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Vollendete Autobiographien: 212
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Vollendete Autobiographien: 212
Von Fritz Lanz – Fritz 4
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Meine Eltern / 09.05.2025 um 13.37 Uhr
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Meine Eltern / 09.05.2025 um 13.46 Uhr
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Meine Grosseltern / 09.05.2025 um 13.49 Uhr
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Meine Grosseltern / 09.05.2025 um 13.50 Uhr
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1.
Erste Erinnerungen und Kindheit
2.
Meine Eltern
2.1.
Meine Mutter
2.2.
Mein Vater
2.3.
Die Ehe meiner Eltern
3.
Meine Grosseltern
3.1.
Mein Grossvater väterlicherseits
3.2.
Die Grossmutter die ich kannte
3.3.
Mein Grossvater mütterlicherseits
3.4.
Meine Grossmutter mütterlicherseits
4.
Kindergartenjahre
Diese Biografie widme ich vorläufig mal mir selbst und den wichtigsten Personen aus meiner Kindheit und der Gegenwart
Was weisst du über deine Geburt?
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1.
Erste Erinnerungen und Kindheit
Was weisst du über deine Geburt?
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Es war Sonntag, der 1. Dezember 1946, also der 1. Advent. Mein Vater war auf der südlichen Laube des Hauses und schoss auf Spatzen. Das machte er gerne.
Als ihn seine hochschwangere Frau Mathilde so gegen halb Fünf ersuchte auf dem Estrich Holz zu holen um den Herd zu Heizen kam er diesem Wunsch nicht gleich nach. Also packte meine Mutter den Holzkorb und ging damit nach nach oben auf den Estrich. Beim Runterkommen glitt sie auf der ausgelaufenen "Hühnertreppe" aus uns stürzte nach unten.
Oh Schreck! Das war wohl mein erster grosse Erschütterung. Der zweite Schreck folgte gleich danach. Mein Vater war oft jähzornig: "Himu-Heiland-Donner" war seine übliche Reaktion die ich wohl nicht das erste Mal erlebte und die meine Mutter und mich in Angst und Schrecken versetzte. Die Grossmutter, also die Stiefmutter meines Vaters kam zu Hilfe. Man brachte meine Mutter ins Bett. Es wurde eine unruhige Nacht. Sie hatte Schmerzen und ich wehrte mich, wollte raus, obschon der Geburtstermin erst Mitte Januar war. Gegen Morgen begannen die Wehen. Mein Vater spannte den "Grau" vor den Bockwagen, holte meine Mutter und gab ihr noch eine Decke, denn es war kalt an diesem Morgen. Auf der holprigen Naturstrasse fuhren wir gemeinsam über die Moosstrasse nach Langenthal ins Spital. Das dauerte ungefähr eine halbe Stunde.
Morgens kurz vor Sieben war es noch saukalt im Gebärsaal. Aus kostengründen hat man den Raum über das Wochenende nicht geheizt. Um zehn nach Sieben kam ich auf die Welt. Ein riesiger Schock. Diese Kälte! Ich wollte ja schon raus aus der warmen Höhle. Aber doch nicht gleich in diese Arktis! Ich bin ja kein Eisbär. Ich fühlte mich vertrieben.
Nach ein paar Tagen holte uns die ehemalige Nachbarin Elisabeth Lüdi, inzwischen verheiratet mit Franz König, nach Hause.
Ich war ein stilles Bebe, schrie wenig und ass schlecht. So um den errechneten Geburtstermin herum, also Mitte Januar 1947 wurde ich krank, hatte plötzlich hohes Fieber. Am Abend rief mein Vater den Doktor Zesiger an. Er kam schon bald und diagnostizierte eine Lungenentzündung. Er gab Medikamente und sagte zu meinem Vater "Gut, dass du angerufen hast Fritz, am Morgen wäre es zu spät gewesen. Da hättest du den Totengräber rufen müssen." Das waren meine ersten sechs Wochen auf dem Planet Erde.
Wie sind die Eltern auf deine(n) Vornamen gekommen? Haben deine Eltern gut gewählt?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Wie sind die Eltern auf deine(n) Vornamen gekommen? Haben deine Eltern gut gewählt?
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In was für eine Zeit wurdest du geboren?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
In was für eine Zeit wurdest du geboren?
