Schachtel, sie vermehrten sich sehr schnell so, dass wir sie in der Badewanne unterbringen mussten. Zuletzt waren es unzählige, da blieb nichts anderes übrig als die Mäuse für den Schlangenfrass in den Tierpark zu bringen.
Auch hatte wir einmal zwei Meerschweinchen, an einem Nachmittag waren meine Schwester und ich auf dem Balkon als das behinderte Nachbarskind Heidi die Meerschweinchen ansehen wollte. Im Scherz war unsere Antwort "Nein, sie kriegen grade Nachwuchs" dann nach kurzer Zeit als wir wieder in den Käfig schauten, waren da wirklich zwei Neugeborene. Diese mussten wir dann in einer Zoohandlung abgeben, denn Mami setzte ein Machtwort.

Die diversen Annäherungsversuche und Zudringlichkeiten von Bekannten:
Einmal bei den Höhlenforscher, als ich mit einem verheirateten Mann alleine in einer Grotte zurück blieb.
Oder als meine Schwester und ich bei jemandem gemütlich mit einer Decke über uns, eine Fernsehsendung anschauten, griff der ebenfalls verheiratete Mann, (seine Frau war auch anwesend) zu mir herüber. Ich war so geschockt, dass ich mich noch heute daran erinnere.

Als ich etwa vierzehn Jahre war, wollte ich bei René mein Sack Geld mit putzen aufbessern. Er versuchte mich über Intimitäten aufzuklären, zu Hause wurden dieses Thema nie behandelt. Von da an, ging ich nie wieder hin, meinen Eltern erzählte ich nichts.

Meine Schwester und ich bekamen für Abwaschen oder Abtrocknen jeweils zehn Rappen. So konnten wir ab und zu etwas "gängälä".
Später hatte ich einen Wochenplatz. Bei einer Frau musste ich Kohle vom Keller zum Heizen in den ersten Stock tragen. An einem anderen Wochenplatz, in einem Laden Gestelle auffüllen, den Boden aufnehmen usw. Ich erinnere mich noch, dass ich mir vom verdienten Geld ein Kleid kaufen konnte es machte mich stolz.

 

 





 

 

 




Erinnerungen an das Leben in unserem Haus
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2.1.  Erinnerungen an frühere Zeiten – Erinnerungen an das Leben in unserem Haus .
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Nach dem Tod vom Vater meiner Halb-Brüder wurde die Liegenschaft an sie und meiner Mutter als Erbengemeinschaft hinterlassen.
Am Anfang schlief ich bei den Eltern im Schlafzimmer später ebenfalls meine Schwester. Jahre später teilte ich ein Zimmer ihr. Dann konnte ich das Separatzimmer mit Rosetta teilen. Mit ihr lernte ich ein wenig die Italienisch Sprachen. Sie war wie eine gute liebe Freundin.
 

Rosette und ich

Im obersten Stock wohnte Familie Christen im zweiten Herrn und Frau Lüthi.

Der Tod von Herrn Lüthi war für mich so beeindruckend, dass ich von seiner Aufbahrung zu Hause, eine Zeichnung in mein Tagebuch malte. Die Bäckerei wurde acht Monate nach meiner Geburt an Herrn und Frau Bolliger vermietet zwölf Jahre danach, an Familie Flückiger.
Als Frau Lüthi und Familie Christen weggezogen waren, vermietete Mami 1959 einzelne Zimmer.

Im war Keller die Backstube und Kellerräume.
Es gab das Parterre, eine 2 Zimmer Wohnung und der Verkaufsladen
Im ersten Stock wohnten wir. 3 Zimmer, eines war wie von einem Messie-Chaot mit Vaters Sachen randvoll. Sowie ein Separatzimmer.
Im zweiten Sock, in der damaligen Wohnung von Frau Lüthi waren 3 Zimmer.
Sowie ein Separatzimmer.
Im dritten Stock, in der damaligen Wohnung von Fam. Christen waren 2 Zimmer und
2 Mansarden

Es war es immer Lebhaft. Meine Erinnerungen an die diversen Mieter:

Angelo und Lucia Brigandi
Franco und Maria aus Kalabrien
Rosetta und Sebastianina aus Sizilien
Herr Spring
Herr Hebeisen
ein Mann aus der Türkei 
Irma und Erna
Nello der Tessiner (wir hatten eine schöne Liebesbeziehung, mit bitterem Ende)


Fam. Reccupero, mit Nino aus Sizilien
Fam. Giorgianni mit zwei kleinen Kindern
 
Die meisten waren Italiener, welche in der Schweiz waren, um Geld zu verdienen. Sie wurden auch als "Chinge“ bezeichnet. Für uns waren sie aber wie Familienmitglieder.
Ich wohnte in diesem Haus bis zu meiner Heirat. (1973)

Wie war es draussen? Gab es einen Hof oder einen Garten?
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2.1.  Erinnerungen an frühere Zeiten – Erinnerungen an das Leben in unserem Haus .

Wie war es draussen? Gab es einen Hof oder einen Garten?
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Im Hinterhof war ein kleiner Garten. Auf der Strasse dahinter fuhren kaum Autos vorbei, es hatte ja noch sehr wenig Verkehr.
Wir spielten viel im Garten oder bei den Nachbaren, auch auf der Strasse, bauten ein Zelt ähnlich wie ein Zirkus mit Rollenspiele. Oder:

  "Himmel und Hölle" Ein Hüpfe Spiel

   Papierfalten für Himmel und Hölle

Gummitwist / mit einem Reifen Hula Hoop / Murmeln

Kinder aus der Nachbarschaft kamen oft in unseren kleinen Garten.
Einmal wollte ein ca. acht jähriger Junge, dass ich zu ihm nach Hause käme. Er wollt "Dökterle" das war etwas Neues für mich und ich war entsetzt, sah ich doch zum ersten Mal wie ein Junge aussah.
Erinnerst du dich an Filme und/oder TV-Serien?
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2.1.  Erinnerungen an frühere Zeiten – Erinnerungen an das Leben in unserem Haus .

Erinnerst du dich an Filme und/oder TV-Serien?
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Als Kind und Jugendliche sah oder hörte ich gerne:
Die Kummerbuben im Radio
Familie Feuerstein
Hitparade zdf mit Dieter Thomas Heck
verstehen sie Spass ("dä söll amal cho")
Bonanza
Winnetou und Old Shatterhand

 

Erinnerst du dich an deine Bilderbücher, Tonbandkassetten, CDs, usw. oder an solche, die deine Freunde oder Freundinnen besassen?
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2.1.  Erinnerungen an frühere Zeiten – Erinnerungen an das Leben in unserem Haus .

Erinnerst du dich an deine Bilderbücher, Tonbandkassetten, CDs, usw. oder an solche, die deine Freunde oder Freundinnen besassen?
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Micky Maus

Struwwelpeter
Globi
Asterix und Obelix
Familie Feuerstein
Max und Moritz
Das Bravo

Wir sammelten Tauschbilder

Ein Freundschaftsbuch, wo eine Freundin mir einen Eintrag machte und ich es dann weiter reichte.  (Leider habe ich dieses Buch nicht mehr.)

Welche Rolle spielten Sonntage und Feiertage wie Weihnachten, Sankt Nikolaus, Ostern und Geburtstage in deinem Kinderleben?
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2.1.  Erinnerungen an frühere Zeiten – Erinnerungen an das Leben in unserem Haus .

Welche Rolle spielten Sonntage und Feiertage wie Weihnachten, Sankt Nikolaus, Ostern und Geburtstage in deinem Kinderleben?
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Die erste Begegnung mit einem St. Nikolaus in einem Restaurant, war für mich sehr beängstigend.



Weihnachten war immer schön, wir mussten vor der Türe bleiben während die Mutter den Tannenbaum schmückte. Es wurde gesungen und auf der Flöte gespielt. Wir sagten Gedichte auf. Alle die wollten konnten an dem Fest teilnehmen.
Damals wurden noch Weihnachtlieder gesungen und mit Flötenspiel begleitet.

Ostern war für mich und ist es immer noch ein besonderes Fest.
Mit meinem Sohn haben wir jedes Jahr ein ausgeblasenes Ei bemalen.
Jeweils an Ostern mache ich eine Dekoration. Das Eiersammeln ist eine meiner Leidenschaften.

Selbst während der Ausbildung als Polymechaniker schenkte mir mein Sohn noch diese vier Exemplare.

 

Als ich im Kulturverein Pereskulta war, durfte ich eine Ostereier-Ausstellung organisieren.
Schulkinder kamen zu uns ins Lokal und ich zeigte Ihnen wie man ein Ei ausbläst und es bemalen, verzieren oder bekleben konnte. Die Ausstellung war ein Erfolg. Es war schön in diesem Verein ein Mitglied zu sein. Es ergaben sich gute Freundschaften. Unser Lokal war ein ausgedientes, leerstehendes Kino.




 

Wer waren die Nachbarn? Kanntest du/kanntet ihr sie gut?
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2.1.  Erinnerungen an frühere Zeiten – Erinnerungen an das Leben in unserem Haus .

Wer waren die Nachbarn? Kanntest du/kanntet ihr sie gut?
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Die Nachbarschaft war wie ein kleines Dorf. Links nebenan hatte es einen Molkereiladen.
Rechts weiter hinten eine Metzgerei. Gegenüber einen Coiffeursalon und eine Art Dorfladen.
Da war Frau Grossenbacher im Nachbarhaus, die meistens hinter dem Fenster stand, um zu schauen ob es etwas zu tratschen gab. Sie war es auch, die meiner Mutter sagte, dass sie mich beim Schmusen gesehen hatte. Frau Flühmann eine Freundin meiner Mutter.



