Autobiographien auswählen
Es werden nur Texte von über 10 Internet-Seiten publiziert.
Zurzeit sind 563 Biographien in Arbeit und davon 337 Biographien veröffentlicht.
Vollendete Autobiographien: 212
Von Marianne Valentin – Zwischen damals und heute
Marianne Valentin
Info Biographie
Info Autor
CV Autor
Abo
Letzte Aktivitätread-history-title
5.2.
Primarschulzeit / 12.07.2026 um 17.46 Uhr
5.2.
Primarschulzeit / 12.07.2026 um 17.47 Uhr
6.
Sekundarschule und/oder Gymnasium? / 12.07.2026 um 17.47 Uhr
6.
Sekundarschule und/oder Gymnasium? / 12.07.2026 um 17.48 Uhr
6.
Sekundarschule und/oder Gymnasium? / 12.07.2026 um 17.49 Uhr
6.
Sekundarschule und/oder Gymnasium? / 12.07.2026 um 17.50 Uhr
Zoom -
wysiwyg
Zoom +
nav read

Aktuelle Seite drucken
Aktuelles Kapitel drucken
Alles drucken
print
Print

Verzeichnis

<
rückwärts blättern
vorwärts blättern
>
 
1.
Erste Erinnerungen und Kindheit
2.
Meine Eltern
2.1.
Meine Mutter
2.1.
Was fällt dir als erstes ein, wenn du an deine Mutter denkst?
2.1.
Gibt es ein bestimmtes Bild früheren Glückes, das dir im Zusammenhang mit der Mutter in den Sinn kommt?
2.1.
QX Woher stammt deine Mutter? Was weisst du über ihr Leben? Wie hat sie den Krieg erlebt?
2.1.
Wie würdest du sie beschreiben?
2.1.
QX Wie hast du sie als Mutter empfunden?
2.1.
Was waren ihre herausragenden Eigenschaften?
2.1.
Was habt ihr alles zusammen unternommen?
2.1.
Hast du dich an deine Mutter gewandt, wenn dir etwas auf dem Herzen lag? Woran erinnerst du dich speziell?
2.1.
Welches war der Beruf deiner Mutter, bevor sie heiratete? Hat sie diesen Beruf auch nach der Heirat ausgeübt?
2.1.
QX Hatte sie Hobbies oder Leidenschaften? Was konnte sie besonders gut? Was machte sie besonders gern?
2.1.
Wie haben sich die Eltern kennen gelernt?
2.1.
Wie kleidete sie sich? War ihr das wichtig?
2.2.
Mein Vater
2.2.
Was fällt dir als erstes ein, wenn du an deinen Vater denkst?
2.2.
Gibt es ein bestimmtes Bild früheren Glückes, das dir im Zusammenhang mit dem Vater in den Sinn kommt?
2.2.
QX Woher stammt dein Vater Was weisst du über sein Leben? Wie hat er den Krieg erlebt?
2.2.
QX Wie würdest du ihn beschreiben?
2.2.
QX Wie hast du ihn als Vater empfunden?
2.2.
Was waren seine herausragenden Eigenschaften?
2.2.
QX Was habt ihr alles zusammen unternommen?
2.2.
Hast du dich an deinen Vater gewandt, wenn dir etwas auf dem Herzen lag? Woran erinnerst du dich speziell?
2.2.
Welches war der Beruf deines Vaters bevor er heiratete? Hat er später seinen Beruf gewechselt?
2.2.
Hat er dich an seinen Arbeitsplatz mitgenommen? Wie war das?
2.2.
QX Hatte er Hobbies oder Leidenschaften?
2.2.
Hat dir/euch der Vater erzählt, wie er die Mutter erobert hat?
2.2.
Wie kleidete er sich? War ihm das wichtig?
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
3.
Meine Grosseltern
3.1.
Mein Grossvater väterlicherseits
3.1.
QX Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
3.1.
Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände deines Grossvaters? Wie war das z.B. im Krieg/in den Kriegen?
3.1.
Was habt ihr zusammen unternommen?
3.1.
Was für Selbstzeugnisse oder Objekte über deinen Grossvater existieren noch? Was bedeuten sie dir?
3.1.
Was war seine berufliche Tätigkeit?)
3.1.
Erinnerst du dich an seinen Tod?
3.1.
Wie hat er im Alter gelebt?
3.1.
Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deines Grossvaters eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
3.2.
Meine Grossmutter väterlicherseits
3.2.
Was sind deine Erinnerungen an diese Grossmutter?
3.2.
Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände deiner Grossmutter? Wie war das z.B. im Krieg/in den Kriegen?
3.2.
Was habt ihr zusammen unternommen?
3.2.
Was für Selbstzeugnisse oder Objekte über deine Grossmutter existieren noch? Was bedeuten sie dir?
3.2.
Was war ihre berufliche Tätigkeit?
3.2.
Erinnerst du dich an ihren Tod?
3.2.
Wie hat sie im Alter gelebt?
3.2.
Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deiner Grossmutter eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
3.3.
Mein Grossvater mütterlicherseits
3.3.
Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
3.3.
Was habt ihr zusammen unternommen?
3.3.
Was für Selbstzeugnisse oder Objekte über deinen Grossvater existieren noch? Was bedeuten sie dir?
3.3.
Was war seine berufliche Tätigkeit gewesen?
3.3.
Erinnerst du dich an seinen Tod?
3.3.
Wie hat er im Alter gelebt?
3.3.
Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deines Grossvaters eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
3.4.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
4.
Kindergartenjahre
5.
Primarschulzeit
5.1.
Grundschule Unterstufe
5.1.
QX Erinnerst du dich an deinen ersten Schultag?
5.1.
Welche Erwartungen hattest du an die Schule?
5.1.
QX Was weisst du noch über deinen Schulweg?
5.1.
QX Wie hast du lesen gelernt?
5.1.
QX Wie hast du schreiben gelernt?
5.1.
An welche Schulkameraden erinnerst du dich?
5.1.
Hast du noch ein Klassenfoto? Kannst du anhand dessen deine Mitschüler noch charakterisieren?
5.1.
QX Wie war euer Lehrer bzw. eure Lehrerin?
5.1.
Wie wurdet ihr unterrichtet?
5.1.
QX Erinnerst du dich an Bestrafungsmethoden in der Schule? Wie beeinflussten diese deine schulischen Leistungen?
5.1.
An welche Höhepunkte des Unterrichts erinnerst du dich?
5.1.
Welche Fächer wurden unterrichtet? Welches war dein Lieblingsfach?
5.1.
QX Hat dich die Schule zum Lesen angeregt? Welches waren damals deine Lieblingsbücher? Hast du die Schulbibliothek genutzt?
5.1.
Welches sind deine Erinnerungen an Schulferien, Ferienlager, Schulreisen?
5.1.
Besitzt du heute noch Unterrichtsmedien, wie Lesebücher, Schreibhefte usw. aus dieser Zeit?
5.1.
QX Wie waren deine Schulleistungen? Wie dein Verhältnis zu Hausaufgaben? Half dir jemand?
5.1.
QX Wie reagierten deine Eltern auf Zeugnisse?
5.1.
QX Was tatst du nach der Schule?
5.1.
QX Welche Freunde hattest du aus der Schulklasse oder aus dem Schulhaus?
5.1.
Warst du schon an einem Klassentreffen? Wie hat das auf dich gewirkt?
5.2.
Grundschule Oberstufe
5.2.
Grundschule Oberstufe
5.2.
Grundschule Oberstufe
5.2.
Grundschule Oberstufe
5.2.
Grundschule Oberstufe
5.2.
Grundschule Oberstufe
6.
Sekundarschule und/oder Gymnasium?
Vorwort
Seite 0 wird geladen
  Vorwort
Kommentar schreiben
Was weisst du über deine Geburt?
Seite 1
Seite 1 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Was weisst du über deine Geburt?
Kommentar schreiben
Ich bin am 28. Dezember 1945 im Schlafzimmer meiner Eltern auf die Welt gekommen. Hausgeburten waren damals das Übliche. Mein Vater war bei der Geburt nicht dabei. Er hatte ein Jahr zuvor, als mein Bruder geboren wurde, genug gesehen. Er schrieb ins Familienbuch: "...hat lange schwarze Haare. Nicht gross, aber feiss."
Wie sind die Eltern auf deine(n) Vornamen gekommen? Haben deine Eltern gut gewählt?
Seite 2
Seite 2 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wie sind die Eltern auf deine(n) Vornamen gekommen? Haben deine Eltern gut gewählt?
Kommentar schreiben
Marianne sollte ich heissen. Da hatte aber der Gemeindeschreiber auch noch etwas dazu zu sagen. Marianne sei kein Schweizer Name. Mindestens gehöre an den Schluss ein A. So heisse ich heute auf allen amtlichen Papieren Marianna. Meine Freundin, auch eine Marianne, wuchs in der Nachbargemeinde auf. Jener Gemeindeschreiber verlangte Teilung des Namens: Marie und Anna.
Was hat man dir von deiner Taufe erzählt?
Seite 3
Seite 3 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Was hat man dir von deiner Taufe erzählt?
Kommentar schreiben
Getauft wurde ich am Ostermontag 1946. Meine Gotte war die jüngste Schwester meiner Mutter, gerade 16 Jahre alt geworden. Zu ihr hatte ich zeitlebens ein sehr inniges Verhältnis: von ihr durfte ich ein Weihnachtsgeschenk wünschen, bei ihr verbrachte ich später die Sommerferien, sie lehrte mich Auto fahren, und sie besuchte ich im Pflegeheim, als sie im hohen Alter nicht mehr allein wohnen konnte. Vor einem Jahr ist sie 95-jährig gestorben. - Der Götti war weniger präsent: auf Weihnachten schickte er eine Tafel Schokolade und einen Fünfliber. Ich liebte ihn nicht, meinen Paten. Er hatte einen grossen schwarzen Hund, vor dem ich mich fürchtete. Und er griff mir unter den Rock.
Falls du Geschwister hattest, wie haben sie dich aufgenommen?
Seite 4
Seite 4 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Falls du Geschwister hattest, wie haben sie dich aufgenommen?
Kommentar schreiben
Ich wuchs zwischen zwei Brüdern auf, einer ein Jahr und zwei Wochen älter als ich, der andere fünfzehn Monate jünger. In meinen frühesten Erinnerungen waren wir immer zu dritt. Im Mai 1950 kam noch eine Schwester dazu, ein kleines, herziges Vreneli. Um die Mutter zu entlasten, schickte man mich drei Wochen zu Tante Hildi nach Herisau. An diese Zeit habe ich keine gute Erinnerung. Die Tante hatte selber keine Kinder und wenig Verständnis für mich. Sie schickte mich hinaus zum Spielen mit zwei Mädchen, die mich plagten. 
Wieder daheim, spürte ich die Konkurrenz: das Schwesterlein hatte sich eingenistet und machte mir meine Sonderstellung als einziges Mädchen streitig. Ich war eifersüchtig. Später hat sich das gelegt, sie war Fan von mir und wir waren beste Freundinnen, bis sie, leider viel zu früh, mit 64 Jahren an Krebs starb.
Wie gross war dein erstes Zuhause? Erinnerst du dich an die einzelnen Räume?
Seite 5
Seite 5 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wie gross war dein erstes Zuhause? Erinnerst du dich an die einzelnen Räume?
Kommentar schreiben
Unser Zuhause war das Elternhaus meines Vaters, in dem auch noch seine Mutter und seine ledige Schwester lebten. Grossmutter und Tanti hatten im oberen Stock zwei Zimmer und eine Küche, wir bewohnten den unteren Stock und noch ein Zimmer oben. Um dorthin zu kommen, musste man durch die Küche der Grossmutter.
Es war ein altes Haus, 1795 erbaut. Der Kachelofen in der Stube wurde von der Küche aus geheizt. Jeden Morgen musste jemand, meist meine Mutter, ein Holzbürdeli vom Estrich herunter holen und anfeuern. Eine andere Heizung gab es nicht. Kochen tat die Mutter im Winter meist auf dem Holzherd, der gleichzeitig das Ofenbänklein, die "Chouscht" in der Stube warm machte. Die Chouscht! das war ein begehrtes Plätzlein! Glücklich, wer zuerst dort war, sich drauf legen und die Füsse ins Ofenrohr strecken konnte. Oft lockte ein Bruder mich herunter, weil es angeblich in der Küche oder vor dem Haus etwas Interessantes zu sehen gab - kam man dann zurück, so war der Ofen besetzt.
Wie sah dein Zimmer aus? Hattest du ein eigenes?
Seite 6
Seite 6 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wie sah dein Zimmer aus? Hattest du ein eigenes?
Kommentar schreiben
Ein eigenes Zimmer hatte ich in meinem Elternhaus nie. Einige Jahre schlief ich zusammen mit meinem älteren Bruder im "Stock". So nannte man das kleine Zimmer neben der Küche der Grossmutter. Ich erinnere mich an die Wand neben meinem Bett: es war eine rohe Bretterwand mit vielen Ästen, die in der Dämmerung wie Fratzen von Ungeheuern aussahen. Ich gewöhnte mich daran. Hin und wieder habe ich aber genachtwandelt. Zu den Eltern ins Schlafzimmer musste ich zuerst durch die Küche, dann die steile Treppe hinunter, durch Küche und Wohnzimmer... Meistens hörte mich die Mutter, bevor ich unten war und "rettete" mich.
Lustig war es am Sonntagmorgen mit meinem Bruder. Wir spielten, der Fussboden sei Wasser, die Bettvorlage ein Schiff. Damit rutschten wir auf dem "Wasser" herum. Als wir auch noch auf "Schwänen" ritten (unsere Kopfkissen), kam die Mutter und schimpfte, weil wir so laut waren.
Später teilte ich das untere Zimmer mit meiner kleinen Schwester. Hier hatte es ein kleines Öfelchen. Im Winter blieb ich im Bett, bis die Mutter angefeuert hatte. Es war so gemütlich unter der Bettdecke, wenn das Feuer im Ofen knisterte und es langsam warm wurde.
Als die Grossmutter gestorben war und die Tante weggezogen, bekamen Vreni und ich das Schlafzimmer in der oberen Wohnung. Ich hätte gerne gelesen vor dem Einschlafen. Aber Vreni, gut vier Jahre jünger als ich, wollte plaudern. Sie löschte mir das Licht. Immer wieder... Ich hätte sehr, sehr gern ein eigenes Zimmer gehabt.
Weisst du noch, wie die Küche ausgesehen hat?
Seite 7
Seite 7 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Weisst du noch, wie die Küche ausgesehen hat?
Kommentar schreiben