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Es herrschte Aufbruchstimmung nach sechs Jahren Krieg und monatelanger Abwesenheit meines Vaters am Rhein und am Doubs. Er kriegte Aufträge von seinen Dienstkollegen. Es waren Dragoner wie er, meist Bauernsöhne, die Aussteuern brauchten. Betten, Schränke, Büffets, Tische und Stühle. Das meiste machten mein Vater und mein Grossvater selbst Sie waren spezialisiert auf die Verarbeitung von Massivholz. Die Stühle bezog er von der Stuhlfabrik Horgen-Glarus. Der westliche Anbau ans Bauernhaus wurde 1948 zurückgebaut. An seine Stelle kam ein zweigeschossiger Anbau mit Flachdach. Jetzt war mehr Platz zum Schreinern vorhanden. Da war aber noch der Bauernbetrieb mit ein paar Kühen, Schweinen und Landwirtschaftsfläche. Und die Hofstatt, die "Hoschtert" mit den Hochstammbäumen. Sauergrauech, Edelgrauech, Boskoop, Bernerrosen, Chüsenreiner und ein paar Kirschbäumen.
Was ist deine erste eigene Erinnerung an dein Leben?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Was ist deine erste eigene Erinnerung an dein Leben?
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Welche andern frühen Ereignisse hast du nicht vergessen?
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1.
Erste Erinnerungen und Kindheit
Welche andern frühen Ereignisse hast du nicht vergessen?
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Etwa zu der Zeit kaufte mein Vater beim Nachbarn, dem Bösiger Viktor zwei neue, silbrigglänzende Velos der Farbe Kondor. Der alte Göppel meiner Mutter wurde später umgebaut mit einem tiefliegenden Sitz, damit meine Schwester damit fahren konnte. Ich erinnere mich noch an einen Ausflug an einem Sonntag nach Grasswil zu Bekannten. Da gab es gute Chrömli. Plötzlich ermahnte mich meine Mutter " jetzt ist genug!" Auch nach Rütschelen gingen wir zu Besuch in die Käserei. Die Frau des Käsers war eine Kusine meines Vaters. Die Tochter von Bieri Otto, Käsermeister in Kirchlindach.
Um etwas mobiler zu sein kaufte sich mein Vater 1953 eine Vespa. Für Kundenbesuche und auch für Einkäufe in Langenthal beim Geiser Ruedi, Eisenladen an der Marktgasse. Meine Mutter nahm auch Fahrstunden und war bald auch mobiler. Etwa zu der Zeit fiel auch der Entscheid, die Landwirtschaft aufzugeben und sich auf die Schreinerei zu konzentrieren. Mein Vater hatte wenig Freude an den Tieren, am Melken und am Misten. Für ihn war das verlorene Zeit in der er nicht seiner Leidenschaft, dem Schreinern nachgehen konnte. Auch wirtschaftlich gesehen schien es ihm vorteilhafter, die Schreinerei zu fördern. Er meinte " Mit dem was wir beim Schreinern verdienen subventionieren wir unsere eigene Landwirtschaft".
Bald einmal kam der Viehhändler Plüss von der Allmendgasse und holte die Kühe ab. Ich erinnere mich noch gut, wie eine von ihnen vor lauter Aufregung mit einem Bein in den Mistgülle trat. Wir schauten alle zu, wie sie davontrotteten. Die Grossmutter, der Grossvater, die Mutter, der Vater, Margrit und ich. Es war ein bisschen traurig, machte aber den Weg frei für Neues.
Ich war eher ein eher schwaches Kind, ein Leichtgewicht. Die Grossmutter nannte mich einen Gstabi. Das nahm ich ihr übel. Bei Lüdis gab es einen weissen Hahn mit rotem Kamm. Der mochte es nicht, wenn man ihn neckte. Wir waren eine Schar von etwa sechs oder sieben Kindern und neckten ihn wieder einmal. Er nahm die Verfolgung auf. Ich war der Hinterste. Andres Hans vom Nachbarhof ahnte Gefahr. Ich fiel hin, der Hahn stürzte sich auf mich. Hans kam gelaufen um mich zu retten. Lachend erzählte er mir später, dass es nicht nötig gewesen sei da ich so stark mit den Beinen strampelte dass der Hahn nach einem Treffer am Kopf von mir abliess.
Was hat man dir von deiner Taufe erzählt?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Was hat man dir von deiner Taufe erzählt?
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Welche Rolle spielten in deinem Leben deine Patin und dein Pate für dich?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Welche Rolle spielten in deinem Leben deine Patin und dein Pate für dich?
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Falls du Geschwister hattest, wie haben sie dich aufgenommen?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Falls du Geschwister hattest, wie haben sie dich aufgenommen?
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Wie gross war dein erstes Zuhause? Erinnerst du dich an die einzelnen Räume?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Wie gross war dein erstes Zuhause? Erinnerst du dich an die einzelnen Räume?