An den Kreuzungen rechts und links gab es Restaurants.
In der Strasse hinter dem Haus, war eine Reinigung und ein Waschsalon.

Mit den Nachbarskindern waren wir oft zusammen.
Rosemarie, Vivi, Hugo, Heidi B., Marianne, Silvia, Heidi M. und einige Andere.
Meine Eltern
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3.  Meine Eltern
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Sie haben sich kennen gelernt als mein Vater  gerne "Gipfeli" in dem Bäckereiladen meiner Mutter kaufte.

Damals war Mami Witwe mit zwei Buben.





  

Dies Foto ist von der Hochzeit im Februar 1951
Bis das der Tod euch scheidet, so war es!



Gibt es ein bestimmtes Bild früheren Glückes, das dir im Zusammenhang mit der Mutter in den Sinn kommt?
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3.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Gibt es ein bestimmtes Bild früheren Glückes, das dir im Zusammenhang mit der Mutter in den Sinn kommt?
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2007

Es war so schön, wenn Mami zu mir und Roland (mein damaliger Partner) auf Besuch kam.
Wir spielten gerne Romme oder ein Jass.
Einmal verbrachte und zahlte sie mir in einem Eisenbahner-Hotel eine Woche Ferien im Tessin.

Woher stammt deine Mutter? Was weisst du über ihr Leben? Wie hat sie den Krieg erlebt?
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3.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Woher stammt deine Mutter? Was weisst du über ihr Leben? Wie hat sie den Krieg erlebt?
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Meine Mutter stammt aus einer grossen, armen Familie sie waren sechs Kinder zwei waren im frühen Kindesalter gestorben. Sie erlebt den ersten Weltkrieg, ebenso den zweiten.
Es waren sehr schwere Zeiten.
Ihre Familie zügelte diverse Male bis sie, dank einem Erbe in Althäusern endlich ein Haus kaufen konnten. Fast eine Ruine mit Ratten als Bewohner, acht Zimmern, nur zwei waren heizbar sie hatten auch zu wenig Betten.

Der Grossvater arbeitete nun in seiner Schreinerei dort übernahm er einige Gelegenheits Aufträge. Dennoch musste er noch auswärts arbeiten, um die Familie zu ernähren. Damals war das Geld sehr knapp.

Mami arbeitete an diversen Orten als Hausangestellte, Verkäuferin und Serviertochter.
Von Ihrem Verdienst schickte sie jeweils etwas nach Hause. Sie war ja die Älteste.



Ihre Schwester Rösi und Bruder Hermann waren meine Patin und Pate.

Einige Male durfte ich zu meiner Patin in die Ferien, das genoss ich sehr.
Sie hatten einen Schäferhund „Rex“ einen grossen Garten, da gab es Himbeeren.
Der Mann meiner Gotte wollte mir das Daumenlutschen abstellen. Er drohte mir Pfeffer auf den Daumen zu streuen. Auch wurde ich mir das Buch „Struwwelpeter“ geschenkt. Diese Gestalt mit den langen Fingernägeln und der grossen Haarmähne verängstigte mich sehr, doch der gewünschte Erfolg blieb noch einige Jahre aus. (Dieses Buch ist ein Klassiker)



Der Götti war Buchhalter und kam ab und zu auf Besuch und schenkte mir oft etwas Kleines.

Welches war der Beruf deiner Mutter, bevor sie heiratete? Hat sie diesen Beruf auch nach der Heirat ausgeübt?
Seite 12
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3.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Welches war der Beruf deiner Mutter, bevor sie heiratete? Hat sie diesen Beruf auch nach der Heirat ausgeübt?
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Nachdem sie die Bäckerei aufgegeben hatte, war sie einig Jahre Hausfrau.
Als ich neun jährig war (1960) arbeitete sie Teilzeit als Verkäuferin in Bäckereien.
1964 übernahm Sie mit meinem Halbbruder Willi wieder die Bäckerei, jedoch nur für ein Jahr.
Ich half jeweils am Sonntag Desserts zu verkaufen. Crem Schnitten waren oft noch übrig diese konnten wir essen, ich habe zu viel davon genossen, so dass ich sie heute nicht mehr mag.
Da Willi Konditor war wurde noch einen Bäcker angestellt, dieser war sehr unzuverlässig, so dass Willi auch noch lernen musste wie man diverse Brote herstellte. Am Vorabend wurde der Teig zubereitet und man musste ihn über Nacht gehen lassen. Früh am Morgen wurde dann gebacken.

Mami liebte Tanzen, Wandern, Reisen, Jassen und Feste, sie war sehr gesellig.

Sehr oft habe ich mich an meine Mutter gewandt. Besonders bei Liebeskummer.
Sowie bei der Scheidung meiner Ehe und damals, als ich fast zwei Jahre Arbeitslos war.
Dann sagte Mami immer, es geht immer wieder eine Tür auf, das wiederholte sie oft.
Besonders wenn ich fast am Verzweifeln war.
Wie haben sich die Eltern kennen gelernt?
Seite 13
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3.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Wie haben sich die Eltern kennen gelernt?
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Gibt es ein bestimmtes Bild früheren Glückes, das dir im Zusammenhang mit dem Vater in den Sinn kommt?
Seite 14
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3.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Gibt es ein bestimmtes Bild früheren Glückes, das dir im Zusammenhang mit dem Vater in den Sinn kommt?
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Die gemeinsamen Streifzüge durch den Bremgartenwald, unzählige Stunden verweilte ich mit ihm in diesem Wald, durchstreifte wir machten Beobachtungstouren, verweilten jeweils ganz still an einigen Orten und warteten auf den Hirsch, oder auf eine Eule. Einmal sahen wir einen Hirsch, der in der Brunst war. 
Er lernte mir die Bestimmung von Pflanzen mit ihren Namen, zu sehen und zu erfassen welche Geschenke uns die Natur gibt.
Ich habe sehr schöne Erlebnisse von meinem Vater in Erinnerung.
Er konnte nicht mit uns herumspringen da er starkes Asthma hatte und häufig mit seiner kleinen Pumpe inhalieren musste.
Mein Vater besass eine Menge Bücher, auch war er sehr belesen und wir konnten uns anschauen was wir wollten. Die Meisten waren über Pflanzen, Insekten, Vögel und Steine.
Für mich war er sehr Einflussreich er gab sich Mühe jede Frage von mir zu beantworten, es gab noch nicht Google also nahm er manchmal seine Bücher zu Hilfe.
Schade dass er die heutige Möglichkeiten des Internets und der Digitalfotos nicht mehr erleben durfte.

Welches war der Beruf deines Vaters bevor er heiratete? Hat er später seinen Beruf gewechselt?
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3.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Welches war der Beruf deines Vaters bevor er heiratete? Hat er später seinen Beruf gewechselt?
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Er arbeitete als Hilfsarbeiter bei der SBB im Güterbahnhof. Gelernt hat er den Gerber-Beruf, da wird die Verarbeitung von rohen Tierhäuten zu Leder hergestellt.
Als die Belastungen im Güterbahnhof wegen seiner Asthma Erkrankung zu gross wurde, erhielt er die Chance eine Anlehre als Zeichner in der Generaldirektion der SBB zu machen. Darauf war er verdientermassen stolz.
Hatte er Hobbies oder Leidenschaften?
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3.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Hatte er Hobbies oder Leidenschaften?
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Seine Hobbies war unter anderem malen und modellieren.
In den St. Beatushöhlen entstand von ihm dieses Bild der Nonnengrotte.
Ich durfte einige male beim Malen dabei sein.


Nonnengrotte in der St.Beatushöle

  
Meereszauber  (gemalt nach Tieren in Aquarien)
      ich als Modell für's Modellieren



Von diesem Original erstellte die SBB ein Bronzerelief, das in der Eingangshalle vom Güterbahnhof aufgehängt wurde. (Heute ist das Original bei mir)

ich

Mein Vater war im Verein Maler und Bildhauer der Schweizerischen Bundesbahnen und im Fotoclub. Er nahm einige mich male mit, da konnten ich zusehen auch mithelfen wie man Fotos entwickelt in der Dunkelkammer.
Auch gab er mir sein Wissen von der Physiognomik-Lehre nach Carl Huter weiter, wo ich später ebenfalls einige Vorträge besuchte.
Er war Mitglied bei der Schweizerische Gesellschaft für Höhlenforschung. Dort betreute er das Archiv und war Kassierer.
Vater sammelte Seine und Mineralien auch Fossilien.
Ebenfalls war er Mitglied des Naturhistorischen Museums, dieses Museum besuchte ich oft mit ihm.
Für einen Entomologen hat er Käfer gesammelt diese hat er in einem kleine Fläschchen mit  Ethylacetat betäupt.
Fotografie war seine grosse Leidenschaft, besonders Dias. Stundenlang sahen wir Diavorträge von ihm.
Im Tagebuch meiner Mutter stand, dass die Mitgliedschaft bei den Höhlenforscher, das schlimmste Hobbie gewesen sei und dass er sich ganz zersplittert habe, er hätte beim Malen bleiben sollen.
1970 kauften meine Eltern ein kleines altes Bauernhäuschen mit 640 Quadratmeter, da blieb ihm nur noch das Fotografieren und wie wir sagten "Im Garten chräbele", während wir am Jassen waren. Der von ihm angelegter Steingarten, war sein ganzer Stolz.


Steingarten vom Vater in Planung


Steingarten im Frühling

 

 

 

 



 

Wie hielten es deine Eltern mit Taschengeld?
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3.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Wie hielten es deine Eltern mit Taschengeld?
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Was für mediale Erinnerungsstücke an deine Eltern wie Briefe, schriftliche Aufzeichnungen, Bilder, Fotos, Filme, Tonaufzeichnungen, Videos hast du?
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3.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Was für mediale Erinnerungsstücke an deine Eltern wie Briefe, schriftliche Aufzeichnungen, Bilder, Fotos, Filme, Tonaufzeichnungen, Videos hast du?
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Die Mutter schrieb Ihre Erlebnisse in grosse Alben, es sind diverse Fotos dabei.