In der Küche war der einzige Wasserhahn der Wohnung. Hier wurden am Samstag auch die Kinder in einem Zuber gebadet. Ein Badezimmer gab es nicht, auch kein WC mit Wasserspülung. Das "Häuschen" erreichte man, wenn man durch die hintere Eingangstüre, dann über den Hof ging. Es lag direkt über dem Güllenloch und roch entsprechend. Niemand wäre auf die Idee gekommen, hier Zeitung zu lesen. Zeitung brauchte man für etwas anderes: rechteckig zugeschnitten warteten die Zeitungsseiten in einer Schachtel auf ihre weitere Verwendung. -  Aber zurück zur Küche: auf der Seite zum Hof war der Schüttstein mit fliessend Kaltwasser. Gegenüber, zum Wohnzimmer hin, waren die Feuerstellen: das grosse Ofenloch, um den Kachelofen in der Stube zu heizen, daneben der Holzherd zum Kochen, neben ihm ein elektrischer Herd. An der Wand stand eine Holzbank; hier sassen die Kinder in einer Reihe am Tisch, die übrigen Leute darum herum. Meistens war auch ein Lehrling dabei, oft noch ein Arbeiter. Bei sieben Personen musste man den Tisch ausziehen. Dann war da noch das Kellerloch: eine schwere Klappe, etwa ein auf zwei Meter gross. Unter ihr führte die steinerne Treppe in den Keller. Hier bewahrte man Kartoffeln, Gemüse und Äpfel auf. Auch die Milch wurde im Keller in einem weiten Becken kühl gestellt. Bevor man sie kochte, konnte man so den Rahm abschöpfen. Einen Kühlschrank hatten wir erst, als ich etwa fünfzehn Jahre alt war.
Wie war es draussen? Gab es einen Hof oder einen Garten?
Seite 8
Seite 8 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wie war es draussen? Gab es einen Hof oder einen Garten?
Kommentar schreiben
Ein grosser Baumgarten grenzte an unser Haus. Hier reiften Kirschen, Zwetschgen, Pflaumen, Birnen und Äpfel. Alles wurde verwertet. Kirschen und Zwetschgen wurden in Einmachgläser gefüllt, Birnen und Äpfel auf den Hurden im Keller gelagert. Was nicht mehr ansehnlich war, kam ins Fass. Daraus wurde später Schnaps gemacht. Äpfel brachte man in die Mosterei und trank dann den ganzen Winter von dem feinen Süssmost. Auch ein grosser Gemüsegarten gehörte zum Haus. Erst als ich erwachsen war und selber einen kleinen Garten hatte, realisierte ich, welch grosses Arbeitspensum meine Mutter zu erledigen hatte mit Garten, Haushalt und Laden. - Ja, ein Laden gehörte auch noch dazu. Mein Vater war Sattler/Tapezierer und verkaufte im Laden Lederwaren. Wer etwas kaufen wollte, läutete, und die Mutter liess den Kunden herein.
Wohnte noch jemand bei euch?
Seite 9
Seite 9 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wohnte noch jemand bei euch?
Kommentar schreiben
Bei Grossmutter und Tanti im oberen Stock waren wir oft. Hier hatte jemand etwas Zeit für uns. Und Tanti hatte ein Klavier. Darauf klimperte ich so gern herum. Und das Tanti fand: Das Marianneli hat Talent. Das muss in die Klavierstunde. Sie fand Gehör: als ich acht Jahre alt war, begann meine "musikalische Karriere". Jede Woche wanderte ich zum Suter Fridi und wurde im Klavierspiel unterrichtet. Ich hätte mich nie getraut, nicht zu üben, denn ich wusste, was der Unterricht kostete: jeden Monat trug ich die zwanzig Franken zur Klavierlehrerin. Nach zwei Jahren fand diese, das verstimmte Klavier vom Tanti sei nicht gut genug für mich; das ruiniere mein Musikgehör. So musste man auf die Suche nach einem bezahlbaren Instrument. Mein Vater handelte dann mit einem Klavierstimmer in Regensdorf: er renovierte dessen Polstergruppe, bezahlt wurde er mit einem renovierten Occasionsklavier.
Erinnerst du dich an deine Spiele? Was oder womit spieltest du/spieltet ihr besonders gern im Haus oder im Freien?
Seite 10
Seite 10 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Erinnerst du dich an deine Spiele? Was oder womit spieltest du/spieltet ihr besonders gern im Haus oder im Freien?
Kommentar schreiben
Wenn ich in die Kinderzimmer meiner Enkel komme und über jede Menge Spielsachen steigen muss, dann fällt mir der Unterschied auf. 
Bei uns waren ja nur die Stube und die Küche geheizt, also spielte man dort. Also musste man nach dem Spiel den Boden wieder frei machen. Also hatte man sowieso nicht allzu viele Spielsachen. Ich besass sicher eine Puppe und ein Bäbiwägeli. Und Kleider, damit ich die Puppe umziehen konnte. Mädchen mussten ja auf ihr späteres Leben vorbereitet werden. Mein jüngerer Bruder hatte einen Stall und Holztiere. Später auch noch ein Autöli, das rundum fuhr, wenn man es aufgezogen hatte.
Aber sowieso: sobald es die Witterung erlaubte, wurden wir ins Freie geschickt, um dort zu spielen. Wir hatten sicher einen Ball. Auch einen Sandhaufen gab es. Aber nie wäre es mir in den Sinn gekommen, mit meinen Brüdern zu sändelen. Das war etwas für Buben. Auch auf Bäume klettern taten nur Buben. Mädchen spielten auch draussen mit der Puppe, spazierten mit ihr und machten Puppenkleider-Wäsche, wenn gerade Waschtag war.
Was für Bücher gab es in deiner Familie? Durftest du sie anschauen?
Seite 11
Seite 11 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Was für Bücher gab es in deiner Familie? Durftest du sie anschauen?
Kommentar schreiben
Die Bücher in unserem Haushalt hatten in einem kleinen Regal Platz: da war der Grosse Brockhaus (aus den Dreissigerjahren, mit vielen Hakenkreuzen darin!), alles von Jeremias Gotthelf, die Bibel und einige Silva-Bücher. Uns interessierte vor allem der Brockhaus-Band, in dem ein nackter Mensch abgebildet war, bei dem man die Bauchdecke und die Brust aufklappen konnte, um das Innenleben der Menschen zu studieren. 
Ich habe meine Eltern nie ein Buch lesen sehen. woher hätten sie auch die Zeit nehmen sollen?
Erinnerst du dich an Märchen, Gutenachtgeschichten, die man dir erzählt hat? Oder Kinderlieder, die man dir vorgesungen hat?
Seite 12
Seite 12 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Erinnerst du dich an Märchen, Gutenachtgeschichten, die man dir erzählt hat? Oder Kinderlieder, die man dir vorgesungen hat?
Kommentar schreiben
Märchen las uns die Grossmutter vor, wenn wir sie lang genug darum baten. Sie hatte ein rotes Märchenbuch der Gebrüder Grimm mit gfürchigen Bildern. Immer wieder wollten wir die Geschichte von Hänsel und Gretel hören, oder Die sieben Geisslein. Auch die Kinderlieder, die wir kannten, hatten wir von der Grossmutter. Wir liebten das Maggi-Liederbuch und sangen die Lieder mit der Grossmutter. Und immer wieder schauten wir die Bilder darin an.
Gutenachtgeschichten gab es bei uns keine. Wenn wir im Bett waren, kamen Mutter oder Vater, sagten noch gute Nacht und löschten das Licht. Für weitere Unterhaltung mussten wir selber sorgen. Aber nicht zu laut...!
Wer passte auf dich auf, wenn deine Eltern nicht konnten? Gab es Kinderkrippen, Kinderhorte, o. ä.?
Seite 13
Seite 13 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wer passte auf dich auf, wenn deine Eltern nicht konnten? Gab es Kinderkrippen, Kinderhorte, o. ä.?
Kommentar schreiben
Da mein Vater die Werkstatt im Haus hatte und auch die Mutter immer irgendwo in der Nähe war, brauchte es niemanden, der speziell auf uns aufpasste. Wir waren beim Vater in der Werkstatt, bei der Mutter in der Küche, im Garten oder im oberen Stock bei Tanti und Grossmuetti. Kinderkrippen, Kinderhorte oder Ähnliches gab es sowieso nicht. Mütter hatten zu Hause zu sein und auf ihre Kinder aufzupassen.
Erinnerst du dich an die Jahreszeiten?
Seite 14
Seite 14 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Erinnerst du dich an die Jahreszeiten?
Kommentar schreiben
Damals merkte man den Wechsel der Jahreszeiten noch viel stärker als heute: im Frühling wurden die Vorfenster von den Fenstern weggenommen, gereinigt und auf dem Estrich versorgt. Dafür holte man die Fensterläden herunter und hängte sie ein. So konnte man sich im Sommer vor der grossen Hitze schützen.
Auch die Kniesocken waren ein Thema: erst wenn das Thermometer fünfzehn Grad anzeigte, durfte man sie anziehen. Was war das für ein wunderbares Gefühl, wenn einem der Wind so um die nackten Beine strich. Mädchen trugen ja noch Röcke!
Im Sommer wurde geheut. Da mussten alle mithelfen: das Gras verzetteln, am Mittag wenden, am Abend schöcheln, am nächsten Morgen wieder verzetteln, wenden, zusammenrechen und in die Scheune fahren. Auf dem Heustock durften wir Kinder das Heu feststampfen. Wir bauten Höhlen, sprangen ins Heu, legten uns hinein... Das durften wir aber nur dann, wenn das neue Heu kam; sonst hatten wir auf dem Heustock nichts zu suchen. Neben dem Heu ging es einige Meter in die Tiefe, auf den Zementboden der Tenne.
Im Herbst wurden Früchte geerntet. Wir Kinder mussten mithelfen: Äpfel, Zwetschgen, Birnen auflesen...
Und nach dem Herbst kam bald der Winter mit den gestrickten wollenen Strumpfhosen. Bis unter die Arme mussten sie gezogen werden können, sonst täubelte ich am Sonntag, wenn ich die frischen anziehen musste. Und es gab noch Winter mit Schnee: bis zu den Knien reichte er mir.
Welche Rolle spielten Sonntage und Feiertage wie Weihnachten, Sankt Nikolaus, Ostern und Geburtstage in deinem Kinderleben?
Seite 15
Seite 15 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Welche Rolle spielten Sonntage und Feiertage wie Weihnachten, Sankt Nikolaus, Ostern und Geburtstage in deinem Kinderleben?
Kommentar schreiben
Sonntag, Sonntagsröckli, weisse Strumpfhosen, weisse Haarbänder, Sonntagsschule,  Sonntagsbraten, Sonntagsspaziergang...
Weihnachten war wunderbar: wir Kinder gingen mit dem Vater in den Wald. Wir nahmen Kerzen mit, befestigten sie an einem jungen Tännlein und feierten Waldweihnacht. Es wurde ein langer Spaziergang. Auf dem Heimweg sahen wir schon durch einzelne Fenster am Weg die Kerzen am Weihnachtsbaum leuchten. Wenn wir nach Hause kamen, war die Tür zur Stube verschlossen. Grosseltern, Tante und Onkel waren da, und Mutter hatte das Essen für alle vorbereitet. Erst nachher wurde die Türe zur Weihnachtsherrlichkeit geöffnet. Wir sangen viele Weihnachtslieder, der Vater las die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium vor, Kinder, die gross genug waren, sagten ein Verslein auf. Erst dann wurde die Wäschezaine mit den Päcklein aus dem Schlafzimmer der Eltern geholt.
Sankt Nikolaus kam bei uns am zweiten Donnerstag im Dezember, nämlich dann, wenn im nahen Lenzburg Klausmarkt war. Es war noch ein strenger Samichlaus, der aus dem grossen Buch die Sünden der Kinder vorlas. Aber am Schluss leerte er dann doch noch den Sack mit den Erdnüsschen, den Mandarinli und einigen Schokolädli aus.
Auch Ostern wurde gefeiert. Von der Grossmutter lernte ich, wie man Eier mit Kräutern und Gräsern einwickelt. Am Abend kochte sie der Vater mit der Stoppuhr in der Hand in einer Brühe mit Zwiebelschalen.
Geburtstage wurden kaum gefeiert. Höchstens von den Eltern gab es ein kleines Geschenk. Festchen, wie man sie heute macht, kannte man nicht.
Wie haben eure Mahlzeiten ausgesehen?
Seite 16
Seite 16 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wie haben eure Mahlzeiten ausgesehen?
Kommentar schreiben
Frühstücken tat man ähnlich wie heute: Brot, Butter und Konfitüre und Kaffee, für die Kinder Milch, auch mit Ovomaltine. Am Mittag gab es immer zuerst eine Suppe. Im Winter vorher einen Löffel Lebertran, und weil der so gruusig war, lag im leeren Suppenteller ein Pfefferminztäfeli bereit, mit dem man den Lebertrangeschmack vertreiben konnte. Fleisch gab es nicht jeden Tag, und wenn, dann nicht übertrieben viel. Ich kann mich an die Bratwurst erinnern, die unter die vier Kinder aufgeteilt wurde. Wir assen viele Kartoffeln, denn die wuchsen im eigenen Garten. Auch mit Gemüse versorgte uns die Mutter aus dem Garten. Im Sommer gab es Kopfsalat dazu, Tomaten oder Gurken, später etwa bis Weihnachten Endiviensalat, nach Neujahr noch Zuckerhut und Kabis. Wenn gar kein Salat mehr im Keller war, wurden Äpfel gekocht zu Apfelschnitzen oder Apfelmus. Am Abend gab es dann etwas Kleineres: Reste, Griessbrei, Omeletten, dazu oft ein Glas Eingemachtes aus dem Keller.
Was waren damals deine Lieblingsessen?
Seite 17
Seite 17 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Was waren damals deine Lieblingsessen?
Kommentar schreiben
Ich kann mich nur an das Lieblingsessen meines älteren Bruders erinnern. Weil er unser Chef war, war sein Lieblingsessen auch unser Lieblingsessen: Milchriis und Bireschnitz!
Was für Kleider hast du getragen?
Seite 18
Seite 18 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Was für Kleider hast du getragen?
Kommentar schreiben
Natürlich habe ich Röcke getragen. Hosen gab es für Mädchen noch nicht.
Wer und wie waren deine Spielkameraden?
Seite 19
Seite 19 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wer und wie waren deine Spielkameraden?
Kommentar schreiben
Als wir klein waren, waren wohl meine Brüder meine Spielkameraden. Später spielten wir mit den andern Kindern im Quartier Verstecken um die Häuser, Völkerball auf der Strasse (wenn hin und wieder ein Auto vorbei kam, ging man halt schnell auf die Seite), später Federball, oder wir sassen oder standen einfach beisammen und sprachen miteinander. Meine besondere Freundin war Trudi. Sie war im gleichen Jahr wie ich geboren, aber im Januar. Sie ging ein Jahr vor mir in die Schule, versprach mir aber, sie stelle sich dann so dumm an, dass sie "hocken bleibe" und dann im nächsten Jahr mit mir in die gleiche Klasse komme. Sie hat ihr Versprechen nicht gehalten...
Wer waren die Nachbarn? Kanntest du/kanntet ihr sie gut?
Seite 20
Seite 20 wird geladen
1.  Erste Erinnerungen und Kindheit