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Im Scheunenteil gab es ein Tenn mit je einem Tennstor. Dann den Kuhstall mit einem Pschüttloch davor. Das Saustall lag auf der Strassenseite und hatte eine eigene Güllengrube. Neben dem Stall lag das Futtertenn von dem aus man das Gras oder das Heu in die Futtertröge der Kühe gab. Dann folgte ein Anbau mit einem Pultdach, das einst als Remise gedacht war. Es wurde etwa 1840 vom Bruder meiner Ururgrossmutter Elisabeth, Daniel Grütter zu eine Schreinerei umgenutzt. Er fertigte darin Überseekisten mit gerundetem Deckel und stabilen Beschlägen. Die Kisten wurden für Amerika-Auswanderer gebaut. Sie verstauten darin ihr ganzes Hab und Gut und auch die Verpflegung für die Überfahrt. In der kleinen Werkstatt gab es noch einen Ofen mit separatem Kamin. An den Ofen erinnere ich mich noch weil er beim Rückbau stehen gelassen wurde und auch beim Flachdachneubau seinen Dienst verrichtete. Einerseits als Heizofen aber auch als Leimofen.
Als Nebengebäude existierte ein Pferdestall mit einem Brennholzlager und zwei Kaninchenställen. Und daneben der Hühnerstall mit dem eingezäunten Hühnerhof.
Wie sah dein Zimmer aus? Hattest du ein eigenes?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Wie sah dein Zimmer aus? Hattest du ein eigenes?
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Weisst du noch, wie die Küche ausgesehen hat?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Weisst du noch, wie die Küche ausgesehen hat?
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Dort eine Türe nach links zum Kämmerli, eine nach rechts zum Elternschlafzimmer und eine geradeaus zur hinteren Laube von der aus man auf die St. Urbanstrasse sah.
Wie war es draussen? Gab es einen Hof oder einen Garten?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Wie war es draussen? Gab es einen Hof oder einen Garten?
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Erinnerst du dich an deine Spiele? Was oder womit spieltest du/spieltet ihr besonders gern im Haus oder im Freien?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Erinnerst du dich an deine Spiele? Was oder womit spieltest du/spieltet ihr besonders gern im Haus oder im Freien?
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Zu Hause hatte ich ein paar Tiere zum Spielen. Am besten erinnere ich mich an das braune Kamel. Es war aus Ton oder einem ähnlichen Material geformt und mit Draht armiert. Mit er Zeit wurden einige Drähte sichtbar, das störte mich aber nicht. Bei der Grossmutter im Erdgeschoss gab es einen Sekretär, das Büro meines Grossvaters. Unter der Schreibfläche befanden sich 3 Schubladen. Die unterste davon war die Spielzeugschublade von Margrit und mir. Sie hatte Puppen und einen Kochherd. Am besten erinnere ich mich an meinen roten "Studebecker" den ich von Onkel Ruedi, dem jüngeren Bruder meines Vaters gekriegt habe. Spielplätze waren auch der Estrich und die Scheune. Auf dem Estrich spielte ich mit den Schuh-Leisten und den Schuhmacherwerkzeugen. Die Leiste waren Holzmodelle eine Fusses nach denen dann ein Schuh gefertigt wurde. Von wem diese Utensilien stammten weiss ich nicht mehr.
Was für Bücher gab es in deiner Familie? Durftest du sie anschauen?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Was für Bücher gab es in deiner Familie? Durftest du sie anschauen?
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Erinnerst du dich an Märchen, Gutenachtgeschichten, die man dir erzählt hat? Oder Kinderlieder, die man dir vorgesungen hat?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Erinnerst du dich an Märchen, Gutenachtgeschichten, die man dir erzählt hat? Oder Kinderlieder, die man dir vorgesungen hat?
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Erinnerst du dich an die Geburt von Geschwistern? Was hattest du dabei für Gefühle?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Erinnerst du dich an die Geburt von Geschwistern? Was hattest du dabei für Gefühle?
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Der Umbau kam planmässig voran. Die Mutter schaute manchmal von der Vorbühne aus zu wie aus dem Stall eine Schreinerei entstand. Der Stallboden und der Schorgraben wurden mit dem Presslufthammer rausgespitzt, dann kam eine neuer Holzboden rein aus Eisenbahnschwellen und soliden Brettern darüber. Da wurden dann Aussparungen gemacht für die Zementfundamente, auf die die neuen Maschinen zu stehen kamen.
Die Schwangerschaft verlief ohne Probleme. An einem Samstagabend sass die Mutter ganz unten auf der Treppe die zur Wohnung führte. Sie hörte der Musik zu vom Waldfest, das auf dem Hexenplatz stattfand. Sie summte leise zu der Musik. Sonst waren wir ja immer auch dabei am Waldfest. In diesem Jahr war es zu beschwerlich, denn der Geburtstermin nahte.