Auch von damals, als sie noch ledig war und diverse Freundschaften hatte.



Meine Eltern meine Schwester und ich.

Vom Vater sind noch einige Ölbilder, Bücher, eine Menge Dias sowie viele Steine vorhanden.

Ebenso der Sternenglobus halte ich in Ehren.

 

 



Inwiefern glaubst du, dem Vater oder der Mutter ähnlich zu sein? Oder bewusst anders?
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Seite 19 wird geladen
3.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Inwiefern glaubst du, dem Vater oder der Mutter ähnlich zu sein? Oder bewusst anders?
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Ich denke meinem Vater bin ich ähnlicher.

Er hat mir so viel beigebracht, das Interesse geweckt am Fotografieren und Malen. Auf Blumen, Käfer, Spinnen usw. zu achten, Geduld zu haben etwas zu beobachten auch auf die kleinsten Dinge. Herauszufinden um was es sich handelt, z.B. nicht nur Libelle, sondern welche.
 
    
Jungfer Libelle

    
Königskerze mit Ameise                                                                 
rechts im Bild Wilde Möhre, diese ist auch in der Küche verwendbar.                      

 

 

Falls ein Elternteil, oder beide, schon gestorben sind, welche Erinnerungen hast du an ihren Tod?
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Seite 20 wird geladen
3.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Falls ein Elternteil, oder beide, schon gestorben sind, welche Erinnerungen hast du an ihren Tod?
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Der Vater starb nach lang ertragener Krankheit im Spital an Lymphdrüsenkrebs.
Zuletzt an seinem Krankenbett, wünschte ich mir so sehr, dass er endlich sterben kann.




Mami wurde 97 Jahre alt, sie starb mit Würde im Altersheim.
Meine Grossmutter väterlicherseits
Seite 21
Seite 21 wird geladen
4.2.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter väterlicherseits.
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Soweit ich mich erinnern kann lebte mein Grossmutter bei Tante Kläri. Dort half sie im Haushalt mit, später wurde sie liebevoll bis zum Lebensende von Tante Kläri betreut.


Hier das Foto von meinen Onkeln und Tanten mit Ehegatten.

unten von links nach rechts:
Tante Kläre mit Sepp / Tante Rösi mit Werner
oben rechts: Onkel Franz mit Erni, Onkel Fritz, Onkel Ruedi

Die Verwandten väterlicherseits haben wir nicht oft getroffen, ausser Onkel Franz der uns ab und zu besuchte.

 

Meine Verwandten mütterlicherseits
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4.3.  Meine Grosseltern – Meine Verwandten mütterlicherseits.
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Mein Grossvatti mochte ich ihn sehr gerne.
Wenn ich in den Ferien bei meinen Grosseltern und Tante Sophie war, durfte ich jeweils in seine Werkstatt in ihrem Bauernhaus. Er war Schreiner und stellte vorwiegend Särge her.

Wir sahen einige der Verwandten mütterlicherseits öfters, besonders an runden Geburtstag-Feiern.

1955 / 90 zigster Geburtstag meiner Grossmutter
Hier seine Familie mit Grosskindern. Hinten ob links meine Mutter die beiden Halbbrüder,
ich schaue nicht in die Kamera links von mir Ruth und Bernadette.
Tante Sophie (mit Brille rechts im Bild), wenn ich in den Ferien bei ihr war, betete sie jeweils am Abend mit mir: "müde bin ich geh zur Ruh...", zu Hause war ich nicht daran gewöhnt. Sie und Onkel Kari lebten im selben Haus der Grosseltern, Tante Sophie kümmerte sich, bis zu ihrem Tod führsorglich um sie.
Bei dieser Grossfamilie hatte ich viele Cousinen und Cousins, auch väterlicherseits.
An die von mütterlicherseits, erinnere ich mich noch an:
Beno, Urs, Irene, Regula
Ruth, Bernadette, Reuedi / Kinder von Onkel Sepp und Elsi
"Putz", Violetta / Kinder von Onkel Walti und Violetta
Toni und Eduard / Kinder von Onkel Franz und Martha

Geprägt / Gestempelt / Stigmatisiert
Seite 23
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5.  Geprägt / Gestempelt / Stigmatisiert
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Bei mir wurde 1976 "Bipolare affektive Störung" (BAS) diagnostiziert.
Von da an musste ich versuchen mit dieser Schicksalhaften, hinterlistigen Krankheit zu leben. Darum auch der Titel "Mein ver-rücktes Leben"
Ich komme mir vor als hätte ich lebenslang einen Stempel verpasst bekommen.

Neben den biologischen Einflüssen sind auch die individuellen Lebensumstände an einer bipolaren Störung beteiligt. Vor allem Stress scheint ein Auslöser für manisch-depressive Schübe zu sein.
Schwere Krankheiten, Mobbing oder Trennungen, aber auch manche Lebensphasen, wie zum Beispiel die Pubertät, bedeuten eine längere Stressphase. Wie Stress empfunden und verarbeitet wird, hängt von der jeweiligen Person ab. Manche Menschen haben gute Strategien entwickelt, um mit Stress umzugehen, während andere schnell überfordert sind.

Die bipolare Störung wird oft mit Kreativität in Verbindung gebracht.
Zu den Betroffenen zählen viele erfolgreiche Menschen. Der gesteigerte Antrieb in hypomanen Phasen kann für ungewöhnliche und gewagte Projekte begeistern, und Ziele werden oft mit großem Engagement verfolgt.

Erst in den 50er Jahren kamen die ersten Psychopharmaka auf den Markt. 

Lange Jahre und zum Teil auch noch heute wird über psychische Krankheiten nicht gesprochen, man schämt sich dessen.

Eine Bipolare Störung begleitet die Patienten oft ein Leben lang.
Dies wird wahrscheinlich bei mir so sein.

Der jetziger Psychiater schätze ich. Alle alle drei Monate habe ich einen Termin bei ihm.
Wie es scheint, habe ich zurzeit die richtigen Medikamente. Ich benötige vier Psychopharmaka-Tabletten pro Tag.

Insgesamt war ich in meinem bisherigen Leben über 500 Tage in einer Psychiatrie eingesperrt.
Die Medikamente verändern mein Wesen. Ich habe das Gefühl als wäre ich unter einer Käseglocke. Meine Kreativität ist fast verschwunden.

Auszug einer Notiz zu meiner Krankheit:

Manisch-Depressive Ereignisse vom September 2013 bis April 2015
(50% IV Empfängerin)

In meinen zwei Wochen Ferien im September 2013, sass ich nur noch auf dem Brunnenrand, war am Rauchen und wartete dass mich meine Nachbarin zum Mittagessen einlud. Dabei waren meine Gedanken oft im Büro der Wiederkäuerklinik und der Schweineklinik. Ein Beispiel: „ich hatte vergessen  Fr. 14.70 in der Kasse der Schweineklinik zu buchen, das liess mir keine Ruh.“ Meine Nachbarin,  fuhr mich nach Bern auf meine Bitten, zur Richtung Stellung. Jeweils am Morgen wartete ich sehsüchtig, dass ich ins Bett konnte. Nach meinen Ferien musste ich feststellen, dass niemand meine Arbeit auch nur zum Teil erledigt hatte. Ich versuchte den Stapel abzuarbeiten sowie die vielen Mails zu erledigen. Ein richtiges Schwimmfest. Unsere Tierpraxisassistentin half mir, nach Rücksprache mit dem Chef etwas Ordnung und Übersicht zu verschaffen. Ende September  musste ich ins Büro zum Chef, er sagte dass in Zukunft die TPA nicht mehr helfen darf. Auch sei ich zu langsam und verglich mich mit einer Mittarbeiterin, die ca. 20 Jahre jünger und ein höheres Arbeitspensum als meine 50% hatte. Ich verstand die Welt nicht mehr, hatte ich doch so viel  nachzuarbeiten wegen meiner Ferienabwesenheit.  Es fühlte sich an wie ein Burnout.

Nach einem Gespräch mit dem Sohn und dem Psychiater wurde ich wegen den Depressionen am
8. Oktober 2013 in die Tagesklinik der Waldau eingewiesen. Unter anderem war auch meine Aussprache sehr behindert. Kurz darauf nach diversen Stürzen, fiel ich am 15. Oktober 2013 zwei Treppen herunter und landete beim Keller,  da ich eine Sicherung ersetzen wollte. Meine Schwiegertochter  fuhr mit mir in die Insel.
Auf der linken Seite waren Prellungen und Schürfungen entstanden. Nach diversen Untersuchungen auch MRI’S wurde mir das Methotrexat (Rheuma Medikament) abgesetzt. In meinem Kleinhirn wurde ein Schaden festgestellt, der von diesem Medikament kam. (sh. Beigelegter Bericht) Auch ein 24 Std. EKG wurde gemacht. Beim Verlassen der Insel durfte ich nur mit einem Rollator nach Hause. Danach ging es wieder in die Tagesklinik wo ich bis zum 10. April 2014 stationär in Behandlung war. Darauf folgten ambulante Behandlungen und ich wurde bis zu meiner Frühpensionierung  am 31. August 2014 zu 100% krankgeschrieben.
Die Pensionierung konnte ich nicht lange geniessen. Am Sonntag der 7. September  entdeckte ich folgendes: Auf der Zunge kleine Blutflecken ebenso auf den Füssen.