Wer waren die Nachbarn? Kanntest du/kanntet ihr sie gut?
Kommentar schreiben
Die Nachbarn kannte man gut. - Und wusste auch alles über sie. Die einen musste man hin und wieder ans Telefon holen, denn damals gab es noch nicht in jedem Haus einen Anschluss.
Woher stammt deine Mutter? Was weisst du über ihr Leben? Wie hat sie den Krieg erlebt?
Seite 21
Seite 21 wird geladen
2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Woher stammt deine Mutter? Was weisst du über ihr Leben? Wie hat sie den Krieg erlebt?
Kommentar schreiben
Die Kinderjahre verbrachte meine Mutter in Flawil. Wenn sie davon sprach, hörte es sich an wie die Geschichte von einem verlorenen Paradies. Als sie in der fünften oder sechsten Klasse war, nahm ihr Vater eine Stelle in der Buntweberei Müller in Seon an. Bevor er sie aber antreten konnte, musste er ein Jahr lang etwas anderes arbeiten, wegen Berufsgeheimnissen. So lebte die Familie ein paar Monate lang in Winterthur. Das muss in der sechsten Klasse gewesen sein. Meine Mutter erzählte mir, der Lehrer sei zu ihnen nach Hause gekommen, um ihre Eltern davon zu überzeugen, dass sie im nächsten Schuljahr in die Sekundarschule gehöre. Ihr Vater aber wollte davon nichts wissen: diese Tochter brauche man zum Arbeiten. 
Einen weiteren Abstecher machte die Familie nach Meggen, wo sie bei einer Schwester meiner Grossmutter unterkam. Endlich nach einem Jahr wurde man dann wieder sesshaft, in Seon. Es muss für meine Mutter schwierig gewesen sein, als Zugezogene mit einem Ostschweizer Dialekt, als Arbeiterkind, hier Fuss zu fassen. Anscheinend hat sie es geschafft. Den Ostschweizer Dialekt hat sie wohl schnell abgelegt; jedenfalls habe ich nichts mehr davon gemerkt; nur wenn jemand aus der Ostschweiz in den Laden kam oder telefonierte, fiel sie sofort in ihren ursprünglichen Dialekt zurück.
Nach der Schulzeit wäre sie gerne, wie es damals für Mädchen üblich war, ein Jahr ins Welschland gegangen. Aber das kam nicht in Frage: sie musste in die Fabrik und mit ihrem Lohn die Familienkasse aufbessern. Erst als ihre jüngere Schwester aus der Schule war, fand sie: so, jetzt kann die Hilde in die Fabrik, dann braucht ihr mich nicht mehr, ich mache jetzt noch eine Lehre. Das hat sie durchgezogen: sie machte ihre Lehre in der psychiatrischen Klinik Königsfelden und wurde Irrenpflegerin (damals hiess das so!). Allerdings arbeitete sie anschliessend nicht auf diesem Beruf, sondern heiratete und war, wie es damals üblich war, nie mehr berufstätig.
Wie hast du sie als Mutter empfunden?
Seite 22
Seite 22 wird geladen
2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Wie hast du sie als Mutter empfunden?
Kommentar schreiben
Sie war keine zärtliche Mutter. Ich kann mich nicht erinnern, dass sie mich umarmt oder auf die Schoss genommen hätte. Sie hat auch keine Geschichten erzählt. Aber trotzdem fühlte ich mich bei ihr geborgen. Ich konnte bei ihr sein, wenn sie arbeitete, und ich konnte mit ihr sprechen.
Hatte sie Hobbies oder Leidenschaften? Was konnte sie besonders gut? Was machte sie besonders gern?
Seite 23
Seite 23 wird geladen
2.1.  Meine Eltern – Meine Mutter.