Am Freitag, 27.Juli 1954 früh sagte meine Mutter: "Ich glaube es geht los!" Ich hatte Schulferien, wahrscheinlich schon die dritte von sechs Wochen. Der Vater war ein bisschen nervös, denn heute um zehn Uhr war die Lieferung der neuen Maschinen angesagt. Er telefonierte dem Nachbarn, dem Bösiger Viktor, er hatte ein Auto, einen Opel und bat ihn, die Mutter ins Spital zu bringen. Um neun Uhr fuhr er vor, die Mutter stieg ein und rief mich noch zu sich um sich mit einem Müntschi zu verabschieden. Mir kommen die Tränen, jetzt beim Schreiben, denn es war das letzte Müntschi das ich von ihr erhielt. Sie fuhren los, Margrit und ich winkten. Um zehn Uhr kam der Lastwagen mit den Maschinen. Sie waren schnell abgeladen. Dann fuhr der Vater mit der Vespa los ins Spital. Um elf kam er zurück und erzählte mir bei der Türe zur neuen Schreinerei dass ich einen Bruder bekommen hätte den Resli (Andreas). Welche Freude, und zum Glück ein Bruder. Ich war fast so stolz wie mein Vater. Um fünf vor halb Zwölf rief uns die Grossmutter zum Zmittag. Denn gegessen wurde pünktlich. Wir waren alle in guter Stimmung. Ich bettelte bei der Grossmutter um am Nachmittag ins Spital zu gehen. Sie meinte dass es wohl morgen besser wäre. Um viertel vor Zwölf schrillte das Telefon. Die Grossmutter ging ran hörte kurz zu und sagte "Fritz für di, s'Schpitau". Auch er hörte kurz zu und sagte dass er komme. Er sagte irgendetwas, startete die Vespa und fuhr los. Nach einer Stunde kam er zurück mit roten Augen. Da begann der schwarze Freitag! Er nahm Margrit und mich bei der Hand. Wir gingen nach oben ins Wohnzimmer, setzten uns auf das braune Sofa. Margrit rechts, ich links. (Jetzt muss ich unterbrechen, ich gehe in den Garten). Die niederschmetternde Botschaft. "S'Mueti isch gschtorbe."Als erstes fragte ich "wär duet mi de jetz is Bett?" Der Vater fand, dafür fänden wir sicher eine Lösung. Warum gerade diese Frage? Unser Abendritual war mir sehr wichtig wenn wir gemeinsam "I ghöre es Glöggli das lütet so nätt. Der Tag isch vergange jetz goni is Bett..." Die Nachricht verbreitete sich schnell. Den Nachmittag verbrachten wir bei Bösigers, die Nachbarn mit der Tankstelle und dem Fahrradgeschäft. Mit ihren beiden Töchtern, Heidi eine Schulkollegin von Margrit und Käthi eine Schulkameradin von mir, bauten wir ein Zelt und verbrachten die Zeit mit spielen. Z'Nacht gab es bei der Grossmutter und dem Grossätti.
Wie ging es weiter nach dem Tod der Mutter?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Wie ging es weiter nach dem Tod der Mutter?
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Wovor hattest du am meisten Angst?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Wovor hattest du am meisten Angst?
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Erinnerst du dich an die Jahreszeiten?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Erinnerst du dich an die Jahreszeiten?
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Den Hintergrund warum ich mit nassen Schuhen und Hosen sofort nach Hause gehen musste erfuhr ich erst später. Ein älterer Bruder meines Grossvaters, der Jean fuhr auch in die Rot. Er ging aber nicht nach Hause aus Angst vor einem Donnerwetter. Er versteckte sich in der Kälte, wurde krank und starb dann später, etwa mit 12 an Auszehrung, an Tuberkulose. Das war ungefähr 1897, damals also vor ungefähr 55 Jahren.
Welche Rolle spielten Sonntage und Feiertage wie Weihnachten, Sankt Nikolaus, Ostern und Geburtstage in deinem Kinderleben?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Welche Rolle spielten Sonntage und Feiertage wie Weihnachten, Sankt Nikolaus, Ostern und Geburtstage in deinem Kinderleben?
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Der Samichlaus kam jedes Jahr zu uns. Vor ihm hatte ich Respekt. Was der alles über mich wusste. Einmal sagte meine ältere Schwester "Das isch jo der Andres Hans". Erst zweifelte ich, dann merkte ich dass das ja stimmte. Das war wohl der letzte Samichlaus der uns besuchte.
Weihnachten war immer ein schönes Fest mit einem Weihnachtsbaum bei uns und einem bei der Grossmutter. Die Mutter verteilte immer nasses Salz auf den Zweigen, das dann im Kerzenlicht funkelte. Das wichtigste waren die Päckli und natürlich besonders das Päckliauspacken. In der heiligen Zeit hatte mein Vater oft den "Rappel" der sich in schlechter Laune ausdrückte. Wir mussten alle ganz vorsichtig sein und ihn wie ein rohes Ei behandeln, sonst konnte er von einer Sekunde auf die andere ausraste und herumschreien. Wenn es mal passierte war die Mutter traurig und wir Kinder gingen nach unten zur Grossmutter.
