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Von Rahel Rolli R. I. P. Bazooka Joe
Es werden nur Texte von über 10 Internet-Seiten publiziert.
Zurzeit sind 549 Biographien in Arbeit und davon 309 Biographien veröffentlicht.
Vollendete Autobiographien: 190
 
Rahel Rolli
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Planänderung! / 10.11.2021 um 21.22 Uhr
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Die drei Fragezeichen??? / 12.11.2021 um 17.49 Uhr
110.
offen, herzlich, kämpferisch und feindselig............ / 14.01.2022 um 9.15 Uhr
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Keinen blassen Schimmer mehr...... / 10.05.2022 um 15.29 Uhr
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Ohne Titel / 07.06.2022 um 15.28 Uhr
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Vorwort
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Descha Vü
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Aachoo
3.
Patschuli
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Am Morgä
5.
Kork
6.
Aprilwätter
7.
Wieses nervigs Telefon
8.
Magdalena
9.
Baumwullä
10.
Adebar
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12i Glöggli
12.
Elteretaxi
13.
Andreas Moser
14.
Pädagogen
15.
Göthe
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Halk
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Illegal
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Frankfurt
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Prusseliese
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Alfred
21.
Wattwil
22.
Süess und chläberig
23.
Kaltbrunn
24.
Änkelin
25.
La lune
26.
Zucker und Zitronä
27.
Schoggi mit Krokant
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High Five
29.
Heimat
30.
Pinocchio
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1971
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Schmätterling
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Colafröschli
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Kurt Held, Kurt Felix
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Mitlödi
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Madonna
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Intelligenzblatt
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Jack Nicholson
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Heidi
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Haie
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Mutter Natur
45.
Mathias Rust
46.
Viktor von Bülow
47.
Unbeantwortete Frage
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Gabriel
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Valetta
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Esther
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La Suisse a légalisé le cannabis
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Edith Wolf - Hunkeler
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Im falschen Film
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Schildbürger
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Struwwelpeter
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Peter, Sue und Marc
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Luke
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171 Erker
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Zurück in die Zukunft
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Samira
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Lirijan
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Schwabentor
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Ryan O`Neal, Tatum O`Neal
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Versteckte Kamera
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Christina
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Ausserordentliche Lage
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ANGST
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Völlig durch den Wind....
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GORDON
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Russisch Roulette
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Wieder ein bisschen Normalität.........?!
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SCHACHMATT
97.
EINE FAHRT INS UNGEWISSE
98.
MASKERADE
99.
VERSPROCHEN und........
100.
NACHWORT EINS
101.
NACHWORT EINS und ein HALBES
102.
SCHLUSSWORT
103.
Scheinbar doch noch kein Ende in Sicht.....
104.
ANDERE PERSPEKTIVEN
105.
WAS UNS VEREINT IST STÄRKER, ALS DAS WAS UNS TRENNT..........
106.
MITLÖDI zum ZWEITEN
107.
Keinen blassen Schimmer mehr......
108.
HAUSHALTE
109.
Läck Bubi......
110.
offen, herzlich, kämpferisch und feindselig............
111.
The Rocky Horror Picture Show
112.
Planänderung!
113.
Die drei Fragezeichen???
114.
Ohne Titel
115.
Hoffen auf ein Wunder......
116.
Typisch Mann!!
117.
Titellos!
118.
Jetzt wäre die ideale Gelegenheit!
119.
R. I. P. zum Zweiten
120.
10. Mai 2007
121.
Stichtag!
Vorwort
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  Vorwort

Meine Zeitreisemaschine steht zum Einstieg bereit. Der gute Mann von der Motorfahrzeugkontrolle bemängelte zwar um sieben Uhr null zwei, dass die Zeituhr revidiert werden müsste. Auch ein haarkleiner Riss in der Frontscheibe entging seinem geübten Auge nicht. Ich versprach ihm hoch und heilig dies in Ordnung zu bringen. Selbstverständlich werde ich mein Wort halten. Aber erst NACH meiner Reise in die Vergangenheit. 

Ich mache mich bereit und nehme Platz. Gurte mich an. Etwas nervös bin ich schon. Mit leicht feuchten Händen tippe ich die vier Zahlen ein. Eins - ich muss mich konzentrieren. Neun - bloss keinen Fehler machen. Sechs - nicht auszudenken, wenn ich etwas falsches eingebe. Sechs - geschafft! 

Der rote Startknopf blinkt. Während ich ihn langsam bis zum Anschlag reindrücke, schiessen mir letzte Gedanken durch den Kopf. Hoffentlich spielt mir die Uhr keinen Streich. Das ich gar keinen Führerschein besitze, verdränge ich.

Descha Vü
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1.  Descha Vü
Sanft werde ich in den Sitz gedrückt. Ich fühle mich leicht und frei. Das warme Wasser umspielt meinen kleinen Körper. Ich dümple vor mich hin. Vertraute Stimmen dringen von fern  zu mir. Plötzlich gibt es einen Ruck. Irgend etwas passiert, setzt sich in Gange.  Das eben noch ruhige Wasser beginnt Wellen zu schlagen. Die Brecher machen mich unruhig. Ich möchte hier bleiben, in der mir vertrauten Umgebung. Unsanft werde ich weiter gedrängt. Die Stimmen werden lauter. Die Zwei, die ich seit Monaten kenne scheinen mir etwas aufgeregt. Andere besänftigend, Mut zusprechend. In einer neuen Woge  gleite ich weiter. Werde nach vorne geschoben. Es kann nicht mehr weit sein. Ich sehe etwas helles, das auf mich zukommt. Ich werde weiter in Richtung Licht und Leben gepresst. Irgendeiner ruft noch drei Mal. Der kann gut reden. Wir haben keine Kraft mehr. Mit dem letzten Schrei meiner Mutter gleite ich endlich in die sicheren Hände mir fremder Menschen. Sie alle scheinen etwas von mir zu erwarten. Geben mir sogar anstatt einer Belohnung für die Anstrengungen  einen Klaps auf den Po. In meinen noch geschlossenen Augen eine Ungerechtigkeit. So schreie ich meinen Protest heraus. Dies scheint alle froh und glücklich zu machen. Dies muss ich mir für die Zukunft merken. Ich werde abgenabelt, die Schnur durchtrennt, die mich neun Monate mit einer Mutter verband. Das diese Abnabelung keine einmalige Sache ist, wusste ich damals, als rosa Bündel noch nicht. Nun bin ich ein eigenständiges Menschchen, dass noch sehr lange auf Hilfe angewiesen ist!
Aachoo
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2.  Aachoo
Geborgen und erschöpft liege ich in den Armen meiner Mutter. Bald werde ich die Augen öffnen und sie sehen können. Wie oft in den vergangenen Monaten habe ich sie mir vorgestellt. Wie sie wohl aussehen mögen? Meine Eltern. Bleierne Müdigkeit umgibt mich. Sanft werde ich in den Schlaf gewiegt und beginne zu träumen.
Patschuli
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3.  Patschuli

Rhythmisch wiegen sich unsere Körper zu der Musik. Um uns herum, viele Menschen. Frauen wie Männer alle in wallenden Batikgewändern oder Pumphosen. Jesuslatschen an den Füssen. Alle mit langen Haaren. Ich fühle mich wohl, sauwohl. In der Luft der Duft. Ein betörendes Gemisch. Sinnliche und herbe Aromen diverser Räucherstäbchen schmeicheln meiner Nase. Meine Sinne benebelt , vom süsslichen Rauch Marihuanas. 

Seine Hände liegen auf meinen Hüften. Die Dreadlocks kitzeln mich im Nacken. Ich kann die Liebe körperlich spüren. Aber meine ganze Aufmerksamkeit gilt dem Sänger und seiner Musik. DEN möchte ich kennen lernen. Am Ende des Konzerts gehe ich auf ihn zu. Abseits unserer Schwestern und Brüder setzen wir uns ans Lagerfeuer. Ich betrachte im Scheine der Flammen sein Gesicht und seinen nackten Oberkörper. Mir ist heiss und ich schwitze. Er rückt näher an mich heran - brumm - und reicht mir seinen Joint - brumm - tief inhaliere ich den beissenden Rauch - brumm - brumm. Ein wenig stoned sehe ich seine Lippen - brumm -  sie nähern sich den meinen. Brumm, brumm.

Am Morgä
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4.  Am Morgä
Elender Mist. Schweissgebadet wache ich auf. Wo ist mein Handy? Es ist Zeit zum Aufstehen. Warum geht immer just in diesem Moment der Alarm los, in welchem es beginnt spannend zu werden. In so einem Moment würde ich Haus und Hof geben, wenn ich mich nochmals umdrehenweiterschlafen und am verlorenen Traum anknüpfen könnte. Zum Glück habe ich mir seinen Namen gemerkt. Er hiess Jimi. 

Bevor ich mir weitere Gedanken machen kann, gehe ich meinen von Fortnite träumenden Sohn wecken. Aufstehen und anziehen. Meinen Rat, die benötigten Schulsachen für den Tag am Vorabend einzupacken, hatte er überhört. Ebenso mein Nachfragen, ob ich etwas unterschreiben müsste? Jetzt kommt es ihm in den Sinn. Der Bus fährt in fünf Minuten! Genervt setze ich draussen auf dem Gartentisch meine Unterschrift unter irgendeinen Fakel. Dabei schimpfe ich, und verfluche alle ps4-Controller dieser Welt. Mein Sohn zieht eine Schnute und zieht beleidigt ab. Ich nehme mir vor konsequenter zu sein. Ich muss!
Kork
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5.  Kork
Mein Game gegen diese virtuellen Wesen. Den Stecker ziehen. Gewonnen! Was dann abgeht ist filmreif. Mein Sohn der eben gerade noch den typischen, unverkennbaren Duft eines Babys trug, plustert sich vor mir auf. Er wird zu Hulk. Tiggt leicht aus. Gott sei dank, läuft er nicht noch grün an. Man könnte meinen, es ginge um Leben und Tod. Ich habe lange Geduld, oft zu lange. Wenn mir aber der Faden reisst, dann  ist Sense. Fertig lustig. Aus Mutter versus Sohn gehe ich für den Moment als Winnerin hervor.

Langsam drücke ich mein homöopathisches Medikament gegen Wechseljahrbeschwerden aus dem Blister. Während ich mein durchgeschwitztes 
T-Shirt wechsle fällt mein Blick auf die Pinnwand. Der Kalender der mit einem grinsenden Pushkin Smiley befestigt istverschwindet fast ganz zwischen den Hochzeitsfotos meiner Tochter und Freunden. Zwischen der Klassenliste und einem Kinogutschein hängt er. Klein und vergessen. Ich setze meine Brille auf und reisse die längst überfälligen Blättchen ab.  Mir ist nicht zum Lachen. Bald ist wieder Weihnachten. Zuerst jedoch kann der Tag mit der neuen Zahl und dem Hinweis wer Namenstag hat beginnen. 
Aprilwätter
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6.  Aprilwätter
Die Zeit rennt. Einmal mit dem Finger schnippen und die Woche ist vorbei. Mir scheint diese besteht aus: Montag, Dienstag und Mittwochfreitag. Das ganze Jahr saust vorbei. Kaum habe ich das hoffentlich letzte Konfetti aus irgendeiner Ritze gesaugt, läuft schon wieder "Last Christmas" im Radio. Die zwei Wham Boys mit ihren legendären Frisen tummeln sich vergnügt im meterhohen Schnee. Nur bei uns liegt keiner.  Auch wenn ich ihn nicht mag, gehört er doch einfach dazu.
 
Als ich ein kleines Mädchen war, hatten  Petrus und ich  noch keine Ahnung was Klimawandel bedeutet. Welche Auswirkungen auf uns zukommen werden. Der Gute hatte lediglich vier Jahreszeiten zu meistern. Musste schlicht seine Kollegin  Frau Holle anheuern. Zum kräftigen Schütteln der Kissen. Was für einen enormen Stress muss er heutzutage haben? Er hatte bestimmt schon einmal ein Burn-Out. Muss er! Das ständige rein und raushängen der Sonne.  Wolken verschieben. Es regnen oder schneien lassen. Bald geht er in Rente. Seine Dienste sind unbezahlbar. Ich hoffe ihm bleibt genug zum Leben. Seine Nachfolger sind auch schon bestimmt. Dies macht mir Sorgen.
Wieses nervigs Telefon
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7.  Wieses nervigs Telefon
In meiner Kindheit, da hatte es geschneit. Pünktlich zum Weihnachtsfest. Grosse, dicke, weisse Flocken. Ich liebte Weihnachten. Wir feierten immer am 24. Dezember. Meine Mutter sagte: "Wir sind Protestanten, da feiert man an Heiligabend, Weihnachten." Die Katholischen am 25. Dezember. Dies war für mich einfach so. Meine Eltern waren überhaupt nicht gläubig. Wir gingen nicht in die Kirche. Sie sagte immer: "Zwetschge, nur Heuchler und die mit dem schlechten Gewissen gehen in  die Kirche!" Dass es der liebe Gott auch nicht gerne sah, wenn man am Sonntag die gewaschene Wäsche zum Trocknen in den Garten hängte, wusste sie. Der alte, weise Mann mit den weissen Haaren musste es ihr gesagt haben.  Sicher in einem der mir endlos scheinenden Telefonaten, die meine Mutter gerne führte.

Während diesen wippte ich im Schaukelstuhl sachte vor mich hin. Aber nur am Anfang. Je länger es dauerte. Und es dauerte. Zu Beginn versuchte ich sie durch mein Dreinreden zum Aufhängen zu bewegen. Ich erntete nur böse Blicke.  Aber ich war ja ein Kind und wusste mir zu helfen. Also schaukelte ich munter weiter. Nichts mehr von sanft. Vor und zurück. Immer schneller und schneller. Aber ich hatte Erfolg. Da das Telefonkabel nicht bis ins Nebenzimmer reichte, musste sie entweder das Gespräch unterbrechen oder auflegen. Kurz bevor der Stuhl samt mir umkippte, vertröstete sie ihr Gegenüber auf Morgen. Sie schimpfte ein bisschen, strich mir über die vom vielen schaukeln geröteten Wangen und manchmal musste sie eine meiner Haarschnecken, die sich gelöst hatte, wieder feststecken. 

Magdalena
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8.  Magdalena
Mein Bruder und ich wurden zu lockeren Christen erzogen. Lustigerweise bekamen wir beide biblische Namen.  Meine beiden Vornamen gefallen mir. Sie tönen zwar fast etwas zu heilig. Als Kinder haben wir unsere Namen immer rückwärts gelesen. Mein Rufname wurde zu dem eines weltbekannten Komponisten. Es machte Spass Wörter von hinten nach vorne zu lesen. OTTO und ANNA eine Sensation.

Einmal spazierten wir an Heiligabend mit unserem Vater in den Wald. Dort durften wir Kinder den schönsten Weihnachtsbaum aussuchen. Diesen schlug unser Vater gekonnt. Er war gelernter Metzger. Als die Ältere wusste ich natürlich Bescheid. Meinen nervigen Bruder liess ich im Glauben, dass unser stets korrekte Vater den Baum bezahlt hätte. Kaum wieder zu Hause angekommen, mussten wir wieder raus in die Kälte. Wir mussten! Da nutzte auch kein Gejammer. Warten,bis in der Stube alles vorbereitet war. Warten, bis der nicht ganz legal erworbene Tannenbaum weihnachtlich geschmückt wurde. Warten bis das Christkind höchstpersönlich kam. Wir sassen in unserem selbstgebauten Iglu und froren. Ich hatte Durst. Da ich aber nicht ins Haus durfte, lief ich die Strasse hoch und schlürfte aus einer kleinen Rinne den geschmolzenen und eiskalten Schnee.  Jahr für Jahr ! Endlich gab es grünes Licht! Raus aus der verhassten Kälte. Rein in die wohlige Wärme. Ran an die für heutige Verhältnisse eher geringe Anzahl Geschenke. Und das Christkind war natürlich auch schon wieder weg geflogen. Ich hätte es so gerne einmal gesehen, das  Kind im weissen Kleidchen, das uns Jahr um Jahr  die gewünschten Weihnachtsgeschenke brachte. Es tat mir immer ein bisschen leid, es fror sicher auch in seinem dünnen Hängerchen. Warum es immer kurz vor meinem Erscheinen weg flog verstand ich nicht. Warum wartete es nicht auf mich? Wie oft ich am Fenster stand und sehnsüchtig in den Himmel starrte, weiss ich nicht mehr. Ich hätte mich gerne persönlich bei ihm  für die Geschenke bedankt. Ich schrieb dann auf Wunsch meiner Eltern zig Briefe. Absender Erde. Empfänger Himmel.
Baumwullä
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9.  Baumwullä
Aber wir waren zufrieden und freuten uns auch über ein Pyjama. Wenn ich heute ein kurzes aber intensives Fest erleben möchte, verschenke ich der Jungmannschaft eines. Dann herrscht Call of Duty. Das Geschrei ist enorm. "Waas nur ein Schlafanzug?!!!!!" Blicke töten. Falls ich nie mehr feiern möchte?! Einen netten Einteiler mit Druckknöpfen. Hinten! Game over!
Adebar
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10.  Adebar
Einen Tag nach Sommeranfang kam ich zur Welt. Mein Vater war bei meiner Geburt 45 Jahre alt. Meine Mutter 17 Jahre jünger. Fünf Jahre lang war ich die ungekrönte Prinzessin. Dann kam mein Bruder zur Welt. Mit dem Namen und dem Aussehen eines Erzengels versuchte er mich zu entthronen. Irgendwie glich er meinem Christkind. Aber der Schein trog. Er schrie den ganzen Tag. Meinem Grossvater war das Ganze nicht geheuer. Er und meine Grossmutter hatten meine Mutter gross gezogen.  Ein Einzelmädchen.  Dann kam ich und jetzt der Schreihals. Bei einem unserer vielen Besuche im Glarnerland stellte er bei einem Glas Valpolicella und gerötetem Kopf fest: "Das Böckli macht Probleme!" Ja, das machte es.
Ganz ehrlich, ich hätte damals auch lieber das Christkind als Schwester gehabt. Heute bin ich dem Storch dankbar, dass er das Bündel über unserem Haus abwarf. Mittlerweilen glaube ich ( fast ) nicht mehr an die Beiden.
12i Glöggli
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11.  12i Glöggli
Zum Glück konnte ich in den Kindergarten. Meine Kindergärtnerin  war ein Fräulein und in meinen Kinderaugen uralt. Der Bäbiegge war mein Lieblingsplatz. Puppen die nie weinten. Diese gegen meinen Bruder einzutauschen habe ich mich aber nicht getraut.  Das strenge Kindergartenfräulein machte mir Angst. Ich mochte sie nicht. Trotzdem ging ich gerne hin. Da konnte ich mit den Käthe Kruse Puppen im Wisa Gloria Wagen spazieren fahren. 
Speziell ist: Mein Bruder, meine beiden Kinder und ich besuchten alle den selben Kindergarten. Mit dem Unterschied, dass mit den Jahren, aus den Fräuleins, Frauen wurden.
Elteretaxi
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12.  Elteretaxi
Dann kam der grosse Tag. Ich wurde eingeschult. Stichtag war der Sommer in dem man sieben Jahre alt wurde. Eine einfache Sache. Ohne Abklärung, ohne die Familie malen zu müssen und ohne Ritalin im Schulerthek ging es in die 1. Klasse. Meine Lehrerin war wieder ein Fräulein. Steinalt!

Ich lief vier mal im Tag zur Schule und zurück. Dies dauerte ohne zu trödeln eine knappe halbe Stunde. Zum Glück waren unsere Schulranzen nicht so schwer. Die heutigen Schüler tun mir fast leid. Es sieht aus, wie wenn sie verreisen würden. Beladen mit einem schweren Rucksack. In der einen Hand den vollgestopften Turnsack, in der anderen jonglierend die Znünibox die keinen Platz mehr fand. Gottlob können sie mit dem Bus fahren oder werden sogar mit dem Auto zur Schule kutschiert. Nicht so ideal ist, wenn man den Bus verpasst und eine Mutter hat, die keinen Brief besitzt. Dann geht es ab aufs Fahrrad oder Kickboard. Ein survival Trip zur Schule beginnt. Meine Mutter hätte zu ihrem Enkel gesagt, den sie nie sah: "Do chunnt eim jos Füür zu dä Auge uus!" Auf dieses Spektakel hatte ich jahrelang vergebens gehofft! 
Andreas Moser
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13.  Andreas Moser
Auf dem Nachhauseweg hatte ich oft herumgetrödelt. Mit meinen Freundinnen gequatscht, abmachen für den schulfreien Nachmittag. Im Netz Natur gehörte ich zu der Gattung Schneckenpost. Nachdem ich das nicht mehr ganz warme Essen verschlungen hatte, musste ich telefonieren. Mit meinen Freundinnen. Das war Pflicht!

Ich hockte auf dem Boden, das Ungetüm zwischen den Füssen eingeklemmt. Dies war zwar völlig unnötig, denn das Ding war schwer und wäre bestimmt nicht umgekippt. Aber was sollte ich sonst tun? Ausser reden und ein bisschen balancieren war nicht viel.  Eine  kleine Ewigkeit später, war dann das Freizeitprogramm abgemacht und somit fix. Wenn mir einer gesagt hätte, dass ich in ein paar Jahren mit einem winzigen, leichten Telefon: Fotografieren, Videos aufnehmen und mein Gegenüber sehen kann.. Dass ich mit meinen Freunden schreiben, anstatt reden würde. Ich hätte mich kugelig gelacht. Wenn er auch noch prophezeit hätte, dass ich 365 Tage im Jahr  und 24 Stunden im Tag erreichbar sein werde, hätte ich mir mit dem Finger an die Stirn getippt.Aber wer zuletzt lacht.......

Manchmal wünsche ich mir, ich könnte immer noch auf dem Boden hocken. Mit der immer noch zu kurzen Schnur zwischen den Fingern spielen.  Sie war mit den Jahren nicht länger geworden, höchstens verzogener. Die einst weisse Farbe vergilbt. Auf der Wählscheibe, die Zahlen fast unleserlich. An einigen Stellen, klebrig von vielen Kinderhänden. Der Festanschluss war in die Jahre gekommen.

Ich hatte alle Telefonnummern im Kopf gespeichert. Mit den dazugehörigen Kontakten. Keine Ahnung, wie vielen Bytes dies heute entsprechen würde. Heute bin ich froh, wenn ich mir gerade mal vier Nummern merken kann. Fünf Mal drehte sich die Wählscheibe, bis die gewünschte Person abnahm. 10 Ziffern trennen mich heute von meinem Gesprächspartner oder der Combox.
Pädagogen
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14.  Pädagogen
Nachdem ich aufgehängt hatte und das Telefon wieder auf die alte Stabelle zurückgestellt hatte, blieb mir noch Zeit bis ich zu meiner Freundin ging.
Ich kramte mein Poesiealbum aus meinem leichten Thek.  Es ist und war in einem schönen dezenten orange. Nichts in Neon. Mit einer feinen, in silber gehaltenen Zeichnung von einer Blumenwiese. Gekauft, in einer Papeterie meiner Stadt. Das Geschäft gibt es nicht mehr. Mein Album aber schon. Es liegt neben mir.

Der Buchdeckel und Rücken aus festem Karton. Auf der ersten Seite eine mit Tinte geschriebene Wiedmung meiner Eltern aus dem Jahre 1975. Rechts unten, ein goldener Kleber, ein kleines Abziehbild.  In schwarzer Schrift, Name und Anschrift des Verkaufsgeschäftes. Der Sohn von diesem wurde dann drei Jahrzehnte später Stadtpräsident!
Jeder hatte zwei Seiten zur Verfügung, die in der Mitte durch ein feines, durchsichtiges Papier versucht wurden sauber zu halten. Wie ein Wurstbrot mit Butter.  Auf die eine Seite zeichnete oder malte man. Auf die andere schrieb man zum Andenken und seinen Spruch mit Namen des Verfassers. Am Schluss unterschrieb man und datierte das Ganze.

Wir konnten noch nicht so gut Sprüche klopfen, unsere wiederholten sich. Immer die Gleichen. Der mit der Maus im Stroh, froh zu sein bedarf es, Morgenstund hat und alle die anderen unvergessenen. Die Zeilen meiner Mutter stammen von Oscar Wilde. Dies wundert mich im Nachhinein nicht. Sie schwamm gerne etwas gegen den Strom.
Aber zeichnen konnten wir. Was für farbenfrohe und fantasievolle Bilder. Ich kann es kaum glauben. Zwischen diesen wundervollen Bildern liegen über 40 Jahre. Aber ich möchte nicht zu sentimental werden.

Ein Kind malte in bunten Farben eine Königsfamilie. Frau und Herr König halten sich an den Händen und lachen. Ihr kleiner Prinz steht etwas abseits und zieht ein  Lätsch. (War wohl nix mit Forinte zocken! )
 
Diese Zeichnung könnte heute durchaus Grund zum Nachdenken geben. Da könnte etwas nicht stimmen? In dieser Familie. In abendfüllenden Sitzungen analysieren sie. Welche Abklärungen und Massnahmen ergriffen werden müssen haben sie in jahrelangem Studium gelehrt. Diverse Diplome an der Wand beweisen dies. Eigentlich gute Voraussetzungen. Sie haben aber auch gelernt wie man aus einer Mücke einen Elefanten macht. Schwindelerregend wird aus einer ordinären Stubenfliege eines meiner Lieblingstiere.  Dann könnte es passieren, dass der Elefant den Porzellanladen betritt. Zum Glück gibt es dazwischen auch solche, die zusätzlich mit Herz und Verstand arbeiten. Auch das Gefühl zu kennen, wie es ist eine Prinzessin oder einen Prinzen zu haben, wäre ein grosser Vorteil.