Mein Sohn sagte mir, ich solle sofort in die Notfall City. Dort wurde das Blut untersucht und festgestellt, dass ich keine Blutplättchen mehr hatte und sofort in die Insel überwiesen.
Nach einer Infusion von Plättchen bekam ich Cortison. Nach zehn Tagen am 16. September 2014 stand der Austritt bevor.
Ich war nicht im Stande nach Hause zu gehen und bat um Ärztliche Hilfe und somit erfolgte der Stationäre Wiedereintritt in die Waldau. Nach einigen Tagen erlag ich einer Manie und wurde in das Isolationszimmer eingesperrt. Der Aufenthalt dauerte bis 17. November 2014.
Das Medikament Orfiril hatte mir auf das Gehör geschlagen. Zum Absetzen und zum Einschleichen von Lamotrigin musste ich erneut vom 2.12. bis zum 18.12.2014 in die Klinik.

Während meiner Krankheit seit  dem Oktober 2013 und trotz der bevorstehenden Früh-pensionierung, forderte die Taggeldversicherung am 24. Juni 2014, dass ich bei der IV eine Rentenrevision beantrage. Dieses Gesuch reichte ich am 1. Juli 2014 mit Hilfe der Sozialarbeiterin der Waldau ein. Seit dem wurden von der IV diverse Unterlagen verlangt. Da ich nicht im Stande war, dies alles alleine zu erledigte bat ich meinen Rechtsanwalt um Hilfe.  
Am 2. April 2015 wurde ich aufgefordert drei Tage hintereinander mich nach Basel einer Polydisziplinäre Untersuchung aufgefordert. (s.h. Brief von der IV) Fünf  Ärzte nacheinander jeweils zwei an einem Tag wurden beauftragt eine Untersuchung durchzuführen. Am dritten Tag wurde noch eine Untersuchung vorgenommen.
Unter grossem Stress unterwarf ich  mich dieser Aufforderung. Ich empfand all diese Untersuchungen als  menschenunwürdig, bis auf den letzten Arzt der Neuropsychologe.
Bei allen musste ich fast das gleiche erzählen. Meine Akten,  auch die mitgebrachten, wurden vermutlich nicht einmal richtig angesehen. Der Psychiater fragte mich unter anderem nach dem Todestag meiner Mutter (2008) und meinem Vater (1987). 

Für mich unverständlich dieser Aufwand und Plagerei  kurz bevor ich in das Rentenalter komme und im September die AHV erhalten werde.   Der Antrag wurde abgelehnt, obschon ich nicht mehr im Stande war den Anforderungen bei meiner Arbeitsstelle gerecht zu werden.    

PS: Für alle erwähnten Daten habe ich Unterlagen   /  2.5.2015

Im Schlussbericht der

 

Gab und/oder gibt es in deiner Familie Krankheiten/Unfälle, die dich geprägt oder dein Leben beeinflusst haben?
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5.  Geprägt / Gestempelt / Stigmatisiert

Gab und/oder gibt es in deiner Familie Krankheiten/Unfälle, die dich geprägt oder dein Leben beeinflusst haben?
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Bei einem Onkel väterlicherseits wurde damals die Diagnose "Schizophrenie" diagnostiziert, er wurde zwangssterilisiert. Ob es dazumal sicher um Schizophrenie handelte, oder auch wie bei mir um BAS? sei dahingestellt. 
Glücklicherweise konnte mein Onkel heiraten. Er war meistens per Autostopp unterwegs, kam oft zu uns auf Besuch.
Mit seiner Mundharmonika, auf der er sehr gut spielte, besuchte er Altersheime.
Auch war er sehr erfolgreich im Fallen stellen für Maulwürfe oder Mäuse, damals bekam man für einen Mauseschwanz einen Franken, das war nicht zu verachten.

Auf meinem Lebensweg hatte ich einige Operationen:

Kaiserschnitt
links und rechts zweie Eileiterschwangerschaften, welche sehr schmerzhaft waren auch Psychisch
links und rechts die Operationen des Karpaltunnelsyndromes
wegen dem rechten Daumenspickfinger musste die Beugesehne operiert werden.
links eine Sehnenscheidenentzündung Operation (Tendovaginitis) habe heute 2020 noch Beschwerden


 

Primarschulzeit
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6.  Primarschulzeit
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“Komisch wie das Gedächtnis funktioniert. An manches kann man sich nicht erinnern, anderes kann man nicht vergessen.”
— Grey’s Anatomy

Zum Schulanfang erhielt ich von meinem „Götti“ (Pate) eine rote Schürze mit einem Flugzeug darauf, ich war so richtig stolz. Wie man auf dem Foto erkennen kann, waren die Schuhe nicht neu und die Kniesocken ohne Abschluss einfach aufgerollt. Die Kleider waren eigentlich nie neu, meistens schon getragen.


 
In der Schule wurde mir "Käthle" oder Sommerhut gesagt, heute will ich nur Kathrin genannt werden.
Wegen meinem Nachname Dummermuth wurde ich meine ganze Schulzeit gemobbt.
Da meine Mutter schon etwas älter war, wurde ich auch gefragt: "ist das deine Grossmutter?" Es war nicht schön. 

Am Schuleingang stand der Oberlehrer. Er liess keine Mädchen in Hosen gekleidet hinein.
Dies auch noch in der Oberstufe.
War ein Schüler nicht absolut gehorsam, musste er sich vor die Türe setzen. Später in der Drittenklasse hatte der Lehrer gegen einen Jungen eine Antipathie, der kriegte oft mit dem Lineal Schläge auf die Finger und wurde im Unterricht benachteiligt.
Einfach grausam und heute kaum vorstellbar.
Ab und zu hatten wir für eine Stunde Seminaristen, das war eine gute Abwechslung.

Mein Schulweg war sehr kurz, ich brauchte nur einige Minuten und schon war ich im Übung-Schulhaus, das ich bis Schulabschluss besuchte.

Als es in der fünften Klasse um einen Wechsel in die Sekundarschule ging, meinte mein
Lehrer, besser eine gute Primarschülerin als eine schlechte Sekundarschülerin.
So blieb ich bis zum Schulabschluss in der Primarschule.
Ich hatte Mühe beim Lesen, im Nachhinein stellte ich fest, dass ich an einer Legasthenie litt. Damals unternahm man einfach nichts.
Bei den Hausaufgaben half mir niemand, manchmal mein sehr zutraulicher Wellensittich


er konnte reden "liebe liebe Bobbi"
Erst in der siebten Klasse durfte ich meine Haare schneiden. Da ging ein grosser Traum in Erfüllung. Vorher wollte der Vater, dass wir Zöpfe tragen.
Das war auch ein Grund mehr, dass mich die Schulkameraden hänselten.

An meine Schulzeit habe ich keine guten Erinnerungen. Meistens wurde ich von den Mitschülern ausgelacht. Ich kam mir vor wie ein Prellbock.

Mein Lehrer in der Oberstufe Herr Kinzel, ich ging sehr gerne in seinen Unterricht.
Ich konnte bei ihm punkten, da mich die Geografie interessierte. Das Rechnen und die Geometrie hatte ich ebenfalls gerne, in diesen Fächern spielte mir die Legasthenie keine grossen Streiche.
Mit ihm durften wir mit dem Zelt auf eine zwei tägige Schulreise. Er hatte grosse Mühe die Knaben von den Mädchen fernzuhalten.


Klassenfoto von der neunten Klasse

Bei einigen Klassentreffen war ich dabei. Schlechte Erinnerungen kam hoch. Alle waren neugierig was aus uns geworden ist.
Ich werde nie mehr an ein Klassentreffen gehen.

Kurz vor Schulende absolvierte ich im Betagten Heim "Gottesgnad" eine Schnupperwoche
Da kam der Wunsch auf, den Beruf der Krankenschwester zu lernen. Damals war dies erst im Alter von achtzehn Jahren möglich.
Pubertät und Welschland- Aufenthalt
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6.1.  Primarschulzeit – Pubertät und Welschland- Aufenthalt.
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Da fing ich an mich für die Knaben zu interessieren. In der Schule befand sich keiner der Interessierte an mir hatte.
In dieser Zeit liess man durch einen Dritten fragen, ob man zusammen gehen will, auch dass man auf einmal abgehängt wurde.
Da ich 1964 endlich meine Zöpfe los war, kam ich bei den Knaben besser an.
Damals erhielt ich den ersten Kuss. 
In meinem Tagebuch ist folgender Einträge:
"ich ging mit Bruno auf den Gurten, er umarmte mich am hellen Tag, Gottlob hat mich niemand gesehen." Ein weiterer Eintrag ist:
"Es ist Abend und ich bin heute ganz allein zu Hause. Vor mir liegt mein kleines rotes Tagebuch. Ich schlage die ersten Seiten auf und die Seiten fangen auf einmal zu reden an, alle von euch die schon ein Tagebuch hatten, werde mich verstehen, wenn ich ein wenig traurig bin."
Bei den Freundschaften mit den Knaben war ich oft hin und her gerissen. Auf dem Bühlplatz trafen sich immer wieder einige Jugendliche. Ein beliebter Treffpunkt war auch das "Weierli" Rosmarie J. war oft dabei. Meine Mutter bestand darauf, dass ich am Abend nicht mehr hinausgehen durfte, auch die Begleitung von Rosmarie J. verbot sie mir. Jemand aus der Nachbarschaft hatte ihr berichtet, dass sie mich beim Küssen gesehen habe.
Mit Hans ging ich viele Male in den nahe liegenden Bremgartenwald. Ich war sehr verliebt in ihn, doch eines Tages kam er nicht mehr. Mir wurde gesagt, er sei im Gefängnis.
Da spürte ich zum ersten Mal wie Liebeskummer war. 
Ein Lied von Manuela hörte ich immer wieder: "Schwimmen lernt man im See, Skifahren im Schnee, küssen lernt man im Land der Liebe allein. Nachts beim Mondschein" Oder das Lied von Peter Kraus "mit 17 fängt das Leben erst an". Ich besass ein kleiner Plattenspieler für Single Schallplatten, auf den ich sehr stolz war.