Ostern war immer ein grosses Gaudi mit dem Osternest suchen. Manchmal gingen wir da zur Tante Marti und Onkel Werner in die Ziegelei. Er kochte immer viele Ostereier mit der Stoppuhr. Auf seine perfekt gekochten Ostereier war er stolz. Sie waren auch schön in der Farbe von der Zwiebelrinde und den dekorativen Gräsern mit denen sie vor dem Kochen dekoriert wurden. Am besten gefielen mir die mit dem Ostergras, also mit dem Kerbelkraut.
Wie haben eure Mahlzeiten ausgesehen?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Wie haben eure Mahlzeiten ausgesehen?
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Was waren damals deine Lieblingsessen?
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Was waren damals deine Lieblingsessen?
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Was für Kleider hast du getragen?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Was für Kleider hast du getragen?
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Wer und wie waren deine Spielkameraden?
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Wer und wie waren deine Spielkameraden?
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Wer waren die Nachbarn? Kanntest du/kanntet ihr sie gut?
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Wer waren die Nachbarn? Kanntest du/kanntet ihr sie gut?
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Daneben war ein Bauernhof, die Lüdis. Da war der alte Lüdi, etwa gleich alt wie mein Grossvater und seine Frau. Die hatten 5 Kinder. Hans war Traxführer bei König Strassenbau in Langenthal. Willi war Metzger mit eigener Metzgerei in Roggwil. Eine Tochter war verheiratet mit Franz König, dem Strassenbauer. Lisebeth wohnte im Bauernhaus, man sagte, sie sei schwermütig. Sie zeigte sich selten draussen. Walter war jetzt der Bauer auf dem Hof mit den Kindern Heinz (1947), Walter (1949), Käthi (1953) und später noch die Zwillinge Marianne und Maya (1964).
Familie Ammann in einem gepflegten Einfamilienhaus mit Veranda, Rasen und Kaninchenstall. Die Kindern Elsbeth (1940), Theres (1942), René (1944), Jürg (1948) und Peter (1950). Herr Ammann arbeitete in der Maschinenfabrik Ammann in Langenthal. Er war nicht verwandt mit der Unternehmerfamilie. In seiner Freizeit machte er Kunstschmiedearbeiten.
Die oberen Ammanns, auch in einem Einfamilienhaus hatte einen Sohn, den Heinz (1944). Frau Ammann hatte einen schön gepflegten Gemüsegarten.
Im obersten Haus wohnte die Familie Kurt mit den Kindern Marianne (1950) und Ruedi (1944). Herr Kurt war kränklich. Er war als selbständiger Verkäufer für die Porzellanfabrik Langenthal unterwegs und verkaufte Service, also das ganze Geschirr das Haushalte brauchten. Seine Kunden waren Brautleute für die Erstausrüstung aber auch Verheiratete die sich neu ausrüsten wollten. Mit edlem Porzellan statt Chacheligeschirr.
Wer war für dich die einflussreichste Person?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Wer war für dich die einflussreichste Person?
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Onkel Ruedi, geboren 1923, der Bruder meines Vaters war auch eine wichtige Person. Er lernte Käser und arbeitete dann in Basel. Da lernte er seine Zukünftige, die Tante Trudi kennen. Sie war im letzten Lehrjahr als Lebensmittelverkäuferin. Das Ziel von Ruedi war, ein Jahr in einer Käserei in Dänemark zu arbeiten. Als er drei Monate später zu Fuss durch die Hofstatt zum Haus spazieren kam da wusste die Grossmutter gleich was los war. Trudi war schwanger. Sie selbst erzählte mir über sechzig Jahre später: " Das Jahr in dem ich neunzehn wurde war ein anstrengendes und turbulentes Jahr. Die Schwangerschaft behinderte mich nicht, es ging mir gut. Ich konnte meine Lehrabschlussprüfung machen. Mit gut sichtbarem Bauch heirateten wir in Roggwil, schon bald kam die kleine Trudi zur Welt." Da gibt es noch ein Hochzeitsfoto auf dem ich neben meiner Mutter stand. Just als der Fotograf abdrückte bohrte ich in meiner Nase.
Die junge Familie wohnte einige Wochen bei Grossmutter und Grossvater in der Wohnung unter uns bis sie nach Zürich zogen wo Ruedi eine Stelle antrat. In der Zeit schreinerten mein Vater und der Grossvater eine Aussteuer. Die Rosshaarmatratzen kamen vom Hegi Kari.
Später sah ich die Familie eher selten, denn die wohnte in Zürich-Höngg, da hatten sie ein Milchgeschäft. Tante Trudi führte den Laden und schaute zu den Kindern Trudi und Ursi, meinen Kusinen.