Hatte sie Hobbies oder Leidenschaften? Was konnte sie besonders gut? Was machte sie besonders gern?
Kommentar schreiben
Es war zwar auch Arbeit, aber ich glaube, der Garten war auch das Hobby meiner Mutter. Und die Blumenrabatte vor dem Haus, die Geranien vor den Fenstern...
Meine Mutter war auch im Turnverein. Bis zu ihrem Tod mit 72 Jahren turnte sie jeden Donnerstag mit ihren Kameradinnen, die mit den Jahren zu ihren Freundinnen geworden waren.
Woher stammt dein Vater Was weisst du über sein Leben? Wie hat er den Krieg erlebt?
Seite 24
Seite 24 wird geladen
2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Woher stammt dein Vater Was weisst du über sein Leben? Wie hat er den Krieg erlebt?
Kommentar schreiben
Als ältestem Sohn war meinem Vater der Lebensweg schon vorbestimmt, bevor er auf die Welt kam: er hatte den Beruf des Vaters zu erlernen und später das Geschäft zu übernehmen. Während seine Brüder studierten, der eine wurde Lehrer, der andere Maschineningeneur, machte er seine Sattlerlehre in Villigen. Ich glaube nicht, dass er deshalb unglücklich war; es hat ja auch sein Gutes, wenn man seinen Weg so genau vorgezeichnet sieht. Er übernahm also von seinem früh verstorbenen Vater das Geschäft. Aber für Sattler gab es nicht mehr so viel zu tun: etwa ein altes Zaumgeschirr flicken, einen alten Kummet retten... Es galt also Alternativen zu finden. Viele Jahre stellte mein Vater für das Schweizer Militär Rucksäcke her. Das war ein sicheres Einkommen, aber immer viel Stress, wenn der Liefertermin nahte! Dann verkaufte und vermietete er Skis und andere Sportartikel, später Zelte. Zuletzt war sein Haupterwerb Böden: er verlegte Teppich- und Linoleumböden. 
Wie würdest du ihn beschreiben?
Seite 25
Seite 25 wird geladen
2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Wie würdest du ihn beschreiben?
Kommentar schreiben
Er war ein sehr korrekter Mensch. Es war ihm wichtig, was "man" über ihn sagte. Als Geschäftsmann und um keine Kunden zu verlieren, wollte er es allen recht machen.
Wie hast du ihn als Vater empfunden?
Seite 26
Seite 26 wird geladen
2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Wie hast du ihn als Vater empfunden?
Kommentar schreiben
Da mein Vater seine Werkstatt im Haus hatte, vor allem, als ich noch klein war, war er immer erreichbar. Und er war "oberste Instanz": Ihn musste man fragen, ob man schon Kniesocken tragen dürfe, und auch für die Frisur war er zuständig: die Erlaubnis, die Zöpfe zu schneiden, bekam ich erst in der vierten Klasse!
Was habt ihr alles zusammen unternommen?
Seite 27
Seite 27 wird geladen
2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Was habt ihr alles zusammen unternommen?
Kommentar schreiben
Mit meinem Vater haben wir Wanderungen gemacht im nahen Wald, auch im Jura, und weil er im Skiclub war, konnten wir auch die Skiferien in der Clubhütte auf der Ibergeregg verbringen. So lernte ich früh und sicher Ski fahren, und es hat mir viele Jahre grosse Freude gemacht.
Hatte er Hobbies oder Leidenschaften?
Seite 28
Seite 28 wird geladen
2.2.  Meine Eltern – Mein Vater.