Langsam schliesse ich mein Büchlein. Streiche mit den Fingern sanft darüber. Kurz werde ich zum glücklichen, unbeschwerten Mädchen. Als solches lege ich es ins Bücherregal zurück. Voll mit Erinnerungen, als wir Kinder, noch Kinder sein durften!
Göthe
Seite 15
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15.  Göthe
Mir scheint heute ist der Tag der Bücher. Während ich mein Poesiealbum zurückstelle, fällt mein Blick auf ein noch kleineres, in rotes Leder gebundenes Büchlein.  Das " Vergissmeinnicht" meiner Mutter. Dieses hatte ich schon oft in den Händen. Die kleinen Seiten fast ehrfürchtig durchgeblättert. Jetzt widme ich ihm besonders,.Denn auch es erzählt seine Geschichte. Konzentriert lese ich die Namen und Jahrgänge, der mir zum Teil unbekannten Menschen. Ihre Unterschriften schön geschwungen, unter den Zeilen weltbekannter Dichter.  Darunter, die älteste Person mit Jahrgang 1895. Ein Verwandter von mir schrieb unter seine Unterschrift die Zeilen: "Der beste Jahrgang" Mit einem Lächeln im Gesicht lege ich das kleine, unscheinbare Büchlein zurück. Das mir ohne Worte viel sagte.
Halk
Seite 16
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16.  Halk
Mir ist ein gravierender und nicht wieder gut zu machender Fehler passiert. Nebst den schönen Erinnerungen kamen auch weniger schöne, ungewollt zum Vorschein. Meine Zeugnisse lagen dummerweise auch im Bücherregal! Leider sind sie meinem bald pubertierenden Sohn in die Hände gefallen. Jetzt gings los. Selten eifrig wurde darin geblättert. Dazwischen verzückte Schreie. " Waas Du warst so schlecht? Du warst ja noch schlechter in Mathe als ich!" Kaum möglich, aber leider wahr. Jetzt stiess er auf die Note 1 1/2 in Stenografie. Zufriedenes, wissendes Grinsen. Mutig und animiert  von meinen schlechten Noten wollte er sich sofort Battlefield reinziehen. In meinen Träumen hätte ich ihm gerne eine runtergezogen. Aber das Schlagen von Kindern ist bei uns in der Schweiz verboten! Ich bin jetzt einfach mal ehrlich. Mir ist auch schon die Hand ausgerutscht. Das nicht zu beschreibende Gefühl danach, habe ich aus meinem Leben ausgeschlossen.
Ich erkläre dem Rotzlöffel zum x-ten Mal, dass echte Ballerspiele keinen Platz in unserem Wohnzimmer haben. Es herrsche genug Krieg und Elend ausserhalb. Solange er die gesetzlich vorgeschriebene Zahl auf der Hülle nicht erreicht habe, gäbe es keine Diskussionen mehr. Das hatte er  dann kapiert. Leider kamen ihm dann wieder meine nicht so guten Noten in den Sinn. Es ging von vorne los. Er müsste jetzt ja weniger lernen. Als ich in darauf aufmerksam machte dass sein Lernpegel bereits jetzt  schon knapp über der Nullmarkeliege, war der Ofen aus. Als Mutter muss man sich auch einmal ein bisschen rächen. Scheinheilig fragte ich ihn, ob er denn auch wisse was Steno sei? Bin dann schnell schlafen gegangen.
Illegal
Seite 17
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17.  Illegal

Trotz meiner Enttarnung habe ich nicht schlecht geschlafen. Manchmal kommt, wenn der Tag von der Nacht abgelöst wird, die Angst. Mit zunehmender Dunkelheit kommt die Furcht. Schleichend wie ein Fuchs, pirscht sie sich heran. Sie flöst mir ein, dass ich am kommenden Morgen nicht mehr aufwachen werde. Ich habe etwas gefunden, dass mich besser einschlafen und einen fünf Stunden Traum ohne Unterbrechung träumen lässt. Ohne Pause. Ohne Popcorn. Ohne  Nachos mit zwei Saucen.

Kurz ereilte mich die senile Bettflucht. Da ich aber weder senil bin, noch flüchten möchte, habe ich sie weggeschoben. Wir reden in ein paar Jahren wieder darüber!

Meine Jahreszahl auf dem Rücken gefällt mir. Sie könnte noch ein paar Jahre so bleiben. Jung, so richtig jung möchte ich aber nicht mehr sein. Mein gelebtes Leben erlebte einen Fortschritt in der Technik, die einem schwindlig werden lässt. Ich mache mir oft Gedanken wo dies hinführen könnte. Menschen mit gesenkten Köpfen, die nicht mehr fähig sind miteinander zu reden. 

Schneller. Besser. Noch mehr Speicherkapazität. Gigantisch. Traurig.

Mein Akku ist jetzt auch viel schneller leer. Ich wünschte ich wäre ein Nokia. Mein erstes Natel, mit dem Herzen eines Löwen.

Unzerstörbar. Einmal 100% geladen? Monatelang ruhe. Ja gut, etwas übertrieben. Aber schön wars. Ich musste nie ein Ladekabel, eine Power Bank oder sonstiges mitschleppen.

Meinen Zustand beschreibt Wikipedia als Klimakterium. Wenn da einer nuschelt, tönt das leicht wie Krematorium.

Den Ofen kann ich spüren. Nacht für Nacht. Er steht neben meinem Bett.

Frankfurt
Seite 18
Seite 18 wird geladen
18.  Frankfurt

Manchmal fühle mich wie eine Banane. Eben war ich noch grün hinter den Ohren. Dann schön herangereift.  In sattem Gelb mit einer süssen, weichen Frucht. Plötzlich werden schwarze Flecken sichtbar. Die einst straffe Schale wird weich und pfluderig.  Bald liegt sie, schwarz und vertrocknet im Grünabfall. Aus ihrem Bauch quillt eine matschige Masse.

Ich bin in der Pubertät. Zum zweiten Mal. Mein Körper und Geist verändern sich. Das Ganze einfach rückwärts. 

Das Dritte und letzte Kapitel ist zum Lesen bereit. Eine Fortsetzung wird es nicht geben.

Deswegen schnell, meine Zeitreisemaschine erneut starten. Ich möchte meine Heldinnen und Helden aus meiner Kindheit besuchen.

Zuerst gehts ob Maienfeld, auf die Alm. Zu Heidi und dem Geissenpeter. Zu Flörli und all den anderen lustigen Geisslein. Ich würde mit dem Alp-Öhi draussen vor seiner Hütte hocken. Bei selbstgemachtem Geisskäse. Ein Glas voll, mit frisch gemolkener , noch lauwarmer Geissmilch. Während sich die Sonne im Tale ihren Platz zum Schlafen sucht, würde der Grossvater von Heidi mir Geschichten über die Natur und das Leben erzählen. Dass wir für beide Sorge zu tragen haben!

Einer verdirbt immer alles. Dieses Mal ist es Fräulein Rotenmeier. Irgendwie scheinen mich die Fräuleins zu verfolgen.

Bevor die strenge Dame aus dem Hause Sesemans mich sichtet, verschwinde ich lieber. Ich winke der bleichen, fast zarten Klara zu. 

Beruhigt und mit dem Wissen, dass sie bald wieder gehen kann, reise ich weiter.

Prusseliese
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19.  Prusseliese
Juhe, jetzt reise ich zu dem kleinen, rothaarigen Mädchen nach Schweden. Ich liebe die sommersprossige Pippi, mit ihren abstehenden Zöpfen. Diese haben sich nie gelöst. Nicht wie meine Haarschnecken. Was das Kind alles anstellte? Sagenhaft. Keine Eltern die schimpften. Sie tat mir immer leid, ihre Mutter war ja gestorben. Und das strenge Fräulein!! vom Amt,  wollte sie ständig ins Kinderheim stecken. Aber sie hatte zum Glück einen coolen Vater, der seine kleine, starke Pippilotta über alles liebte. Kapitän Langstrumpf. Ich habe bis heute nicht gewusst, dass das  Taka - Tuka - Land wirklich existiert. Ich dachte dies wäre eine Erfindung von Astrid Lindgren. Wikipedia hat mich aufgeklärt, es liegt in Indonesien. 
Ein eigenes Haus. Ein kunterbuntes Leben mit Herrn Nilsson oder Rosalinda auf der Schulter. Auf der Veranda, der dalmatinerähnliche , kleine Onkel. 
Ich bin so froh, Pipi konnte auch nicht rechnen. 2 x 3 = 4.. wittewitt 3 = 9  Obwohl das Endresultat stimmt. Wie mein kleiner Hulk, zwar keinen Plan haben, aber mit den Zahlen wie wild jonglieren. Mit Gedankengänge die noch ferner als das Taka - Tuka -Land liegen.
Zur Not, mit den Fingern - und den Zehen rechnen. 
Aber, das stärkste Mädchen der Welt hatte trotz mathematischer Ungereimtheiten, einen Koffer voller Goldstücke. Dies lässt mich noch hoffen!
Und wer verdirbt es dieses Mal? Die Polizei. Die Herren Kling und Klang. Die zwei trotteligen Ordnungshüter, auf ihrer ewigen, erfolglosen Jagd. Bevor sie erneut versagen, steige ich schnell in den Heissluftballon, wo Pippi, Tommy und Annika bereits auf mich warten. Leider kann ich nur ein kurzes Stück mitfliegen, denn meine Zeitmaschine wartet auf mich. Etwas melancholisch, winke ich den drei, unvergessenen Kindern ein letztes Mal zu.
Alfred
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20.  Alfred
Etwas läuft schief! Gänzlich schief. Eigentlich wollte ich noch schnell nach Lönneberga. Zu Michel. Wir hätten zusammen seinen Vater geärgert.  Gemeinsam wären wir abgeseckelt, zu seinem Schuppen. Dort hätte ich ihm bewundernd beim Schnitzen zugesehen. Ich bin handwerklich eine Niete. Der kleine, blonde Michel mit seinem Käppi hätte mir von seinen vielen Streichen erzählt. Am Abend, wenn die Wut beim Vater Svensson wieder verraucht wäre, würden wir alle zusammen in der gemütlichen Stube sitzen. Ich würde Anton sagen, was für einen tollen Sohn er hat. Genau wie ich! Und mit welchen Problemen ich mich herumschlagen müsste.  Ich hätte ihn aufgeklärt, dass heutige Lausbubenstreiche zu einer halben Straftat werden könnten. 

Wenn bei uns Kinder  stundenlang, alleine in einem fast dunklen Schuppen hocken würden, dazu noch mit einem Messer in der Hand, könnte dies unter Umständen eine Maschinerie in Gange setzen. Zuerst kommen die vier Buchstaben. Bald mischt das ganze Alphabet mit. Aus dem Gemisch kann ein super Cocktail werden. Manchmal leider auch eine ungeniessbare Masse. Manchmal werde ich zum mitmischen dazugeholt. Ich habe mir aber nach fast 20 Jahren meine eigene Mischung hergestellt. Sonst könnte ich meinen geliebten Job nicht mehr verantworten. Währenddessen sitzt Klein - Ida auf meinen Knien. Alles ist wieder in Ordnung. Mir erscheint als wäre es erst gestern gewesen, als ich auf den Knien Meines Vaters sass.
Wattwil
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21.  Wattwil
Aber ich kann jetzt nicht sentimental werden, ich habe andere Sorgen. Die  Zahlen spielen verrückt. Sie springen hin und her, können sich nicht entscheiden wo sie Halt machen sollen. Hätte ich doch blos auf den Mann gehört. Hätte ich doch bloß die Zeituhr vor meiner Reise revidieren lassen. Hätte, hätte. Ich bete zu Gott: "Unser Vater im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Bitte machs wieder gut. Lass mich heil aus der Sache herauskommen. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden."

Ich verspreche ihm, dass ich jetzt regelmässig beten werde, nicht nur wenn ich seine Hilfe brauche oder es mir nicht gut geht. Auf diesen Mann ist verlass, die Zahlen kommen zur Ruhe. Sie bleiben stehen, haben ihren Platz gefunden.

1926 blinkt. Verschwitzt und verwirrt steige ich aus. Meine Hand umklammert das Holzmännchen, dass Michel mir geschenkt hatte. Ich habe Angst. Ausserdem bin gestresst und würde jetzt gerne eine rauchen. Dies getraue ich mich aber nicht. Überall stehen Menschen. Ich bin irgendwo angekommen. 40 Jahre vor meinem Geburtsjahr. Zum Glück habe ich nicht geraucht und habe somit einen klaren Kopf. Es muss einen Grund geben, warum es mich in diese Zeit verschlagen hat. Und diesen werde ich herausfinden. Ein unangenehmer Geruch hängt in der Luft.  Meine Nase reagiert empfindlich. Kurz schiesst mir der Gedanke durch den Kopf, dass ich doch hätte rauchen können, dies wäre sicher unbemerkt geblieben bei diesem Gestank. Aber die Sache scheint ernst zu sein. Menschen eilen aufgebracht und verängstigt umher. Jetzt erst merke ich, dass ich unweit eines Tunnels stehe. Zum Glück habe ich meine Brille auf. Aufmerksam suche ich die Umgebung nach Hinweisen ab. Das Natel liegt natürlich zu Hause. Angeschlossen am Ladekabel, sonst hätte ich Google Maps um Hilfe gebeten. Kurz rüge ich mich selber, meine schlechten Noten kommen mir in den Sinn. Hätte ich doch besser aufgepasst in der Schule. Zu spät.
Ich reisse mich zusammen, versuche die Schreie auszublenden. Langsam nähere ich mich dem Geschehen. Dabei fällt mein Blick auf ein Schild. "Rickentunnel. " Aus den Augenwinkeln nehme ich eine Gestalt war. Sie vermittelt mir das Gefühl sie zu kennen. Bevor ich weiter überlegen kann, ist der Mann mit weiteren sieben Männern im Tunnel verschwunden.  Sie werden von der Dunkelheit verschluckt. Ich nehme meinen Mut zusammen und gehe auf ein paar Menschen zu. Sie sprechen zum Glück einen ähnlichen Dialekt wie ich. Wäre ich im Wallis gelandet, nicht auszudenken. Ich erkundige mich was denn passiert sei?
Süess und chläberig
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22.  Süess und chläberig
Ein Paar, ungefähr in meinem Alter gibt mir bereitwillig Auskunft. Vor allem der weibliche Part, plappert munter darauflos. Insgeheim hoffe ich, dass ich nicht auch so eine Schnatterliese bin. 
Sie ist eine attraktive Frau in einem schönen Kleid. Die Perlenkette die sie trägt, reicht ihr fast bis zum Nabel.  Ich kann sehen, dass sie eine kecke Kurzhaarfrisur trägt. Ihr Gesicht liegt zwar fast gänzlich unter ihrem Hut verborgen, aber Ihr Profil ist wunderschön. Sie trägt sogar etwas Make Up. Sie duftet zart nach Maiglöckchen.
Den Mann hätte ich fast vergessen. Er erinnert mich irgendwie an Al Capone. Aber ein Gangsterboss ist er bestimmt nicht.
Aus der faszinierenden Frau sprudelt es nur so heraus. Mit leicht geröteten Wangen erzählt sie mir dass.....
Heute kurz vor 12 Uhr Mittags , der dampfbetriebene Güterzug in den Tunnel hineinfuhr. Mit ihm der Heizer und sechs Bundesbahnbeamte. 
Da die Dampfentwicklung mangelnd war, blieb der Zug nach wenigen Minuten in einer Steigung stecken. 
Da die Belüftung des Tunnels nicht ausreichend war, erfolgte die Verbrennung der Briketts wegen zu wenig Sauerstoff nicht vollständig.
Dadurch wurden aus den ungiftigen Abgasen, tödliches Kohlenmonoxid.
Das kam mir alles bekannt vor, ich hatte auch einmal eine solche Vergiftung, die ich zum Glück überlebte.
Dass ein acht köpfiger Rettungstrupp mit einem Traktor und Atemschutzgeräten, zur Bergung im Tunnel unterwegs sei, wusste sie auch zu berichten.
Mir wurde das alles langsam zufiel. Ich könnte einen Schnaps vertragen. Da ich aber keinen Alkohol trinke, erübrigt sich dies.
Ausserdem drückt meine Blase, was ich in der Aufregung gar nicht bemerkte.
Kurz verabschiede ich mich von den Beiden. Zum Glück trage auch ich ein Kleid, dass sich nicht gross von dem, meiner neuen Bekannten unterscheidet. Die Ärmel reichen mir fast bis zu den Handgelenken. Somit  bleiben meine Tatoos fast gänzlich darunter verborgen. Ich versuche schnell meine Haare zu richte. Mein sonst straffer Rossschwanz sitzt lose. Überall hängen Haare heraus. Ich sehe sicher aus, wie wenn ich erst gerade aufgestanden wäre. Schnell flechte ich einen strengen, ordentlichen Zopf. Dabei bemerke ich einmal mehr, dass ich früher zwei solcher Zöpfe hatte. Ein leichter Phantomschmerz stellt sich ein. Ja, ich werde langsam alt. Das Haar fällt in sich zusammen, wie eine Zuckerwatte.  Aber ich habe jetzt keine Zeit, mir Gedanken über  Haarausfall und andere Begleiterscheinungen des Älter werdens zu machen. Unbeachtet von den anderen Menschen bahne ich mir einen Weg, zu einem ruhigeren Platz.

Meine Nerven liegen blank, ich muss ein paar Züge rauchen.
Kaltbrunn
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23.  Kaltbrunn
Die Situation hat sich bei meiner Rückkehr verändert. Über dem Geschehenen liegt eine Stille. Todesstille.
Der Mann hält seine Frau in den Armen. Ihr Hut sitzt schief, jetzt kann ihr Gesicht sehen. Es ist wunderschön, fast aristokratisch mit hohen Wangenknochen. Aber auch ihre Tränen kann ich sehen...... 
Plötzlich sehe ich den Mann wieder, der mir immer mehr den Eindruck vermittelt, ihn zu kennen. Er kommt auf uns zu. Im ersten Moment glaube ich, es sei mein Vater. Das kann aber nicht sein.
Er ist 1921 geboren.
Ich bilde mir ein, ein Band zu sehen, dass uns verbindet. Ich muss unbedingt weniger rauchen.
Er erzählt traurig, dass die Bergungsarbeiten im Tunnel wegen schlechter Sicht erschwert gewesen seien. Da mehrere Helfer bewusstlos wurden, musste die Rettung abgebrochen werden. Sie mussten die sechs bewusstlosenBeamten, den Heizer und zwei eigene Leute zurücklassen.  
Bei einem zweiten Versuch konnte der Heizer und ein Helfer geborgen werden. Sie wurden in das Spital nach Wattwil gebracht, wo sie kurze Zeit darauf verstarben.
 
Der Eisenbahnunfall im Rickentunnel vom 4. Oktober 1926 forderte neun Todesopfer.
Änkelin
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24.  Änkelin
Es ist  Zeit für mich weiterzureisen. Herzlich umarme ich die beiden Menschen, aus einer mir leider unbekannten Zeitepoche.
Zum Abschied flüstert die Frau mir einen Namen ins Ohr.
Glücklich und traurig zu gleich gehe ich zu meinem Gefährt. Gottlob steht niemand gaffend herum. Das Unglück andere Menschen filmend. Um es nachträglich ins Netz zu stellen. Ein armseliges Verhalten meiner Zeitepoche.
Nicht ganz unstolz mache ich es mir bequem. Ich bin müde und möchte nach Hause. Im Geiste verabschiede ich mich von meinem Grossvater, den ich nie kennenlernen konnte. Sein Vorname gefällt mir, er erinnert mich zwar stark an Knäckebrot. 
Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.........
Mit ruhigen Händen tippe ich die Jahreszahl 2019 ein.
Ich bin wirklich müde. Mein Mund ist ganz trocken. Ich habe Durst. Mir kommt das Lied: Eis - ge - kühl - tes Co - ca Co - la in den Sinn.. und dazu.......beliebig viele belegte Brote...Wie oft haben wir dieses auf Schulerreisen geträllert. Bei offenem Zugfenster den Kopf in den Fahrtwind gereckt. Dabei war mir immer ein bisschen mulmig.  Ich hatte Angst, dass es einem Gspändli oder mir den Kopf an einem Mast abschlägt. Sauber vom Rumpf getrennt. Blut spritzend.  Der Schädel fliegt mit dem Wind davon. Fällt herunter und rollt wie ein Fussball weiter.
Kein schöner Gedanke.
Ich vertreibe mir die Zeit lieber mit singen. Ich lasse Affen rasen, setzt mich an den Ufern nieder, werde zu einem alten Haus und bekomme immer mehr Durst. Zu allem Elend stelle ich mir jetzt auch noch vor ich wäre in der Wüste, was meinen Durst nur noch verstärkt.
 
Trotz Müdigkeit und Durst kann ich es mir nicht verkneifen, einen kurzen Abstecher zum Mond zu machen. Ich sause mit meiner Maschine vorbei und  winke dem angelnden Jungen zu. Ich verdrehe mir zwar fast den Hals. Aber ich kann niemanden sehen! Wo sind die nur Alle? Die ich auf den Mond geschossen habe?
La lune
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25.  La lune
Nicht traumlos, aber gut ausgeschlafen wache ich auf. Zur Abwechslung bin ich einmal nicht klatschnass geschwitzt. Ich verspüre zwar noch einen leichten Aerger auf den Mond. Ich dachte immer die Menschheit hätte ein stilles Abkommen mit ihm. Dass menschliche Leermonde zu ihm raufgeschickt werden könnten. Habe ich mich wohl geirrt. Ich habe das mal schnell hochgerechnet...........
Der Mond ist ca. vier mal kleiner als die Erde. Es leben rund 7.5 Milliarden Menschen auf unserem Erdball. Ich finde er könnte schon so jeden siebten aufnehmen. Wäre zwar ein bisschen eng. Als Alternative wäre sonst ja noch die Wüste vorhanden.
Freudig stelle ich mir meine Stadt mit jedem siebten Leerlauf weniger vor. 
 
Ich bin fit. Die Hormone scheinen auch erschöpft zu sein, von der abenteuerlichen Reise. Sie lassen mich in Ruhe.
Das Reisen tut mir scheinbar gut. Muss ich öfters machen. Ich bin erfreut, dass ich eine Toilettengang freie Nacht hatte. Ja gut, vor lauter Müdigkeit hatte ich vergessen, mein Bluthochdruck senkendes Medikament einzunehmen.
Beschwingt stehe ich auf. Dabei stosse ich mit dem Fuss eine zu 3/4 leere Cola Flasche um. Sie kullert unter das Bett. 
Ich greife über die Leichen hinweg nach ihr. Um diese kümmere ich mich ein anderes Mal. Ich will mir nicht den Tag verderben lassen. Ich glaube es nicht, an meinem Finger klebt ein rosanes Konfetti.
Irgendwo spielt leise Musik. Immer gleich monoton, ein paar Takte. 
Der Festanschluss läutet. So selten, dass ich den Ton nicht mehr sofort abrufbar im Ohr habe.  
Schnell eile ich zum Telefon, auf dem Display sehe ich , dass es sich um meine Arbeit handelt. Ich nehme ab und melde mich. Beim Hinsetzen sehe ich, dass an meiner nackten Fußsohle ein Stückchen Brotrinde klebt. Mit ihr, ein kleines Stückchen Schinken...
Zucker und Zitronä
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26.  Zucker und Zitronä
Schnell notiere ich mir die Daten  für meinen neuen "Auftrag". Ich muss zu einem Termin in der Stadt. Der Durst plagt mich noch immer, ich öffne den Kühlschrank. Nehme eine halbleere Cola Flasche heraus, setze sie an die Lippen. Es hat ja nur noch wenig drin. Das ungesunde, aber leckere Gesöff ist lauwarm und fast köhlesäurefrei.  Schnell spucke ich es in den Abfluss. Das Fortnite Kind ist ja in der Schule und sieht es nicht. 
Ich fülle den Wasserkocher, der wenn das Wasser heiss sprudelt, so schön blau leuchtet. Ein Thé wird aufgegossen, das ist wesentlich  gesünder. Ich muss duschen, den Schmutz und Staub von meiner Reise abwaschen. Währen dem Einseifen achte ich darauf, dass meine Erinnerungen nicht ebenfalls abgewaschen werden und den Abfluss hinunterfliessen. 
Ich öffne meinen Zopf. Dabei geht mir die rassige Kurzhaarfrisur vergangener Nacht durch den Kopf.Ich kämme meine langen Haare. Das Grau , habe ich mit der gleichen Farbe überfärbt, wie meine Mutter sie hatte. Warum weiss ich nicht, es ist einfach so geschehen. Ihre Stimme schrie wohl in meinem Unterbewusstsein:  " Zwetschge, NIMM diese Farbe! "
Ich blicke meinem Spiegelbild entgegen. Das Gesicht meiner Mutter taucht neben dem Meinen auf.  Herrgott ich wollte NIE  werden wie sie. Jetzt bin ich dankbar, dass ich so bin wie sie. Ein eigener Mensch, mit grossem Mutteranteil.
Ich kleide mich an. Mein schönes Kleid liegt mit Spuren der Reise, bei der Schmutzwäsche. Aber ich habe noch viele andere Kleider und Röcke. Hosen gehören nicht dazu. 
Ich habe genug Zeit eingeplant. Ich ertrage Stress nicht mehr so gut. Langsam trinke ich meinen bereits abgekühlten Thé. Kurz kommt mir der Gedanke, dass ich ja noch ein bisschen schreiben könnte, über das Erlebte. Durch den Blick auf meine Uhr, verwerfe ich ihn wieder.
Warum zum Schluss die Zeit doch noch immer knapp wird und ich wie ein aufgescheuchtes Huhn zum Bus rennen muss, ist mir schleierhaft. 
Tasche und Natel schnappend, schaue ich dass ich die Gänge komme.
Schoggi mit Krokant
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27.  Schoggi mit Krokant
In der Stadt angekommen habe ich mich wohl im Datum geirrt? Heute, der Mathematik mächtig, rechne ich schnell nach. Mit den Fingern zähle ich, wieviele Wochen mich von den vergangenen Weihnachten, bis zum Heute trennen? Fünf Finger einer Hand reichen. Warum um Himmels Willen grinsen mich schon wieder die Schokoladenhasen von den Regalen an. Ein bisschen ärgerlich zähle ich die Wochen bis zu Ostern. Dazu brauche ich fast alle Finger, beider Hände.  Mir erscheint die Schokoteiler stehen jedes Jahr früher in den Geschäften.
 