Einmal kam die ganze Familie nach Roggwil zu Besuch. Da war auf der Bärenmatte eine Flugshow mit einer Graspiste. Da gingen wir hin und von da gibt es noch ein Foto. Onkel Ruedi mit einem Stumpen und das Trudi auf dem Arm. Am Boden standen Margrit und ich. Sommerlich, fröhlich, entspannt.
Was für Kontakte hattet ihr mit euren Verwandten? Gab es unter diesen solche, die dir damals oder auch später besonders nahe standen?
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Erste Erinnerungen und Kindheit
Was für Kontakte hattet ihr mit euren Verwandten? Gab es unter diesen solche, die dir damals oder auch später besonders nahe standen?
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Was fällt dir als erstes ein, wenn du an deine Mutter denkst?
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2.1.
Meine Eltern
– Meine Mutter.Was fällt dir als erstes ein, wenn du an deine Mutter denkst?
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Woher stammt deine Mutter? Was weisst du über ihr Leben? Wie hat sie den Krieg erlebt?
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2.1.
Meine Eltern
– Meine Mutter.Woher stammt deine Mutter? Was weisst du über ihr Leben? Wie hat sie den Krieg erlebt?
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Wie würdest du sie beschreiben?
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Meine Eltern
– Meine Mutter.Wie würdest du sie beschreiben?
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Wie hast du sie als Mutter empfunden?
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Meine Eltern
– Meine Mutter.Wie hast du sie als Mutter empfunden?
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Was waren ihre herausragenden Eigenschaften?
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2.1.
Meine Eltern
– Meine Mutter.Was waren ihre herausragenden Eigenschaften?
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Was habt ihr alles zusammen unternommen?
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Meine Eltern
– Meine Mutter.Was habt ihr alles zusammen unternommen?
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Hast du dich an deine Mutter gewandt, wenn dir etwas auf dem Herzen lag? Woran erinnerst du dich speziell?
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2.1.
Meine Eltern
– Meine Mutter.Hast du dich an deine Mutter gewandt, wenn dir etwas auf dem Herzen lag? Woran erinnerst du dich speziell?
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Hatte sie Hobbies oder Leidenschaften? Was konnte sie besonders gut? Was machte sie besonders gern?
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2.1.
Meine Eltern
– Meine Mutter.Hatte sie Hobbies oder Leidenschaften? Was konnte sie besonders gut? Was machte sie besonders gern?
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Wie kleidete sie sich? War ihr das wichtig?
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Meine Eltern
– Meine Mutter.Wie kleidete sie sich? War ihr das wichtig?
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Was fällt dir als erstes ein, wenn du an deinen Vater denkst?
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2.2.
Meine Eltern
– Mein Vater.Was fällt dir als erstes ein, wenn du an deinen Vater denkst?
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Woher stammt dein Vater Was weisst du über sein Leben? Wie hat er den Krieg erlebt?
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Meine Eltern
– Mein Vater.Woher stammt dein Vater Was weisst du über sein Leben? Wie hat er den Krieg erlebt?
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Wie würdest du ihn beschreiben?
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2.2.
Meine Eltern
– Mein Vater.Wie würdest du ihn beschreiben?
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Wie hast du ihn als Vater empfunden?
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2.2.
Meine Eltern
– Mein Vater.Wie hast du ihn als Vater empfunden?
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Was waren seine herausragenden Eigenschaften?
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2.2.
Meine Eltern
– Mein Vater.Was waren seine herausragenden Eigenschaften?
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Was habt ihr alles zusammen unternommen?
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2.2.
Meine Eltern
– Mein Vater.Was habt ihr alles zusammen unternommen?
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Hatte er Hobbies oder Leidenschaften?
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2.2.
Meine Eltern
– Mein Vater.Hatte er Hobbies oder Leidenschaften?
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Er war auch bei den Feldschützen. Der Schiesstag war meist am Samstag. Er war Kassier in dem Verein.
Am Sonntag den Küngel zu kochen und den Kartoffelstock zu rühren gehörte auch zu seinen bevorzugten Tätigkeiten die ihm Freude machten.
Wie kleidete er sich? War ihm das wichtig?
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2.2.
Meine Eltern
– Mein Vater.Wie kleidete er sich? War ihm das wichtig?
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Was fällt dir spontan ein, wenn du an deine Eltern als Ehepaar denkst?
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.Was fällt dir spontan ein, wenn du an deine Eltern als Ehepaar denkst?
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Wie würdest du dein Elternhaus und euer damaliges Familienleben beschreiben?
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.Wie würdest du dein Elternhaus und euer damaliges Familienleben beschreiben?
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Wie würdest du ihr Verhältnis/ihren Umgang miteinander bezeichnen?
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.Wie würdest du ihr Verhältnis/ihren Umgang miteinander bezeichnen?