Heute habe ich die Vermutung, dass ich bei all diesen Freundschaften bis hin zu meiner Ehe auf der Suche nach Zuwendung, Wärme und Zärtlichkeiten war.

Nach dem Schulabschluss war ich noch zu jung, die Ausbildung zur Krankenschwester zu beginnen, es blieb nichts anderes übrig als diese Wartezeit sinnvoll auszunützen.
Wir suchten eine Stelle im Welschland und besuchten die Familie Born bei Genf.
Sie besassen eine grosse Villa mit atemberaubender Aussicht auf den Genfersee, ich liess mich davon blenden. Uns wurde versprochen, dass ich einmal in der Woche eine französische Schule besuchen könne. Also sagten wir zu und ich begann im Frühling 1967 diesen Welschland Aufenthalt.
Ein Jahr in dem ich sehr litt.
Der Monsieur, welcher für mich eine Stütze war, starb sehr kurze Zeit später, nach meinem Stellenantritt. Von da änderte sich Alles. Der Vater von Madame wohnte auch dort. Die Schule zu besuchen, kam nicht mehr in Frage. Französisch-Unterricht könne er übernehmen. Nur einige Male setzte er sich zum Lernen mit mir an einen Tisch.
Um sieben Uhr morgens musste ich bereit sein, um das Morgenessen zu servieren. Dann fing das Putzen oder Bügeln an. War einmal an einer Bluse oder einem Hemd nicht alles glatt, kugelte sie das Wäschestück zusammen und ich musste von vorne anfangen.
Hatte ich alle Zimmer gereinigt, kam die grosse Fensterfront zum Zuge. War dies erledigt fing das Ganze von vorne an. Ihr Hund Jackie ein schwarzer Pudel, kriegte meist das bessere Essen als ich.
Sie liessen sich im Salon bedienen und ich musste in der Küche essen. Fünfzehn Stunden pro Tag, mit einer Zimmerstunde waren die Regeln. Jeweils am Donnerstag und Sonntag hatte ich nach dem Aufräumen der Küche, bis um sechs Uhr frei. Mein Monatslohn betrug achtzig Franken. Bestimmt kam auch der ältere Gärtner nur sehr wenig Lohn. Ab und zu konnte ich mit ihm ein wenig kommunizieren, wenn Madame weg war.
Das Heimweh quälte mich das ganze Jahr, die einzigen Lichtblicke waren, wenn ich nach Hause telefonieren konnte. Dazu musste ich in meiner Zimmerstunde, in das nächste Dorf, hin und zurück und dann war die Zimmerstunde vorbei. In meinem Zimmer war ein Schrank, ein Bett und vor der Fensterbank ein kleines Brett für Schreibarbeiten. Zirka
1.80 m auf 2.50 m fast wie eine Zelle, wenn ich zum Fenster hinaussah musste ich eine graue Mauer im Hinterhof anschauen. Ich hatte ein WC und ein Lavabo, einmal kam Madame, um im Lavabo zu kontrollieren, ob beim Abfluss Haare waren.
Die Villa war riesig alles auf einer Etage. Unten bei der Garage hauste der Gärtner.
Auf Bitten bei meiner Mutter nach Hause zu kommen, sagte sie es werde nicht abgebrochen ich müsste dieses Jahr überstehen.
Im Nachhinein musste ich feststellen, dass ich die mündliche Französische Sprache gut beherrschte. Ich hatte nie die Gelegenheit, ausser bei den Telefonanrufen deutsch zu sprechen. Das Kochen und den Haushalt führen hat mich Madame sehr gut gelehnt.
Es war trotz Allem eine gute Ausbildung auch für das Durchhaltevermögen.
Jugendjahre
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7.  Jugendjahre
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Endlich hatte ich hatte ich den Welschland Aufenthalt hinter mir. April 1968
In der Zwischenzeit durfte ich mich an der ein jährigen Handelsschule einschreiben.
Da ich das Alter für die Lehre als Krankenschwester immer noch nicht erreicht hatte.
Der Unterreicht machte mir grosse Freude. Wegen meiner Legasthenie hatte ich immer noch Probleme bei der Rechtschreibung. Doch Dank den Fächern, Buchhaltung, Rechtskunde und Staatskunde, schaffte ich den Abschluss.

In diesem Jahr lernte ich Dieter kennen. Sein Auftreten und das Cabriolet imponierten mir sehr. Einmal arrangierte er einen Ausflug zu Freunden, dies sollte für einen Tag sein.
Doch am Abend meinten sie, wir könnten dort übernachten. In der Nacht, ich weiss nicht wie mir geschah, trotz meinen Worten nein, nahm er mir meine Keuschheit.
Aufgeklärt wurde ich nie richtig, das war ein Tabuthema im Elternhaus. Beim Betrachten der damaligen Fotos, werde ich daran erinnert, dass wir einmal beim Skifahren in einem Massenlager übernachtet haben. Auch bei einem Besuch in dem nicht ausgebauten Teil in der St.Beatushöhle, war er mit mir und einigen Höhlenforscher dabei. 



Der Traum von einer langen Liebe zerplatzte. Schon im Dezember wollte er nichts mehr von mir wissen.


1969 In einen Tessiner Nello, er war Zimmermieter in unserem Haus, verliebte ich mich wieder ein Mal sehr. Ein schöner und charmanter Mann. 
Er stellte mich sogar seiner Mutter vor. Wir hatten eine unvergessliche schöne, aber kurze Zeit zusammen.



Nello musste beruflich nach Venezuela. Eine lange Zeit hatten wir noch einen Briefwechsel. Doch plötzlich erhielt ich keinen Brief mehr. Nach einem Telefon mit seiner Mutter erfuhr ich, dass er eine andere kenngelernt hat, die bereits ein Kind von ihm erwartete. Schon wieder war eine Beziehung, von der ich so viel erhofft hatte, vorbei. Es tat sehr weh.

Mit Rosmarie B. ging ich jeweils am Samstag in eine Bar mit Disko, mir machte das Tanzen grosse Freude.
Danach hatte ich eine kurze Zeit zu Fritz eine Beziehung, die Eltern schickten ihn in ein Internat ins Graubünden, wir sahen uns nur noch selten. Als er überhaupt kein Interesse mehr an mir mehr, musste ich wieder einmal Liebeskummer ertragen. Damals lies ich bei  Irma und Erna trösten, die ein Zimmer bei uns gemietet hatten. Sie haben mir eine Zigarette angeboten und aus Frust begann ich mit diesem Laster. Mein Vater war ausser sich. Dies war eine richtig Trotzhaltung gegen die ganze Welt.

Bei der Bank Prokretit hatte ich nach dem Abschluss der Handelsschule 1969, nun meine erste Arbeitsstelle, dort erledigte ich allgemeine Büroarbeiten es gefiel mir nicht besonders. Damals war es leicht eine Arbeit zu finden. Schon nach zehn Monaten wechselte ich die Anstellung zu der Robot AG ein Laden für Haushaltapparate, Sport- und Ehrenpreise. Es war sehr interessant und vielfältig, ich war für das gesamte Bestellungswesen, die Fakturierung und die Korrespondenz verantwortlich. Ausserdem war ich tätig am Telefon, im Einkauf und Verkauf im Laden. Im Büroraum war alles überstellt, doch die Arbeit machte mir grossen Spass.

   Ein Werbefoto für die Robot AG (ich mit einer Perücke)

Mit dem Verdienst der ersten Arbeitsstellen konnte ich mir bereits ein Auto kaufen. Der ursprüngliche Wunsch Krankenschwester zu lernen war nicht mehr vorhanden.
Gibt es unauslöschliche Erinnerungen an Ereignisse aus dieser Zeit?
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7.  Jugendjahre – Beziehungen als Volljähriger bzw. Volljährige.

Gibt es unauslöschliche Erinnerungen an Ereignisse aus dieser Zeit?
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An welche Arbeitskollegen und Vorgesetzte erinnerst du dich gerne?
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8.1.  Arbeiten – Arbeitskollegen ? Vorgesetzte ? Vorbilder?.

An welche Arbeitskollegen und Vorgesetzte erinnerst du dich gerne?
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Prof. Steiner
Wie hast du deine Frau bzw. deinen Mann kennengelernt?
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9.  Entscheidungen

Wie hast du deine Frau bzw. deinen Mann kennengelernt?
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1970: mit meinem neu erworbenen Auto fuhren meine Schwester und ich fuhren nach Villeneuve auf einen Zeltplatz. Wir trafen eine Fussball-Clique, mit ihnen kamen wir ins Gespräch, da ich mit meinem Auto in einen Randpfosten fuhr. Einer bot mir an, die Beule zu reparieren. Also fuhr ich zu ihm nach Neuenburg. Ueli (mein Ex Ehemann) war auch dort. Bevor ich nach Hause fuhr, lud er mich in ein Dancing ein, da küssten wir zum ersten Mal.

Einige Wochen später machten meine Schwester und ich Urlaub mit dem Zelt im dem 
ehemaligen Jugoslawien. Wir waren mit meinem Auto unterwegs, dies kurz nach der Fahrprüfung. (Wie mutig!)
Dort verliebte ich mich fast unsterblich in Gilles einen Franzosen. So verwöhnt hatte mich bisher kein Mann. Ich schmiedete Pläne nach Paris zu ihm zu ziehen. Jedoch war er ein Artist und ohne sichere Finanzielle Zukunft.