Aber der Rubel muss rollen! Haben die denn keine Kinder? Diese interessieren die Wochen nicht, die wollen ganz einfach sofort einen haben.  Das drei Käse hohe Kind zeigt mit dem Finger auf ein Häsli.  Der MUSS mit in den Einkaufswagen. Da hilft dem trotzenden Kind auch alles vorrechnen und erwähnen wie ungesund Schokolade sei nichts. Sie wollen einen, auf biegen und brechen. Löcher in den Zähnen, hin oder her.
Was habe ich früher in solchen Situationen geschwitzt. Mit Blicken im Rücken von anderen Einkaufenden. Mutter und Kind, beide mit rotem Kopf. Besserwissende Tips von meist kinderlosen Menschen, wie das Geplärr abzustellen sei. Zu meiner Schande muss ich gestehen: Der Hase hatte meistens gewonnen......
Heute läuft das ganz anders ab. Wenn mein Junge, der mittler weilen nicht mehr im Einkaufswagen sitzt x Wochen vor Ostern auf die Idee kommt er müsse mich nerven. Dann heiss es: " He Dude, stell das Teil mal safe ins Regal zurück. Dabei schwitzt ich und schäme ich mich nicht mehr.  
High Five
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28.  High Five
 
Es lief alles gut, mit meinemTermin. Beschwingt fahre ich nach Hause. Ich muss unbedingt wieder einmal Staub saugen. Habe ich wegen der Schreiberei total vernachlässigt.  Zum Glück gibt es immer eine Ausrede, für nicht ausgeführte Hausarbeiten.
Voll motiviert starte ich den Sauger.
" He Alte, komm mal her! " 
Ich stelle mich taub.
"Komm schon, wir müssen mit dir reden! "
Ganz sicher nicht, denke ich und sauge hartnäckig weiter.
" Mann, chills doch und stell das Teil ab! "
Ich habe es genau gewusst, irgendeiner verdirbt mir den Tag. In diesem Falle sind es zwei.
Leicht ranzig gehe ich vor meinem Bett in die Hocke.
" Na also geht doch." 
So anständig wie noch möglich, erkundige ich mich was ich denn heute für die zwei frechen Kerle tun könnte.
" Uns hat man etwas geflüstert...."
" Ach ja ? " Erwidere ich...
" Und das ihr es wisst: Wer flüstert lügt....."
Blödes Grinsen...
Eine ältere Leiche stöhnt leicht auf. Einig mit mir, dass wir " Alten "  noch wissen wie man Anstand und Respekt schreibt!
" Wir haben gehört, dass Du schreibst!"
" Nein , nein da habt ihr falsch gehört! "
" Und ausserdem habe ich euch schon 100 mal gesagt ihr sollt unter meinem Bett nicht rauchen! " 
Zum Protest werden kichernd Red Bull Dosen zischend geöffnet.
Um sie ruhig zu stellen, offeriere ich ihnen ein Ritalin.
" Nee, nee wollen wir nicht. Aber wir wollen in deinen Geschichten auch vorkommen! "
" Klar!  Geht es euch noch? Niemals!! " 
" Doch du musst! Wir gehören auch zu Deinem Leben! Ob es dir passt oder nicht! "
Nein! Passt mir gar nicht. Aber ganz unrecht haben sie ja schon nicht.
Ich versuche nochmals die Beiden umzustimmen, sie zu bestechen.
Sie sind ja noch jung, erst ein paar Jahre alt. 
Ich biete ihnen an, dass sie bei mir im Bett schlafen dürften.
Wenn das Angebot inklusive kuscheln sei, würden sie annehmen.
Sonst noch was? 
Wir einigten uns darauf , dass sie für den Moment Ruhe geben. Wenn aber die zeit Reif sei.......
Ja, ja ist ja gut.....
Das Saugen konnte ich jetzt vergesse. Ich muss noch einmal in die Stadt. 
Die zwei Paar AirPods besorgen. Schweigegeld für die Andere Seite.
Heimat
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29.  Heimat
Nein! Bitte nicht schon wieder! Laute, primitive Rapp Musik tönt mir entgegen. Und in der Luft hängt einmal mehr, der süssliche Duft. Genervt reisse ich das Fenster auf. Frische Luft berührt mein vom Aerger gerötetes Gesicht.  Ein, zwei, drei vier, 612 mal tief durchatmen. Zur Beruhigung zünde ich ein Räucherstäbli an, dabei bemerke ich das mein Lieblingsduft AMBROSIA ausgegangen ist. Ich wähle PATCHOULI, erscheint mir passend. Der Situation angepasst.  Ich lasse mich nicht mehr ganz so fit, wie zu Tagesbeginn vor meinem Bett nieder.
" Wieviele Male habe ich euch schon gesagt, dass ich keine solche Musik hören möchte.? Wo der Inhalt nur aus:. Bitches, Drogen Knarren und weiteren Abgründen besteht! "
" Ach komm Sis, bleib easy! Uns gefällt Mozart und Beethoven auch nicht! "
" Moment!! Ich höre keine solche Musik. Ihr wisst ganz genau, dass mein Lieblings Sänger auch ein Rapper ist. Und ich durchaus auf dem neuesten Stand bin, was die Chartstürmer betrifft."
Mich beherrschend kicke ich die AirPods unter das Bett.
" Wow, geil die Teiler! Danke Schatzi, du bist die Beste!" 
" Entschuldigung, darf ich höflich nachfragen, fragen was diese Nudeln gekostet haben?"
Ich nenne der alten Leiche den Betrag. Sie fällt in sich zusammen. Nebenbei kläre ich sie auf, dass die geilen Nudeln eventuell Krebs auslösen könnten. 
Das ist zufiel für sie. Sie löst sich auf. Etwas wehmütig sehe ich ihr nach. Durch die Jahre entwickelte sich fast eine Freundschaft zwischen uns. Wir pflegten einen respektvollen Umgang! Sie sprach mich sogar immer mit dem Nachnamen an. Wenn sie gekonnt hätte, ein Händeschütteln ihrerseits. Jetzt ist sie weg, für immer. Ein Schatten weniger. Mir bleiben nur noch die zwei respektlosen Nervensägen.
" He Alter, sie ist weg, jetzt haben wir mehr Platz." Jetzt können wir voll chillen."
" Bevor ihr damit anfängt,  räumt zuerst einmal auf! " 
Ich sehe vor lauter Chipstüten, Pizzaschachteln und leeren Bier Dosen, kaum mehr den schönen Parkettboden. 1000 mal habe ich denen gesagt, dass sie keinen Alkohol trinken dürfen. Wütend registriere ich, woher die süssliche Wolke kommt. Mit spitzen Fingern klaube ich diverse Jointkippen zusammen. 
" Und bitte, was ist das? " 
" Das sind CBD - Zigaretten. In denen ist der Hanf so schwach dosiert, dass er  legal ist. In der Schweiz seit Mitte des Jahres 2017. 
Ich muss mich beherrschen! 
" Haltet ihr mich für nicht ganz schlau? "
In ihrenAugen sehe ich, dass sie dies durchaus für möglich halte.
Ich wende mich einer, der halbdunklen Seite zu.
" Jetzt hör mir mal gut zu, Bürschchen! Du gehörst jetzt wohl oder übel zu meinem Leben. Aber ich bestimme wies läuft. Du kennst meine Einstellung! " 
" Wir haben Regeln und die gelten in meinem Haushalt auch UNTER dem Bett! " 18......
" Und jetzt räumt auf! "
" Ja ja, halt mal schön den Ball flach! Zuerst ziehen wir uns noch ein paar krasse you Tube Videos rein. Dann müssen wir noch schnell Facebook checken."
Sie halten mir die neuesten Handys vor die Nase. Superflach -   Ein gescheiterter Versöhnungsversuch meinerseits. 
" Schau!  Dieser heissen Schnitte folgen wir." Nur zu!!  Würde ich am liebsten schreien.
Die Schnitte ist ein Weiblein, könnte aber auch ein Männlein sein. Das Geschöpf macht mir fast ein bisschen Angst. Aber es scheint ihr gut zu gehen. Verführerisch lächelt sie in die Kamera. Mir vermittelt sie den Eindruck, he Jungs und wer sonst noch will, ich bin zu haben.
Ihr sicher auch gefärbtes und verlängertes  Haar reicht fast bis zu ihrem knackigen Po. Das Gesicht unter der Maske wirkt schön auf mich. Ein bisschen aufgedunsen. Und diese Lippen! Und dieser Busen. Ich muss aufpassen, dass ich nicht vor Neid erblasse. Diesen Gefallen tue ich den zwei verblendeten Typen nicht.
" Schau, wie spitz die ist! " 
Ja, spitz sind vor allem ihre rot, glänzenden Lippen , die sie zu einem Selfie MUSS Kuss geformt hat. Die grell rosa Nägel, sind so falsch wie fast alles.
Mein Sohn kommt mir in den Sinn der eigentlich von der Schule zurück sein müsste. Bald wird er mir eventuell auch solche Fotos vor die Nase halten. Sein Weg ist nur noch kurz, bis zur Pubertät.
Aber vorerst möchte er seine Mama heiraten und bei derselben im Bett pennen. Falls er dann mal eine Freundin hätte, müsse ich in der Mitte schlafen. ( Originalton vom Jahre 2019, muss ich festhalten. Zum späteren Beweis! )
Na dann. Gute Nacht!
Pinocchio
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30.  Pinocchio
Bevor die Beiden noch ganz durchdrehen, pflichte ich ihnen bei, wie heiss die Tussi ist. Füge aber noch hinzu, dass sie über eine extrem oberflächliche Sichtweise verfügen. 
" Phaa, du hast ja keine Ahnung....! "
Und wie ich eine habe! ich kann mir auch Dinge ansehen, bei denen ich nicht arg viel studieren muss. Ich spreche durchaus auch auf Äusserlichkeiten  an. Manchmal bekomme ich per Whats App Bilder. Einmal kamen Männer. Für jeden Monat des Jahres einen. 
Mama, mia! Alle mit nacktem Oberkörper und schönen Oberarmen. Die Hose verboten tief sitzend. Der Bund sitzt genau immer an der richtigen Stelle. Er befindet sich immer exakt dort, dass die Fantasie einsetzt. Manchmal blitzen die Initialen, teurer Markenunterwäsche hervor.........
Da läuft schon mal Kino im Kopf.......
Die zwei scheinen ebenfalls in Gedanken versunken. Ich versuche abzuschleichen.
" He! " Danke nochmal! " 
" Versuchen wir uns doch zu arrangieren. Du hast mich vor vier Jahren in dein Leben geholt. Freiwillig , und aus verschiedenen Gründen.  Du weisst, du kannst es jederzeit beenden. Es liegt in deinen Händen. Vergiss deine Grossmutter und Mutter aber nicht! Es tut dir gut, es schadet dir nicht. Übertreib es aber nicht, lerne es  noch besser zu händeln! "
Vergessen? Wie könnte ich? Beide verstarben an Krebs. Bei manchen Menschen fängt das Leben mit 66 Jahren an. Bei ihnen endete es.
 
Nachdenklich gehe ich in den unteren Stock. 
Dort sitzt mein Sohn bei den Hausaufgaben. Bereits umgezogen für das spätere Fussballtraining. 
" Mama schau, ich habe noch Noten zurückbekommen."
Auf seine Frage, mit wem ich denn so laut gesprochen hätte, antworte ich mit gekreuzten Fingern hinter dem Rücken.
1971
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31.  1971
" Mama schau, ich habe zwei Noten. Eine gute und eine weniger gute."
Stolz zeigt er mir seine super gute Note in Englisch. Beschämend, seine Note in Mathe. Das Kind tut mir leid, auch wenn er ein Minimalist ist, gibt er sich Mühe.  Auf seinen Schultern sehe ich die feinen aber gut sichtbaren Abdrücke seines Schulrucksackes. Nebst diesen, den ungeheuerlichen Druck, der auf seinen Schultern lastet. Es darf doch nicht sein, dass Zahlen eins bis sechs und irgendwelche Heftchen mit wöchentlichem Eintrag über das Verhalten des Kindes, unser Leben beherrschen. Ich wuschle ihm durch das dichte, volle Haar, und tröste ihn. Gleichzeitig ermahne ich ihn, die Schule wichtig zu nehmen.
" Siehst du, ich habe die Schule auch zu easy genommen." Ein Lächeln breitet sich über das Lausbubengesicht . Meine Stenonote schwirrt unausgesprochen durch die Luft. 
" Weisst Du, die Mädchen werden immer bevorzugt." Ja das hat was. Ich erinnere mich an die Schulzeit meiner mittler weilen erwachsenen Tochter zurück. Sie schwebte wie eine arabische Prinzessin aus dem Abendland durch die Schulzeit. Mit ihr -  Ich. 
Keine Zwischengespräche unter dem Jahr. Stolz, ging ich aus den jeweiligen Zeugnisgesprächen hervor. Eindeutig MEINE Tochter........
Mir schaudert, mir kommt ein pädagogisch NICHT sehr wertvolle Gespräch meines Sohnes in der ersten Klasse in den Sinn.
Die Lehrerin klärte mich auf: " Ihr Sohn hat etwas schlimmes getan! " 
Der Tonlage der Stimme konnte ich entnehmen, dass es sich mindestens um einen Doppelmord handeln musste.
" Er hat auf dem Pausenplatz " Fuck You " gebrüllt.! " Da müsse man schon schauen, für die Zukunft, wenn er dann älter wird."
Um Himmels Willen, nicht das ich dies toleriere, aber wo lebt das Fräulein!? Ziemlich hinter dem Mond. Ich hätte sie zwar lieber AUF dem Mond gesehen. Ich versuchte noch Schlimmeres abzuwenden, nahm meinen Kleinen in Schutz. Redete mich mit irgendwelchen Filmen über Göthe heraus.
Nach diesem Gespräch war ich platt wie eine Flunder und habe geweint. Ich ärgere mich noch heute, dass ich nicht forscher aufgetreten bin. Hätte ich die zwei Knilche unter meinem Bett schon gekannt, hätte ich mich ihrem Slang bedient.
Ich tröste ihn damit, dass er jetzt zwar als Knabe in der Schule im Nachteil sei. Das sich dies aber im Laufe des Lebens als Mann ändern wird.  Zum Troste lasse ich ihn ausrechnen, seit wann die benachteiligten Frauen in unserem Land das Stimmrecht haben.
" Im Geburtsjahr deines Göttis wurde dieses eingeführt." Zu wenig schnell für die Schule rechnet er 48 Jahre aus!  
Soprano
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32.  Soprano
Ach ja, bald ist wieder Abstimmungswochenende, darf ich ja nicht vergessen. Denn sollte ich es vergessen, muss ich sechs Franken bezahlen. Von einem Extrem in das Andere. Zuerst nicht abstimmen dürfen, jetzt müssen. Meine Stadt zwingt sogar. 
Ein Exot, schweizweit. Ich funktioniere nicht so gut unter Zwang. Ich gehe gerne freiwillig an die Urne. 
Ich entlasse meinen Kleinen zum Fussballtraining. Dort kann er sich austoben. Sich im Spiele vereinen mit seinen Kollegen. 
All seine schlechten Noten sauber im Goal versenken. Mit einem " Mama ich lieb dich, " verabschiedet er sich. Er ist ein guter Kerl, machmal  nervig, aber das Herz hat er am rechten Fleck. 
Ich entwirre die Käbelchen meiner preiswerten Kopfhörer. Ein ewiger Salat. 
Ich habe Zeit und die möchte ich nutzen.
Ich stöpsle ein. 
Jetzt hör ich MEINE Musik!
Der smarte Mann von den Komoren, haucht in feinstem Rapp; combien moi je tàimas....
Während ich mich akustisch der Liebe hingeben, klappe ich meinen Lap Top auf. Einmal mehr, versuche ich es zuerst auf der falschen Seite. Die Frucht irritiert mich. Wegen ihr, stand bereits schon der Garten Eden Kopf.
J`aurais aimé voyager à traver le temps.
Oui, da bin ich seiner  Meinung.
Aber diese Reise muss ich vorerst alleine machen.
Im Geiste verspreche ich ihm, dass wir einmal zusammen Reisen werden. Wobei ein Konzert von ihm, in Paris würde mir fürs Erste reichen. Wenn möglich, ganz vorne. Zur Not würde ich auch in der Garderobe warten! Spass beiseite, ich muss zur Schule.
Schmätterling
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33.  Schmätterling
Schweben? Ich bin mehr gestolpert. Über Stock und Stein ging es von der Ersten Klasse in die Zweite, Dritte Vierte und Fünfte Klasse.
Wie ich es gemacht habe, weiss ich nicht mehr.  Aber mir ging es gut.  Ich hatte eine Familie und viele Freundinnen. Was wollte ich mehr? Mir ist total entfallen wie, wo und was ich gelernt habe? Geblieben hingegen ist , welche Fächer mir ein Gräuel waren. Handarbeit, Turnen und alles was mit Linien und Zahlen zu tun hatte. 
Zu dieser Zeit konnte man aus der Fünften Klasse versuchen in die Sekundarschule überzutreten. Dies war für mich kein Thema und für alle anderen auch nicht.
Aus der Sechsten Klasse hingegen, versuchte ich mein Glück.
Ich weiss nicht mehr, wieviele ich von den 12 vorgeschriebenen Punkten erreicht hatte? 
Aber es reichte und somit hatte ich sieben Wochen Probezeit vor mir.
Am Ende reichte es aber doch nicht. Ich musste zurück in die Siebte Klasse.
Was für eine geile Zeit hatte ich dort! Wir hatten einen coolen Lehrer und waren einfach eine tolle Truppe. Wir pubertierten schon ein bisschen vor uns hin. Komische, unbekannte Gefühle tauchten auf. Im Bauch flatterte es. 
Und es gelang mir tatsächlich erneut. Ich flatterte in die Erste Sekundarklasse. Dieses mal blieb ich. Auch in der achten Woche.  Und wieder eine geile Zeit. Langsam entwickelte sich die Raupe zu einem Schmetterling.Die Knaben begannen mich zu interessieren.  
Da ich nach drei Jahren Sek keinen Plan hatte, was ich einmal werden wollte, besuchte ich noch die Vierte Sek. Ich hätte auch noch die Fünfte, Sechste und Siebte besucht, wenn es möglich gewesen wäre. Arbeiten und keine 13 Wochen Ferien mehr haben gefiel mir nicht so.
 
Ich war somit in meinem elften Schuljahr, bereits 17 Jahre alt. Mein Interesse war gross. Dieses war: Gross, blond und hatte diese blauen Augen. Diese Augenfarbe bei der Mütter hoffen, dass ihr  soeben geborenes Baby, sie ein Leben lang beibehält.
 
Aller guten Dinge sind drei. Wieder eine geile Zeit. Ich war verliebt! Musste mir aber Gedanken um eine Lehrstelle machen.  
Ich machte mir elend viele Gedanken.  Gedanken, wie ich es anstellen sollte, das Herz des nicht ganz unbegehrten Jungen zu erobern. Für das Erste schrieb ich ihm einen Brief. Diesen steckte eine meiner Freundinnen ihm zu. Peinlich! Aber wer nicht wagt.........
Der Brief bestand aus zwei Sätzen . Willst du mir folgen? Verzeihung, mit mir gehen?  Und die Bitte, sein Kreuzlein in eines der drei Häuschen  zu setzen.
JA !
NEIN !
VIELLEICHT !
Darunter grossspurig meine Unterschrift. 
Wir gingen dann stolze 2 1/ 2 Jahre zusammen.
Zölibat
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34.  Zölibat
Ich hatte jetzt eine Freund, das war cool. Händchen halten und knutschen. Ich durfte aber deswegen die Schule nicht vernachlässigen. Ich musste mich bemühen. Eine Lehre machen und eigenes Geld zu verdienen, erschien mir plötzlich verlockend. Es lag sicher daran, dass mein Freund ein Jahr älter war schon und bereits mit der Lehre begonnen hatte. Er war zwar 18 Jahre alt, aber nicht volljährig. Die Mündigkeit erreichte man vor dem Jahre 1996 mit 20 Jahren. Eine gute, runde Sache.
Und es lief rund. Aus verschiedenen Klassen wurden wir Schüler zusammengewürfelt. Allen noch nicht ganz klar, wohin ihr Berufsweg führen würde.
Die Würfel waren gefallen. Für meine Klassenkameraden: Sechs Augen. Für den Lehrer: Eines...................
Er hatte es verdorben. So richtig!
Ein kleiner Giftzwerg, den man noch hätte noch ausblenden können.Die Sprache der Liebe leider nicht.
Zwei Spielverderber. 
Ich sass in der hintersten Schulbank. Aber NICHT am Fenster. Den schönen, grossen Ahornbaum jedoch gut im Blickfeld.
Hätte ich einmal mehr in die Bücher geblickt, hätte ich gewusst was damals im Rickentunnel geschah......
Der Wicht piesackte uns. Es hätte so schön sein können. Es ging mir gut, meine Familie hatte nichts gegen meinen Freund einzuwenden. Ich durfte ihn sogar nach Hause mitnehmen. Rauf in mein kleines, schlecht beheiztes Mansardenzimmer. 
Die andere Familie in der Schule nervte. La Famille Leroc.
Mit Blick auf den blühenden Baum, zum tausendsten Male ETRE und AVOIR herauf und herunter konjugieren. 
Ich wäre lieber in meinem Schlag gehockt. Französisch ausprobieren. Jetzt muss ich aufpassen, dass ich nicht in die Gegenwart falle. 
Ich hatte keine Ahnung vom Sprechen, geschweige denn von dem Anderen. Dieser Job war mir fremd. Heute gehört er leider zur Grundausstattung mancher 13 Jährigen. 
Wir hatten zum Glück beide, KEINE sexuelle Erfahrung. Sowie sie JEDER Kirchenmann auch haben sollte, der ein Gelübde abgelegt hat.
Auch wenn ich locker gläubig bin, ein Versprechen vor GOTT wird nicht gebrochen!  " UND VERGIB IHNEN, IHRE SCHULD..............
Einfach weniger Wasser predigen.
Colafröschli
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35.  Colafröschli
Für mich waren die Lehrer Autoritätspersonen.Ich kann ich wirklich nicht erinnern, dass ich jeh einmal respektlos gewesen wäre.  Dennoch musste ich vor die Türe. Dort habe ich zum Zeitvertreib im Flur alle Jacken umgehängt. Ein riesen Spass, wenn die Anderen nach Schulschluss ihre Jacken suchen mussten. Eine amüsante Hektik! Manchmal war von einer anderen Klasse auch jemand auf dem Flur. Wir schämten uns kurz zusammen und  lästerten anschliessend über unsere Lehrer. 
Ich bekam im Betragen ein "unbefriedigend." ! Bis heute scheint mir dieses , nicht passende Wort, ungerechtfertigt.
Aber befriedigend war die ganze Sache wirklich nicht. Ich bekam ÄRGER zu Hause. 
Zum Glück wurde ich nicht geschlagen. Ich kassierte einen riesen Zusammenschiss von meiner Mutter. Ich höre sie noch heute. Plötzlich hatte mein Freund schuld. So nebenbei: Auch ICH hatte einmal Zeugnisse gefunden! Sie war also ganz und gar nicht berechtigt.
Mein Vater hingegen schon. SEIN Zeugnis halte ich meinem Sohn unter die Nase. 
Er war kein grosser Redner, still und besonnen. Diese Eigenschaften besitze auch ich. In einem eher  bescheidenen Ausmasse.
Er war einfach enttäuscht von mir. Ich kapierte es nicht. Für ihn, der die französische Sprache wie ein Welscher sprach, völlig unverständlich.
Ich liebte meinen Vater, er war ein Vater wie man ihn sich vorstellt. Ich würde behaupten, ich hatte ein besseres Verhältnis zu ihm, als zu meiner Mutter. IHR Tod jedoch, traf mich härter..............
Ich riss mich zusammen. Lernte mehr. Ich musste mich sowieso zuerst mit der BRAVO schlau machen, bevor es weitergehen konnte, oben, im stillen Kämmerchen." 
Äs BRAVO bitte, zwei Füüferbölle und drei Bazookas no dääzue........." Das war Standard am Kiosk.
( Dem Herrn Doktor Sommer aber, habe ich aber NIE geschrieben) 
Während ich etwas verschämt die Seiten der Bravo durchblätterte, machte ich mir Gedanken über meine Lehre.
Kurt Held, Kurt Felix
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36.  Kurt Held, Kurt Felix
Meine Mutter plädierte auf Hebamme. Nee, also das kam für mich nicht in Frage. Ich fand die Frau zwar recht nett bei meiner Geburt. Ich mutete mir aber nicht zu,  einen so frischen, neuen Erdenbürger als erster Mensch in den Händen zu halten. Fälschlicherweise denken manche Leute heute, ich sei Krankenschwester. Mutter Theresa würde es eher treffen.  Kürzlich äusserte sich ein Kollege, ich sei eine Mischung aus ihr und der ROTEN ZORA ! UM HIMMELS WILLEN............
Vor dem Beruf der Hebamme habe ich grosse Achtung. Mit Grauen erinnere ich mich an meine zwei Geburten. Schreie, Schmerzen, Blut........
Meine Mutter hatte jedoch nicht ganz unrecht! Kinder jeden Alters, bereichern heute meinen Berufsalltag. 
Beim Ausmisten meines Hamstert machte ich mir Gedanken über Alternativen. Das kleine, flauschige hellbraune und NACHTAKTIVE Tierchen lebte in meinem eh schon engen Zimmer. Das ewige drehen des Rades nervte. Ein eindeutiger Ritalin Kanditat. Genauso wie der ewig schunkelnde Teleboy.... Sollte mir wieder einer kommen, mein Sohn sei zu lebendig, sage ich einfach: Sein Vater ist ein Fernsehstar,
quasi eine VIP. Sie konnten ihm folgen, jeden Samstagabend vor langer Zeit.............
Dem kleinen Knäuel wollte ich beibringen, bei mir im Bett zu schlafen. Er wollte nicht! Aber reinbieseln wollte er!  
So kam er vor meine Zimmertüre. Manchmal war es ein bisschen kalt, aber er hatte so ein Häuschen mit feiner Tierwatte darin. Da konnte er sich einkuscheln...... 
Er hatte den Namen von einem der drei heiligen Könige. Zum Glück wurde ich kein Junge, denn auch ich hätte wie einer von den Dreien geheissen. 
Meine Mutter wollte mich " AFRA " nennen. Ein schöner, alter Vorname aus dem geliebten Glarnerland.
Ihre zukünftige Stadt sprach diesen aber dermassen unschön aus, dass sie davon abkam. Schade, auch dieser Name hätte mir sehr gut gefallen! Geblieben ist: Ein rückwärts gelesener Komponist.
Heilig war der Nager aber nicht.Einmal zwängte sich der nicht ganz schlanke Kerl durch die Gitterstäbe. Und haute ab. Nächtelang hörte ich ihn herumrennen. Irgendwo zwischen dem alten Gebälke seine Wut auf mich austoben.
Mein Vater und ich fingen ihn dann wieder ein. Mit einer Mausefalle. Diese brach ihm das Rückgrat nicht, er rädelte munter weiter, drinnen im Zimmer.
Zwischen Bravo Vorschlägen ausprobieren und Hamster, suchte ich mir auf eigene Faust eine Lehrstelle.
Und fand eine.
Mein eingeweihter Vater und ich präsentierten meiner Mutter meinen Lehrvertrag.
" Du hättest wenigstens Zahnarztgehilfin, wie ich werden können."
Irgendwie hatte sie einen Spleen. Alle medizinischen Berufe wollte sie mir aufdrücken.
Ich wollte nichts mit Schmerzen und schlechten Zähnen zu tun haben. Für das Leiden andere Menschen war ich noch nicht bereit.
Bereit dazu,  wurde ich 15 Jahre später.
Ich sass die Zeit in der Schule noch ab. Ertrug diesen Lehrer. Dieser hatte eine seltsame Eigenart. Zwischen den Stunden verschwand er einfach mal unter seinem Pult. Ich sah ja nicht was er da machte. Die Schüler der vorderen Reihen berichteten.
Er pfupfte sich Munddeo in den Selbigen. Für wen er einen frischen Atem haben musste?! Ist und war mir schleierhaft. 
Für uns Schüler sicher nicht.
Das Schuljahr und mit ihm meine offizielle Schulzeit neigte sich dem Ende zu.
Ich hatte das letzte mal Schulferien vor mir, bis die Lehre begann. Ganze fünf Wochen.
Später in der Lehre trauerte ich oft den 13 Wochen Ferien nach.
Wär ich mal Lehrerinn geworden! Ich wäre zwar ständig " Am vorbereiten " aber dies nehme ich ihn Kauf. Ich würde mir in den vielen Zwischenstunden, Konferenzen und Anderem, Gedanken machen wie ich dies händeln würde. 
Keine Gedanken müsste ich mir machen wie ich meinen Lohn ausgeben würde. Von 52 Wochen, 39 arbeiten! Ehrlich! Wer wünscht sich das nicht auch? Ich gebe es zu, Neid gehört zwar nicht zu meinem Leben ( ganz selten ). Aber denen bin ich neidisch. Es ist eigentlich ganz logisch! Man MUSS  gut verdienen. Wie könnte man sich sonst mit weniger, so viele Ferien leisten!?
Fairness hingegen gehört zu meinem Leben. ( fast immer ). Ich beneide keine Lehrerin oder Lehrer um ihre Arbeit. 
Ich wüsste auch nicht, wie ich in der heutigen Zeit mit einem " FUCK YOU " umgehen würde.?! Eventuell nachlesbar in einem neuen Heftli, für den überforderten Lehrer. Willkommen in der Realität.
Wie gesagt fair bleiben. Es gab und gibt  immer welche die jeden Franken wert sind.
 
Die vierte Sekundarschule brachte etwas gutes hervor: Es entwickelte sich eine Freundschaft zweier junger Frauen. 
Heute reif! Und sie hält und hält...... 
Mitlödi
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37.  Mitlödi
Ich hatte fünf Wochen Ferien vor mir! Zwei davon mit meinem Freund. Wir fuhren ins Glarnerland.  Nie werde ich den Regionalzug vergessen in dem ich sass. Ziegelbrücke...... Dann folgend, alle kleinen Glarnergemeinden. Ich kannte sie alle auswendig. Wir hatten KEIN Auto es wurde nur Zug gefahren. 
Ich liebte den Ort wo meine Mutter aufgewachsen war. Ein schönes Eternithäuschen. Und dieser Dialekt! Wie gerne hätte ich auch so gesprochen! Aus einer " ZAANE eine GELTE gemacht. 
Es ist mir entfallen was ich dort mit meinem Freund getrieben habe? Zur Erinnerung. Ich war 18 Jahre alt. Mehr als Petting war aber nicht. 
 