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An welchen Elternteil hast du angenehmere oder spezifischere Erinnerungen?
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.An welchen Elternteil hast du angenehmere oder spezifischere Erinnerungen?
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Mein Vater nahm mich einmal mit in die Linde, zur Frau Linde-Lanz. Da sassen wir zusammen mit andern Männern am Stammtisch. Mein Vater bestellte einen Zweier Roten. Als er wieder einmal das Glas zur Hand nahm war es leer. Mein Vater war baff. Die andern am Tisch lachten verschmitzt, denn sie hatten mir zugeschaut wie ich das Getränk in kleinen Schlucken genoss ohne dass es der Vater merkte.
Ein ähnliches Erlebnis war als wir der Frau von Alois ein Büffet lieferten. Mit dem Bockwagen und dem Grau davor ging es nach St. Urban. Sie war Italienerin und sprach nur wenig Deutsch. Nach dem Ablad und der Begutachtung des Werkes holte sie eine Flasche roten Wermuth und vier Gläser. Vater meinte, dass das wohl nicht das passende Getränk für mich wäre. Sie meinte " in Italie drinke chlini Bubeli das ou". Das Zeugs war gut. Mein Glas schnell leer. Sie goss nach. Da wurde ich wohl etwas müde. Auf dem Heimweg schlief ich ein. Zu Hause trug mich der Vater hoch. Da muss ich wohl kurz erwacht sein. Die Mutter war böse und machte dem Vater Vorwürfe. Am andern Morgen erwachte ich mit klarem Kopf und alles war wieder in Ordnung.
An was für Erziehungsmethoden, allenfalls auch Bestrafungsmethoden, erinnerst du dich?
Seite 49
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.An was für Erziehungsmethoden, allenfalls auch Bestrafungsmethoden, erinnerst du dich?
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Wie waren deine Eltern religiös eingestellt?
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.Wie waren deine Eltern religiös eingestellt?
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Haben deine Eltern dir als Kind/euch als Kinder gegenüber ihre politischen Ansichten geäußert? Wo standen sie politisch?
Seite 51
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.Haben deine Eltern dir als Kind/euch als Kinder gegenüber ihre politischen Ansichten geäußert? Wo standen sie politisch?
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Hast du Erinnerungen an das damalige Verhältnis deiner Eltern zu Behörden und Obrigkeit? Zur Kirche?
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.Hast du Erinnerungen an das damalige Verhältnis deiner Eltern zu Behörden und Obrigkeit? Zur Kirche?
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Was für mediale Erinnerungsstücke an deine Eltern wie Briefe, schriftliche Aufzeichnungen, Bilder, Fotos, Filme, Tonaufzeichnungen, Videos hast du?
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.Was für mediale Erinnerungsstücke an deine Eltern wie Briefe, schriftliche Aufzeichnungen, Bilder, Fotos, Filme, Tonaufzeichnungen, Videos hast du?
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Was für andere Objekte, wie Möbel Geschirr, usw. hast du von ihnen geerbt und behalten?
Seite 54
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.Was für andere Objekte, wie Möbel Geschirr, usw. hast du von ihnen geerbt und behalten?
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Im Stübli in unserer Wohnung stand ein grosser Schrank für die Lagerung von Vorräten. Später wurde er restauriert und diente als Büroschrank. Den hatte die Bieri-Urgrossmutter von einem Störenschreiner etwa 1912 anfertigen lassen. Er war aus Kirschbaumholz. In unserer Gegend gab es viele Möbel aus Kirsche, weil das Kloster ein Vorkaufsrecht für alle Nussbäume in der Region hatte. Dieser Schrank kam dann nach meiner Heirat in unser Haus. Ein Familienerbstück an dem ich grosse Freude hatte.
Gibt es Lebensweisheiten, die dir deine Eltern mitgegeben haben?
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.Gibt es Lebensweisheiten, die dir deine Eltern mitgegeben haben?
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Inwiefern glaubst du, dem Vater oder der Mutter ähnlich zu sein? Oder bewusst anders?
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.Inwiefern glaubst du, dem Vater oder der Mutter ähnlich zu sein? Oder bewusst anders?
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Welche Rolle spielte Humor in deinem Elternhaus? Erinnerst du dich an lustige Geschichten oder Vorfälle?
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.Welche Rolle spielte Humor in deinem Elternhaus? Erinnerst du dich an lustige Geschichten oder Vorfälle?
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Wie erlebtest du die Beerdigungen? Besuchst und pflegst du das Grab?
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2.3.
Meine Eltern
– Die Ehe meiner Eltern.Wie erlebtest du die Beerdigungen? Besuchst und pflegst du das Grab?
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Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
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3.1.