Hatte er Hobbies oder Leidenschaften?
Kommentar schreiben
Mein Vater sang im Männerchor. Und das tat er nicht nur aus gesellschaftlichen Gründen. Er liebte die Musik, vor allem klassische. Er besass ein Tonbandgerät, so einen Riesenkasten mit Tonbändern von etwa zwanzig Zentimeter Durchmesser. Am Freitag Nachmittag kam am Radio das Wunschkonzert für die Kranken. Da wurde viel klassische Musik gesendet. Und da er ja in seiner eigenen Werkstatt arbeitete, konnte er die Stücke während seiner Arbeitszeit aufnehmen. Mir gefiel die Musik. So machte ich Bekanntschaft mit Mozart, Beethoven und vielen anderen Komponisten.
Die Ehe meiner Eltern
Seite 29
Seite 29 wird geladen
2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.
Kommentar schreiben
So hatte es sich die junge Braut wohl nicht vorgestellt. Sie hatte eingeheiratet! Nichts war mit trauter Zweisamkeit. Die verwitwete Schwiegermutter hatte schon vorher mit ihrem verbliebenen Sohn und ihrer ledigen Tochter in diesem Haushalt gewohnt, und das tat sie auch weiterhin. Und drei Frauen in EINER Küche, das konnte nicht gut gehen. Nach zwei oder drei Jahren war meine Mutter drauf und dran, mit ihren nunmehr zwei Kindern in ihr Elternhaus zurückzukehren. Nach einem ernsten Wort ihres Vaters mit seinem Schwiegersohn bot sich eine Lösung: mein Vater kaufte der Erbengemeinschaft das Haus ab, richtete im oberen Stock eine zweite Küche ein, und fortan gab es hier zwei Wohnungen: oben wohnten die Grossmutter und das Tanti, unten die junge Familie. (Diese Geschichte kenne ich nur aus den Erzählungen meiner andern Grossmutter. In meinen Erinnerung waren es immer zwei Wohnungen.)
Mussten du und deine Geschwister Arbeiten verrichten? Welcher Art und in welchem Alter?
Seite 30
Seite 30 wird geladen
2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Mussten du und deine Geschwister Arbeiten verrichten? Welcher Art und in welchem Alter?
Kommentar schreiben
Oh ja, wir mussten! Über Kinderarbeit weiss ich Bescheid! Da waren einmal die kleineren Arbeiten wie Abtrocknen oder Tischen. Darüber berichte ich nicht. Das mussten alle Kinder. Aber sobald man gross genug war, kam noch allerlei dazu: im Heuet mussten alle, die eine Gabel halten konnten, mithelfen beim Verzetteln, Wenden, Schöcheln, wieder Verzetteln, Zämetue und Rechen.
Dann war da das Brennholz: wenn es zerkleinert war, mussten wir es vor der Hausmauer zu einer schönen Beige aufschichten (wenn man nicht genau arbeitete, fiel die Beige um, und man musste von vorn anfangen).Im Herbst, wenn es richtig trocken war, musste das Holz mit dem Aufzug auf den Estrich gezogen und dort noch einmal aufgeschichtet werden. Wie viele Nachmittage haben wir auf dem Estrich verbracht und dort noch allerlei Unfug getrieben nebst unserer Arbeit! 
Auch bei der Obsternte wurden wir gebraucht: Äpfel auflesen war Kinderarbeit.
Und da war noch Vaters Werkstatt: auch da wurden wir eingespannt. Die alten Rosshaarmatratzen mussten von Zeit zu Zeit gereinigt und neu "gelegt" werden, heisst: alle Nähte auftrennen (Kinderarbeit), das Rosshaar zerrupfen (Kinderarbeit) und durch die Maschine fein zupfen lassen (Kinderarbeit).
Und viele Nachmittage mussten wir opfern für die Lederriemchen, die es für die Militärrucksäcke brauchte, und die man "verputzen" musste. (Wenn man Leder entzwei schneidet, gibt es an den Schnittkanten Fäserchen, und wenn man nichts macht, franst das Leder immer mehr aus und wird sehr hässlich. Deshalb muss man die Kanten verputzen, das heisst: man streicht sie mit einem speziellen Leim an und poliert sie.) Wir haben es gehasst, und weil es uns so zuwider war, trödelten wir und brauchten viel mehr Zeit als eigentlich nötig. 
Wahrscheinlich mussten später meine Kinder sehr wenig im Haushalt helfen, weil ich die "Kinderarbeit" in so schlechter Erinnerung habe.
Inwiefern glaubst du, dem Vater oder der Mutter ähnlich zu sein? Oder bewusst anders?
Seite 31
Seite 31 wird geladen
2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Inwiefern glaubst du, dem Vater oder der Mutter ähnlich zu sein? Oder bewusst anders?
Kommentar schreiben
Äusserlich sehe ich meiner Mutter sehr ähnlich. Seit meiner Jugend höre ich bei jeder Familien-Zusammenkunft: "di bar Alt!" heisst: haargenau die Mutter! Früher hat es mich gestört. Wer will schon ein Ebenbild der Mutter sein, die man ja immer schon alt gefunden hat. Heute bin ich froh, dass ich ihre Gene habe: ihre Energie und ihre Fähigkeit, aus jeder Lebenslage das Beste zu machen. Natürlich habe ich auch vieles vom Vater: da fällt mir vor allem die Musik ein. Und handwerkliches Geschick.
Falls ein Elternteil, oder beide, schon gestorben sind, welche Erinnerungen hast du an ihren Tod?
Seite 32
Seite 32 wird geladen
2.3.  Meine Eltern – Die Ehe meiner Eltern.

Falls ein Elternteil, oder beide, schon gestorben sind, welche Erinnerungen hast du an ihren Tod?
Kommentar schreiben
Mein Vater starb 1979 mit 67 Jahren. Erst zwei Wochen vor seinem Tod wurde der Krebs diagnostiziert, und da war es zu spät für eine Behandlung.
Die Mutter war 72 Jahre alt, als sie eines Morgens nicht mehr erwachte. Es war ein Schock für uns Geschwister. Damit hatte niemand gerechnet.
Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
Seite 33
Seite 33 wird geladen
3.1.  Meine Grosseltern – Mein Grossvater väterlicherseits.

Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
Kommentar schreiben
Diesen Grossvater habe ich nicht gekannt. Er starb zwei Jahre vor meiner Geburt.Ich verlasse mich deshalb auf die Aufzeichnungen, die ich 1965 gemacht habe, als ich in der Mittelschule eine Semesterarbeit über meine Vorfahren machen musste. Damals lebten noch Leute, die meinen Grossvater gekannt hatten. Ich zitiere:
Rudolf Lüscher war Sattler. Als solcher ging er noch auf die "Stör". Daneben hatte er einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb. Immer standen etwa zwei Kühe und ein Rind in seinem Stall.
Er war ein aktiver Politiker. Von 1914 bis 1943 war er Sektionschef und 1918 bis 1937 Gemeindeammann von Seon. Der damalige Weibel erzählte mir: "Er war ein guter Ammann, der noch für seine Gemeinde sorgte. Er war sehr gerecht und liess sich nicht leicht beeinflussen. Von etwas Neuem war er nicht sofort begeistert. Er untersuchte es zuerst, und wenn es gut war, führte er es ein. Er war es auch, der die Möglichkeit ins Auge fasste, Wasser aus dem Wynental über den Berg zu pumpen, als man in Seon kein Grundwasser fand. Die ganze Gemeindeversammlung lachte, als er diesen Vorschlag machte. Aber heute pumpt man wirklich Wasser von Bleien herüber in unser Reservoir. - Ich verstand mich sehr gut mit deinem Grossvater. Jeden zweiten Tag brachte ich ihm die Briefe, die er zu unterzeichnen hatte. Wenn dann jeweils seine Frau gebacken hatte und die erste Wähe fertig war, nahm er das Ordonnanzmesser, das er immer bei sich trug, zerschnitt die fein duftende Wähe und sagte: Komm, Weibel, du musst auch ein Stück haben!"
Mein Vater wusste noch, dass sein Vater gelegentlich als Gast mit auf die Jagd gegangen war. Aber er sei froh gewesen, wenn er kein Reh habe töten müssen. Er sei ein grosser Tierfreund gewesen. Er war auch einer der Gründer des Vogelschutzvereins.
Bis ins hohe Alter blieb Grossvater Lüscher rüstig. Mit 78 Jahren stürzte er beim Bäume Schneiden von einem gar nicht sehr hohen Baum, und an den Folgen dieses Unfalls starb er.
Meine Grossmutter väterlicherseits
Seite 34
Seite 34 wird geladen
3.2.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter väterlicherseits.
Kommentar schreiben
Auch hier zitiere ich aus meiner Semesterarbeit von 1965:
Marie Lüscher-Mattenberger wuchs in Seon auf. Wahrscheinlich war sie ein kränkliches Kind. Jedenfalls erzählte sie oft, man habe ihr kein hohes Alter vorausgesagt, doch nun sei sie die einzige von drei Geschwistern, die noch am Leben sei. - Aus ihrer Schulzeit erzählte sie: "Ich hatte grosse Freude am Singen. In der dritten Klasse durfte ich zweite Stimme singen, in der sechsten Klasse die dritte. Ich besuchte nicht die Bezirksschule, denn das war damals für Mädchen nicht üblich. Aber wenn die Bezirksschüler auf einen Anlass ein Lied einüben mussten, durfte ich ihnen immer helfen."
Die schönsten Jahre erlebte die Grossmutter wohl, als sie als junges Mädchen in einem Hotel auf der Rigi als Wäscherin  tätig war: "Als ich aus der Schule entlassen wurde ging ich, wie es damals für Mädchen üblich war, "go diene". Ich arbeitete in Seon, in Gontenschwil, und dann kam ich als Wäscherin nach Rigi-Kaltbad. Das war eine schöne Zeit. Wir waren dort ein paar junge Mädchen beisammen, und es ging oft recht lustig zu, wenn wir beisammen sassen und Küchentücher stopften. Einmal kam unsere Vorgesetzte mit einem Tuch, das ich geflickt hatte und fragte: Wer hat dieses Loch gestopft? Ich fürchtete schon, etwas falsch gemacht zu haben, aber da sagte die Meisterin: Du kannst dort hinüber kommen; für solch geschickte Flickerinnen haben wir andere Arbeit. Und von da an durfte ich Servietten und Tischtücher stopfen.
Nachdem sie drei Sommer auf der Rigi gearbeitet hatte, kam sie nach Seon zurück. Sie half ihrer Cousine, deren Mutter krank war und die nun allein mit ihrem Vater ein Gasthaus führen musste. Dort lernte sie auch ihren Mann kennen. Sie war dreissig Jahre alt, er 16 Jahre älter. Sie heirateten am 10. November 1910, vier Jahre später waren vier Kinder da. Sie war ihnen eine gute Mutter. Immer noch sang sie fürs Leben gern. Mein Vater erzählte, besonders vor Weihnachten hätten sie jeden Abend gesungen und neue Weihnachtslieder gelernt. Auch wir Enkel lernten die ersten Kinderlieder bei ihr. Und Märchen erzählte sie uns! An jedem Regensonntag gingen wir mit dem Märchenbuch unter dem Arm zu ihr. Dann bettelten wir so lange, bis sie ihr Buch, in dem sie gelesen hatte, weglegte und uns aus dem dicken roten Märchenbuch erzählte. Sie sass dann auf dem breiten Fenstersims, wir auf den Fussschemeln zu ihren Füssen und nahmen regen Anteil am Schicksal von Hänsel und Gretel, von Schneewittchen und von Schneeweisschen und Rosenrot.
Später wurde die Grossmutter dement. Wir fanden es lustig, dass sie den Arzt Päuli nannte, weil sie meinte, er sei ihr jüngster Sohn Paul. Bei einem Sturz brach sie einen Schenkelhals. Sie musste einige Wochen im Krankenhaus liegen. Als sie dann zum ersten mal aufstehen durfte, hatte sie eine Lungenembolie und starb wenige Tage später.
Mein Grossvater mütterlicherseits
Seite 35
Seite 35 wird geladen
3.3.  Meine Grosseltern – Mein Grossvater mütterlicherseits.
Kommentar schreiben
Ernst Sprenger war ein unruhiger Geist. Er hatte wohl etwas viel von den Genen seiner fahrenden Vorfahren geerbt (vermutet man). Etwa fünfzig mal ist er mit seiner Familie umgezogen. Einmal passte ihm die Arbeit nicht, ein andermal war es die Wohnung...
Aber der Reihe nach: Aufgewachsen ist mein Grossvater in Flawil. Nach der Schulzeit arbeitete er bei der Bahn, auf dem Bahnhof St.Margreten. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, wurde dieser Grenzbahnhof geschlossen, und meinen Grossvater verschlug es in die Ostschweizer Textilindustrie. Mit 18 Jahren musste er in die Rekrutenschule (es war Krieg, deshalb so früh). Nachher arbeitete er in einer Textilfabrik in Flawil, später viele Jahre in der Weberei in Seon. Im Alter zog es ihn wieder in die Ostschweiz. Es gab damals noch viele Häuser mit einem Sticklokal. Die etwa zehn Meter breite Handstickmaschine stand im hellsten Raum des Hauses. Hier stickte mein Grossvater mit grosser Freude "Wäppeli", die damals an den Sport- und Ferienorten an die Touristen verkauft wurden, die sie dann auf ihre Skijacken nähten. Ich besuchte meine Grosseltern in ihrem Daheim an mindestens zwei Orten in Mogelsberg, in Stein AR, in Herisau, an vier Orten in Oberhelfenschwil... vielleicht habe ich noch den einen oder anderen Ort vergessen. Grossvater war glücklich, wieder in der Ostschweiz und dort sein eigener Herr und Meister zu sein(er arbeitete ja zu Hause und konnte seine Arbeitszeit selber einteilen).
Er bekam Lungenkrebs und starb mit 67 Jahren. Er war der erste Tote, den ich sah.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
Seite 36
Seite 36 wird geladen
3.4.  Meine Grosseltern – Meine Grossmutter mütterlicherseits.
Kommentar schreiben
Das Grosi! Mein Grosi! Ich hatte immer das Gefühl, ich sei ihr Lieblings-Enkelkind. Aber das hatten wohl alle ihre Grosskinder.
Sie hat mir viel aus ihrem Leben erzählt. Sie wuchs mit 14 Geschwistern in einem Weiler bei Wolfhalden auf. Ihr Vater vertrank sein verdientes Geld, und die Mutter musste schauen, wie sie ihre Kinder durchbrachte. Nach der obligatorischen Schulzeit, mit etwa vierzehn Jahren, musste sie in der Textilfabrik, wohl in Rheineck oder Walzenhausen, arbeiten und mit ihrem Lohn die Familienfinanzen aufbessern. Sie erzählte mir vom langen Heimweg nach der Arbeit (zu Fuss natürlich), und dass es oft vorkam, dass die Geschwister schon alle Kartoffeln aufgegessen hatten, wenn sie und ihr Bruder ankamen, so dass es für sie beide nur noch Kaffee ohne Kartoffeln gab. 
Wohl am Arbeitsplatz lernte sie Ernst kennen und lieben. - Und sie war nicht aufgeklärt! Sie wusste nicht, dass es "davon" Kinder gibt. Sie erzählte mir, dass sie nach Rorschach zum Arzt gegangen sei, weil sich in ihrem Bauch etwas bewegte und sie vermutete, dass es ein Bandwurm sei. Als ihr der Arzt sagte, dass sie schwanger sei, war sie verzweifelt. Sie sei in den Park am See gegangen und habe nur noch geweint. Sie war 18 Jahre alt, ihr Freund ebenso, ausserdem musste er in die RS einrücken... Sie wusste nicht weiter. Sie haben dann doch eine Lösung gefunden: Sie konnte bei seiner Grossmutter wohnen, bis er aus dem Militärdienst zurück war. Er schickte ihr treu seinen Sold. Er habe Kollegen rasiert und dafür ein Trinkgeld bekommen; so hatte er auch ein bisschen Geld. Heiraten konnten sie erst etwa zwei Wochen vor der Geburt ihres Kindes. Er musste auf die Heiratserlaubnis aus Bern warten. - Die Ehe hat gehalten. Sie waren verliebt bis ins hohe Alter. Nach dem Tod ihres Gatten trauerte meine Grossmutter, kam nicht mehr aus ihrem Bergdorf herunter, und ihre letzten Worte waren, sie gehe jetzt zum Vater. - Das ist mir noch aufgefallen: meine Grosseltern waren 18 Jahre alt, als sie heirateten, und von da an nannten sie sich nie mehr beim Vornamen, sondern "Vatter" und "Muetter"!
Kindergartenjahre
Seite 37
Seite 37 wird geladen
4.  Kindergartenjahre
Kommentar schreiben
Haha, Kindergarten! Den gab es bei uns nicht. Dieses Kapitel können wir auslassen.
Erinnerst du dich an deinen ersten Schultag?
Seite 38
Seite 38 wird geladen
5.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Erinnerst du dich an deinen ersten Schultag?
Kommentar schreiben
Ich wurde im Frühling 1953 eingeschult, zusammen mit dem Jahrgang 1946. Weil ich in der letzten Woche vor dem Stichtag geboren und ein scheues Kind war, hatte man mich "zurückgestellt". Ich erinnere mich gut an den ersten Schultag. 52 Kinder waren wir, 18 Mädchen und fast doppelt so viele Knaben. Einige Mütter waren mitgekommen, aber die meisten Kinder hatten, wie ich, ältere Geschwister und wussten den Weg. Im Schulzimmer gab es die alten Schulbänke mit den Klappen; in einige mussten sich drei Kinder drücken, weil für so viele Schülerlein zu wenig Mobiliar da war. Vor dem zweiten Schultag stellte dann der Abwart noch einige Bänke ins Zimmer, so dass fortan jedes Kind einen Platz für sich hatte. Sowieso waren selten alle Kinder zusammen da. Wenn Gruppe A von 8 bis 10 Uhr Schule hatte, kam Gruppe B von 10 bis 12 und umgekehrt. Nur wenige Lektionen überschnitten sich, so dass man die Kinder der andern Gruppe kaum kannte.
Ich verzog mich, wie später während meiner gesamten Schulzeit, in die hinterste Reihe und war froh, wenn die Lehrerin mich übersah. Und die war wohl auch froh über ein Kind, das still in der Ecke sass und keine Umstände machte.
Was weisst du noch über deinen Schulweg?
Seite 39
Seite 39 wird geladen
5.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Was weisst du noch über deinen Schulweg?
Kommentar schreiben
Mein Schulweg war kurz; im Notfall reichten fünf Minuten, und ich ging ihn eigentlich immer allein. Eine Zeit lang plagten mich zwei Kameradinnen auf dem Heimweg, aber weil von mir keine Gegenwehr kam, gaben sie es bald wieder auf.
Wie hast du lesen gelernt?
Seite 40
Seite 40 wird geladen
5.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Wie hast du lesen gelernt?
Kommentar schreiben
Wir lernten "ganzheitlich" lesen, das heisst wir merkten uns ganze Wörter, nicht einzelne Buchstaben. Dazu gab es Leseblättchen mit einfachen Texten, die wir jeweils zu Hause üben sollten. Aber weil die Texte so einfach waren und sie uns die Lehrerin in der Schule vorlas, konnte ich sie schon auswendig und hatte gar keine Mühe mit "lesen". Und wenn ich dann doch einmal "dran" kam (obwohl ich sicher nicht aufgestreckt hatte), konnte ich es immer. Erst so um die Weihnachtszeit, nach acht Monaten Schule, merkte mein Vater, dass ich die Buchstaben gar nicht kannte und einen unbekannten Text überhaupt nicht lesen konnte. Er übte dann mit mir, und ich habe es doch noch gelernt.
Wie hast du schreiben gelernt?
Seite 41
Seite 41 wird geladen
5.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Wie hast du schreiben gelernt?
Kommentar schreiben
Wir übten die Buchstaben zuerst auf der Schiefertafel, und zwar von Anfang an in "Schnüerlischrift2, und noch in der ersten Klasse kam dann der Federhalter, mit Tintenfass. Ich weiss nicht, wie oft ich das Fässchen auskippte, und wieviel Mal ich das Geschriebene verschmierte.
Erst etwa in der  vierten Klasse durfte man dann mit dem Füllfederhalter schreiben; ich durfte einen alten von meiner Mutter benutzen.
Wie war euer Lehrer bzw. eure Lehrerin?
Seite 42
Seite 42 wird geladen
5.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Wie war euer Lehrer bzw. eure Lehrerin?
Kommentar schreiben
Bis zur fünften Klasse hatte ich jedes Jahr eine neue Lehrerin oder einen neuen Lehrer. Fräulein Kräuchi in der ersten Klasse war streng. Einmal zog sie mich am Zopf und einmal drehte sie mir die Backe, als ich mit Tinte schmierte. In der zweiten Klasse kam ich dann zu Fräulein Urech. Die verehrte ich, und in diesem Jahr erwachte in mir der Wunsch, Lehrerin zu werden. So eine wie Fräulein Urech wollte ich werden! Sie merkte, dass ich eigentlich ein recht gescheites Kind war, und vor ihr musste ich keine Angst haben. In der dritten Klasse war es Herr Suter. Er wohnte in einem grossen, schönen Haus, und deshalb nannte man ihn "Schlösslihans" (nur, wenn er es nicht hörte). Er sprach laut und hatte eine etwas feuchte Aussprache. Ich erinnere mich nur, dass Bächli Vreni, die mit mir zuvorderst lief in der Turnstunde, sagte, sie brauche einen Schirm. In die vierte Klasse kamen etwa fünfzehn von uns zu Herrn Urech, zusammen mit einer halben dritten Klasse. Mir gefiel es, während schriftlichen Arbeiten zuzuhören, was Herr Urech mit den Drittklässlern behandelte. Die fünfte Klasse schlossen wir bei Herrn Hofer ab, und da war daneben eine halbe sechste Klasse. Sehr gerne hörte ich zu, wenn sie Geschichte hatten und Herr Hofer von den alten Schweizern erzählte.
Erinnerst du dich an Bestrafungsmethoden in der Schule? Wie beeinflussten diese deine schulischen Leistungen?
Seite 43
Seite 43 wird geladen
5.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Erinnerst du dich an Bestrafungsmethoden in der Schule? Wie beeinflussten diese deine schulischen Leistungen?
Kommentar schreiben
In der Schule wurde noch geschlagen, und ein allgegenwärtiges Gefühl war Angst. Geschlagen wurden eigentlich nur die Knaben, und zwar nicht nur für ungebührliches Verhalten, sondern auch für schlechte Leistungen oder wenn der Lehrer schlechte Laune hatte.
Hat dich die Schule zum Lesen angeregt? Welches waren damals deine Lieblingsbücher? Hast du die Schulbibliothek genutzt?
Seite 44
Seite 44 wird geladen
5.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Hat dich die Schule zum Lesen angeregt? Welches waren damals deine Lieblingsbücher? Hast du die Schulbibliothek genutzt?
Kommentar schreiben
Ich weiss nicht, ob es die Schule war, die mich zum Lesen angeregt hat. Sicher habe ich die Schulbibliothek genutzt. Als ich dann endlich lesen konnte, habe ich Bücher "gefressen". Nur galt Lesen in meinem Elternhaus nicht als Arbeit. Wenn mich meine Mutter mit einem Buch dasitzen sah, hatte sie sehr schnell eine Arbeit für mich.
Wie waren deine Schulleistungen? Wie dein Verhältnis zu Hausaufgaben? Half dir jemand?
Seite 45
Seite 45 wird geladen
5.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Wie waren deine Schulleistungen? Wie dein Verhältnis zu Hausaufgaben? Half dir jemand?
Kommentar schreiben
Meine Schulleistungen waren gut bis sehr gut, und Hilfe brauchte ich für die Hausaufgaben nicht. 
Wie reagierten deine Eltern auf Zeugnisse?
Seite 46
Seite 46 wird geladen
5.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Wie reagierten deine Eltern auf Zeugnisse?
Kommentar schreiben
Vor allem mein Vater freute sich über meine guten Zeugnisnoten. Er belohnte sie: für den ersten Sechser gab es 50 Rappen, für den zweiten einen Franken, für den dritten zwei Franken, also immer das Doppelte; ich freute mich über den Zahltag, war ich ja mit Sackgeld nicht verwöhnt (es gab keines), erst später realisierte ich, wie ungerecht dieses System war. mein jüngerer Bruder, dem das Lernen etwas schwerer fiel und der sicher ebenso fleissig war wie ich, ging immer leer aus.
Was tatst du nach der Schule?
Seite 47
Seite 47 wird geladen
5.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Was tatst du nach der Schule?
Kommentar schreiben
Nach der Schule machte ich die Hausaufgaben und übte Klavier, und wenn das erledigt war, gab es sicher im Haus oder in der Wekstatt noch etwas zu tun für mich. Am Abend trafen sich dann die Kinder des Quartiers, und man spielte zusammen: Völkerball (auf der Strasse; wenn, selten einmal, ein Auto vorbei kam, ging man schnell auf die Seite), Versteckis um alle Hausecken, später auch Federball (auch auf der Strasse).
Welche Freunde hattest du aus der Schulklasse oder aus dem Schulhaus?
Seite 48
Seite 48 wird geladen
5.1.  Primarschulzeit – Grundschule Unterstufe.