Meine Koffer stehen bereit, ich werde eine Reise machen. Nicht mit meiner Zeitmaschine. Ich steige ganz simpel in das Flugzeug. Ich lasse die Vergangenheit für ein paar Tage ruhen. Gönne ihr eine Auszeit.
 
Die kleinste Hauptstadt der  Europäischen Union erwartet mich.
Reinhard Mey
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38.  Reinhard Mey
Denn dein ist das Reich und die Kraft........Obwohl ich keine Flugangst verspüre, bete ich regelmässig vor dem Abflug. 
Sanft hebt der grosse Vogel ab....
Ich werde in den Sitz gedrückt, ein leichter Druck in den Ohren macht sich bemerkbar. Mit meinen Beinen weiss ich noch nicht ganz genau wohin? Der sicher schwerste Vogel der Welt erreicht seine Flugposition. Meine Beine haben ihren Platz gefunden. " Verzeihung, ihr Bein steht auf meiner Seite! " 
" Oh Entschuldigung, habe ich gar nicht bemerkt! " Schnell ziehe ich mein Bein zurück. Schade! Es war gerade so schön bequem. 
Ich bin kein Egoist, aber im Flugzeug werde ich zu einem.
Schnell lege ich meinen Arm auf die Lehne, die ich mit meinem Mittelmann zu teilen habe. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Schnellere der Geschwindere ist. Denn der langsamere Arm hat dann irgendwie Hemmungen, den engen Platz auch noch zu beanspruchen. Dies würde Körperkontakt bedeuten. Diesen , meiden die meisten Menschen lieber. Ich sass auch schon neben welchen, die diesen bewusst suchten. Sex im Flugzeug gehört nicht zu meinen Vorlieben. Ich spreche auf andere Dinge an........
Sanft pflügt sich der Stahlvogel seinen Weg durch die Wolken. Ich fühle mich grenzenlos frei!  Durch das kleine Fenster kann ich einen seiner Flügel sehen. Grosse und kleine Wolken ziehen an mir vorbei. Wie weisse Zuckerwatte schmücken sie den Himmel. Schade, kann ich sie nicht mit meinen Fingern berühren.  Sie würden sich sicher wie feinste, weiche Watte anfühlen. Ich schaue konzentriert in den Himmel. Bedacht darauf, meinen Arm ja nicht von der Lehne zu nehmen. Vielleicht sehe ich es ja doch einmal: Das Christkind, sitzend auf einer feinen elefantenähnlichen Wolke.
Das rausstarren ermüdet. Ich schliesse meine Augen. In meinen Gedanken sitze ich in meiner fast schon geräumigen Zeitmaschine. Alleine. 
Ich kann mit meinen Armen und Beinen wohin ich will. Ich musste nicht mal anstehen. Und  so komische Schlangen laufen. Meine Hände wurden ausnahmsweise nicht auf Sprengstoff kontrolliert. Ich weiss nicht, was dieser Zufallsgenerator gegen mich hat. Genauso wenig wie ich weiss, warum die Quittungsrolle immer genau dann alle ist, wenn ich endlich am Zahlen wäre.  Ebenfalls Betroffene wissen, wie ich fühle.
Ich zucke zusammen. Vom Hintermann werden mir Knie in den Rücken gerammt..........
Zur Strafe lasse ich die Rückenlehne nach hinten schnellen. 
Ich betrachte die Menschen die sich in meinem Blickfeld befinden. Einer geht mir auf die Nerven. Er macht nichts und doch so viel. 
Er schläft. 
Hass hat keinen Platz in meine Leben! Aber in einem solchen Moment verspüre ich doch leichten. Der junge Mann war eingestiegen und verstaute seinen prall gefüllten Tramperrucksack in der Handgepäckablage. Während er völlig desinteressiert an seiner Umwelt platz nahm, studierte ich noch immer darüber nach, warum solche Monsterrucksäcke unter Handgepäck fallen? Meines Wissens trägt man diese doch auf dem Rücken......... 
Fehler Nummer eins machte er, indem er anfing sein schönes, schulterlanges Haar zu einem Dutt zu drehen.
Neidisch schaue ich ihm dabei zu. Behende zwirbelte er seine Haare herum. Befestigte diese mit einem Gummiband am Hinterkopf. Kinderleicht sieht das Ganze aus. Nur ich bringe dies nicht zu Stande. Mein Dutt sieht aus wie ein Vogelnest.
Mit dem Zustöpseln seiner Ohren, schirmte er sich auch noch akustisch von seiner Umwelt ab. Ich verwette einen Sixpack dass ich es errate, welche Musik er hörte.
Während ich noch immer einen Platz für meine Beine suchte, begann er Fehler Nummer zwei! 
Er zog sich die Kapuze seines Huddys über den Kopf, und schlief ein. Einfach so. Nach Einem und Einem halben Schäfchen. Warum kann ich das bloss nicht? Ich zähle vom Start bis zur Landung das halbe Tierreich durch. Das Letzt mal schlief ich dann endlich zwischen Noah und seiner Arche ein.............
Ich lehne mich ein bisschen nach vorne. Ich muss hören ob er schnarcht? Ich sehe, dass er seine Arme vor der Brust verschränkt hat. Leichter Neid auf seinen Sitznachbar macht sich in mir breit. 
Sein T- Shirt ist etwas verrutscht. Das kleine Stückchen Bauch das hervorblickt ist sonnengebräunt. Fühlt sich sicher auch wie feinste, weiche Watte an! Und der Bund seiner Hose? Der sitzt eben genau dort! Dies alles wirkt auf mich weitaus erotischer, als jede versuchte Armlehnen Kontaktaufnahme. 
Schnell lehne ich mich wieder zurück.  
Der schöne Bauch hat mich abgelenkt. dadurch konnte der Verlierer von vorher, zum jetzigen Gewinner werden. 
Meine Armlehne bin ich los. 
Ich klappe das Tischchen herunter.
Meine Gedanken werden selbständig, ich muss sie zwingen anständig zu bleiben. Schnell krame ich Block und Stift aus meiner Tasche.
" Wow, hast du diesen Typ gesehen ? "
" Logo, ich bin ja nicht blind ! "
" Uuuuund...? "
" Nichts und... ich habe jetzt keine Zeit......! "
" Ach komm schon, dieser Bauch und hast du gesehen wo die feinen Häärchen beginnen? "
Hier muss ich wirklich unterbrechen. Ich weise meine Gedanken zurück in ihre Schranken. 
Beim nächsten Mal, wenn das Bodenpersonal meine Hände mit der Fläche nach oben testet, frage ich anständig nach, ob sie eventuell noch meinen Kopf durchleuchten würden? " Einfach um sicher zu gehen, dass mein Hirn wirklich noch oben sitzt und nicht irgendwo hinuntergerutscht ist.
Ich weiss wirklich nicht, warum diese sich auch noch einmischen müssen. Überall nur Querulanten. Unter dem Bett, im Kopf.....
Ich öffne den Sack Maltesers. Lasse mir die feine Schoggi auf der Zunge zergehen. 
Mr. Bean wusste, wie man sich die Zeit im Flugzeug vertreibt!
Ich könnte diesen Sack ja auch aufblasen! Wäre dann ganz schnell fertig mit dem Schlafen.....
Wir befinden uns bereits im Sinkflug. Sicher, und ziemlich sanft landet die Maschine. Stolz reckt der Vogel sein Hinterteil in die Luft. Dieses ziert ein achtspitziges Kreuz....
Dieses könnte ich mir ja stechen lassen. Ich habe ja bald Geburtstag..........
Ich schnappe meinen kleinen Jeanskoffer vom Rollband.
Einer überholt mich von hinten. Der Siebenschläfer eilt mit seinem Handgepäckrucksack dem Ausgang zu. War er also nicht schneller wie ich.
Meine Augen blieben just unter dem Rucksackende haften. Was für ein........!
Der Gute hat einen Zahn drauf, kein Wunder er hat ja auch gepennt. Und ist somit fit.
Ich muss fast rennen, um den Augenblick nicht zu verlieren.
In der Hast strecke ich dem Stehenden und nichts zu verzollenden Zöllner fast noch meine Handflächen hin.............
Madonna
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39.  Madonna
Lautes Hupen schreckt mich aus demSchlaf.Ich bin total verschwitzt. Mein ganzer Körper ist mit einem feinen Schweissfilm überzogen. Mein T- Shit das den Aufdruck einer Bulldogge trägt ist so nass wie eine durchtränkte Babywindel. Ich fröstle.
Die Huperei hört nicht mehr auf. Ich habe eh schon schlecht geschlafen. Mein Heimweh hielt mich von der Zählerei ab. Ein Übel das mich vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter verfolgt.
Wie habe ich gelitten! Als mein Bruder und ich, in irgendein Lager geschickt wurden. Auf Wunsch meiner Mutter. Sie musste sich erholen! 
Also, von mir sicher nicht. Für dies mache ich eher meinen Bruder verantwortlich. 
Aber ich war froh, hatte ich ihn dabei. Wir teilten unser Heimweh. Unser Vater brachte uns mit dem Zug an die jeweiligen Orte. Einmal waren wir in einem Kinderheim. Vorgängig versuchte meine Mutter mir die Sache dadurch schmackhaft zu machen, dass es Pferde vor Ort gäbe. 
Ein Fräulein vom Heim verwechselte dann meine zwei Zöpfe mit einem Pferdeschwanz.
Sie striegelte meine Haare buchstäblich durch. Noch heute spüre ich denn Kamm, wie er unbarmherzig durch meine dichte Mähen fährt.
Unaufhaltsam, jedem Knopf den Garaus gemacht. 
Der blanke Horror für jedes Kind.
Ich kümmerte mich um meinen Bruder. Jeden Abend weinte ich mich in den Schlaf. Die Hälfte meiner Tränen galten den Mädchen und Knaben,  die nicht nach 14 Tagen nach Hause zurück zu ihren Eltern gehen konnten. Auch heute weint mein Herz manchmal um Kinder!
 
Die Zweite Hälfte der Tränen galten dem unbeschreiblichen Gefühl, Heimweh.  Mein Kinderherz tat weh. Ich wollte so gerne nach Hause zu meinem Vater. Er verstand mich. Ich zählte die Tage bis er uns wieder abholen kam.
Wer von meinen zwei Kindern das Übel vererbt bekam, war schnell raus. 
Hinter dem vermeintlich schwachen Geschlecht viel jeweils die Türe ins Schloss. Ich musste froh sein, wenn ich irgendwann im Laufe der Reise ein Lebenszeichen von ihr hörte. Dann kam sie nach Hause und tat wie wenn sie nur kurz einkaufen gewesen wäre. Auf meine Frage:
" Hast Du denn kein Heimweh? " 
Hat sie geantwortet: " Nö, nach was sollte ich denn das haben? "
Ganz anders das vermeintlich starke Geschlecht.
" Möchtest du nicht einmal auswärts schlafen.?"
" Nein Mama dann vermiss ich Dich!"
" Aber es ist doch cool in einem Lager." ( Nein, ist es nicht.......)
" Ich möchte lieber hier bleiben! "
Gut. Dann ist die Sache für mich erledigt. Ich kreide meiner Mutter nicht viel an. Aber ich versuche  hier nicht den gleichen Fehler wie sie zu machen. 
Ich ziehe meine Wollenjacke über, ich muss auf den Balkon nachschauen was diese ewige Huperei soll? 
Während ich mir eine Zigarette anzünde, schaue ich über die Brüstung. Die extrem schmale Strasse endet in einer Sackgasse. Auf diesem wirklich engen Platz sind in einer zweier Kolonne Autos nebeneinander parkiert. Blöderweise möchte jetzt der am Vorabend zuerst reingefahrene raus. Sein einst freundliches hupen wird immer aggressiver. Ich fühle mich gut unterhalten. Es läuft gute Musik. Ziemlich laut, aber dies stört mich nicht. Genüsslich inhaliere ich und wippe mit dem Fuss zu " Cheri Cheri Lady ".
Aus einem anderen Fenster tönt " The Final Countdown " .
Zwischen den alten, schönen Gemäuern fühle ich mich um Jahre zurückversetzt.
Endlich taucht der Typ auf. Es werden noch ein paar Worte gewechselt. In einem Mix aus Sprachen, die aus der Geschichte des kleinen Inselstaates hervorgingen.
Alles scheint vergessen, Autotüren werden zugeknallt. Motoren gestartet. 
Halsbrecherisch wird zurückgesetzt. Weiter vorne sehe ich , dass ein Auto auf einem Platz steht, der eigentlich freigehalten werden sollte. 
Dies alles unter den Augen verschiedener Heiliger. Diese beschützen die Stadt an jeder Ecke.
Was solls? Die Sonne wärmt meinen fröstelnden Körper.
Ich drücke meine Zigarette aus. Mit den letzten Klängen von " Like a Prayer " schliesse ich die Balkontüre.
Intelligenzblatt
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40.  Intelligenzblatt
Frisch geduscht und voll motiviert verlasse ich mein Domizil. Die Sonne wärmt mich. Ich trage ein luftiges Sommerkleid, ohne Strümpfe. Meine Wolljacke die ich zur Sicherheit mitgenommen habe, verknotet um meine Hüften.  An den Füssen bunte Espadrilles.  Es ist etliche Grad wärmer als in der Schweiz. Aber auch  in meiner Heimat kommt bald der Sommer. Ob dieser seinen Vorgänger noch übertreffen kann, wird sich zeigen. Ich freue mich auf jedenfalls, wenn ich wieder in meinem schönen Garten chillen kann. Es kann sowieso nicht viel schief gehen. Meine Strasse ist nach dem gelben Feuerball benannt.  
Ich schlendere durch die antike Stadt. Ich habe Lust auf einen Kaffee. Ein Stückchen Heimat habe ich mir unter den Arm geklemmt. Die Zeitung meiner Stadt. 
Überall führen Treppen herauf und herunter. Hier hat es ein lustiges Café. Das Tischchen steht auf einer breiten Treppenstufe. Eine Stufe höher und eine tiefer, die Stühle. Das Gestein ist etwas rutschig. Ich muss vorsichtig sein, dass ich nicht hinfalle. Ich habe immer leichte Bedenken, dass ich im Ausland in den Spital muss. 
Ich nehme auf dem etwas wackeligen Stuhl Platz und schlage meine mitgebrachte Zeitung auf.
Diese blättere ich von Hinten nach Vorne durch. Bei der auffallend netten Bedienung bestelle ich einen Latte Macchiato.
Ich habe ein déja vu. Schnell schaue ich auf der Frontseite nach, ob das heutige Datum stimmt? Ja, eine aktuelle Ausgabe liegt vor mir.
Ich rücke meine Brille zurecht, die ich mir nach meiner Rückkehr unbedingt richten lassen muss. Mein Kollege vom Optikergeschäft biegt das leicht wieder hin. BRILLE: KOLLEGE.....
 
Mein schaumiges , heisses Getränk wird mit einem freundlichen Lächeln serviert. Ich hoffe, dass es nicht schon Zucker darin enthält. Im Thee kann er nicht genug sein, aber Kaffee mit Zuckergeschmack mag ich wirklich nicht.
Während dem Seiten umblättern, zünde ich mir eine Zigarette an. Ich muss aufpassen, dass ich hier nicht zu viele davon rauche! Ab und zu brauche ich einfach einen Nikotinflash. Bis vor ein paar Jahren, habe meinem Körper nichts legales/ oder illegales zugefügt. Meine  Einstellung und Sicht gegenüber Sucht Mitteln hat sich aber im Laufe meines fortschreitenden Lebens geändert. Gewisse Lebensumstände haben dazu beigetragen.
 
Ich nehme einen Schluck von dem wirklich leckeren Getränk. 
Ich schaue mir die Fotos an. Schon wieder stellt sich ein déja vu ein.  Meine Gedanken beginnen sich wieder aufzudrängen. Nie habe ich Ruhe! Jetzt wollte ich doch ein bisschen auswandern. Habe aber leider dabei vergessen, dass man seine Sorgen und Gedanken nicht einfach zurücklassen kann. Sie reisen mit. Zuerst hocken sie noch zu unterst im Gepäck, je länger aber der Koffer offen ist, kommen sie wieder zum Vorschein.
" Was ist? "
" Sieh dir mal die Fotos an! "
Ein bisschen langsam der Gute.
" Was glaubst du, was ich schon die ganze Zeit mache? 
" Ich möchte jetzt nicht von euch behelligt werden! Ich habe ein paar tage Urlaub! "
" Wir Gedanken sind frei, das weist du! Uns kann man als einziges auf der Welt, weder verbieten, weg sperren oder lesen! "
Das würde mir noch fehlen, wenn einer meine manchmal auch unsauberen Gedanken lesen könnte. 
Einer meiner Lieblings Filme kommt mir in den Sinn. X-Men.......Faszinierend über welche Fähigkeiten diese Mutanten verfügen.
Ich wäre gerne ein Mix aus Allen. Von jeder Mutation ein wenig. Meine Favoritin ist aber diese bunte Fischfrau. Die schönen Schuppen einfach abstreifen und jede Gestalt annehmen können die einem beliebt! 
Anstatt zu überlegen, wie es wäre als Mann geboren zu sein würde ich einfach in einen reinschlüpfen, seine Gestalt annehmen. 
Ich müsste niemanden mehr vom Bodenpersonal behelligen , wegen der Durchleuchtung meines Kopfes. Als Mann würde bei mir keine Unsicherheit aufkommen. Es wäre glasklar wo mein Gehirn sitzt.
Ein Mann mit einem Falken geht an meinem kleinen Tischchen und mir vorbei.
Der stolze Vogel sitzt auf seiner Schulter.
Das Sonnenlicht spiegelt sich in seinem silbernen Ringchen den er an seinem Vogelfüsschen trägt.......
Jack Nicholson
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41.  Jack Nicholson
Wehmütig schaue ich den Zweien nach. Ich habe ein " Herz für Tiere ! "
Es käme mir niemals in den Sinn, ein Lebewesen auszusetzen oder zu quälen! Sie zu reinen Belustigung zu halten -  ein no go! 
Für solche Menschen empfinde ich nur Abscheu.
Im Gegenzug erscheint es mir merkwürdig, wenn die Tierwelt vermenschlicht wird. Aus  den Vierbeinern werden zum Teil zweibeiner gemacht.
Der Königspudel stolziert neben seinem Frauchen. Er schläft manchmal auch bei ihr im Bett. Dies möchte ich nicht. Die zwei Leichen reichen mir, die sabbern wenigstens nicht. Ich kann aber verstehen wenn ein Mensch, der vielleicht auch einsam ist, seinen treuen Gefährten nicht nur in seinem Hundekörbchen schlafen lässt. Eine ehrliche Tierliebe kann sehr viel bewirken. Ich würde auch sofort unterschreiben, dass Tiere mit in das  Spital dürfen. Ihre Frauchen und Herrchen besuchen. Oder sie auf ihrem letzten Weg begleiten. Was gäbe es schöneres, diesen nicht auch noch einsam gehen zu müssen. Eine vierbeinige Sterbebegleitung. Mit dem nötigen Verständnis und den nötigen Grenzen, vielleicht in der Schweiz einmal Zukunftsmusik. Vor den Menschen die Andere in den Tod begleiten, zücke ich meinen Hut! Ihnen gilt meine volle Achtung.  
 
Manchmal kommen mir Menschen mit ihrem Klon entgegen. Wenn die Leine nicht dazwischen wäre, kaum mehr zu unterscheiden. 
Ein Phänomen für mich: Die Frisuren. Oft war ich nahe daran mein Fotoapparat, Verzeihung Händy zu zücken, um den Moment festzuhalten. Hier, lobe ich mir den Sklaventreiber. Schnell ist das leichte Ding zur Hand, insofern ich es in meiner Tasche finde. Diese habe ich immer dabei, auch wenn es nicht FREITAG ist. Sekundenschnell werden Fotos geschossen. Mit was für einer Auflösung auch immer.Keine Filme in Büchschen in einem gut gepolsterten Umschlag zum Entwickeln verschicken. Keine zermürbendes warten. Wenn dann der Postbote endlich einmal klingelte, war die Freude gross. Wenn er hingegen dies zweimal tat- ging es nicht um Fotos. 
Nicht , dass er dies bei uns machte.  Ich erkundigte mich einmal bei einem Briefträger, ob an der Negligee Geschichte etwas wahres daran wäre?
Er druckste ein bisschen herum, meinte aber dann: Dass es früher an der Türe, zwischen einem Eingeschriebenen und einer Auszahlung durchaus geknistert habe. Schlüpfrige Details wollte er mir leider keine nennen. " Der Gentleman geniesst und schweigt "
Dann waren sie endlich da. Zusammen mit den Negativen. Und unbearbeitet. Man sah sich nackten Tatsachen gegenüber. Viele Bilder unbrauchbar. Zu hell, zu dunkel oder zu verwackelt. Aber das war egal. Der Spreu wurde vom Weizen getrennt, Fotos eingeklebt, in ein Album. 
Wunderschöne, handfeste Erinnerungen. Wenn ich heute mit jemandem über meine Reisen spreche und derjenige Fotos davon anschauen möchte, ist mein erster Gedanke: Dass ich ihm meine Fotoalben bei mir zu Hause zeigen könnte. Dann fällt mir ein, dass ich ja nur mein Natel hervornehmen  müsste , um ihm die Schnappschüsse unter die Nase zu halten. Auch das ich alles und jedes filmen könnte, habe ich noch nicht im Blut. Falls ich dann einmal meine Schuppen abstreife und zum Mann werde, verschicke ich einmal ein paar Bilder meines besten Stückes in der Weltgeschichte herum. Selbstverständlich bearbeitet. Während dem versenden meines Goldstückes würde ich ein WARUM?? meinem Gehirn zukommen lassen. 
Vielleicht denken die Männer, wir Frauen tapezieren uns die Wände mit den Bildern, der doch sehr verschiedenen Teiler. Mitunter ein weiterer Grund, auf die Strassen zu gehen.
 
Aber es war cool früher. Wenn ein Junge anbändeln wollte: 
" Kommst du heute zu mir nach Hause, dann können wir uns gemeinsam Fotos anschauen? "
Wenn der Junge wiff war, war es ein leichtes für ihn, von den einst schwarz weissen Bildern , zu den Briefmarken überzuwechseln. 
Mit den Alben auf den Knien, versank man knutschend im weichen Sofa. Die schweren Teiler rutschten langsam herunter und knallten auf den Boden. Beim Aufprall schoss man etwas verlegen auseinander. Dann schaute man sich halt wohl oder übel  noch ein paar " Basler Dybli " an.
Mit neuem Mut ging es dann in die zweite Runde, Zungen verknoten.
Falls der Junge noch etwas langsamer war. Nahm dieser mit einer Pinzette die Marken vorsichtig aus ihren Reihen. Ehrfürchtig, seine Hinweise über den Druck und die Herkunft. Anschliessend wurden sie behutsam und mit grosser Sorgfalt an ihren Platz zurückgelegt. Geschützt durch ein durchsichtiges, feines Papier. Genau wie bei meinem Poesiealbum
 
Mal ehrlich. Möge das Gehirn wo auch immer sitzen. Aber ein Mann der so viel Feingefühl für ein kleines Stückchen Papier hegt, ist nicht zu verachten!
Heidi
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42.  Heidi
In meiner Kindheit und Jugend hatten wir immer Haustiere. Vor allem Katzen. Aber immer nur eine aufs mal. An eine mag ich mich noch besonders gut erinnern. Sie war weiss, schneeweiss. Ein herzensgutes Tier. Sie legte sich immer wie ein Schal um den Hals, der von ihr ausgewählten Person. Schmiegte sich an sie.  Sie hatte samtweiches Fell. Und passte ausserdem ausgezeichnet zum Telefon. Quasi Ton in Ton die Zwei.
Beide mit dem Älter werden, leicht gelblich. Der Festanschluss speckig. Das einst schön, glänzende Katzenkleid struppig. Alle Samtpfoten wurden sehr alt und sind einfach eingeschlafen. Oder wurden um ihnen Leid zu ersparen, beim ersten und sogleich letzten Besuch beim Tierarzt eingeschläfert. Ich kann mich an wenige Male  erinnern, wo ich mit dem Katzenkorb unterwegs war. Irgendwie dünkt es mich, dass der Mensch und die Viecher früher manchmal zäher waren. Der Biss, das Durchhaltevermögen und die Ausdauer fehlen heute oft. Auch ich bin manchmal ein Weichei.
Hühner hielten wir leider keine. Meine Mutter hätte gerne welche gehabt im Garten. Ein oder zwei Geisslein noch dazu. Ähnlich wie das Kind  auf der Alm. Eine liebe Namensvetterin meiner Mutter!
Aber dies hätte Ärger mit unseren Anstössern bedeutet. Ich mag mich gut erinnern, dass wir immer irgendwelche Lempen mit den Nachbarn hatten. 
Meine Mutter sagte was Sache war. Sie war offen und ehrlich. Nahm kein Blatt vor den Mund. Als Kind hatte ich oft  Mühe mit ihrem selbstbewussten Auftreten. Ich schämte mich für sie. Sie fiel auf. Unterwegs mit ihren leuchtenden Haaren. Wie ein Signal. Aber sie war nicht zu stoppen! Die Ampel hätte dunkelrot leuchten können, sie war nicht zu bremsen. Immer Vollgas. Das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt. Peindlicher als peinlich. Ich verstand sie nicht. Heute bin ich auf dem Stand, dass ich alles unterschreiben würde, was sie je äusserte. Früher verteufelte ich ihre manchmal auch bissigen und kritischen Aussagen. Sie wusste alles besser.  Mich nervte die ewige Besserwisserei.  Die "  Alten " waren für mich allesamt Klugscheisser!
Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Die Klugheit hat auch mich eingeholt.  
Mein Kollegenkreis besteht mehrheitlich aus etlichen Jahren jüngeren Menschen. 
In einer entspannten, chilligen Atmosphäre geht es hoch her bei Diskussionen. Diese sorgen manchmal auch für rote Köpfe. 
 
Neuerdings googelt einer meine Aussagen! Ich würde ihn gerne schlagen , aber das ist ja verboten. 
Unserer Freundschaft tut dies aber keinen Abbruch. Der Herr Google hält ja eh meistens zu mir.
Anschliessend breitet sich auf meinem Gesicht ein stundenlanges, zufriedenes und wissendes grinsen aus.
 