   Gilles

Wieder zu Hause, kam Ueli vorbei, er war stärker als meine Pläne. Was war an ihm so besonders? Nun vielleicht wäre ich mit Gilles in Paris glücklicher geworden und meine Zukunft wäre ganz anders verlaufen.

In einem Tagebuch von mir konnte ich folgendes lesen:

1971: Ob er mich liebt weiss ich nicht. Ich ihn ?? Sehr wahrscheinlich. Lieben und Hass vermischt ist sehr schrecklich. Hätte ich nur den Mut um Ueli zu sagen "Aus"
Nicht mit mir.....
keine lieben Worte, kein Telefonanruf keine Zeichen, dass er mich schätzt oder sogar liebt."

Trotz allem entschied ich mich bei ihm zu bleiben.
Auf unserem ersten Urlaub waren wir in Sizilien. Für Ueli war es das erste Mal.
Da ich mit den Eltern schon einige Male in Oliveri war, hatte ich dort einige gute Kollegen. Wir sassen oft an der Stand Baar zusammen. Verständigen konnte ich mich gut, da ich dank Rosetta ziemlich gute italienisch Kenntnisse hatte.
  Domenico, Franco, Badiste
mit diesen drei waren wir oft zusammen.
Oliveri war ein Traumhafter Ort, mit Sandbänken unterhalb der Tindari, Es gab noch fast keine Touristen. Wir waren in einem kleinen Bungalow Dörfchen. Der Strand war meistens Menschenleer manchmal liefen wir in der Sonnenhitze zu den äussersten Sandbänken.



1972
Waren wir für nur einen Tag in Paris, ein Fussballmatch war für Ueli wichtiger, als die schöne Stadt näher zu besichtigen.

Später machten wir noch Urlaub in der Türkei, dies war mein erster Flug. Dort konnte ich zum ersten Mal Wasserski fahren, ein herrliches Gefühl. Der Markt war beeindruckend.

Im Juli trat ich die Arbeitsstelle bei der Treuhand & Wirtschaftberatung an.

Diese Entscheidung war für meine berufliche Zukunft das Richtige, sogar ein Glücksfall.


Ich konnte die Geschäftsbuchhaltung und die Buchhaltungen verschiedener Gesellschaften selbständig und die damit verbundene Korrespondenz erledigen. Die Buchhaltungen wurden noch von Hand erledigt in einem Journalheft.




 

 

Kam es zu Trennungen, Auszeit, Scheidungen?
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9.  Entscheidungen

Kam es zu Trennungen, Auszeit, Scheidungen?
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2000 Ueli begann eine Beziehung während eines Klinikaufenthalts mit meiner besten Freundin. Sie suchte dingend einen Mann. Ich verstand die Welt nicht mehr, nach fast dreissig Jahren sollte es vorbei sein. Drei oder viermal (ich weiss es nicht mehr so sicher) kam er wieder nach Hause, hielt es aber nicht lange aus. Er war ihr hörig geworden.
Endlich wäre es uns auch finanziell gut gegangen, da wir ja zwei Verdienste und der Sohn die Lehre als Polymechaniker abgeschlossen hatte. Alexander wollte an die Ingenieurschule in Biel, jedoch diese Trennung war ein Hindernis für ihn. Wer hätte die Kosten übernommen, auch er litt unter dieser Situation.
Eine Notiz aus dieser Zeit habe ich gefunden:
Am Sonntag 22. April übernachtet mein Mann bei seiner Geliebten, mit welcher er schon während meines Klink Aufenthaltes ein Verhältnis hatte. Sie sagte mir am Telefon er schläft hier und in meinem Bett. Auf mein Verlangen, dass er mir das selber sagen soll kommt er nicht einmal an den Hörer. Am Montagmorgen kam er nur kurz nach Hause um seine Medikamente zu nehmen.
Weil er mir Alimente zahlen sollte, wanderte er mit seiner Geliebten nach Sri Lanka aus.
Bezog sein Pensions-Geld, alles war verloren, als er einsichtig wurde und wieder in die Schweiz zurückkehrte. Bei der Scheidung 2005 wurde ihm angerufen ob er mit allem einverstanden wäre und auf diese Weise wurden wir geschieden.
Für mich war es eine schlimme, auch eine turbulente Zeit. Ich verlor meine geliebte Stelle da die Hauptfirma finanzielle Nöte hatte. Für sechs Restaurant führte ich die Buchhaltung, konsolidiert wurden diese von einem weiteren Buchhalter. Drei Lehrlinge halfen uns bei der Arbeit.
Wieder einmal landete ich in der Psychiatrie, danach bezog ich Sozialhilfe, bis ich auf dem Arbeitsmarkt wieder vermittelbar war. Fast zwei Jahre dann Arbeitslosengeld. Psychisch war ich am Ende, einen Bundesordner voller Bewerbungen, Existenzangst, Angst vor der Aussteuerung und dazu das Alleinsein. Moralisch versuchte mich meine Mutter zu unterstützten.
Für meinen Sohn war das eine schlimme Zeit. Er nahm sich eine Wohnung mit seiner Freundin und zog von zu Hause fort.
Dann 2003 veränderte sich mein Leben.
Im August erhielt ich die 50% Arbeitsstelle bei der Wiederkäuerklinik der Universität. Zuständig war ich für den Betriebskreditt und diverse Drittmittel inkl. dessen Personalwesen, Telefondienst und später kam auch die Verwaltung der Homepage dazu. 
Zeitgleich lernte ich meine grosse Liebe Roland kennen. Fast neun Jahre bis zu seinem Tod erlebte ich eine sehr glückliche Zeit. Wir machten gemeinsame wunderschöne Ferien in der Türkei, in Frankreich und im Schwarzwald. Ausser das Geschenk Mutter zu sein, waren es die schönsten Zeiten meines Lebens. Zu den Höhen gab es auch einige Tiefen denen wir aber trotzten.
In diesem Jahr wurde auch mein IV zweimal abgelehnt, beim dritten Versuch dank meinem Anwalt 2005 wurde mir entlich eine 50% IV Rente zugesprochen.


Würdest du wieder heiraten?
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9.  Entscheidungen

Würdest du wieder heiraten?
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nein
Eheleben
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10.  Eheleben
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1973
Als sozusagen vorgeschobene Hochzeitsreise fuhren wir mit dem Zelt nach Frankreich in die Camargue, dort wurden wir von einem Sandsturm vertrieben, wir fuhren weiter zu einem anderen Zeltplatz.

Mit 23 bin ich aus dem Haus gezogen, wo ich geboren wurde, und habe geheiratet.
Dreissig Jahre waren mein Mann Ueli und ich zusammen.



Tagebucheintrag 1974
„Warum habe ich geheiratet, schon nach dem ersten Monat wusste ich es wäre besser gewesen noch zu warten. Ja man stellt sich als ledig die Ehe ganz anders vor, jedenfalls ich. Doch vorher konnte ich nicht erfahren, wie es ist, wenn man nur noch ihn hat. Gut, ich sehe die Eltern noch, aber ich bin nicht mehr zu Haus, das wäre nicht so schlimm, wenn ich nur einen Mann hätte, der mir zeigt, dass er mich liebhat, mich schätzt. Es ist schlimm, wenn man sich nicht als Frau betrachtet fühlt. Er freut sich nicht, wenn er nach Haus kommt. Gerühmt wird nicht, sollte etwas auszusetzen sein, dann ja.
Ich gebe mir Mühe neben der halbtags Arbeit den Haushalt möglichst gut zu führen (kein Lob, er sieht nicht was ich mache) alles ist selbstverständlich. Wie soll das weiter gehen, soll das mein Lebensinhalt sein? Wenn er etwas von mir will, soll ich bereit sein. Aber möchte ich ihm Gutenacht sagen, noch etwas seine Wärme und das vorhanden sein eines Menschen spüren, kein inniger Kuss nein es heisst ich bin müde lass mich in Ruhe.
Dieser Eintrag war sechs Monate nach der Hochzeit.
Heute im Nachhinein, schockieren mich diese Einträge. Wie konnte ich nur!

Der Grund, warum wir geheiratet haben, weil wir eine günstige Wohnung zu mieten in Aussicht hatten, die aber nur an verheiratete Paare möglich war. Es war eine 2 1/2 Zimmer Wohnung mit Balkon. Von dort sah man zu meinen Schwiegereltern hinüber.
Die Wohnstube statteten wir mit einem Klappbett und einem normalen Bett, einem Tisch mit vier Stühlen aus. Das andere Zimmer war geplant als Kinderzimmer.
Er war ein erfolgreicher Hockeyspieler in der Nationalliga A beim SCB und als ich ihn kennengelernt habe war er bei Gotteron in der Nationalliga B. Wir hatten schönen Stunden mit den Mannschaftsmittgliedern. Die Freiburger sind einfach viel freudiger und aufgeschlossener als die Berner. Oft besuchte ich Spiele, auch auswärtige.
Im Fussballverein war er auch. Viel sass er mit seinen Kameraden in der Beiz und ich alleine zu Hause.
Ich möchte nicht nur klagen, es gab auch schöne Zeiten.

1975 Wurde mir die 100% Arbeitsstelle beim der Treuhandbüro und der Haushalt zu viel.
Ich suchte mir einen 50% Teilzeitjob.
Bei einem Inkassobüro war ich total überfordert. Jede Bewegung musste zeitlich dem Kunden berechnet werden. Der Chef überprüfte am Abend jeweils meinen Papierkorb. Mir passierten immer wieder Schreibfehler, besonders bei dem Ausfüllen der Formulare mit Durchschlagspapier, (es gab noch nicht die Computer) also gab es übermässiger Papierabfall, dadurch kam ich mit der Zeiterfassung an den Anschlag.
Die Arbeit der Mahnkorrespondenz, sowie das Betreibungswesen waren nicht befriedigend. Alles auch der Haushalt überforderten mich, eines Tages ging ich nicht mehr zur Arbeit.  Heute würde man das als Burnout betiteln. Der Arbeitgeber war mit einer fristlosen Auflösung des Arbeitsvertrages einverstanden. 