Welche Freunde hattest du aus der Schulklasse oder aus dem Schulhaus?
Kommentar schreiben
Während meiner Grundschulzeit hatte ich eigentlich nie eine Freundin. Ich war eine Einzelgängerin. Vielleicht zu scheu? zu introvertiert? Und es war niemand aus meiner Nachbarschaft in meiner Klasse.
Grundschule Oberstufe
Seite 49
Seite 49 wird geladen
5.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.
Kommentar schreiben
Nach der fünften Klasse wurde "gesiebt". es gab drei weiterführende Stufen im Aargau: Bezirksschule, Sekundarschule und Oberschule. Das Langzeitgymnasium gab es nicht. Man konnte in der Bezirksschule Latein als Freifach belegen, so war man später gewappnet für den Übertritt ins Gymnasium.
Wie war euer Schulalltag?
Seite 50
Seite 50 wird geladen
5.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Wie war euer Schulalltag?
Kommentar schreiben
In der Bezirksschule hatte jeder Lehrer sein Schulzimmer. Man wechselte also meistens nach jeder Stunde das Zimmer. Die Schule begann im Sommer um sieben, im Winter um acht Uhr und dauerte häufig bis um 18 Uhr. Wir Mädchen hatten nebst Handarbeitsunterricht noch Hauswirtschaftsunterricht; wir sollten ja tüchtige Hausfrauen und Mütter werden. Geometrie und Algebra konnten wir als Freifach belegen, und so wurde unser Stundenplan reich befrachtet. Abends gab es noch Hausaufgaben zu erledigen, so dass für Freizeitaktivitäten kaum Zeit blieb. War auch nicht nötig, denn bei uns in der Provinz gab es weder Kino noch irgendwelche Jugendtreffs. Treffen tat man sich vielleicht noch vor der "Chäsi". Es war ja noch die Zeit, da man jeden Abend die frische Milch für den nächsten Tag im Milchkesseli holte. Von diesem Treffpunkt machten aber eher meine Geschwister Gebrauch; ich war wie gesagt eine Einzelgängerin und hätte nicht gewusst, wen ich treffen sollte.
Welches war dein Lieblingsfach? Welche Fächer mochtest du gar nicht?
Seite 51
Seite 51 wird geladen
5.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Welches war dein Lieblingsfach? Welche Fächer mochtest du gar nicht?
Kommentar schreiben
An ein Lieblingsfach kann ich mich nicht erinnern. Es hing auch ziemlich vom Lehrer ab, ob man ein Fach mehr oder weniger mochte. Französisch, Geographie und Zeichnen hatten wir beim sehr strengen und zornigen Herrn Zimmerli, also mochte ich diese Fächer nicht. Deutsch und Geschichte war bei Fräulein Carl, da habe ich keine schlimmen Erinnerungen. Die mathematischen Fächer erteilte Herr Müller, der zwar kein "guter" Lehrer war (wir schafften das Jahrespensum nicht), aber ein anständiger Mensch, der nicht schlug und auch sonst die Schüler nicht plagte. Mathematik hatte ich gern, und da war ich gut. Im Zeugnis gab es für jedes Fach zwei Noten: eine für Fleiss und eine für Leistung. Besonders stolz war ich, als ich in Geometrie (oder Algebra, genau weiss ich es nicht mehr) in "Fleiss" Note 5-6 hatte und in "Leistung" eine glatte 6. 
Dann war da noch der Turnunterricht: ich weiss noch auswendig, wie jede Stunde, aber auch wirklich JEDE STUNDE ablief: "Auf ein Glied Sammlung!" rief Herr Rischgasser, und wir stellten uns der Grösse nach auf die Linie. "Rechts um!", "gehen, marsch! eins, zwei, eins, zwei..." und er klopfte mit dem Tamburin den Takt. "Laufen, marsch!", und das Tamburin erhöhte das Tempo. "Freiübungen, Sammlung!", und wir verteilten uns in die eine Hälfte der Turnhalle, um nach Anweisung des Lehrers unsere Leiber zu ertüchtigen. Erst später, in der Mittelschule, merkte ich, dass Turnen auch Spass machen könnte.
Hast du gerne Bücher gelesen? Welches waren deine Lieblingsbücher? Hast du dir Bücher in der Schulbibliothek ausgeliehen oder untereinander ausgetauscht?
Seite 52
Seite 52 wird geladen
5.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Hast du gerne Bücher gelesen? Welches waren deine Lieblingsbücher? Hast du dir Bücher in der Schulbibliothek ausgeliehen oder untereinander ausgetauscht?
Kommentar schreiben
Ich las viel in dieser Zeit. Olga Meier war meine Lieblingsautorin. Alles von ihr las ich. Lisa Tetzner natürlich: das Schicksal der Kinder aus Nr. 67 ging mir nahe. Nicht zu vergessen Kurt Held. Und verschlungen habe ich die Bücher von Kathrene Pinkerton. Sie beschreibt das Leben einer Familie, die in der kanadischen Wildnis ein Blockhaus baut und abseits jeglicher Zivilisation lebt.
Ab wann war die spätere Berufswahl ein Thema? Mit wem sprachst du darüber?
Seite 53
Seite 53 wird geladen
5.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Ab wann war die spätere Berufswahl ein Thema? Mit wem sprachst du darüber?
Kommentar schreiben
Klar: im letzten Schuljahr war die Berufswahl ein Thema. Nicht schon im zweitletzten wie heute bei meinen Enkeln. Es war die Zeit der Hochkonjunktur, überall hatte es zu wenig Leute, und eine Lehrstelle auf den April konnte man auch im März noch finden.
Mein heimlicher Berufswunsch war Ärztin. Aber das brauchte ich gar nicht zu sagen. "Ein Studium lohnt sich für Mädchen nicht. Die heiraten ja doch." Das war die übliche Meinung. Und heiraten hiess damals noch Beruf aufgeben, Kinder kriegen und ganz für die Familie da sein. Also was sonst? Ich spielte damals schon gerne und ziemlich gut Klavier. Ich überlegte: Wenn ich eine Lehre mache, werde ich das Klavierspielen wohl aufgeben müssen. Also mache ich die Aufnahmeprüfung ins Lehrerinnenseminar. Dort MUSS man ein Instrument spielen. Es ist keine lange Ausbildung, liegt also auch für ein Mädchen drin. Ganz begraben tat ich meinen heimlichen Berufswunsch aber noch nicht: ich meldete mich in die Lateinklasse an. Der Abschluss des Seminars galt als Matura, und mit Latein wäre ein Medizinstudium vielleicht doch noch möglich geworden. (Dass ich dann doch keinen Lateinunterricht besuchte, lag daran, dass ich in der Aufnahmeprüfung eine miserable Französischarbeit abgeliefert hatte und man fand, ich solle mich auf das Wesentliche konzentrieren.)
Was tatst du in deiner Freizeit? In den Ferien? Mit wem verbrachtest du diese vorwiegend?
Seite 54
Seite 54 wird geladen
5.2.  Primarschulzeit – Grundschule Oberstufe.