Meine Grosseltern
– Mein Grossvater väterlicherseits.Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
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Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände deines Grossvaters? Wie war das z.B. im Krieg/in den Kriegen?
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3.1.
Meine Grosseltern
– Mein Grossvater väterlicherseits.Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände deines Grossvaters? Wie war das z.B. im Krieg/in den Kriegen?
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Was habt ihr zusammen unternommen?
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3.1.
Meine Grosseltern
– Mein Grossvater väterlicherseits.Was habt ihr zusammen unternommen?
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Erinnerst du dich an seinen Tod?
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3.1.
Meine Grosseltern
– Mein Grossvater väterlicherseits.Erinnerst du dich an seinen Tod?
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Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deines Grossvaters eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
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3.1.
Meine Grosseltern
– Mein Grossvater väterlicherseits.Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deines Grossvaters eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
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Was sind deine Erinnerungen an diese Grossmutter?
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3.1.
Meine Grosseltern
– Meine Grossmutter väterlicherseits.Was sind deine Erinnerungen an diese Grossmutter?
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Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände deiner Grossmutter? Wie war das z.B. im Krieg/in den Kriegen?
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3.1.
Meine Grosseltern
– Meine Grossmutter väterlicherseits.Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände deiner Grossmutter? Wie war das z.B. im Krieg/in den Kriegen?
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Ihre älteren Geschwister waren Lea, sie heiratete den Schori aus Wohlhusen. Dann gab es noch einen Bieri der ins Wiesental in Deutschland auswanderte. Onkel Otto, Käser in Kirchlindach, an den erinnere ich mich noch gut. Er hatte zwei Kinder, der Otto arbeitete als Bäcker in der Migros-Bäckerei in Zollikofen und seine Schwester betrieb mit ihrem Mann die Käserei in Rütschelen. die Anna wohnte mit ihrem Mann in Bern. Sie waren kinderlos. Die Tante Berta war in Solothurn verheiratet. Sie hatte einen Adoptivsohn, den Hans.
Was ich sonst noch über Grossmutter hörte.
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3.1.
Meine Grosseltern
– Meine Grossmutter väterlicherseits.Was ich sonst noch über Grossmutter hörte.
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Die Urgrossmutter zügelte anfangs der zwanziger Jahre von Roggwil nach Uetendorf zu Verwandten wo dann er junge Hermann, mein jüngster Grossonkel, etwa 1924, mit 16 Jahren eine Bäckerlehre antrat. Von meinem Vater weiss ich, dass seine Grossmutter einmal nach Roggwil zu Besuch kam und dabei immer noch den gleichen Mantel wie früher getragen hätte, inzwischen mehrfach geflickt. Das muss ihm wohl aufgefallen sein. Das war vor dem Tod seiner Mutter im Jahr 1928.
Was sind deine Erinnerungen an diese Grossmutter?
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3.2.
Meine Grosseltern
– Die Grossmutter die ich kannte.Was sind deine Erinnerungen an diese Grossmutter?
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Grossmutter hatte einen Kropf, der aber nicht sichtbar war. Wenn sie sich herausputzte wussten wir, dass sie wieder mit dem Zug nach Olten fährt zu Doktor Rodel, einem Spezialisten für Schilddrüsenprobleme.
Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände dieser Grossmutter?
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3.2.
Meine Grosseltern
– Die Grossmutter die ich kannte.Was weisst du noch über das Leben und die Lebensumstände dieser Grossmutter?
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Was habt ihr zusammen unternommen?
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3.2.
Meine Grosseltern
– Die Grossmutter die ich kannte.Was habt ihr zusammen unternommen?
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Erinnerst du dich an ihren Tod?
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3.2.
Meine Grosseltern
– Die Grossmutter die ich kannte.Erinnerst du dich an ihren Tod?
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Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deiner Grossmutter eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
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3.2.
Meine Grosseltern
– Die Grossmutter die ich kannte.Erinnerst du dich an Personen, die im Leben deiner Grossmutter eine wichtige Rolle, positiv oder negativ, gespielt haben?
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Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
Seite 72
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3.3.
Meine Grosseltern
– Mein Grossvater mütterlicherseits.Was sind deine Erinnerungen an diesen Grossvater?
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Was sind deine Erinnerungen an diese Grossmutter?
Seite 73
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3.4.
Meine Grosseltern
– Meine Grossmutter mütterlicherseits.Was sind deine Erinnerungen an diese Grossmutter?
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Was sind deine frühesten Erinnerungen an den Kindergarten?
Seite 74
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4.
Kindergartenjahre
Was sind deine frühesten Erinnerungen an den Kindergarten?
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Gibt es spezielle Ereignisse, schlimme oder schöne, an die du dich erinnerst?
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4.
Kindergartenjahre
Gibt es spezielle Ereignisse, schlimme oder schöne, an die du dich erinnerst?
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