1976  Zum ersten Mal geriet ich in eine Bipolare affektive Störung, dabei verlor ich den Bezug zur Realität. Ich wollte mich von meinem Mann trennen. Mein Vater begleitete mich zu einem Psychiater, ich erhielt unter anderem Verfolgungswahn Medikamente. Auf mein Drängen, kaufte er mir ein Auto. Zum Abschalten fuhren wir ins Tessin in ein Eisenbahner-Hotel. Auf Anfrage bot mir der Hotelbesitzer eine Arbeitsstelle am Empfang an. Ich fand eine kleine Wohnung. Der Vater musste wieder zurück nach Hause. Die mir übertragenen Arbeiten konnte ich nicht mehr erledigen. Bei der Arbeit zeigte ich mich nicht mehr. Mit dem Auto fuhr ich in der Gegend herum, nahm einen Autostöppler auf, mit ihm war ich intim, jedoch wurde ihm mein Benehmen zu viel. Fahrlässig fuhr ich ohne Halt nach Bern und gleich wieder ins Tessin. An einer unbedienten Tankstelle bezog ich Benzin und fuhr davon ohne zu bezahlen.
Ueli liess meine Bankkarte sperren. Zu Fuss lief ich dem Bachbett der Maggia entlang hinauf. An einem kleinen Wasserbecken hatte ich das Gefühl als würde ich getauft.
Von einer Brücke über die Maggia, hatte ich den Wunsch zu springen aber der Mut fehlte.
Dann ging alles ganz schnell mit der Abulanz wurde ich in die Psychiatrie gefahren.
Ich erinnere mich noch wie meine Mutter sagt: "ich würde lieber sterben als dieses zu erleben." Mit Medikamenten wurde vollgepumpt. Die Beine konnte ich nicht mehr stillhalten, bei einem Krampf im Gesicht brach mir ein Stück Zahn ab. Für die Diagnose entnahmen sie mir Rückenmarch. Einmal musste ich vor vielen Studenten antreten, ich kam mir vor wie ein Clown. Um wieder aus der Klinik zu kommen war ich froh, dass ich wieder zu Ueli zurückkehren konnte.


Falls ihr Kinder habt, war das ein gemeinsamer Wunsch?
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10.  Eheleben

Falls ihr Kinder habt, war das ein gemeinsamer Wunsch?
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ja
Hattest du das Gefühl, dass dir deine Kinder alles anvertraut haben?
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10.  Eheleben

Hattest du das Gefühl, dass dir deine Kinder alles anvertraut haben?
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Wie ist dein Verhältnis zu deinen Enkelkindern?
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10.  Eheleben

Wie ist dein Verhältnis zu deinen Enkelkindern?
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gut
Was hat dir in deinem Leben am meisten Freude bereitet?
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11.  Lebensfreude

Was hat dir in deinem Leben am meisten Freude bereitet?
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Mein Sohn, auf den ich immer noch stolz bin.
Die erlebten Jahre mit Roland.
Die Geburt meiner Enkelkinder.

Wie erlebst du dein aktuelles Leben im Vergleich zu früher, z. B. deiner aktiven/aktivsten Berufszeit?
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11.  Lebensfreude

Wie erlebst du dein aktuelles Leben im Vergleich zu früher, z. B. deiner aktiven/aktivsten Berufszeit?
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1973
Als sozusagen vorgeschobene Hochzeitsreise fuhren wir mit dem Zelt nach Frankreich in die Camargue, dort wurden wir von einem Sandsturm vertrieben, wir fuhren weiter zu einem anderen Zeltplatz.

Mit 23 bin ich aus dem Haus gezogen, wo ich geboren wurde, und habe geheiratet.
Dreissig Jahre waren mein Mann Ueli und ich zusammen.



Tagebucheintrag 1974
„Warum habe ich geheiratet, schon nach dem ersten Monat wusste ich es wäre besser gewesen noch zu warten. Ja man stellt sich als ledig die Ehe ganz anders vor, jedenfalls ich. Doch vorher konnte ich nicht erfahren, wie es ist, wenn man nur noch ihn hat. Gut, ich sehe die Eltern noch, aber ich bin nicht mehr zu Haus, das wäre nicht so schlimm, wenn ich nur einen Mann hätte, der mir zeigt, dass er mich liebhat, mich schätzt. Es ist schlimm, wenn man sich nicht als Frau betrachtet fühlt. Er freut sich nicht, wenn er nach Haus kommt. Gerühmt wird nicht, sollte etwas auszusetzen sein, dann ja.
Ich gebe mir Mühe neben der halbtags Arbeit den Haushalt möglichst gut zu führen (kein Lob, er sieht nicht was ich mache) alles ist selbstverständlich. Wie soll das weiter gehen, soll das mein Lebensinhalt sein? Wenn er etwas von mir will, soll ich bereit sein. Aber möchte ich ihm Gutenacht sagen, noch etwas seine Wärme und das vorhanden sein eines Menschen spüren, kein inniger Kuss nein es heisst ich bin müde lass mich in Ruhe.
Dieser Eintrag war sechs Monate nach der Hochzeit.
Heute im Nachhinein, schockieren mich diese Einträge. Wie konnte ich nur!

Der Grund, warum wir geheiratet haben, weil wir eine günstige Wohnung zu mieten in Aussicht hatten, die aber nur an verheiratete Paare möglich war. Es war eine 2 1/2 Zimmer Wohnung mit Balkon. Von dort sah man zu meinen Schwiegereltern hinüber.
Die Wohnstube statteten wir mit einem Klappbett und einem normalen Bett, einem Tisch mit vier Stühlen aus. Das andere Zimmer war geplant als Kinderzimmer.
Er war ein erfolgreicher Hockeyspieler in der Nationalliga A beim SCB und als ich ihn kennengelernt habe war er bei Gotteron in der Nationalliga B. Wir hatten schönen Stunden mit den Mannschaftsmittgliedern. Die Freiburger sind einfach viel freudiger und aufgeschlossener als die Berner. Oft besuchte ich Spiele, auch auswärtige.
Im Fussballverein war er auch. Viel sass er mit seinen Kameraden in der Beiz und ich alleine zu Hause.
Ich möchte nicht nur klagen, es gab auch schöne Zeiten.

1975 Wurde mir die 100% Arbeitsstelle beim der Treuhandbüro und der Haushalt zu viel.
Ich suchte mir einen 50% Teilzeitjob.
Bei einem Inkassobüro war ich total überfordert. Jede Bewegung musste zeitlich dem Kunden berechnet werden. Der Chef überprüfte am Abend jeweils meinen Papierkorb. Mir passierten immer wieder Schreibfehler, besonders bei dem Ausfüllen der Formulare mit Durchschlagspapier, (es gab noch nicht die Computer) also gab es übermässiger Papierabfall, dadurch kam ich mit der Zeiterfassung an den Anschlag.
Die Arbeit der Mahnkorrespondenz, sowie das Betreibungswesen waren nicht befriedigend. Alles auch der Haushalt überforderten mich, eines Tages ging ich nicht mehr zur Arbeit.  Heute würde man das als Burnout betiteln. Der Arbeitgeber war mit einer fristlosen Auflösung des Arbeitsvertrages einverstanden. 

1976  Zum ersten Mal geriet ich in eine Bipolare affektive Störung, dabei verlor ich den Bezug zur Realität. Ich wollte mich von meinem Mann trennen. Mein Vater begleitete mich zu einem Psychiater, ich erhielt unter anderem Verfolgungswahn Medikamente. Auf mein Drängen kaufte er mir ein Auto. Zum Abschalten fuhren wir ins Tessin in ein Eisenbahner-Hotel. Auf Anfrage bot mir der Hotelbesitzer eine Arbeitsstelle am Empfang an. Ich fand eine kleine Wohnung. Der Vater musste wieder zurück nach Hause. Die mir übertragenen Arbeiten konnte ich nicht mehr erledigen. Bei der Arbeit zeigte ich mich nicht mehr. Mit dem Auto fuhr ich in der Gegend herum, nahm einen Autostöppler auf, mit ihm war ich intim. Auch ihm wurde mein Benehmen zu viel. Fahrlässig fuhr ich ohne Halt nach Bern und gleich wieder ins Tessin. An einer unbedienten Tankstelle bezog ich Benzin und fuhr davon ohne zu bezahlen.
Ueli liess meine Bankkarte sperren. Zu Fuss lief ich dem Bachbett der Maggia entlang hinauf. An einem kleinen Wasserbecken hatte ich das Gefühl als würde ich getauft.