Was tatst du in deiner Freizeit? In den Ferien? Mit wem verbrachtest du diese vorwiegend?
Kommentar schreiben
Wir sind ja immer noch in der Oberstufe! Freizeit gab es nicht viel. Am Abend traf man sich mit den Nachbarn. Hatte man früher Völkerball und Versteckis gespielt, so war es jetzt eher Federball, oder man sass einfach zusammen und plauderte. Auch beobachteten wir die ersten Satelliten, die die Russen ins All geschossen hatten.
Erinnerst du dich an den Entscheid, ob Sekundarschule oder Gymnasium?
Seite 55
Seite 55 wird geladen
6.  Sekundarschule und/oder Gymnasium?

Erinnerst du dich an den Entscheid, ob Sekundarschule oder Gymnasium?
Kommentar schreiben
Ich machte also die Aufnahmeprüfung für das Lehrerinnenseminar und bestand sie. Einen Plan B hatte ich nicht. Hätte ich die Prüfung nicht bestanden, so hätte ich wohl wie die meisten meiner Mitschülerinnen das KV gemacht. Eine Lehrstelle hätte ich sicher noch gefunden. Wie gesagt: man riss sich um uns.
War das die richtige Wahl?
Seite 56
Seite 56 wird geladen
6.  Sekundarschule und/oder Gymnasium?

War das die richtige Wahl?
Kommentar schreiben
Es war wohl insofern die richtige Wahl, als ich aus der Enge des Dorfes und der Familie heraus kam in eine Schule, wo alle einander noch nicht kannten, wo ich Freundinnen fand und geselliger und lebensfreudiger wurde. Dass es eine Mädchenschule war, war für mich eher ein Vorteil. Ich fand mich immer hässlich, zu dick, nicht attraktiv, und hatte wenig Glück beim andern Geschlecht. In der Mädchenschule spielte das keine Rolle.
Wie war der Schulweg?
Seite 57
Seite 57 wird geladen
6.  Sekundarschule und/oder Gymnasium?

Wie war der Schulweg?
Kommentar schreiben
Das Semi war in Aarau. Ich musste also Morgens um halb sieben Uhr auf den Zug. Mit dem "Seetaler" ging es nach Wildegg. Dort wartete man auf den Zug, der von Brugg kam, und fuhr damit nach Aarau. Dort war es noch etwa ein viertelstündiger Fussmarsch ins Zelgli hinauf, wo das Seminar war. Also eine Reise von mehr als einer Stunde. Der lange Schulweg war dann auch der Grund, dass ich nach zwei Jahren in Aarau ein Zimmer mieten durfte, zusammen mit meiner Freundin Marianne. Mehr gearbeitet für die Schule haben wir nicht in den zwei gemeinsamen Jahren, aber wir hatten viel Spass! In dieser Zeit kam ich aus meinem Schneckenhaus und wurde ein richtig fröhlicher Mensch.
Erinnerst du dich an deine Schulkameraden? Hast du heute noch Kontakt? Hast du noch Klassenfotos?
Seite 58
Seite 58 wird geladen
6.  Sekundarschule und/oder Gymnasium?

Erinnerst du dich an deine Schulkameraden? Hast du heute noch Kontakt? Hast du noch Klassenfotos?
Kommentar schreiben
Natürlich erinnere ich mich an meine Schulkameradinnen. Wir treffen uns immer noch jedes Jahr zu einem gemeinsamen Essen.
Unsere Förderer
87899#$vv#$vs#$vl#