Nicht die Klugscheisserei sondern die Erfahrungen des Lebens haben mich geprägt.
Die Seiten meines Lebensbuches sind gegenüber einem jüngeren Menschen einfach schon mehr mit Geschichten gefüllt.
Wenn ich nichts wüsste, wäre ich in der Schule ja wirklich am Fenster gesessen.
Umzingelt von Ahornbäumen...........
Haie
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43.  Haie
Kurz lasse ich meine diversen, verstorbenen Haustiere Revue passieren. Schmunzelnd erinnere ich mich an: Die zwei gepanzerten Echsen. Sie hatten eine schöne Behausung im Garten. Liebevoll eingerichtet von meinem Vater. Ich liebe und liebte diese gemächlichen, uralten und gutmütigen Wesen. Sanft nahmen sie jeweils das von mir mitgebrachte Salatblatt entgegen. Zwar etwas scheu und immer parat zum Rückzug ins eigene und sichere Haus. Ich ging immer sehr behutsam mit ihnen um. Ich konnte es mir aber nicht verkneifen, sie umzudrehen. Ich begutachtete das Tier von unten. Ein phänomenales Lebewesen. Ein Heim fast wie eine Festung. Zappelnde Füsschen und ein kleines Köpfchen. Dieses Geschöpf strahlt für mich eine Weisheit aus, wie sie ein Mensch nie erlangen wird. Und diese Haut! Sanft strich ich jeweils darüber. Da können mir meine Gedanken sonst was von weicher Haut zurufen. Keine Change. Wer einmal diese, bei einer Schildkröte am Hals berührt hat, weiss was ich meine. Babyweich und faltig.......
Irgendwie büxten unsere Viecher immer aus. Wir bekamen x Anrufe aus der Nachbarschaft, dass unsere Schildkröten in irgendwelchen Gärten das Gemüse anfrassen. 
Ich holte sie dann immer ab und transportierte sie in einem Schuhkarton nach Hause. Ich war froh, dass sie von keinem Auto überrollt wurden. Ich kontrollierte ihre Füsschen, ob sie noch heil und unverletzt waren, vom gewatschelt über den Asphalt. 
Wieder zu Hause, wurden sie auf der weichen Wiese abgesetzt. Ich beobachtete sie, wie sie elend langsam durch das satte Grün schlichen. 
Sie mussten kleine Zauberer sein! Zu Hause lahm wie eine Ente. Aber dann: So schnell unterwegs in fremde Gärten, wie Speedy Gonzales!
Zwei Wellensittiche hatten wir auch noch. Gelb und weiss waren sie. Ein Pärchen, dass in seinem Käfig bei uns auf dem Küchentisch stand. 
Während wir assen, flatterten sie munter im Käfig herum. Wirbelten den Vogelsand auf. Dieser gemischt mit kleinen Vogelfederchen verteilte sich über dem Esstisch. Dies störte niemanden gross. Wir hatten noch nicht so mit Allergien aller Art zu kämpfen. Wir waren resistent. Abgehärtet durch den vielen gegessen Sand aus dem Sandkasten. 
Unsere Mütter waren noch Düsenjets, keine Helikopter!
Dann kamen die Ratten. Nicht auf zwei, sondern auf vier Beinen!
Meine damals vorpupertäre Tochter musste sie unbedingt haben. Ein Theater, wie mit den Schokohasen.
Und die hässlichen Nager, mit ihrem noch hässlicheren Schwanz gewannen. 
Liebevoll wurden sie " Döner und " Kebab " genannt. Ich fand die Namen doof. Aber dies konnte ich dem Kind ja nicht sagen.
Ich wollte ihr nicht die Freude nehmen. Ausserdem hatte sie mir auf Knien geschworen, dass sie selbständig und ohne ermahnen den Käfig ausmisten würde. Pustekuchen! 
Ich hatte ja genügend Erfahrung gesammelt, durch mein flauschiges Kerlchen Balthasar. So mistete ich eben etliche Jahre später wieder einen Tierkäfig aus. Beobachtet von zwei, roten Augenpaaren.
Ich musste lernen , dass ein Versprechen eines Kindes bezüglich Tiere , oft gebrochen wird. 
Heute würde ich mich notariell absichern. Den vom Kind unterschriebenen Vertrag, wegschliessen im Tresor.
Das Interesse meiner Tochter war nicht von langer Dauer. So wurden die Zwei zu meinem Erbe. 
Wir wurden nie so richtig Freunde. Ich schaute zu ihnen, fütterte sie. Immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass ich sie eigentlich schon mag. Einfach ohne Scharf und Zwiebeln.......
Meine erwachsene Tochter hält heute keine Ratten mehr. Auch völlig überflüssig. In ihrem Beruf Job kommt sie sicher auch ausserhalb eines Käfigs  mit ihnen in Berührung.
Wobei die nicht besonders geliebten Tiere von einem weiteren, vom Menschen zu unrecht verteufelten abgelöst werden.
Mutter Natur
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44.  Mutter Natur
Meine Güte ist das heiss. Wie in den Tropen. Der Sommer 2019 duelliert sich mit seinem Vorgänger. Degen an Degen, einen heissen Kampf ausfechtend. Mit Temperaturen weit über der 30 Grad Marke. 
Mein Sohn muss aber trotzdem zur Schule. Im schwülen und stickigen Schulzimmer mit seinen Gspändli und dem Lehrer ausharren. Hoffend auf das erlösende Klingeln der Schulglocke. Die Kinder nur halb bei der Sache. Wie sich der Lehrer fühlt, weiss ich nicht. Also, ich wäre etwas frustriert! Mit dem Wissen, dass sich unser Kantonsrat einen hitzefreien und sitzungsfreien Nachmittag gönnt! Das Argument ist: Dass es sich 
mit kühlem Kopf leichter, wichtige Entscheidungen fällen lässt! 
Da kann ich nur hoffen, dass das Quecksilber bei angenehmen 20 Grad zu steigen aufhört.
Es wirkt etwas befremdend auf mich, dass man für sich selber gewisse Dinge herausnimmt diese aber anderen nicht zugesteht. Auch die Schüler lehren besser mit kühlem Kopf! Hätte sicher auch eine positive Auswirkung auf die Pisa Studie!
Dass das Lehrpersonal dies mit einem Schmunzeln hingenommen habe, kann ich nicht glauben. Ganz sicher nicht gelacht haben, all die Anderen...
Ich bin nicht dafür, dass man bei jeder Gelegenheit die Schule ausfallen lässt. Aber einfach eimal mal eine Fünf gerade sein lassen..........
Zum Glück sind auch die Kindergedanken frei. Diese sind längst in der Badi. Während sie gebeugt über ihren Büchern sitzen,  bringen sie kleine, salzhaltige Rinnsale zum Blinzeln. Bald stehen sie wippend auf dem Sprungbrett. Einen gewagten " Köpfler " ins kühle Nass. Sausend über die glitschige Wasserrutschbahn. Die Badehose verbotenerweise eingeklemmt zwischen den " Füdlibaggen... "
 
Wenn ich der Chef im Klassenzimmer wäre, würde ich eher anstatt im Winter andauernd ins Hallenbad zu rennen, lieber im Sommer bei so ungewöhnlich hohen Temperaturen in die Freibadi mit den Schülern. 
  
Ich zünde mir eine Zigarette an und schliesse meine Augen:
Durch meine Gehörgänge trällert einer " COPACABANA "
Nach ein paar tiefen Zügen fühle ich mich wie dort.
 
Feinster, weisser Sand rieselt durch meine Finger. Die Sonne brennt unbarmherzig auf meinen gut eingecremten Körper. Ich trage einen Bikini, der gut zu meiner Haarfarbe passt. Meine Füsse mit den rotlackierten Nägeln, habe ich ihm Sand verbuddelt. Das Kühl fühlt sich gut an. 
Ich öffne meine Augen, blicke auf meinen gebräunten Bauch. Wie bei der Schildkröte, etwas faltig. Dies stört mich aber nicht. Was soll es. Ich kann es nicht gross ändern. Und sich dafür unter das Messer zu legen käme für mich nicht in Frage.
Mir läuft der Schweiss in kleinen Bächlein herunter.Dieser sammelt sich in der  Mitte, in einer Mulde oberhalb des Bauches. Im Nacken kleben meine Haare. Das Dutt ähnliche Gewirr aus Haaren - schweissnass.
Sehnsüchtig blicke ich in das türkisblaue Meer. Sanft spült es kleine, schaumige Wölkchen an den fast menschenleeren Strand.Es strahlt eine tiefe und innere Ruhe aus.
Ich schirme meine Augen ab. Weit draussen gleiten zwei Delfine fast andächtig durch den Ozean. Mit glänzenden Flossen pflügen sie sich sanft, ihren Weg durch das für uns alle lebenswichtige Element.  
Ein laues Lüftchen geht. 
Ein Plastiksäckchen, woher dies auch immer kommt, wird durch die Luft getragen. 
Plötzlich sehe ich eine riesige Meeresschildkröte. Wie ein Mahnmal durchquert sie das Wasser. Diese ältesten noch lebenden Reptilien bewohnen seit 225 Millionen Jahre die Weltmeere. Diese majestätisch, uralten und geheimnisvollen Tiere sind auf der roten Liste, der bedrohten Arten geführt. ...... 
Wut bereitet sich in mir aus. Ärgerlich suche ich den Strand nach dem Menschen ab, der achtlos den Plastik wegwarf!
Jeder Mensch sollte eine Mutter haben. Wir bekamen aber gleich zwei geschenkt. 
Eine Mutter habe ich schon verloren.
Einen Satz habe ich mir in mein Gehirn gemeisselt:
 
Die Natur  ist nicht auf uns Menschen angewiesen..
Wir Menschen aber auf sie..........
 
Jemand tippt mir mit dem Finger an die Schulter. Ich werde aus meinen Gedanken gerissen.
Mathias Rust
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45.  Mathias Rust
Widerwillig öffne ich meine Augen. Ein verschwitztes Kind steht vor mir. Ich muss mich zuerst orientiere. An meiner nassen Hand kleben ein paar Kieselsteine. Wehmütig entstöpsle ich meine Ohren. Beraube sie fernwehträchtigen Klängen und dem sanften Rauschen des Meeres.
Die Sonne schickt immer noch unbarmherzig heisse Strahlen zur Erde. Zum Glück lag mein Kopf im Schatten. Ein Sonnenstich würde mir gerade noch fehlen. In jüngeren Jahren machte ich mir darüber keine Gedanken. Den ganzen Tag mehr oder weniger ungeschützt am Strand an der Sonne liegen, war kein Problem. Mir gefällt es wenn der Körper leicht gebräunt ist. Lederstrümpfe sind nicht so mein Fall. Diese habe ich in den Ferien manchmal beobachtet. Kaum taucht die Sonne auf, kommen sie. Jüngere wie ältere Menschen lassen sich grillen. Das Fleisch gut eingeölt, zart nach Kokos duftend. Dann liegen und liegen sie. Ab und zu, ein Sprung ins kühle Nass. Danach erfrischt, starten sie eine erneute Verwandlung zur Ölsardine. Und liegen und liegen erneut. Stundenlang...........
Zwischendurch sollte mal einer vorbeikommen, die Feischberge zischend wenden. Nachölen........
Wenn auch die Sonne müde vom Tage ist, stehen sie endlich auf. 
Beim Abendessen sieht man sich wieder. Die einten schön gebräunt, die anderen krebsrot. Über diese verbrannte Haut möchte ich nicht streichen. Dies tut mir schon durchs bloße betrachten weh. Ich hatte auch schon ein paar unruhige Nächte wegen einem Brenner.
 
Das Leben besteht aus haufenweise Klischees. Zu verlockend ist die Anwendung........
 
Eine Nation ist der Hammer! Die kennen nichts. Ihr Wortschatz enthält keinen Sonnenschutzfaktor.
Käseweiss sind sie ihrer regnerischen, trüben Heimat entflohen. 
Bereits mit diversen Getränken intus watscheln sie über den heissen Sand. In der Badetasche: Ein Badetüchli. Hochprozentiger Nachschub und keine Sonnencreme. Sie sind tätowiert, laut, aber lustig. Sie vertreten ihr Land, königlich und vereint.
Am Abend amüsieren sie sich köstlich an der Bar. Witze werden gerissen. Über einen krebsroten aus den eigenen Reihen, der vergass sein MuskelShirt während des Sonnenbadens auszuziehen.....
 
Dann kommen die anderen. Das Eincremen haben sie im Griff. Ihr Essverhalten jedoch nicht. Irgend etwas muss in der Erziehung falsch gelaufen sein. Zuviel Wodka schadet dem Gehirn. Ich würde liebend gerne dieses interessante Land bereisen. Ich träume oft von der Stadt. Von der Kathedrale mit den prächtigen Zwiebeltürmchen. Dabei spreche ich die Landessprache..... 
Ich würde unbehelligt mit meiner Zeitmaschine landen.  Wie der junge, etwas naive Mann am 28.Mai 1987 in seiner Cessna.
Was eine solche Aktion über drei Jahrzehnte später auslösen würde? 
Mir gefallen Menschen die etwas besonderes vollbringen. Mit ihrem Denken und Tun, auch versuchen wachzurütteln. Zum Nachdenken anregen...... 
Was mir aber Wikipedia über ihn ausgespuckt hat, schmälert seine " Siebensiech " Leistung.
 
" Mama......!!!!!!!!! "
Ach ja, das Kind hätte ich fast vergessen, vor lauter Klischees......
" Darf ich in die Badi? Es ist so heiss...! "
" Aber sicher...! "
" Darf ich mir eine Glace kaufen, es war so heiss im Schulzimmer! "
" Klaro, kauf dir gleich zwei oder drei, als Entschädigung, für die Strapazen. 
" Mama, musstest du als du jung warst auch zur Schule  wenn es so extrem heiss war? "
Diese Frage muss ich ihm verneinen. Wir hatten ein Zauberwort, " Hitzefrei "
Heute geistert der Sehnsuchtsbegriff vieler Kinder und Jugendlicher leider nur noch über den Pausenplatz.
" Mama? Fuhren Kutschen als Du jung warst? "
Das Kind muss einen Sonnenstich haben. 
" Ich erkundige mich bei ihm, ob er in der Schule etwa am Fenster sässe und einen Baum sehe?
" Nein, aber wir gehen in der Schule den " WILDEN WESTEN " durch."
Ich bin viel zu träge zum Diskutieren. Meinem, mich noch älter machenden Kind, drücke ich die Badesachen und einen grossen Batzen für  enorm viele Glaces in die Hand.
" Hier ist noch die Zeitung aus dem Briefkasten für dich."
Dankend nehme ich diese entgegen. Ich werde während mein Sohn über die Rutschbahn flutscht, die Badehose eingeklemmt, beginnen darin zu lesen. Was sich so alles in meiner Stadt zugetragen hat, darüber bin ich gerne informiert.
Ich rücke meinen Stuhl noch etwas mehr in den Schatten, betrachte die blühenden Pflanzen in ihren Tontöpfen. 
Der Lavendel duftet betörend. 
Ein ruhiger und idyllischer Ort. Fehlt nur noch eine Katze. Vielleicht bei Gelegenheit.......
Mit leicht schlechtem Gewissen zünde ich mir eine Zigarette an und beginne zu lesen......
Dabei fühle ich mich gleich wie im wilden Westen. 
Beim weiter lesen drängt sich mir kurz ein Gedanke auf. Ich muss meinen Jungen fragen, ob es auch möglich wäre mit eingeklemmter Zeitung zwischen dem Allerwertesten zu rutschen?!
Viktor von Bülow
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46.  Viktor von Bülow
Der Mann mit dem Falken verschwindet in der Menschenmenge. Ich widme mich wieder meiner Zeitung. An meinem Nebentisch nimmt eine  Familie Platz. 
Mama und Papa, leicht genervt. Das Mädchen und der Junge, ein Zwillingspärchen sind herzige Kinder. 
Beide blond, mit himmelblauen Augen. ( Die Hoffnung der Mutter hatte sich hier erfüllt...)
Normaler weise fällt ja eher der Junge negativ auf. Hier, ist es das Mädchen. Sicher ist sie die Erstgeborene. Eine Minute früher das Licht der Welt erblickt und somit der Chef. Diesen hängt sie auch voll heraus.
Inzwischen bin auch ich schon leicht genervt. Das gequengele geht mir auf den Wecker. Ich bin nicht ganz unfroh, dass ich ein paar Kinder freie Tage habe.  
Die Kleine brüllt bestimmt auch einmal " Fuck You " über den Pausenplatz.   
Die Getränke kommen. Heissi Schoggi mit einem Sahnehäubchen für die Kinder. Kaffee im Glas für die Eltern. Kann ich verstehen, so ein verstecktes Schnäppschen können die Beiden jetzt gut vertragen. 
 
Der blonde Engel mutiert. Nicht zum Teufel, aber zu einem seiner würdigen Handlanger.
Nichts passt ihr ! Ihr Bruder sitzt etwas verständnislos daneben. An seiner Oberlippe klebt etwas Sahne. Schlagartig kommt mir Loriot in den Sinn. Wir haben ihn geliebt, mein Vater und ich.  Diesen besonderen Mann, mit seinem feinen, treffenden Humor. Fast kann ich das Lachen  meines Vaters, das sehr ansteckend war, hören. Es war nicht laut oder aufdringlich. Es passte einfach zu ihm.  
Im Stillen spreche ich Loriot meinen Dank aus. Für die vielen unbeschwerten Momente. Die vielen herzhaften Lacher. Durch ihn bekam Humor einen Namen.
Eigentlich wollte ich ja meine Zeitung lesen, aber das Gör lenkt mich ab. Schnell rufe ich der vorbeieilenden Bedienung meine neue Bestellung zu. In Gedanken, eine Flasche Wodka. In Echt, eine Rharbarber Schorle.
Am dritten und letzten freien Tischchen hat jemand Platz genommen. Ein Mann. Ein gut aussehender Mann. Ein verdammt gutaussehender Mann. Ich muss aufpassen, dass ich nicht auch mutiere. Verstohlen teste ich mit meinem Finger, meine Mundwinkel nach eventuell vorhandenem Sabber ab. Irgendwo habe ich einmal gelesen, das eine Frau über 50 Jahren, quasi vertrocknet. Naja, das kann man nicht so verallgemeinern. Die Libido ist noch vorhanden. Für mich tönt dieses Wort seltsam. Rückwärts gelesen tönt es noch eigenartiger. 
Bevor ich mich abwende, dem attraktiven Mann wieder meinen Rücken zuwende, werfe ich noch einen letzten Blick auf ihn. Während meine Augen über seinen Körper und Gesicht streifen, kreuzen sich unsere Blicke. Meine Körpertemperatur beginnt zu steigen. Dieser zeitlich kaum zu fassende Moment löst schon etwas aus. Meine Libido meldet sich. Ganz klar der falsche Moment.
Unter dem Tisch entledige ich mich meiner Espadrilles. Drücke meine heissen Füsse auf das kalte Gestein.
Ich muss mich ablenken, dem beginnenden Film im Kopf Einhalt bieten.
Mit dem Aufblitzen der Flamme wende ich mich wieder "  meiner " Familie zu.
Unbeantwortete Frage
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47.  Unbeantwortete Frage
Der kleine Loriot wischt sich gerade mit dem Handrücken sein Milchschnäutzchen ab. Wenn er ein Käppi aufhätte, würde er glatt als Michel durchgehen. Wobei, der Schalk in seinen Augen fehlt. Als hätte die Mutter meine Gedanken erraten, setzt sie beiden Kindern eine Dächlikappe auf. Dem Jungen verkehrtherum. Somit sieht er gleich wie ein Lausbube aus. 
Mama und Papa widmen sich ihren Handys. Beide fleissig am Schreiben. Kurz frage ich mich, ob sie sich wohl gegenseitig Nachrichten zukommen lassen? Oder ob er etwa Bildchen herumschickt?! Seinem leicht dämlichen  Grinsen nach, durchaus möglich...........
Ich bin zwar nicht hellsichtig, aber irgendwie habe ich es gespürt. 
Dunkle Flüssigkeit breitet sich über dem Tischchen aus. Kleine See bilden sich. Aus diesen tropft es auf den sandfarbenen Steinboden.
Die Eltern werden zurückgeholt. Noch völlig in der Welt von Whats App, Instagram, Facebook, YouTube usw. machen sie schimpfend sauber. Der Vater ist  währenddessen richtig sauer. Man könnte meinen, er wäre bei einem You Porn Video unterbrochen worden. 
Ich wage einen Blick über meine Schultern, während mir eine inzwischen männliche Bedienung meinen Saft serviert. 
Dieser riecht fein, nach einem herben Männerduft. 
Wenn ich eine Stute wäre, würde ich jetzt die Nüstern blähen. Meine in der Sonne glänzende Mähne zurückwerfen. Während dem Scharren mit den Hufen,  den zwei Hengsten einen feurigen Stutenblick zuwerfen und davongaloppieren! Mich irgendwo ins frisch gemähte Gras knallen. Und abwarten....... Meine Libido sollte ich nach Guantanamo verbannen, von wegen vertrocknet. In so einem Moment wäre ich gerne noch einmal jung. Aber nur wegen einem. Dem EINEN! 
Was diese Jugend an Sex hat, den ganzen Tag hindurch. Andauern werden sie von irgendwas " gefickt " !
Das fängt frühmorgens schon an. Zuerst werden sie vom Wecker, dann vom Lehrer und der Bank oder Versicherung gefickt! 
In den Päuschen dazwischen werden sie von den Passiven zu den Aktiven. Jetzt ist die ganze Verwandtschaft an der Reihe. Ob Bekannte oder Fremde, völlig egal. Die Grossmutter, die Schwester, die Cousine 22 Grades alle müssen her. Allen voran. Die MUTTER! 
Dem Nächsten der mich blöde anficken will sage ich einfach: Hey,  Bro, sorry, es herrscht Trockenheit, die grosse Dürre ist im Anzug!
Ich bin mir sicher, der Dödel flitzt ab und deckt sich mit einer Wagenladung RED BULL für den angekündigten Wetterumschwung ein!
Ich " liebe "  junge Menschen. Ich bin gerne mit ihnen zusammen. Leider hat die Jugend sich für mich durch zwei geteilt! 
Wie ein Regenwurm. Durchtrennt. Die Kopfseite überlebt, der Hinterteil verendet kläglich und vertrocknet........
Ich frage ich mich oft, ob ich zu hart oder zu ungerecht bin. Erinnere mich zurück, an meine Jugend. War ich besser vor über 35 Jahren?
Gabriel
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48.  Gabriel
Bevor ich eine Antwort darauf finden kann, meldet sich mein Verstand. Ich muss mir diese sowieso in Ruhe und gründlich überlegen.
Ob wir wirklich auch so ein Auftreten hatten!? Wir waren irgendwie Schwestern und Brüder. Verhielten uns auch so! Sprachen uns aber mit dem Vornamen an. Eventuell werden EMMA und LIAM führend auf der Vornamenliste 2018, künftig von " ALTER " abgelöst. Ein Unisex Vorname. Ein kleiner Dank geht an den französisch sprechenden Teil der Schweiz. Führend im Welschland, der wunderschöne Name meines Bruders. 
 
" He Alter, was hast Du heute gemacht? Boah Alter, ist das heiss heute ! " Fuck, Alter, eben wurde ich wieder vom Amt gefickt! "
Eine interessante Sache, vor allem wenn das gegenüber weiblich ist. Es ist auch ein Durcheinander mit den Geschlechtern. Bei uns gab es Mädchen und Jungs. Heute: ( Jetzt bin ich froh, dass ich alles googeln kann. Das Internet hat durchaus auch Vorteile! )
Jetzt bin ich baff. 60 Geschlechtspositionen stehen zur Auswahl!
Ich bin nicht oft überfordert. Jetzt bin ich es. 
Meine Devise gilt aber:  Leben und Leben lassen! 
Macht mit euern Körpern was ihr für richtig haltet. Tauscht eure Identität aus. Lebt.....
Urteile fälle ich erst, wenn Kinder und Tiere mit in das Spiel kommen. 
Urteile, die im Schweizer Gesetz viel zu milde gehandhabt werden. Verurteilungen, die einem die Tränen in die Augen treiben. Ein Hohn, an unserem wertvollsten Gut.
 
Ein Kränzchen muss ich der Jugend trotzdem winden....
Geographisch sind sie alle Asse. Sie wissen von Allen und Jedem wo sein Haus wohnt.........
 
Mein Verstand meldet sich erneut. Hartnäckiges Kerlchen!
" Das Gestein ist doch viel zu rutschig, und du willst doch nicht in das Spital! Auch in keine Tierklinik! So eine Stute hat es auch nicht leicht! Denk mal nach, wie diese und viele andere Tiere in der Schweiz gehalten werden!? "
Meine Gedanken jagen mir  schaurige, gesehene Bilder durch den Kopf. Abgemagerte Pferde, liegend in ihrem eigenen Kot. Kleine, rosarote Ferkelchen, herumgeworfen wie eine Ware. Gänse gemästet. Kurz vor dem Platzen werden sie in den Tod getrieben. Ich glaube nicht, dass Tiere keine Seele haben. Bei ihren Peinigern bin ich mir nicht sicher. Für mich sind sie die " Tiere " befindend am Ende der Nahrungskette.
Hoffentlich knöpft sich Noah der einst mit seiner Arche zur Rettung der Tiere unterwegs war, sich diese einmal vor! 
 
" Und ausserdem was willst du mit ZWEIEN? "
So im Vertrauen!  Unter uns!  Ich wüsste eventuell schon etwas........!
Dem Verstand gekoppelt mit der Vernunft  mache ich weis, dass ich es verstanden habe. Irgendwann werde ich die Beiden einmal für eine kurze Zeit ausschalten. Dann kann ich machen was ich möchte! Ich bemerke, dass je älter ich werde, je weniger lasse ich mir etwas sagen oder gar vorschreiben. Mutiert zu einer Teilzeitquerulantin. Wann ich mich " anpassen muss "  weiss ich aber nach wie vor. Mit Vorgesetzten und Autoritätspersonen habe ich kein Problem. Es sind auch nur Menschen. Einfach in einer anderen Position. Wie manche dorthin gelangt sind, entzieht sich meiner Kenntnis!
In der Kinderwelt heissen die " Zauberwörter " Bitte und Danke!
In der Arbeitswelt sollten sie gegenseitig, Respekt und Anstand heissen!
Kürzlich hörte ich ein Gespräch mit. Zwischen Deutschen. Ich mag sie. Wenn aber das runde Leder ins Spiel kommt werden sie irgendwie seltsam. Der GW setzt ein. 
Sie machten sich lustig über unser " Dörfs äs bitzeli meeh sie " 
Nur so am Rande. Es waren prominente Leute. Die viel Geld, sehr viel Geld, mit ihrer Stimme verdienen.
Um auf die Frage zurückzukommen. Ja es darf ein bisschen mehr sein. Ein bisschen viel mehr. 
Am Ende jeden Monats für alle berufstätigen Frauen! Wenn es möglich wäre nicht erst, 2071, 100 Jahre nach Einführung des Stimmrechtes für Frauen!
Tel Aviv
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49.  Tel Aviv
Meinem Verstand muss ich wohl oder übel recht geben. Was möchte ich auch eine Stute sein. Ich bin gerne ein Mensch. Aber als Pferd, könnte ich meine Zähne so schön entblössen. Mit meinem Pferdegebiss nach allen schnappen, die mir nicht gefallen. Wenn es sein muss, ausschlagen. Anschliessend mit einem Pferdegrinsen, wiehernd der untergehenden Sonne entgegen galoppieren.
 
" Mir ist langweilig! " Sagt die Verursacherin der Schweinerei. 
Ja Kleine, das Leben ist eben kein Ponyhof!
Der Vater befindet sich wieder auf einem normalen Level. Beflissen kramt er in seiner Umhängetasche.
Er ahmt einen Zauberer nach. Abrakadabra, was er wohl heraus zaubert?
Ich bin genauso neugierig wie die Kinder. Gespannt sehen wir ihm bei seinem Copperfield Gehabe zu. 
Mein Gott, ist der Mann langsam. Wirklich nicht von der schnellsten Truppe!
Bedauernd schaue ich zu seiner Ehefrau. Auch hier , ein kurzes kreuzen der Blicke.
Diese signalisieren mir: Genauso, ein Langweiler ist er auch im Bett!
Da Frauen sich auch ohne Worte etwas mitteilen können, deute ich ein ganz leichtes, kaum sichtbares  Nicken an. Dabei ziehe ich meine Augenbrauen kaum sichtbar in die Höhe.  Weise ohne Worte, auf den Mann in meinem Rücken hin.
Die scheinbar verlorene Libido der Mutter kann ich fast spüren. Einst verdrängt durch die Hormone einer Schwangerschaft. Der Geburt der Zwillinge und einem Mann, der besser auf dem Mond aufgehoben wäre.
 