Wie hat sich deine Einstellung zu dir selber mit dem Älterwerden verändert?
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11.  Lebensfreude

Wie hat sich deine Einstellung zu dir selber mit dem Älterwerden verändert?
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Heute bin ich gelassener, auch dankbarer für Momente mit der Familie, ein gemütliches Essen im Garten oder einen Sonnenuntergang, blauer Himmel, Wolken usw,

Was vermisst du?
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11.  Lebensfreude

Was vermisst du?
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Einen Partner wie Roland, dieser Wunsch wird leider nicht mehr in Erfüllung gehen.
Wie geht es dir bzw. euch finanziell?
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11.  Lebensfreude

Wie geht es dir bzw. euch finanziell?
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Finanziell geht es mir schlechter als ich noch zur Arbeit ging, dennoch bin ich zufrieden.
Durch das Erbe meiner Mutter, wohne ich ziemlich günstig.
Was ist für dich Luxus?
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11.  Lebensfreude

Was ist für dich Luxus?
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Keine Schmerzen zu haben.
Was schätzt du heute mehr?
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11.  Lebensfreude

Was schätzt du heute mehr?
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Die Unabhängigkeit.
Wie haben sich deine Ess- und Trinkgewohnheiten verändert?
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11.  Lebensfreude

Wie haben sich deine Ess- und Trinkgewohnheiten verändert?
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Fast kein Alkohol mehr. Nur eine Mahlzeit am Tag. Nach dem Essen Lust auf süsses.
Wie wichtig ist dir deine Selbständigkeit in der Gestaltung deines Alltags? In welchem Ausmass könntest du mit Einschränkungen leben?
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12.  Gutes Leben im Alter

Wie wichtig ist dir deine Selbständigkeit in der Gestaltung deines Alltags? In welchem Ausmass könntest du mit Einschränkungen leben?
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Heute bin ich noch Selbständig
Was sind deine konkreten Erwartungen und Vorkehrungen mit Blick auf deine letzten Jahre und dein Lebensende?
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13.  Ausblick

Was sind deine konkreten Erwartungen und Vorkehrungen mit Blick auf deine letzten Jahre und dein Lebensende?
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auf den tod warten
Was ist dein grösster Wunsch für die nächsten Jahre?
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13.  Ausblick

Was ist dein grösster Wunsch für die nächsten Jahre?
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schnell und möglichst ohne Schmerzen sterben
Was möchtest du nie mehr missen?
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13.  Ausblick

Was möchtest du nie mehr missen?
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Mutter zu sein
Würdest du es geniessen, nochmals in der heutigen Zeit 20 zu sein?
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14.  Jugend heute

Würdest du es geniessen, nochmals in der heutigen Zeit 20 zu sein?
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nein
Was geht dir durch den Kopf, wenn du junge Leute betrachtest, die ihr Leben noch vor sich haben?
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14.  Jugend heute

Was geht dir durch den Kopf, wenn du junge Leute betrachtest, die ihr Leben noch vor sich haben?
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schlimm
Glaubst du an Gott?
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15.  Religiosität

Glaubst du an Gott?
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ja
Bezahlst du Kirchensteuer? Weshalb bzw. weshalb nicht?
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15.  Religiosität

Bezahlst du Kirchensteuer? Weshalb bzw. weshalb nicht?
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wegen den Finanzen
Wie hast du das Aufzeichnen deiner Erinnerungen erlebt?
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16.  Nachgedanken

Wie hast du das Aufzeichnen deiner Erinnerungen erlebt?
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Aufwühlend
Falls du es schon früher versucht hast, was hast du anders gemacht, so dass es diesmal geklappt hat?
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16.  Nachgedanken

Falls du es schon früher versucht hast, was hast du anders gemacht, so dass es diesmal geklappt hat?
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mehrere Versuche
Was war, was waren die herausragendsten Veränderungen in der Zeit deines Lebens?
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16.  Nachgedanken

Was war, was waren die herausragendsten Veränderungen in der Zeit deines Lebens?
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das Glück Mutter zu sein
Bekannschaft mit Roland
Gibt es Texte, Fragmente früherer Versuche, dein Leben zu dokumentieren? Wie und wo bewahrst du diese auf?
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16.  Nachgedanken

Gibt es Texte, Fragmente früherer Versuche, dein Leben zu dokumentieren? Wie und wo bewahrst du diese auf?
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Auszüge aus dem Versuch ein Buch zu schreiben: 2012 Gedanken ab 2005
C: Laufwerk H / Buch / Buch Versuch 2012

Entscheidungen
Da sind noch einige Entscheidungen offen.
So schwierig....so wichtig....so unbekannt.
Wo führt sie mich, die entscheidung?
Niemand kann sie für mich übernehmen, sie bleibt bei mir.

Lothar

der Lothar und seine Macht
hat auch Sturm in mein Leben gebracht
hinterlied überall Spuren
doch auf diesen wachsen nun
nach und nach wieder Bäume nach
lassen Gedanken von dem Unheil
verbleichen welches du uns gebracht
die Zerstörung bald vergessen,
die Wunden werden heilen und werden
nach und nach zu Narben
bis die nächste Katastrophe uns überfällt:
Flutwellen wie erschrocken ist die ganze Welt

Internet


Die Spinne und das Netz

was hat die Fliege da zu suchen?
gefährlich ist für sie das Netz.
gibt sie acht und hat Glück
fliegt sie auf die Blume zurück.
sind nicht auch wir, wie Fliegen hier im Netz?

(c) kb 05

Durst

Nebelperlen, die von deinen Blättern tropfen,
möchte ich auffangen auf meinen Lippen,
löschen den Durst der Sehnsucht nach tiefer Liebe.
Sie sind nicht wie Tränen, deren Salz den Durst nicht stillt.
© kb 05

Aus anderer Sicht
eine Ansicht aus der Ferne ist manchmal wertvoll

Rose

Sie schenkt uns ihren Duft
und ihre Schönheit,
ihre Dornen jedoch mahnen,
vergiss die Vorsicht nicht.  © kb 07              (im Buch für Alexander)



Du bist und bleibst ein Teil von mir.           (im Buch für Alexander)
© kb 05


Vergiss-mein-nicht
  © kb
Blumenpracht hab an dich gedacht, 
Vergissmeinnicht, nein ich vergesse dich nicht



Licht und Schatten / Freud und Leid

Versprechen

versprochen?
einfach gebrochen?
einfach vergessen?
ohne schlechtes Gewissen?
schwer Vertrauen aufzubauen!   © kb

 

 

 


 

Gibt es sonstige Texte von dir? Kurzgeschichten, Gedichte, Reiseberichte, Briefe oder ähnliches?
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16.  Nachgedanken

Gibt es sonstige Texte von dir? Kurzgeschichten, Gedichte, Reiseberichte, Briefe oder ähnliches?
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ja viele Fotobücher / Gedicht / Bilder / Handarbeiten



Ich als Heldin...                      (in meiner Geschichte 9.5.1994, an einem Biographie Kurs)

  

Auf einer Insel wuchs eine Spirale, deren Spitze so hoch war, dass man sie nicht erkennen konnte.
Unzählige Wege führten aufwärts, viele davon waren Sackgassen oder endeten in einer Höhle.
Aller Aufgabe war, dem Höhepunkt entgegen zu wandern.
Unzählige Menschen waren dabei ihren Weg zu suchen.
So begab auch ich mich auf die Wanderschaft.
Dabei gab es mehrere Leute, die begleiteten mich einige Zeit und solche die immer in meiner Nähe blieben.
Ueberall waren zum Teil herrlich duftende Blumen anzutreffen. Einige Male, als ich Mühe hatte einer der schmalen Wege zu begehen, lief ich wenige Schritte zu weit und fiel in eine Höhle.
Dort war ich gefangen und ein seelischer Schmerz durchbohrte mich. Doch es gab jedes Mal einen Ausweg, dieser war steil und steinig.
Es gab Zeiten da waren auch verschiedene Tiere meine Begleiter. Es war schön ihre Freundschaft zu spüren.
Die Wege führten an Blumen, an herrlichen Wäldern voller Vogelgesang oder an finsteren Ecken ohne Lebewesen entlang.
An einem Fluss rastete ich und zündete ein Feuer an. Die Füsse schmerzten, am meisten aber das Herz.
Die Richtung musste falsch sein, denn die Spirale erschien mir immer noch so hoch. Ich war in viele Sackgassen geraten und auch das Verweilen in den Höhlen war daran schuld.
Aber aufgeben wollte ich nicht.
So nahm ich den Weg wieder unter meine Füsse.
Langsam wird der Weg besser begehbar, die grössten Hindernisse scheinen hinter mir zu liegen.
Doch sollte einmal ein Tal vor mir erscheinen, werde ich versuchen es zu überqueren oder zu umgehen.
Vielleicht eines Tages, wird die Spitze der Spirale sichtbar und das Wandern leicht sein.

2020
Heute im Nachhinein finde ich so viel treffendenes und Wahres an diese Geschichte. 


.......................................................................................................................................

Feuer der Liebe

Die Liebe brennt wie ein Feuer in mir,
gleich einem Lavastrom,
durchfliesst die Glut meinen Körper.
Die Flammen geschürt
durch die Sehnsucht nach Dir.
(c) kb 05

Feuer der Liebe II


Deine Flammen erleuchteten die Nächte
die Glut spendete ihre Wärme
ganz langsam wurden
Flammen zu Flämmchen

bitte Feuer gehe nicht aus
hier empfange meinen Hauch

erneut ein kleines Flackern
Hoffnung stieg auf

Doch bald wurden
die Glut zu Asche
erstickte auch das letzte Flämmchen
die Glut kalt, die Wärme wich

kalt wurde es um mich
und kein Licht erhellte mehr die dunkle Nacht  © kb 06

Traum
 
© kb 06

 




 

Wie soll mit deinem literarischen Nachlass verfahren werden? Oder mit deinem Nachlass überhaupt?
Seite 58
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16.  Nachgedanken

Wie soll mit deinem literarischen Nachlass verfahren werden? Oder mit deinem Nachlass überhaupt?
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mache mir keine Illusionen
Welches war die schönste Zeitperiode deines Lebens?
Seite 59
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16.  Nachgedanken

Welches war die schönste Zeitperiode deines Lebens?
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Die Kinder- und Jugendjahre meines Sohnes und Roland
Coronavirus
Seite 60
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17.  Coronavirus
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