Endlich ist der Vater fertig mit seiner Siegfried und Roy Nummer. Wenn er jetzt einen weissen Tiger heraus zaubert ist er rehabilitiert.
Pha! Denkste! Zwei Nigel Nagel neue Tablets werden aus dem Dunkel der Tasche, ans Tageslicht befördert. 
Die Schutzhüllen in rosa und blau. 
Schade, sie hätten besser " Schwarzer Peter " zusammen gegen die Langeweile der Kinder gespielt.
Und schon wieder taucht ein Problem auf, das wir früher nicht hatten. 
Der Peter darf nicht mehr schwarz sein. Der um das 19. Jahrhundert geborene Mohrenkopf wird umgetauft.  Wobei er eine faire, süsse Versuchung ist. Er vereint den Mohr mit der Weisshaut. Aussen schwarz, innen weiss. Im Munde zerschmelzen sie zu einer klebrigen Masse.
 
In meiner Stadt steht ein Brunnen. Er wurde um die 1520 erbaut. Stolz steht Caspar auf der Säule. Er ist ein König. Schwarz und heilig. Der  weise Mohr aus dem Abendland. Er verkörpert den " Schwarzen Kontinent " Das wunderschöne Afrika. Dieses möchte ich auch noch bereisen. 
Deswegen verstehe ich auch nicht ganz, wo das Problem liegt!? Als dunkelhäutiger Mensch würde ich mich geehrt fühlen, und nicht alles auf Rassismus zurückführen!
Deswegen sind Schwarz und Mohr in meinen Augen , KEINE  rassistischen Begriffe.  Das unschöne Wort " Neger " hingegen schon. Hier musste ich leider feststellen, dass dieses aus der Versenkung wieder aufgetaucht ist.
Für mich ist der Weg der Asylpolitik,  den die Schweiz im Jahre 2019 geht, der falsche! Der Schuss könnte nach hinten los gehen.
Mein Land sollte seine Identität nicht aufgeben.
 
 
Kürzlich war ich in einem sehr interessanten Land. Ich tauschte mich mit einem Einheimischen über unsere Länder aus.
Sein Land verfügt über eine Armee, die weltweit zu einer der Schlagkräftigsten gehört. Ihre Politik gegenüber Menschen in Not, sackstark.
Valetta
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50.  Valetta
Ruhe ist eingekehrt. 
Nur die leise Musik aus einem Trickfilm flimmert durch die Luft. Ich glaube es ist die, vom menschlichen Schwamm, der in seiner Ananas auf dem Meeresboden wohnt. Ich muss leicht verlegen zugeben, diesen Typ und seine lustige Sippe finde ich super. 
Dieses liebenswerte, gelbe Kerlchen. Viel origineller als meine langweiligen " SCOTCH " Schwämme!
 
Alle sind beschäftigt. Alt und Jung, an ihren jeweiligen elektronischen Geräten.
Ich beobachte die zwei Kinder. Sie bedienen ihre Geräte, wie Profis. Kleine, flinke Finger streichen über den Bildschirm. Ich frage mich immer wieder ? WER hat es ihnen beigebracht? Es muss nebst der Zahnfee, noch ein Wesen geben, das in der Nacht anschwirrt und irgend etwas über den Kinderhäuptern abwirft, dass sie wissend werden lässt. 
Die Fee war auch bei uns. Sie hat mich ein Vermögen gekostet. Von zwei Kindern die ausgefallenen Zähnchen abholen, ist nicht ganz billig.
Im nächsten Leben werde ich einen Pauschalbetrag aushandeln.
" ES " kam aber auch zu uns! Flog auch bei meinem Sohn über das Haupt. Kaum fähig zwei mal drei, wittewitt zu rechnen. 
Aber als top Surfer unterwegs. 
Was das Kind alles bestellen möchte!? Wohlbemerkt, mit meiner Kreditkarte!
Täglich ziehe ich wie eine Amazone in den Kampf.
Meine Gegner: Diverse online shops.
Mein Bogen ist verbogen, alle Pfeile  ohne einen Treffer verschossen.
Auch gegen die zum Teile doch sehr einfach gestrickten Youtuber/ Innen, gehe ich siegeslos aus dem Kampf.
 
Ich beobachte aber auch mich.
Auf meinem Schoss liegt mein Natel. Auch ich sitze im Glashaus....
Meine Füsse sind inzwischen kalt. Schnell schlüpfe ich in meine Schuhe und lasse das Handy in meine Tasche gleiten.
Hinter mir bezahlt der schöne Mann. Zwei weibliche Augenpaare sehen ihm nach, wie er davongeht.
Das linke Bein zieht er leicht nach.  Ein kleiner Makel, der ihn  noch attraktiver erscheinen lässt.
Meine Blicke schweifen bald ab, die Anderen sehen ihm noch lange nach......
 
Als wäre der Startschuss gefallen, bricht auch die Familie auf.
Auch ich muss mich wieder auf den Weg machen. Zurück in die Schweiz. Zurück in meine Stadt. Zurück in mein Leben.
Ich falte meine ungelesene Zeitung zusammen.
Ich werde mich heute Abend in meiner Unterkunft on line informieren.
 
Meine Ferien sind vorbei. Im doppelten Sinne.
1984 fahren mein Freund und ich, unbeschwert mit dem Zug aus dem Glarnerland zurück. Lassen den  kleinen Ort Mitlödi , wo meine Mutter aufgewachsen ist, hinter uns. Unsere Köpfe strecken wir keck dem Fahrtwind entgegen. Rufen den Bergen " Tödi " und " Glärnisch " ein Ade zu. Zeigen dem Kondukteur unser Billett. Harren dem Geräusch. Wenn die Zange auf den Karton trifft. Das von Kindern geliebte " Löchli " ausgestanzt wird.  
Uns gehört Gott und die Welt, wir sind unsterblich!
Jung und unbeschwert! Ich hatte keine Ahnung von Schicksalsschlägen, Krankheiten oder dem Tod.
Dinge, die mich im Laufe meines Lebens einholen werden.
Dinge, die verändern.
Hirnschlag, Krebs und die Einsicht , keineswegs unsterblich zu sein.
 
2019 fliege ich meiner Heimat entgegen. Alles andere als unbeschwert oder keck. Sorgenvoll blicke ich in das an mir vorbeiziehende Wolkenmeer.
Es brennt!
Er brennt!
Der Wald!
Der Regenwald!
 
EXIT
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51.  EXIT
Mir fällt so spontan KEIN Lebewesen ein, dass sich selber den Boden unter den Füssen wegzieht?!  Wenn man an einer Lungenmaschine angeschlossen ist, zieht man doch nicht selber den Stecker! 
Eigentlich braucht der Mensch niemanden, der ihm beim Sterben hilft! Der ihm die letzte und erlösende Mahlzeit reicht. Er ist höchst Suizid gefährdet!
 
Mit meinem eigenen Leben halte ich es so: Ich durfte meinen Wunsch nicht äussern, ob ich auf diese Welt kommen möchte!
Rausgeschossen, geschwommen und überlebt! Schon krass! Ich war ein Spermatozoid! Winzig klein, aber einen Teil meines Erbgutes bereits darin enthalten. Der Mensch ist ein wirkliches Wunder. 
Aber auch sehr wundersam bis seltsam. Genies, die uns das Licht und den Strom erfanden.
Genies, die sich für solche halten, aber keine sind. Diese werden uns Licht und Strom wieder nehmen!
 
Hingegen, WANN ich von dieser Welt gehen möchte?! Diesen letzten Wunsch möchte ich äussern dürfen!
 
Der Tod hatte es bei meinem Vater nicht eilig. Er verpasste ihm, im Jahre 1990 lediglich einen Schlag. Knackte sein Gehirn wie eine Nuss auf. Durchtrennte die Einheit. Liess ihn seine linke Seite vergessen. Schaltete sie aus.
Er veranstaltete eine Unordnung in seinem Gehirn. Nahm ihm die Fähigkeit ein selbständiger Mensch zu sein.  Mein Vater , ein grosser und stattlicher Mann. Nach dem HIEB gefesselt an den Rollstuhl. In sich gebeugt, das bereits ergraute Haar über Nacht schneeweiss. Er nahm ihm die Würde, einfachste Dinge selber zu tun.  Auf fremde Hilfe angewiesen ein Leben lang. Aber die Begabung, die französische Sprache auch mit einer Unordnung im Gehirn weiterhin perfekt zu sprechen, konnte er ihm nicht nehmen.
Dies hatte mich enorm  faszinierte.
Sechs Jahre liess er sich Zeit! Dann kreuzte er im Sommer 1996 wieder auf. Nahm mir meinen Vater! Nahm ebenfalls einen Teil von mir mit. Konfrontierte mich. Lachte mir höhnisch ins Gesicht. Amüsierte sich über meine dumme Annahme, unsterblich zu sein. Liess ungekannte Gefühle auf mich einprasseln. Sah mir beim Weinen zu.
Dann verschwand er und hinterliess eine unsägliche Lehre! 
Au revoir mon père, je t`aime.........
Aber ich war ihn nicht los. Er kam wieder! Acht Jahre später, nahm er den Zweiten Teil von mir ebenfalls mit. 
Dieses Mal hatte er jedoch keine Zeit. Er veranstaltete einen riesen Stress. Verhängte schnell und so nebenbei das Todesurteil über meiner Mutter.
Gemein, gaukelte er uns eine Besserung nach gewissenTherapien vor. Stahl meiner Mutter den schönsten Schmuck, den eine Frau tragen kann.
Dann machte er sich aus dem Staube. Kam nach drei Monaten frech an ihr Bett zurück. Nachsehen, ob sein Handlanger sein Werk vollbracht hätte. Er hatte! Meine Mutter verstarb kurz vor Weihnachten, im Jahre 2004.
Die einst kämpferische, lebensfrohe Frau. Zerfressen! Gelb die Haut. Ebenso die Augäpfel hinter den geschlossenen Liedern. 
Ich habe mir eingeredet, dass einfach nur die Sonne aus ihrem Körper und ihren Augen strahlte...
Tschüss Mami, ich lieb dich....
Triumphierend wies er mich darauf hin; Nach ADAM RIESE bist DU die Nächste....
Wäre ich heute in dieser Situation, ich würde dem KREBS den Kampf ansagen. Ich würde versuchen, ihn hinzuhalten. Zeit schinden. Ihm schmeicheln und etwas vorgaukeln, dass ihn sein Vorhaben wenn auch nur vorübergehend vergessen lässt. Ich würde ihn bestechen. Ihm Geschenke machen. Darum betteln, dass er von meiner Mutter ablässt. 
Zusammen mit meiner Mutter würde ich das Leiden angehen. Versuchen ihre Schmerzen zu lindern. Retten kann ich sie nicht mehr, aber die kurze verbleibende Zeit sinnvoll nutzen. 
Schwebend und am Rande der Legalität. Unwichtig... 
 
Den Verlust meiner Eltern verdränge ich manchmal. Die Zeit hat die Wunden verheilt. Die Erinnerungen verblassen mit den Jahren. Wie ein Polaroidfoto. Einfach mit umgekehrtem Effekt!
Die Wunden sind wohl oberflächlich verheilt. Die Krusten haben sich längst gelöst. Neue Haut kam zum Vorschein. Für mein Herz wird es nie eine Heilung geben. Zwei, der vier Kammern, sind jetzt bewohnt!
Während ich diese Zeilen schreibe, laufen mir Tränen über das Gesicht.
 
Ich muss eine kleine Pause machen. Ich möchte meine Eltern besuchen, kurz mit ihnen sprechen. Dafür gehe ich nicht auf den Friedhof. 
Schlicht, in die obere Etage. Dort stehen die beiden Urnen. Auf Wunsch, wurden meine Eltern eingeäschert. Ihre sterblichen Überreste in Gefässen aus Holz und Ton.
Einmal habe ich eine Urne ein bisschen geschüttelt. Aber nur einmal. Den Klang, wenn die Zähne aufeinanderschlagen werde ich NIE vergessen. 
Der Mensch hält sich für das Grösste. Die Welt liegt in seinen Händen. Die Erdkugel wird achtlos herumgekickt. Irgendwann liegt der Ball verschrumpelt in einer Ecke. Die LUFT ist raus............
 
Häuptlinge von gewissen Ländern müssten einmal Besuch bekommen! Von Jemandem der kräftig eine Urne neben deren Ohren schüttelt!
 
Auch ich möchte verbrannt waren. Mein Sarg und ich lösen uns bei 650 Grad auf.  Ich möchte nicht, auf irgendeinem Friedhof liegen. Wo mich nach drei Monaten kein Lebender mehr besucht. Es ist sicher auch sehr kalt, so tief unter der Erde! In meiner Stadt da kommen sie. Die  Glühwürmchen. Die leuchtenden Pünktchen schweben über die Toten hinweg und bringen ihnen ein wenig Licht zurück. 
 
Meine Eltern, haben ihren Platz gefunden. Sie sind hier. Hier bei uns. Zuhause wo sie einst lebten. Zuhause, wo sie sich liebten aber auch stritten. Zuhause, wo wir gemeinsam lachten. Zuhause, wo mein Bruder und ich aufwachsen durften.
Ihr Platz, in dem ruhigsten Zimmer. Das mit der Bücherwand. Diese ist eigentlich nichts besonderes. Schlichte Holzbretter übereinander gereit. Dasselbe Zimmer indem ich vor über vier Jahrzehnten wie wild schaukelte, dass sich meine Haarschnecken lösten. Wenn ich nochmals zu dem kleinen, rotwangigen Mädchen werden könnte?! Ich würde sie NIE mehr ärgern........
 
Zwischen wunderschönen, alten Dingen stehen sie. Aufbewahrt zwischen alten Büchern und Spielzeug aus Blech. Erinnerungen aus dem Leben. Mit viel Geschmack und Liebe zum Detail. Der Ertrag diverser Flohmärkte, zusammengetragen von meiner Mutter. Manchmal lege ich mein Poesiealbum und das Vergissmeinnicht meiner Mutter auf die Urnen. Eine kindliche Geste.
 
Mein Zeugnis hingegen,  habe ich verschwinden lassen. Ich möchte meinen Vater nicht wieder verärgern!
Der Kreis schliesst sich somit...
 
 
Sanft landet die Maschine. Der Flughafen Kloten ist bereits in Dunkelheit getaucht. 
Ich bleibe noch etwas sitzen, ich stehe nicht gerne noch Ewigkeiten im engen Gang herum. Munter wird drauflosgeschwatzt. Alle freuen sich auf zu Hause. In verschiedenen Schweizer Dialekten wird gesprochen. Von der vergangenen Reise erzählt. Mal schneller, mal langsamer.....
Ein kleiner Junge erzählt in breitem " Züüridüütsch " was er alles erlebt hat. Eine junge, hübsche Nichttussi, macht ihrem Freund am Telefon schmackhaft, wie sehr sie sich auf ein Wiedersehen freut! Der erdige " Bündnerdialekt " passt perfekt zu ihr. Ich kann das frisch gemähte Heu fast riechen, in dem die Zwei sich heute Abend vergnügen werden.
Zwei Junge Männer mit der Dächlikappe verkehrt herum auf, albern herum. Ihr Dialekt absolut geil. Die beiden wirken absolut charmant auf mich, auch wenn ich kaum verstehe um was es geht. Das Wallis hat für mich eine gewisse Erotik im Dialekt. Von weiter hinten dringt ein Basler in mein Ohr. Ich muss sehen wer da so cool spricht. Boah, jetzt hätte ich alles erwartet aber DAS nicht! Ein Halbgott von einem Mann, aber nicht in weiss. Ein wenig benommen höre ich dem Adonis beim Sprechen zu. Zeitgleich setze ich meinen Röntgenblick ein. Dieses Basler- Läckerli muss ich durchleuchten. Mist, jetzt geht es natürlich vorwärts. Alle drängen dem Ausgang und der Heimat entgegen.  
Auch ich mache mich auf den Weg. 
In meiner Stadt angekommen, lausche ich unserem Dialekt. 
Ich hoffe sehr, dass den Dialekten nicht der Garaus gemacht wird. Denn dadurch zeichnet sich doch die Schweiz aus. Jeder Kanton hat sprachlich seine eigene Identität. Für mich gilt: Schriftdeutsch: Im Schulzimmer, ja. Ausserhalb, nein! Auf dem Pausenplatz sollte man so reden dürfen , wie einem der Schnabel gewachsen ist. 
Heidi und Ernst
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52.  Heidi und Ernst
Es windet leicht. Das Mobile meine Mutter tanzt sanft mit ihm. Mit gefällt der Klang, wenn die Teilchen aus Perlmutt sich sanft berühren.  Ich schliesse das Fenster im Zimmer mit der Bücherwand. Mit meinem Finger wische ich sanft die feine Staubschicht auf den Urnen weg. Lese zum x- ten mal die Inschrift auf den goldfarbenen  Plättchen.  Leise ziehe ich die Türe hinter mir ins Schloss. Aber ich lasse sie nicht alleine! Ich komme wieder. Irgendwann muss ich ja wieder einmal Staub saugen. Die zwei Kerzen stehen bereits bereit. Sie warten auf die Tage der Geburt meiner Eltern. Jedes Jahr zünde ich sie an. Eine am 3. Februar, eine am 8.  März. An den Todesdaten zünde ich keine an. Ich erinnere mich lieber daran, wann sie geboren sind. Die Jahre nach dem Tod, habe ich aufgehört zu zählen. Jedoch nicht, wie alt sie am Geburtstag jeweils geworden wären.
" He! " 
* NEIN, bitte nicht, ich habe jetzt wirklich keine Zeit! *
" Wo warst du denn die ganze Zeit? "
" Ich habe ein paar Tage Urlaub gemacht. Auf dem Mond! "
" Echt? War es cool? "
* Mein Gott, sind die zwei doof! *
" Ja, es war super! " Die Luft ist zwar etwas dünn, aber das macht nichts. Ich konnte mich schon akklimatisieren, falls es dann auf der Erde mal soweit ist! .
" Ich habe für euch gebucht. Ihr könnt gleich abreisen! Ich helfe euch sogar beim Packen.! "
" Nee, wir wollen lieber bei Dir bleiben, es gefällt uns unter deinem Bett! "
* Mist, wäre auch zu schön gewesen! *
" Ach ja, es gibt ein neues Natel! "
Die Zahl hinter dem Apfel steigt stetig. Die Zehnermarke ist bereits überschritten.
Welche Zahl steht im Jahre 2030?
Was kann ein Handy dann?
Was können wir noch?
Der Mensch sieht in allem seinen Gegner.
Blödsinnig wird verbissen gegen alles angekämpft, was einem nicht passt. 
Des Anderen Religion oder Hautfarbe. Oder wenn einem einfach die Nase nicht passt.
Im Namen Gottes wird gemordet.
Ich halte nichts von Schwarzmalerei. Ich bin Realist.
Es könnte sein, das der Mensch in den Falschen seine Gegner sieht. 
Ich hoffe, er muss nicht einmal in den Kampf gegen die Technik ziehen!?
Alles scheint sicherer zu werden. 
X- Benutzernamen, Passwörter und SecureSign Briefe.
Hat man das Ganze mal endlich im Griff, tüftelt einer noch etwas viel Sicheres aus!
Alles über das Natel! Blöd wenn das noch gut funktionieren Handy dann plötzlich " veraltet" ist.
Kein Wunder steigt die Zahl stetig.
Ich stamme nicht aus einer Generation, wo mir das Wesen in der Nacht über mein Haupt flog.
Manchmal bin ich wirklich überfordert. 
Ein einfaches eBankingkann zum Spiesrutenlauf werden.
Diese Rechnung scheint mir,  geht nicht nur bei meinem Sohn nicht auf!
 
" Wir wollen kein neues Natel! Wir wollen, dass du dich mit uns auseinandersetzt! "
" Nein! Die Zeit ist noch nicht reif! Ich bin noch nicht soweit! Ich muss meine Gedanken noch zurückhalten! Aber der Tag wird kommen, wo ich auch noch die letzten Schranken durchbrechen werde. Die Geschichten zwischen den Geschichten erzählen! "
 
Das Fenster klemmt ein bisschen. Mit gemeinsamer Kraft schieben wir es nach oben. Ein letztes Mal winke ich meiner Freundin aus dem Glarnerland zu. Wir kennen uns seit wir denken können. Ich freue mich, wenn ich zu Hause wieder einen Brief von ihr aus dem Briefkasten fischen kann. Wir pflegten eine jahrelange Brieffreundschaft. Leider habe ich all die Briefe nicht mehr! Der Poststempel von Mitödi, eingeprägt in meinem Gehirn! Im Jahre 1976 geschah ein Mord im Dorfe. Eine Wirtin wurde umgebracht. Der Weg vom Bahnhof, zu dem Elternhaus meiner Mutter führte am Gasthaus vorbei. Ich hatte eine heiden Angst. Dass es im Hause meiner  verstorbenen Grosseltern überall ächzte und knarrte, trug auch nicht gerade zu meiner Beruhigung bei. Ich war ein Schisshase. Überall im Hause schien der Mörder auf mich zu lauern. Ich vermutete ihn sowieso im Kasten. In einem riesen, hölzernen Ungetüm. Ich hasste ihn. Jedesmal wenn jemand an ihm vorbeiging, öffneten sich wie von Geisterhand seine Türen. In dem Zimmer mit dem Kasten schlief ich! Im Ehebett meiner Grosseltern. Etwa doppelt so gross, wie der schon riesige Kasten. Ich wollte nicht alleine schlafen, irgendwo lauerte bestimmt jemand. So schlief immer meine Freundin bei mir. Sie ist aus einer kindereichen Familie. Gleich im Hause nebenan hat sie gewohnt. Ich war so gerne bei ihr und ihrer Familie. Ich liebte es mit ihnen zu essen. Alle zusammen an einem Tisch. Eine enge Sache, aber sowas von gemütlich. Ihre Mutter kochte immer so wunderbar. Einfache, sättigende Gerichte. Aber locker fünf Hauben wert.
Ihre Omeletten, ein Traum. Ich probiere noch heute, diese gleich hinzukriegen.
Die herzensgute, alte Grossmutter meiner Freundin werde ich NIE vergessen. Sie sass immer in der Küche. Im Winter nahe des Ofens. Im scheine seiner Flammen konnte ich sehen wie das Alter kam. Jahr um Jahr wurde ihre Haltung gebückter.
 
MEINE Grossmutter verstarb im Geburtsjahr meines Bruders, 1971. Ich habe leider nicht mehr sehr viele Erinnerungen von meiner Zeit mit ihr.
Für eine schäme ich mich ein bisschen. Einmal hängte sie Wäsche zum Trocknen auf den Dachboden. Ich war kein böses Kind, die Türe war Schuld! Ein ungünstig angebrachtes Schloss, dass ich nicht mehr selber öffnen konnte, nachdem ich meine Grossmutter auf den Estrich gesperrt hatte.
Jetzt schäme ich mich so richtig. Meine Grossmutter eine ebenso herzensgute, alte Frau, wie sie aus dem Nachbarhause.
Auch heute noch, Inbegriffe der Liebe.
 
Nachdem wir das ganze Haus nach eventuellen Mördern abgesucht hatten, gingen wir dann zu Bett. Wir versanken fast darin. Riesen Kissen und Decken, die uns fast erschlugen. Alles mit dem Duft alter Kästen behaftet. Kein wochenlanger, nachhaftender Duft von Weich gespültem.
 
Wir versteckten uns unter dem Bettgelage und quatschten. Zum Glück schwitzte ich damals noch nicht so. In der Nacht auf die Toilette gehen, getraute ich mich auch nicht. Wer weiss; Wenn ich den WC Deckel öffne?!
Harntreibende Blutdrucksenker waren zum Glück noch kein Thema! So bisselte ich eben in den Hafen, den ich unter dem Bett bereitgestellt hatte.
Bedacht darauf ja keine Geräusche zu machen. Sowie wenn man jemanden neu kennenlernt. Der Horror wenn man da aufs Klo muss. Wenn er dann auch noch männlich ist, wünscht man sich schalldichte Türen. Ein riesen Fenster und so Pfupf Dinger an der Wand. Wenn die Türe einem zu wenig schalldicht erscheint, gilt es den Wasserhahnen anzustellen. Ablenken vom eigenen Geplätscher.  Der neu erworbene Mann darf ja nichts mitbekommen. Ok, ich kann verstehen, wenn man anschliessend gefragt wird, ob man geduscht hätte? 
Je vertrauter man wird, desto geringer wird der Wasserverbrauch. Der Duft der Südsee, längst verpfupft....
 
Jedesmal wenn ich am morgen die Augen im riesigen Bett aufschlug, war das erste was ich sah: Ein Tuch aus Leinen, fein bestickt. 
" MORGENSTUND HAT GOLD IM MUND "
Naja, nicht gerade mein Lieblingsspruch!
Esther
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53.  Esther
Nach dem Tode meiner Mutter, die im Spital verstarb, betrat ich den Kanton Glarus bis heute nicht mehr.
Geboren in Mitlödi, verstorben in Glarus.
Ich möchte meine Freundin aus Kindertagen wieder einmal besuchen! Uns an die schöne Zeit zurückerinnern. 
Vielleicht schaffe ich es sogar wieder einmal, an dem Eternit Haus vorbeizugehen.............
Ich liebe den Kanton mit dem Fridolin im Wappen bis heute! 
Einmal war ich ein bisschen wütend auf ihn!
Am 18. Juni 1782 wurde ANNA Göldin in Glarus öffentlich enthauptet.Sie war die letzte Frau in Europa, die als Hexe verurteilt wurde...............
 
 
Zwei mal müssen wir umsteigen, bis der Zug in unserem Bahnhof einfährt.
Wir fahren über kleine Brücken. Unter uns fliesst die " Linth " .
Dieser Fluss kann zur Todesfalle werden, er riss schon tosend Menschen in den Tod!
 
Mein Freund und ich albern herum. Er zieht mich damit auf, dass ich nun in der Lehre Röcke tragen muss!
Ja, das passt mit gar nicht. Wehmütig betrachte ich meine Latzhosen. Streiche über den groben Jeansstoff. Ich liebe die bequemen Teiler.
Nirgends schneiden sie ein. Locker und lässig sitzen sie. Bei den Jungs musste man keine Angst haben, das sie über den Allerwertesten rutschen und über den Boden geschleift werden!
Ausgestattet mit massenweise Hosensäcken. Platz für alle Natels dieser Welt.
Was wollte ich damals mit Jupes und Röcken?
Was will ich heute mit Hosen?
Seit beginn meiner Lehre, trage ich keine Hosen mehr.
Ob Sommer oder Winter- ich fühle mich wohl darin.
Ich bin absolut kein " Bünzli " aber ich verstehe die heutige Mode nicht so ganz!
Vielleicht stört es ja auch nur mich?
Täglich werde ich mit abgezeichneten Geschlechtsteilen konfrontiert!
Ich möchte keine durch die Hosen scheinenden " VULVAS" sehen! 
 
Ich weiss auch nicht, warum das Hinterteil heute einen so hohen Stellenwert hat?
Kein Wunder geht der Menschheit alles am ARSCH vorbei....
Die Shorts im Sommer sind für mich ein no go. Sie verursachen bei der Trägerin auch ein bisschen Stress. 
Ständig verschwinden die knappen Teiler in irgend einem Spalt oder Ritze. Von dort müssen sie wieder befreit werden. Dies mit einer identisch ausgeführten Bewegung aller Trägerinnen. Gefühlte 61289 mal pro Tag..
Ist das wirklich bequem? Meine Röcke sind es. Eine luftige Sache. 
Ich müsste ja nicht hinsehen! Aber ich kann nicht anders! Es ist wie bei einem Unfall, man MUSS....
Ich hoffe, dass bald ein Modemensch geboren wird, der etwas von Ästhetik versteht! Und diese Modeunfälle behebt!
 
 
Die letzt Strecke liegt vor uns. Mit dem Verlassen des Hauptbahnhofes Zürich nähern wir uns unserem Zuhause. 
Plötzlich geht das Licht aus. Eine ideale Gelegenheit, sich meinem Freund an den Hals zu schmeissen.
Was haben wir auf Schülerreisen gekreischt, wenn plötzlich im Zug die Glühbirnen kurz ihren Geist aufgaben. 
Unser Zielbahnhof rückt immer näher. 
Den Fridolin musste ich zurücklassen, der Bock erwartet mich!
Mit süssen 18 Jahren wusste ich noch nicht für was er steht!? 
Heute weiss ich es! Er symbolisiert, dass in meinem Kanton viele Böcke geschossen werden!
Bei unserem Museum steht auch einer.....
Wunderschön und stolz, mit zwei goldenen Eiern ausgestattet. 
Leider ist nicht alles Gold, was glänzt!
Leider bin ich in Handarbeiten eine absolute Niete. 
Das Stricken und Häkeln waren ein Gräuel für mich. Furchtbar, das Liesmen von Socken. Zuviele oder Zu wenige Maschen. 
Die Heruntergefallenen irgendwo wieder dazwischen gequetscht.
Wenn ich aber begabt wäre; würde ich ein neues Kantonswappen kreieren. 
Aus FILZ. 
Eventuell, mit Adam und Eva darauf gestickt. 
Meine Stadt wirbt gerne mit paradiesischen Sprüchen. 
Mit dem Wort " locken " wird eventuellen Zuzügern aus anderen Kantonen das Paradies versprochen!
Ein Paradies mit vielen, reifen und rotbackigen Äpfeln. 
Knackig und saftig beim Reinbeissen. 
Darunter aber auch verfaulte. Die Einten klein und verschrumpelt. Die Anderen mehlig mit einem sich windenden Bewohner darin..........
La Suisse a légalisé le cannabis
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54.  La Suisse a légalisé le cannabis
Meine selbstgestellte Frage konnte ich noch nicht beantworten!
 
Waren die Menschen besser?
Waren die Kinder folgsamer?
War mein Leben besser?
Ob mein Leben besser war, das gehe ich jetzt überprüfen. 
Mit dem Schreiben meiner Autobiografie, lebe ich mein Leben quasi ein zweites Mal!
Wie ein déjà vu...........
 
Meine Zeitmaschine steht bereit. Es geht zurück ins Jahre 1984. 
Mittlerweilen starte ich das Teil mit links. Flink und ohne einen Fehler gebe ich die Jahreszahl ein.
Ich schiele auf die Uhr. Es ist noch genug Zeit.
Behende ändere ich den Kurs. 
Ich muss schnell dort hin fliegen. Ich muss die Leute sehen.
So eine Gelegenheit ergibt sich mir nie mehr.........wenn ich hier erst einmal mal fertig bin, ist es vorbei mit der Reiserei.
Hoffentlich ist es nicht mehr all zu weit!?
Was muss ich jetzt auch wieder noch einen Abstecher machen? Mir selbstgebastelten Stress verursachen..
Hätte ich doch nur direkt das Jahr 1984 angeflogen! Ich kann nicht schon zu Beginn meiner Lehre, am ersten Tag zu spät kommen!
Ja, klar! Nun kann ich nichts mehr sehen! Die Sicht ist völlig erschwert.
Meine Zeitmaschine und ich verschwinden.........
In einem Meer.....aus 99 Luftballons.   ( Danke NENA für deine Musik, die mich wie eine Welle durch die unbeschwerteste Zeit meines Lebens trug! )
Das ist der pure Wahnsinn. Wir werden von ihnen getragen.
Völlig schwerelos und total losgelöst fliegen wir mit ihnen mit.
Urplötzlich sind sie alle weg. Verschwunden am Horizont....
Mein Ziel wird sichtbar. Jesus, ist sie riesig. Viel größer als im Fernseher. Gigantisch und eindrucksvoll!
Ich freue mich, sie jetzt alle endlich einmal persönlich kennen zu lernen!
Der Schisshase in mir meldet sich: " Was ist wenn ein Klingone auftaucht? "
Auf diesen habe ich mich vorbereitet. Vorgängig habe ich bei " Babel "  schnell ein paar Sätze auf klingonisch gelernt.
Meine im Verhältnis kleine Maschine dockt an.
Wie eine Wanze kleben wir am Elefanten.
Durch die Türe schlüpfe ich in das Innere des Schiffes.
Es scheint niemand da zu sein. Das fehlte mir gerade noch.
Meine Zeit wird knapp! Ich muss mich auch noch umziehen. In Gedanken zwänge ich mich schon einmal in meine neuen Kleider.
Ich schelte mich selber, was muss ich auch einen Lehrvertrag unterschreiben, wo ich keine Hosen tragen darf!?
Ich werde es sicher überleben............... Und ich habe es.......
Vor mir liegt die Krankenstation. Da ist sicher jemand. Ein Arzt oder ein ausserirdischer Kranker.
Ich spähe in den Raum. Nichts! Nur gähnende Leere.
Mensch! Wo sind die denn alle?
Etwas forscher gehe ich auf die Brücke zu.
Vor der geschlossenen Türe bekomme ich Herzklopfen. Was, wenn niemand mehr hier ist? Wenn sie alle tot sind? Abgemurkst von ihren klingonischen Feinden.
Auch hier öffnet sich wie von Geisterhand die Türe und.......
Nichts! Überhaupt nichts! Nix, nada! Dunkel wie in einer Kuh. Die Enterprise scheint verlassen.
Plötzlich gibt es kleinen Ruck. Wir fliegen.
Fasziniert betrachte ich von der Brücke aus, den wunderschönen Sternenhimmel.
Am Rande nehme ich schemenhaft ein paar Gestalten war. 
Na dann, gute Nacht! Der Schisshase sitzt jetzt auf meiner Schulter.
Plötzlich umgibt mich gedämpftes Licht. Irgend jemand lässt den Raum immer heller und heller werden.
Die Schemen nehmen Gestalt an. Wie bei einem richtigen Polaroidfoto!
Sie sind da! ALLE zusammen! Ich blicke in die Gesichter von: Kapitän James T. Kirk, seinem Ersten wissenschaftlichen Offizier, Mr. Spock.
Dem Schiffsarzt, Dr. Leonard Mc Coy, Dem Chefingenieur, Montgomery Scott. Ebenfalls anwesend: Steuermann Leutnant, Hikaru Sulu und Navigator, Pavel Andreievich Chekov.
Zu guter Letzt. Die einzige Frau im Team. Meine geliebte Kommunikations Offizierin, Leutnant Nyota Uhura..........
Ich bin platt, ich muss mich setzen.
Schön weich der Stuhl und er bewegt sich auch noch. Irgend etwas schnaubt mir ins Genick!
Ich schnelle auf.
Meine Güte jetzt bin ich doch tatsächlich einem Klingonen auf den Knien gesessen!
Was müssen die den auch, an den Stuhl fesseln!?
Uhura kommt auch mich zu. Nimmt mich sanft am Arm und geleitet mich zu der übrigen Crew.
 
Sie scheinen auf mich gewartet zu haben.
Freundschaftlich nehmen sie mich in ihrem Kreise auf.
Ich bin etwas gerührt! Mit roten Ohren ausgestattet, versuche ich dem Vulkanier nicht auf seine zu starren! 
Der Stress sitzt mir im Nacken! Mein Gesicht glüht. Ich bin so etwas von nervös.
Die Uhr tickt! 
Die nächsten zwei Jahre werde ich ständig von tickenden Uhren umgeben sein. Die Zeit wird mich durch meine Lehre begleiten.
Zeit, die mir mit 18 Jahren noch nicht durch die Finger zu rinnen schien.
Zeit, die mir Heute davonseckelt. Der Sand rieselt immer schneller, durch die scheinbar grösser gewordene Öffnung!
Als könnte Kapitän Kirk meine Gedanken lesen; spricht er beruhigend auf mich ein. 
Ich kann es kaum glauben, sie werden mich direkt in mein Lehrgeschäft beamen. " Scotty ", wird dies übernehmen.
Geputzt und gestrählt werde ich dadurch pünktlich erscheinen. Ich muss nicht noch lange mit meiner Maschine durch die Zeit kurven.
Der Stress fällt von mir ab. Ich entspanne mich. 
Alle zusammen gehen wir zu einen anderen Raum.
Plötzlich strömen die schillersten Menschen durch die Gänge.
Da ist unsere Fasnacht ein billiger Abklatsch dagegen.
( " Tschuldigung " nach Basel )
Ich zupfe " Pille " am Aermel und erkundige mich bei ihm; Ob ich schnell einen Blick in seinen Arzneischrank werfen dürfe?
Bereitwillig öffnet er diesen für mich. 
Jetzt fühle ich mich wie in einem dieser Gummibärenläden. Diese, aus denen man sein Kind wieder herausprügeln muss.
Einmal machte ich einen Fehler. Ich verliess kurz das Geschäft. Liess meinen Sohn alleine. Zwischen sauren Colafläschli und noch saurerem, anderem klebrigen Zeug.
Es in so kurzer Zeit zu schaffen,  dass die Waage anschliessend nahezu ein Kilo anzeigt!; ist eine echte Kinderleistung......
 
Glas an Glas. Ordentlich an einander gereiht. Alle fein säuberlich beschriftet. Etwas klein geschrieben, ich kann es fast nicht lesen.
Ich muss wohl etwas euphorisch geworden sein. Mein Begleiter fragt mich erstaunt, was denn eine solche Begeisterung bei mir hervorrufe?
Ich erkläre ihm, dass mein Logbuch das Jahre 2019 schreibe.
Und das in meinem Lande, Cannabis wie ein Klingone bekämpft wird.
Abgemurkst wird man zwar nicht mehr, aber bestraft und eventuell an einen Stuhl gefesselt.
Zielsicher nimmt er ein Glas aus den Reihen und öffnet es vor meiner Nase.
Der Geruch der Pflanze haut mich fast um. 
Wenn er mir jetzt einen Joint anbietet, wechsle ich sofort den Arzt.
Wenn ich dann wieder zu Hause bin, werde ich mich bei meiner Krankenkasse erkundigen, ob ich meinen  Hausarzt ummodeln darf.
Mc Coy erklärt mir, was es mit der Aufschrift auf sich hat. Damit es für mich besser lesbar wird, hält er das Glas gegen das Licht. 
Genau im richtigen Abstand zu meinen Augen. Somit kann ich die Lettern klar und deutlich lesen:
 
" Confoederatio Helvetica "
 
Mein Herz hüpft! Ich bin richtig stolz! Mein Land hat den Anschluss nicht verpasst!
Ich platze fast! Die Blüte trägt den Namen MEINES Landes. 
Auf mein Frage hin, was denn die Zahl hinter dem Namen zu bedeuten hätte; Antwortet er: Das ist die Geburtszahl des Jahres, in der Cannabis entkriminalisiert und legalisiert wurde.
Entziffern kann ich sie leider nicht! Viel zu klein geschrieben. 
Das Logbuch der Enterprise schreibt das 23. Jahrhundert. 
Bitte, Bern! Gebt Gas, sonst muss ich mich einfrieren lassen! 
Ich möchte noch erleben dürfen: Das man genauso legal einen Joint rauchen, wie sich ins Koma saufen darf!
 
Die Pflanze ist ganz klar eine Droge. In der Schweiz werden jährlich 60 Tonnen davon konsumiert!
Es wird durch alle Gesellschaftsschichten gekifft. Wenn Kinder in die Entwicklung ihres Gehirns reinkiffen, verheerend. 
Also Bern: Anstatt wie ein Kind im Süssigkeitengeschäft über einen EU Beitritt zu quengeln; besser eine Vertrag aushandeln! Keinen Wolf im Schafspelz! Einen klaren, schützenden und aufklärenden RAHMENVERTRAG! Der Umgang und Konsum von Cannabis sollte nicht mehr weiter im Dunkeln stattfinden müssen. Durch Verbote wird alles nur noch interessanter! Das fing ja schon früh an. Nicht erlaubtes Früchte klauen! Aus dem Paradies oder aus Nachbars Garten! 
 
Bringen wir unserer Jugend lieber wieder bei: Kirschen zu klauen, anstatt sich quer durch alle Gärten zu kiffen........
 
Im Erwachsenenalter sollte der Genuss von Marihuana eine Lebenseinstellung sein. Es kann, muss aber keine Droge für den Einstieg sein. Es verändert und es kann Psychosen auslösen. Ich sehe in ihr, keinen klingonischen Feind. Sie kann durchaus auch heilend wirken.
Ich distanziere mich ganz klar von sonstigen Drogen. Mit dem legalen Genussmittel Alkohol, an vorderster Font!
 
Gemeinsam verbringen wir, die mir bleibende Zeit.
Wehmütig verabschiede ich mich von Allen.
Es ist an der Zeit dass ich zurück gebeamt werde.
Ich zwinkere dem Kapitän zu, und mache mich bereit. Ich habe ein stilles Abkommen mit ihm:
Ich lege noch einen kleinen Zwischenstop ein. Nur einen klitzekleinen! 
Bevor sich mein Körper aufzulösen scheint, nicke ich meinen unvergessenen Kindheitsidolen noch ein letztes Mal zu. 
Wo kommt den DER jetzt her?
Jetzt zwinkert er mir auch noch blöde zu!
Er muss sich irgendwie COPPERFIELD mässig befreit haben. 
Seine Fesseln hängen an ihm herunter. 
In den letzten Sekunden vor meinerAuflösung, wirf der Klingone mir noch eine Kusshand zu!
Aber, das habe ich sicher alles nur geträumt...........
 
  
Vor dem Haus nehme ich wieder Gestalt an. Das Timing ist perfekt. Es dunkelt bereits. Die Nacht ist im Anzug. Bald gehen sie zu Bett.
Es ist zwar völlig unpassend! Aber ich muss eine rauchen.
Der Klingone hat mich schon etwas nervös gemacht. Wobei? Er optisch doch nicht so ganz meinem Typ Mann entsprach! Aber chic gekleidet war er.......
 
 
Wie immer suche ich mein Feuerzeug. Meine Hand findet eines: Noch nie gesehen das Ding!
Kleptomanisch nehme ich unbewusst alle Feuerzeuge an mich. Im Kreise meiner Freunde, werden des Öfteren welche gesucht. ( He, Freunde! Ich habe sie ALLE zu Hause! Gesammelt in einem grossen Glas..........
 
Dringend auf die Toilette sollte ich auch. Unpassend wie immer! Ich klemme meine Beine zusammen. Ich könnte ja schnell hinter einen Busch.
In solchen Momenten lobe ich mir meine Beinfreiheit.
 
Jetzt geht es los; Im oberen Stock des Hauses gehen die Lichter an.
Sofort vergesse ich alles und harre der Dinge.......
Das erste Licht in einem Zimmer geht aus.
 
" Gute Nacht John Boy "
Edith Wolf - Hunkeler
Seite 55
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55.  Edith Wolf - Hunkeler
Guten Morgen..
 
Jemand reisst an meinem Bein. Ich habe das Gefühl entzwei gerissen zu werden!
 
Pünktlich stehe ich in meinem Lehrgeschäft. Dankend lege ich meine rechte Hand auf mein Herz. Dabei sehe ich nach oben und deute eine leichte Verneigung an.  Eine gäbige Sache diese beamerei.  
Um mich herum, das Ticken von Uhren. Grosse und kleine Pendel schwingen dazu lustig im Takte mit. 
Dies nehme ich aber nur mit halbem Ohr wahr.
Irgendetwas stimmt nicht! 
Irgendetwas fehlt! 
Fasziniert betrachte ich eine wunderschöne Neuenburger Pendule. Die feinen, von Hand aufgemalten Blümchen gefallen mir.
Eigentlich besitze ich Augen wie ein Adler, aber meine Sicht ist irgendwie eingeschränkt.
Ein dumpfer Schlag ertönt. Ein Regulator hinter mir schlägt zur vollen Stunde. 
Ich falle fast in Ohnmacht, irgendwie bin ich nicht so ganz fit. 
Irgendetwas fehlt doch!
Meine linke Hand such hilfesuchend Halt. Dabei kippe ich fast um.
Jetzt weiss ich was fehlt! Meine komplette linke Seite fehlt! Ich bin nur ein halber Mensch.
Grundgütiger! Meine butterweiche Seite bricht in Tränen aus." Ich bin behindert, ich muss IV beantragen! "
Meine taffe Seite wirft leicht ranzig ein: " Du Memme, reiss Dich gefälligst zusammen! Dies ist nur vorübergehend! Und sowieso fehlen dir für eine IV Rente noch ZUWENIGE Gliedmassen! Denk einmal an ALLE die Menschen mit einer wirklichen Behinderung! Da geht nichts vorüber, das bleibt das ganze Leben! Denk an alle die Sportler und Sportlerinnen, die mit einer Behinderung grosses für Dein Land geleistet haben!" Eine Frau im Rollstuhl flitzt vorbei. Meine Hand fährt erneut zu der Stelle, wo einmal mein ganzes Herz schlug. Meine Verneigung ist tief und ehrfürchtig! Sie zollt JEDEM Menschen der mit einer Einschränkung leben muss. 
Meine zu warm geduschte Seite wimmert kläglich weiter. Aber ich muss dem Gesagten zustimmen. 
Ich sehe die Athletinnen und Athleten vor meinem geistigen Auge. Wie sie kämpfen! Wie sie, die zu ihnen verfügend stehenden Kräfte einsetzen. Gelähmt, bringen sie ausserordentliches zustande. Erneut flitzt eine Person vorbei. Muskelbepackte Arme, treiben das Gefährt an. 
Ich leide fast körperlich mit. Schwitze mit. 
Schon wieder flitzt einer vorbei: Ebenfalls muskelbepackt. An seinem Fuss klebt ein Ball. Und der muss rein! Rein, ins Tor ! Dann klingelt die Kasse! Der Rubel rollt, zeitgleich mit dem Ball.
Leichtfüssig trippelt der Adonis über den Kunstrasen. Bewundernd, werden ihm Anfeuerungen aus den Zuschauerreihen zugeworfen.
Sein gestählter und tätowierter Körper kitzelt meine Libido heraus. Ganz ehrlich, wenn die alle soviel Einsatz im Bett, wie auf dem Rasen zeigen, geht was ab! Schwindelerregendes Bälle jonglieren. Präzises, aus jedem Winkel mögliches einlochen. Also bitte, wenn einer aus einer Distanz von 11 Metern sauber versenken kann, muss man sich als Frau schon Gedanken machen......... 
" Jetzt hör aber auf! "  Meine resolute Seite meldet sich zu Worte. 
" Was willst du mit einem Fussballer? Der ist nach 90 Minuten erledigt und schlapp. Da knallt nur noch der Korken des Champagners und schäumt über.
Denk daran wie überbezahlt die Typen sind, was für ein Kult mit ihnen betrieben wird. Welche horrenden Transfer Summen mit im 90 Minuten Spiel sind?! "
Halbherzig murmle ich: "Ja, ja,  ist ja schon gut....
Mich törnen Männer, deren Augenbrauen besser gezupft sind als die Meinen, eh ab.........
Im falschen Film
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56.  Im falschen Film
Halbtaub höre ich Schritte, die auf mich zukommen. Ich gerate in Panik. 
Hastig sehe ich mich um. Mein vorhandenes Auge sucht verzweifelt nach einem geeigneten Versteck. Sonst immer im Duo unterwegs, irrt meine Pupille völlig überfordert umher. 
Da! Diese grosse Standuhr scheint mir geeignet.
So schnell es mir möglich ist, öffne ich sie mit einer Hand. Zum Glück bin ich Rechtshänder!
Mich darf niemand sehen!
Einen kleinen Vorteil hat das Halbe, ganze sein. Ich finde locker Platz in der alten Uhr.
Wie ein einäugiger Sperber spähe ich hinaus. Behoste, männliche Beine gehen an mir vorbei. Bleiben kurz stehen und machen einen Schritt in meine Richtung...
Um Himmels willen! Er darf mich ja nicht entdecken! Nicht fähig, meine Hände zum Gebete zu falten, murmle ich halblippig:
" Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden "
Ich nehme eine flüchtige Bewegung wahr. Sehe halb erblindet wie er ein Staubtuch in seiner Hosentasche verstaut. 
Aus der Anderen, zaubert er einen Schlüssel und zieht die alte Lady auf. Mir bleibt fast mein Restherz stehen. Ich falte mich auf einen Viertel zusammen. Bloss nicht entdeckt werden.
" Denn dein ist das Reich und die Kraft "
Gott sei Dank! Er geht weiter. Mein Blut wallt, Adrenalin schiesst durch meinen Körper.
Pfeifend entweicht die Luft, die ich angehalten habe, aus einem  Fetzen der einmal meine Lunge war.
Was für eine Blamage! Wenn er mich so aufgefunden hätte.
Der Mann wird für die nächsten zwei Jahre, nebst meiner Mutter, mein Chef sein......
Nicht auszudenken! Wenn er den Uhrenkasten geöffnet hätte! Statt eines Geisslein, hätte er eine halbe und zusammengefaltete Lehrtochter vorgefunden. Ich bin mir nicht sicher, ob mir da noch eine passende Ausrede eingefallen wäre. Wäre eher nichts gewesen mit  " rausschnorren " ! Sowieso hatte ich mir vorgenommen , ganze Arbeit in meiner Lehre zu leisten!
Mein Nasenflügel bebt. Halbherzig nehme ich den Duft der alten Uhr wahr. Meine auf die Hälfte geschrumpften Gedanken, jagen durch meinen noch vorhandenen Kopf. Ich fühle mich wie ein Zombie. Dies hässlichen Wesen. Diese schleichenden Untoten. Diese Kreaturen hockten sicher auch im leidigen Kasten in Mitlödi.
 
Wo ist bloss, mein restliches Ich?
Ein kläglicher Gedanke meldet sich. Sass vielleicht , vor langer Zeit einmal, auch  jemand in diesem Uhrenkasten?
Zusammengekauert?! Angstvoll?! Ein Kind?!  Eine Frau?!  Fliehend, vor den Schlägen eines Mannes.
Was soll das? Diese Gedanken passen doch nicht ins Jahre 1984.
Das Häufchen Hirnmasse spielt mir wohl einen gehörigen Streich?!
Nicht genug. Jetzt sendet mir der klägliche Haufen auch noch Zahlen zu. 
2019!
53!
Was soll ich damit?
Am liebsten würde ich laut schreien. Meinem halben Mund entweicht lediglich, ein Krächzen. 
Was soll das bloss alles? Ich bin süsse 18 Jahre jung! Was will ich da mit Kindern? Bin eh noch Jungfrau.....
Geprügelte Frauen!?! Dies kann ich nun wirklich nicht einordnen.
Meine Gedanken geben sich alle Mühe. Auf ihre Hälfte reduziert, werfen sie mir Wörter zu.
Wie kleine Puzzleteile, schwirren diese herum. Nein! Ich mag keine Puzzles! Dafür habe ich wirklich keine Nerven.
Ich fange Namen, Wörter und Zahlen auf. Versuche mühsam ein " Zämmesetzli " zusammenzusetzen.
Furchtbar, ich habe null Geduld für so etwas.
Ein südländisch klingender, männlicher Vorname fällt.  Und ein komisches Wort, das ich noch nie gehört habe.
Zahlen, große Zahlen tanzen vor meinem inneren Auge.
Ich habe keine Ahnung, was ich mit dem Allem soll?
Ich fange an, Eselsbrücken zu bauen.  Damit ich mich nachher, als ganzer Mensch wieder daran erinnern kann.
Für den nach Sonne klingenden Namen, baue ich eine Brücke aus Calamari. Unlängst musste ich mich wegen der fettigen Teiler übergeben.   Schwammen wohl zu lange im ranzigen Oel.
Das noch nie gehörte Wort, kann ich mir jedoch gut merken. Dazu brauche ich keinen ESEL auf der Brücke! Ich brauche dann MAMI einfach nur rückwärts zu lesen!
Mit den schwindelerregenden Zahlen weiss ich nicht wohin?! Keinen Plan. Der Einfachheit halber, merke ich mir eine Million. 
Eine eins, mit sechs nullen. 
2019 und 53 muss ich auch noch in mein Puzzle einordnen. 
Ich hirne noch einen Moment herum. In diesem Jahre, das in einer ferner Zukunft liegt, wäre ich bereits über ein halbes Jahrhundert alt!
Am liebsten würde ich erneut schreien. Dann bin ich eine Greisin! 
Ich muss schleunigst hier weg.  Gehetzt schaue ich ob die Luft rein ist.
Wie ein Origami falte ich mich auseinander.
Der Schlüssel zum Ganzen, sowie meine linke Hälfte könnte im besagten Jahre 2019 liegen.
Dorthin muss ich.........
Das Letzte was ich als halber Mensch und nur am Rande wahrnehme, ist ein Wort.
" Autobiografie "
 
 
Schildbürger
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57.  Schildbürger
Start und schreibbereit sitze ich am Esstisch. Ich musste tief in mich gehen, um an die Erinnerungen vor 35 Jahren zu kommen. Mit einem Kopfsprung ins kalte Wasser, musste ich fast bis auf den Grund des Rheins tauchen. Ein paar Meter über dem Boden schwammen sie. Glitschige Fische streiften meinen Körper. Zwischen sanft sich wiegendem Seegras fand ich sie doch noch. Meine Erinnerungen, an meine Lehrzeit. Schnell entwirrte ich sie aus einem Knäuel Gras. Es ekelte mich. Ständig berührten mich irgendwelche Alete. Meine Lunge war dem Bersten nahe. Schnell tauchte ich wieder auf. Während dessen berührte mich schon wieder etwas am Bein. HILFE! Sicher der weisse Hai, oder ein badender Untoter. Es war dann aber der besagte Biber. Der im Sommer 2017 in meiner Stadt für Wirbel sorgte. Der bissige Nager machte den Rhein unsicher. 
" He alter Junge, deine Familie in Ehren, aber man beisst keine Kinder! "
 
Aber jetzt habe ich sie beisammen. Meine Erinnerungen, aus meiner Zeit als Lehrling.  Gut vorbereitet, wollte ich beginnen.
Aber etwas hält mich davon ab, über meine Vergangenheit zu schreiben. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich mit dem Schreiben der Geschichte schon begonnen hätte?! Mich aber irgendetwas davon abhielt. Zurückhielt in der Gegenwart.  Die Vollständigkeit fehlte. Ich möchte keine HALBEN Sachen mehr machen. Habe ich zu Genüge getan. Jetzt gibt es für mich nur noch SCHWARZ oder WEISS. 
Tränke ich Alkohol, würde ich mich als besoffen bezeichnen. Ich muss einen Blick in den Spiegel werfen.
Bei meinem Spiegelbild scheint alles an seinem Platze zu sein. Mir fehlt nichts. Seltsam, leicht übel ist mir auch noch. Liegt sicher an den Calamari von Gestern. Ungeniessbar und schwer verdaulich. Ich betrachte mein Spiegelbild. Wer muss sich wieder ins Bild drängen? Natürlich meine Mutter. Mein Mami! 
Ja genau! Da war doch etwas! 
Oh nein! Jetzt hat sich einer meiner Nachbarn, einen Esel zugelegt. Ich höre sein Wiehern.....
Ich schwöre: Ich bin nicht betrunken!
Zum Beweis könnte ich locker auf einer Linie gehen. Auch rückwärts. ......
Ist das überhaupt gestattet? Einen Esel im Garten halten? In meinem Land braucht es für fast alles eine Bewilligung! 
Ich getraue mich kaum noch, meine Blumentöpfe um zu plazieren. Einer schreit bestimmt über den Hag: " Häsch für DAS ä Bewilligung? "
Nervig, dieses Eselsgewiehere. Ia, Ia..........
Ich fühle mich wie eine Greisin. Wieder vor meinem Laptop sitzend, fällt mein Blick auf einen kleinen Zettel. Mein Kontoauszug.
Ich sehe eine Eins.  Die Nullen dahinter sind schnell gezählt. Leider komme ich nicht auf sechs. 
Wow, wenn ich EINE hätte! Ich hatte mir schon überlegt, was ich damit machen würde?! 
Zuerst müsste ich eh alle offenen Rechnungen bei Amazon begleichen. Mit dem eventuell noch vorhandenen Rest würde ich eine Reise machen. Wohin? Dies bleibt mein kleines Geheimnis........
Ich muss mich noch eine bisschen ablenken, bevor ich zu schreiben beginne. 
Tief inhaliere ich den verbotenen Rauch. Stöpsle meine Ohren mit dem Song " Angel in Blue Jeans " zu. Etwas lustlos lese ich online,  die Nachrichten der letzten Wochen. Die Hälfte davon scheine ich schon gelesen zu haben!
Ja, genau! Dann wollte ich mit dem Schreiben beginnen.
Aber etwas gab mich nicht ganz frei, hielt mich noch zurück. 
Sicher habe ich mich über das Gelesene aufgeregt.
Konzentriert lese ich noch mal nach. Dabei fühle ich mich wie im falschen Film! 
Es fällt mir wie Schuppen von den Augen. Der Esel ist auch verstummt.
Jetzt weiss ich auch wohin mit den Puzzleteilen. 
Kein Wunder kann ich nicht zurück ins Jahre 1984. 
Wenn hier im 2019, so vieles schief läuft. 
Justitia ist blind! Die Frau tut mir leid! Dazu auch noch überfordert. Dies sollte für eine IV Rente ausreichen.
Warum fühle ich mich so oft, wie im falschen Film? Zu viele Sender, die diese Ausstrahlen. 
Ehrlich gesagt, ich weiss nicht aus wievielen Anbietern man wählen kann? Fernsehen ist für mich, ein zu grosser Zeitfresser!
Früher hatten wir drei bis fünf Sender.  Und richtig gutes Fernsehprogramm. Ein unvergessenes Highlight....... Der nackte Busen von Ingrid Steeger.
 
Die Calamari stossen mir sauer auf. 
Wörter rückwärts zu lesen ist mir auch verleidet.
Für alles und jedes braucht es eine Bewilligung. 
Haben Carlos und der besagte Imam auch eine? Für ihr Tun und Lassen?!
Bewilligt und ausgestellt?!
Mit dem Stempel der " Schweizer Eidgenossenschaft versehen? "
Vielleicht sollte in der Politik weniger Klimbim betrieben werden. Weniger " rumgezappe " . Vermehrt die guten Sender wählen. Schlechte Programme rauswerfen! Nicht filmreifes Material, fachgerecht im Sondermüll entsorgen. Den Laiendarstellern, ihre Bewilligung zum Weiterspielen entziehen. ............
Mit den Entlassungspapieren in der Hand würde ich: 
Den Einten fragen: Ob er auch  " einen inneren Schweinehund " hat? Oder welches Tier er, an Stelle der unreinen Sau überwindet!?
Dem Anderen würde ich schlicht, ein paar verdorbene Calamari anbieten. Richtig verdorbene. Das Gegenmittel, händige ich ihm nur mit einem Ticket aus
Wie schon " Boney M " sang.....  ONE WAY............
Struwwelpeter
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58.  Struwwelpeter
Ich muss wohl noch kurz eingenickt sein. Mein Engel in Hosensong wiederholt und wiederholt sich hartnäckig. Rasch entstöpsle ich meine Ohren. Sonst fliegt mir dieser wieder Tage lang nach.
Ich fühle mich wie erschlagen!
Kein Wunder!  Wenn der Andere einen Aufruf startet
Ein Ruf in die Männerwelt. Uebt  GEWALT  aus, eueren Frauen gegenüber.
Meine Güte und das in der Schweiz, im 21 Jahrhundert. Da brauch ich keine Wörter mehr von hinten nach vorne zu lesen! Wir entwickeln uns: Rückwärts.....
Bärtige, Keulen schwingende Neandertaler. 
Kommt mir vor wie beim " Leiterlispiel " 
Die Würfel fallen. Es geht vorwärts. Eine sechs und es geht aufwärts. LAEUFT........
Manchmal fällt man wieder zurück.  
Man gibt nicht auf! Kämpft weiter ! Kämpft für sich. Es geht auf das Ende zu. Das Ziel naht. Und dann..........
Ein Auge vermiest einem alles. Man fällt zurück........Fällt tief........
Manchmal habe ich den Eindruck, das auch die Schweiz fällt!
Zum Glück gibt es Menschen, die ihr doch noch ein wenig Halt geben. Sie versuchen beim Sturz von der Leiter abzufangen.
 
Er bezeichnet sich als IMAM, als geistliches Oberhaupt der islamischen Gemeinschaft. 
 " Vergib ihm, er weiss nicht was er tut......" 
Ich schäme mich fremd, für diesen Mann. 
 
Kehren wir das Ganze einmal um. An einem Wochenende stellen ein paar Frauen einen Stand auf. Auf dem grossen Platz meiner Stadt, animieren sie die vorübergehenden, weiblichen Menschen. Uebt Gewalt aus!
Rufen sie dazu auf, dem " ALTEN " zu Hause einmal eine zu verpassen. Ihn nach einem Fremdgehen, für eine Zeit in den Keller zu sperren!
Meine Stadt würde allesamt und postwendend in den Kanton Glarus verbannen.
Aber NICHT mit dem HELIKOPTER! Und auch NICHT zur Besichtigung der örtlichen Militärkaserne. Nichts für aufmüpfige Frauen!
Eine sofortige Verbannung aus dem Paradiese würde blühen. Die lästigen Würmer würden aus den süssen Äpfeln geklaubt und in den Zug verfrachtet.
In meinem Lieblingskanton würde man vor Augen geführt bekommen:  Wie man( n ) mit ANNA GOELDINS verfahren könnte. 
Wenn zwei das Selbe tun, ist es eben noch lange nicht das Gleiche!
Jegliche Gewalt verabscheuend, bleibt mir nur noch TOIDI gaaaaanz langsam von hinten nach vorne zu lesen....
 
Ich überlege mir, welche Musik ich als nächste hören könnte!? Dabei blicke ich, auf meinen immer noch wortlosen Bildschirm. Am liebsten würde ich schreien: " He " ALEXA  " hilf mir mal! " 
Aber keine weibliche Computer Stimme gibt mir Antwort! 
Dann schau ich mir eben das bereitgelegte Buch an. Als Kind, blätterte ich dieses fast schon ehrfürchtig durch. Ganz tief in mir, kann ich die Angst verspüren, die ich dabei empfand!
X mal schaute ich sie an. Paulinchen! Die mit dem Feuer spielte. Eigentlich schreckliche Bilder für Kinderaugen. Das brennende Kind, die weinenden Katzen . Furchtbar. Aber äusserst wirkvoll. 
Meine beiden Kinder liess ich auch darin blättern........
Bei meiner Tochter tat es Wirkung. 
Mein Sohn " gigampft " heute noch mit dem Stuhl. Immer nahe, verdammt nahe am Heizkörper.  Ein ewiger, kleiner " Zappel - Philipp...... Gut, er ist ja auch erst am 10.05.2007 geboren, das hört dann schon auf... Irgendwann......
Trotzdem, bewohnt auch ER, eine Kammer meines Herzens. 
 
Das Buch sollte man neu illustrieren, auf den heutigenStand bringen.
Nix mer:  Hans: Guck -  in - die - Luft.........
Sondern; Kevin: schau - nicht- immer - auf - dein - Natel...........
 
Ich starre noch ein bisschen aus dem Fenster. Obwohl die Sonne ihren Kampf noch nicht ganz aufgegeben hat, ist es irgendwie nebelig!
Ich stehe auf, und öffne das Fenster. Ein lauwarmer Windstoss, bringt meine Haare durcheinander. Der Nebel ist verschwunden. Ich spähe in die umliegenden Gärten. Kein Esel in Sicht.
Ich betrachte die rotbackigen Früchte am Apfelbaum. Ungespritzt, zuckersüss und wurmlos sind sie. 
Wie mit einem feinen Lappen poliert, hängen sie am Baum. Dieser sieht  wie ein Gerüst aus.  Sein Mund würde am liebsten schreien: Hilfe! Ich bin fast nackt und ich friere! 
Die letzten Früchte glänzen um die Wette. Neben ihnen, bewegen sich leicht im Winde, die wunderschönen Blätter. Viele hat der Baum schon hergegeben müssen; dies, verlangt der Herbst von ihm.  
Zu riesigen Bergen aufgetürmt , säumen sie manchen Park meiner schönen Stadt. Wie ein fein gewobener Teppich, decken sie den tristen und grauen Asphalt!
Mich noch einmal vergewissernd, dass wirklich kein Grautier herumsteht, schliesse ich das Fenster, das ich wieder einmal putzen sollte!
Mist ! Das war ein Tick zu spät! Sie haben mich bereits gesehen. Hinter dem Vorhang hervor spähend, sehe ich die zwei Damen schnurstracks auf mich zukommen. Das Heftli bereits griffbereit. 
Ich habe jetzt wirklich keine Zeit. Ich bin echt im Stress. Ich muss hier fertig werden. Der 30. November 2019 naht. 
Schnell sause ich zur Eingangstüre und reisse sie auf. Die Damen zucken leicht zusammen. Bevor sie anfangen mir die Wörter im Munde umzudrehen und mir einen Platz im Himmel, auf Nummer sicher anbieten: weise ich sie darauf hin, dass ich leider nichts bezeugen kann. 
Sie sollen sich doch bitte an unseren "  Freund und Helfer "  wenden. Da werden ständig Zeugen gesucht! 
Erinnert mich vage an die Herren Kling und Klang. 
Beim Verabschieden mache ich den Beiden ein Kompliment!
Super, dass euer Verein Röcke trägt! 
Ich gebe ihnen einen Tip, wo sie als nächstes die Klingel drücken und nerven könnten!
Beim Stadthaus!
Eventuell rücken die dort, einen Batzen fürs Vereinskässeli heraus. Scheint ja genug da zu sein. 
Ein lustiger Kanton. Zuerst wird eine Million nicht ganz koscher eingesetzt. 
Dann tauchen x Millionen auf! Gottlob sind die, die das Geld so grosszügig ausgegeben haben, weg. 
Aus dem Verkehr gezogen. 
Sonst kämen die womöglich wieder.  Die Millionen wären schnell verprasst. In Eigenregie ausgegeben! Vorbei, am nicht ganz schlauen Stimm- und Steuerzahler.  
Ja, Frau Alt - Regierungsrätin und  Herr Ex - Polizeikommandant, das macht man nicht!
Das Ende des Liedes um die Million wird im "  Schaffhauser Dialekt geträllert. 
Trallala, " äääs hääääätt aaaaalles sini  Richtigkeit " Trallala! Alles mit langgezogenen As. Der urchige Dialekt aus unserem schönen " Chläggi "
Peter, Sue und Marc
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59.  Peter, Sue und Marc
So, die bin ich los. Leute die mit dem Glauben hausieren gehen, diesen an der Haustüre verkaufen wollen, gehen mir auf den Keks. 
Meine Mutter pflegte immer zu sagen: " Bi dä einte Mänsche chönnti mä meine, dass sie äm liebe Gott uf dä Chnüüh hocket ! " 
Hausieren ist etwas für " Zigeuner " !
Diese Bezeichnung bringt nur wieder Ärger, aber in meiner Jugend hiessen sie einfach so. Sie waren etwas besonderes. Ein Hauch von Verruchtheit umgab sie. Schwarze Augen, in denen sich die frisch geschliffenen Messer und Scheren widerspiegelten. 
Schwarzes, lockiges Haar. Gerne hätte ich mit der nun wieder scharfen Schere eine Locke abgeschnitten.
Heute bezeichnet man sie unter anderem, als " Fahrende " !
Ja! Sie fahren! Fahren vor: Mit dem Mercedes. Der mit den Juwelen..........
 
Im Sinne des Evangeliums wurde ich erzogen, so gebe ich es an meine Kinder weiter!
Oft mache ich mir Gedanken, ob es einen Gott gibt?
Versuche die Fragen meines Sohnes zu beantworten. Fragen, auf die ich keine Antworten kenne!
 
Kürzlich war ich an einer Beerdigung. Der Pfarrer schloss seine  Abdankung mit den Worten: 
Geliebte Menschen, die vor uns gehen müssen, warten auf uns. Sie erwarten uns, in einem Haus mit vielen Zimmern..........
Zwischen der Wut auf den Tod und dem Vater unser, machte ich mir Gedanken über diesenSatz. 
 
Leute, die Andere losschicken, um Menschen die Zivilisation und den Glauben aufzwängen, gehören nicht zu meinem Freundeskreis!
Viel lieber würde ich, die Ureinwohner verschiedener Stämme dazu zählen. Mir gefallen diese wunderbaren Menschen. Die fast nichts am Leibe tragen und doch soviel besitzen. Soviel mehr, wie wir!
Die wenige Zeit, die ich vor dem Fernseher verbringe, nutze ich, um ihr armes, für uns zurückgebliebenes Leben zu verfolgen!
Manchmal flimmern noch andere Menschen über die Mattscheibe. Frauen, die auch einmal einen anderen Haushalt sehen möchten, plärren nach 10 minütiger Fahrt los. Im Auto, dass sie weg von der eigenen Familie zu einer fremden fährt.
Anschliessend klappern sie, in ihren High Heels über den Asphalt, dem neuen und vorübergehenden Heim zu.
Schon leicht ranzig, ziehen sie das Köfferchen mit den Rädle hinter sich her. Den Schlüssel schon griffbereit in der Hand, für die vorübergehende Bleibe. 
Und? Dann passt er nicht! ....
Ach ja verkehrt herum! 
Oder einfach nur die falsche Türe?! 
Die falsche Strasse? 
Das Falsche Leben?
Oder einfach nur der falsche Film?
Das falsche Programm?!
Ehrlich gesagt, es ist brutal unterhaltsam. An Dummheit manchmal kaum zu übertreffen! Die Hausmütterchen nehmen nach der Inspektion der Wohnung,  die neue Familie und deren Haushalte auseinander. Aber so richtig! 
Manchmal hapert es bei den Beteiligten ein bisschen. Nicht alle Rädchen drehen sauber. Mein Lehrmeister hätte gesagt; " Es ist wieder einmal eine Revision nötig! "  
Die zoffen sich richtig! Werfen sich gegenseitige nicht vorhandene Kochkünste vor. 
 
Wenn ich ganz gut drauf bin, schaue ich mir noch die nackten Menschen, in ihren farbig, leuchtenden Gefässen an. Die tragen nicht mal einen Lendenschurz! Pudelnackt, präsentieren sie sich! Scheibchenweise! Dem ausserhalb stehenden Singlemensch, der sie hoffentlich nicht abwählt.
Für mich wird das Ganze noch, vom Kamaramann herann gezoomt! Mir drückt es ja schon den Schweiss aus allen Poren! Dem armen Mann hinter der Kamera, müssen Bäche herunterlaufen! 
Jesses Maria und Josef! Was es nicht alles gibt. Kaum zu glauben. Als prüde würde ich mich nicht bezeichnen. Aber ich habe Dinge gesehen! Dinge die nicht dorthin gehören oder verkehrt herum aufgehängt wurden
 
Ich bekam noch rote Ohren wenn Frau Steeger, ihren Busen für knappe zwei Sekunden entblößte! Schaute mir Tutti Frutti an. Heimlich wohlverstanden.
Das höchste war für mich " Die blaue Lagune " oder die Cousinen, die zärtlich zu einander waren. 
Verzeihung Brooke Shields, aber ich hätte dich immer gerne an deinen schönen, langen Haaren ins Wasser gezerrt. Weg, vom hübschen, blonden Jungen.
   
Anstatt missionierende Frauen nach Afrika schicken, lieber ein paar, nur mit einem Lendenschnurz bekleidete Menschen zu uns einladen. 
Geben wir IHNEN einen Einblick! 
In UNSER  Leben! 
In unseren vermeintlichen Fortschritt! 
In unsere Abhängigkeit! 
In unser immer mehr zunehmendes, soziales Verkommen! 
Für mich ist glasklar, wer schlussendlich ärmer dran ist.
Zwischen diesen Gedanken, höre ich " Amazonas " aus dem Jahre 1981. 
Die Lieder des Trios, lösen eine gewisse Romantik bei mir aus. Die Klänge berühren mein Herz. Ein leichtes flattern im Bauch macht sich bemerkbar. 
Vergessen geglaubte Gefühlt kommen hoch.  
Ja, die Liebe ist auch so eine Sache. Egal in welchem Alter man sich gerade befindet.
Die Liebe, ein Buch mit sieben Siegeln. 
Jesses, sieben Siegel! Drei wären ausreichend gewesen.
Wer knackt denn schon soviele Siegel!? Ich kenne niemanden. Die meisten scheitern schon nach dem Ersten oder Zweiten. 
Ich weiss nicht, wer in Sachen Liebe unverständiger ist? Weiblein oder Männlein?! 
Eine Seite schaut sein Gegenüber immer so an, als wenn dieses klingonisch spräche.....
Für mich stiftet kein anderes Gefühl soviel Verwirrtheit, wie das unbeschreiblichste Gefühl ALLER....
Vollgepumpt mit Romantik, muss ich aufpassen, dass ich nicht noch vom Stuhl abhebe!
Weil es gerade so schön und vor allem still ist, höre ich vergangene , italienische Hits an. 
Grazie mille, Italia, per la musica........
Ich schmelze fast dahin. 
Für den Nächsten der meine Klingen drückt, übernehme ich keine Garantie. 
Ich hoffe, ich habe den Schlüssel gedreht!?
 
Endlich kann ich beginnen , über meine Lehrzeit zu schreiben. Mit der Musik, beginnen auch meine Erinnerungen und Gedanken zu leben.
Ohne Klänge im Ohr, läuft nichts. Rien ne va plus.......
Ich bin noch kurz versucht, AC/ DC anzuhören. Dazu könnte ich wie wild,  meine Mähne schütteln. Letzte Gedanken an die zwei Damen vertreiben. Ach,ich lasse es lieber, sonst habe ich anschliessend wieder im Nacken!
 
( An die eventuell jüngere Leserschaft: AC / DC ist keine Droge! Auch kein legal high. Lasst die Finger von Beidem. Dröhnt euch lieber mit der Musik der australischen Hard - Rock- Band aus dem Jahre 1973 zu. Für ALLE , die Entschuldigung so geil darauf sind, Ritalin Rezepte an Kinder zu verteilen:  Es wird in der Szene, als Speed gehandelt! )
Ich kann es nicht verstehen! Ich komme aus einer Ritalin freien Kinderzeit. Wir machten doch auch Quatsch. Veranstalteten Unsinn! Kickten an die Strassenlaternen, die Lichter ausgingen. Riefen wildfremde Leute an. Zu allen möglichen und unmöglichen Tages und Nacht Zeiten. Erzählten irgendeinen Müll, um anschliessend kichernd aufzulegen.
Gottlob, gab es damals noch keine Anruferkennung........
Dann gab es eben Aerger. Man hörte sich Schimpftriaden an, wie frech man sei. Wurde von der  Strasse, die inzwischen völlig im Dunkeln lag, am Ohr in Richtung Haus gezerrt. Bei mir waren die Zöpfe die Leidtragenden.  
Meine Mutter war immer diejenige, die meinen Bruder oder mich ausschimpfte. 
Mein Vater sagte nur immer: " Ach Raheli! "
Aber das sass. 
Meinem Bruder musste unser Vater, unter Anweisungen meiner Mutter , Schläge mit dem Lederriemen androhen. 
Dies wurde aber als Spiel gesehen. Das niemand so richtig ernst nahm. Mein Vater versuchte unter schmunzeln, meinen Bruder zu züchtigen. Den Lederriemen griff, aber niemals schlag bereit. Gabriel flitzte unserem Vater immer behende zwischen den Beinen hindurch. Dieser versuchte ihn, immer lachend zu fassen. Mein kleiner Bruder 10, unser Vater 60 Jahre alt!
Und wenn er 100 Jahre alt gewesen wäre, besser hätten wir es nicht treffen können. 
Danke, dass mein Vater im Jahre 1960 mit seinem schwarzen VW Käfer anhielt. Die Bremse drückte, um an einer Autobahn im Kanton Zürich
zwei autostoppende Frauen auf ihrem Weg nach Basel mitzunehmen.
1961 heiratete er meine Mutter. Er, 40, sie 23 Jahre alt........
Die Ehe bestand bis zum Tode. 
Mit der wachsenden Zahl der Ehejahre, kristallisierten sich aber Probleme heraus. Ansichten, wurden durch den grossenAltersunterschied, anders wahrgenommen. Meine Eltern entwickelten sich in verschiedene Richtungen. Eine kaum zu bremsende Mutter, ein ruhiger Vater. 
Eines Tages hiess es in der Stube in Mitlödi, vor versammelter Mannschaft: " Ich haa geschter a dä Klassezämekunft Oepper känneglärnt, das sich jetzt min Früünd! " 
Paff! Hart! Aber ehrlich!
Ich war etwa 16 Jahre alt. Schnell rechnete ich durch, was mir dieser Freund mir eventuell  für Vorteile verschafften könnte?
Kein Chef mehr zu Hause. Keine lästige Fragereien! Kein:  " chum jo nid schwanger hei! " 
Dann konnte ich mit meinem Freund machen, was und wie lang ich wollte! Die Bahn war frei.
Meinem Vater schien es nichts auszumachen. Vielleicht war er auch froh. So hatte er seine Ruhe. Kein ewiges Gequassel und weniger  Aufregungen mit den Nachbarn.
Dies beruhigte mich. So wurde ich automatisch zum Chef der Familie. Passte mir gut. Nebst den Annehmlichkeiten hatte ich aber auch Pflichten. Irgendeiner musste ja den Haushalt führen. So lernte ich Regie zu übernehmen. Managte uns drei. Wir verstanden uns gut. Meinen Bruder " hasste " ich zeitweise. Er war ein " Zleidwärchiie! " Einmal hätte ich ihn beinahe in der Badewanne ersäuft! Er war so gemein zu mir gewesen. Gedanklich sah ich ihn schon den Abfluss hinunter fliesen.
Nach dem Tode meiner Mutter, steht mein Bruder mir so Nahe, wie fast kein anderer. Ihr Tod, schweisste uns zusammen. Das Holz aus dem wir geschnitzt sind, weist eine sehr ähnliche Struktur auf.
Auch er, bewohnt eine Kammer meines Herzens!
Langsam bekomme ich dadrin platzprobleme.
Ich muss schauen, dass ich da Alle noch reinbringe!
Der Platz wird langsam eng!
Zur Not quetsche ich eben ein paar in die selbe Kammer. Hauptsache sie sind drin!
 
Damals als 16 jähriges Mädchen, musste ich die Entscheidung meiner Mutter akzeptiere! Ich hatte keine Wahl!
Es war ihr Leben! 
Ich habe damit gelebt, wir haben damit gelebt.
Heute als 53 jährige Frau, kann ich die Entscheidung meiner Mutter sich einem anderen Mann zuzuwenden, akzeptieren und nachvollziehen.
Es war und bleibt aber ihre Geschichte. 
Er war ihr Freund.  
Deswegen möchte ich über ihn, keine weiteren Buchstaben mehr dazu nötigen, sich zu einem Worte zu bilden, geschweige denn zu einem Satze!
 
Mein Natel klingelt!
War ja klar........
Demnächst muss ich den Klingelton ändern, tönt ja furchtbar!
Ich kann kaum glauben, wer da anruft!
Das ist wie Weihnachten und Geburtstag zusammen! Wohlbemerkt. Ein Runder....
Obwohl ich absolut keine Zeit habe! Stehle ich sie mir zusammen!
Für SIE...............
Luke
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60.  Luke
Schnell nehme ich ab. 
Nicht, dass sie gleich wieder auflegt, wenn ich mich nicht sofort melde. Null Geduld, die Jungmannschaft!
Mein Blick fällt unbewusst auf ein Foto an der Pinnwand.
Ein herziges, kleines Mädchen lächelt mich an. Ihr schwarzes Haar, schön geschnitten zu einem Pagenschnitt.
Mein Gott, hatte das Kind krumme Zähne. 
Neckisch stützt sie ihr Kinn mit der einen Hand auf. Ideal platziert für den Schulfotografen.
Daneben, das Hochzeitsfoto meines Mädchens. 
Eine aparte, schöne Frau in einem luftigen Kleidchen. 
Und schönen Schuhen!
Diese, wohlbemerkt aus einem teueren Geschäft in Zürich gaben noch vor der Trauung ihren Geist auf. 
Noch vor dem JA Wort brach ein Absatz.
Ich kann mich noch gut erinnern: Am Tage der Hochzeit ging ein eisiger Wind. Es war bitterkalt!
Meine Tochter trippelte BARFUSS durch ihren Tag.
Fast wie Aschenputtel. 
Auch sie hatte ihren Prinzen gefunden und der war niemals ein Frosch.
 
Auf dem Foto, ihr Haar lang und schwarz. 
Der einstige Gartenhag, vom Kieferorthopäden nicht ganz günstig gerichtet. Zu ebenmässigen, weissen Zähnen. 
Zwei Zentimeter und runde zwei Jahrzehnte trennen die Fotos!
Einzig ein Mann ist dazu gekommen.
Mein Schwiegersohn.
Beide bereisten alleine die Welt. Trafen sich in Ecuador. 
Amor schoss einen Pfeil ab; und traf....
Im Dörfchen " Montanita " das mit seinem wohlklingenden Namen förmlich dazu einlud, traf der Liebesgott. 
Der Pfeil bohrte sich in die Herzen.
 
Mir wird fast schwindlig, vor lauter hübschen Menschen. 
Ich bin überhaupt nicht oberflächlich und achte nur auf das Aussehen. Aber dieser Kerl sieht verdammt gut aus. 
Da muss ich einfach fair bleiben. 
Sie sind optisch ein schönes Paar. 
Viel wichtiger ist aber, das Herz, dass man auf dem Foto nicht sieht.
Beide tragen es am rechten Fleck.
United Hearts of Amerika and Switzerland....
Meine Tochter erblickte am 30. März 1991, das Licht der Welt. 
Den Bund der Ehe schloss sie, am 25. März 2017.
 
Eben war sie doch noch mein Baby, das ich sanft in den Schlaf wiegte. 
Ich musste sie loslassen! 
Ich habe sie losgelassen! Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich sie gehen lassen.
Ich habe sie dir übergeben!
Dir meinem Schwiegersohn!
Folgende Worte richten sich an Dich!
" Bitte habe Obacht! Sie ist mein Kind, mein ungeschliffener Diamant!
Auch wenn sie sich manchmal wie ein wertloser Stein verhält, bewohnt auch sie eine Kammer meines Herzens!
Zum zweiten Mal wünsche ich euch viel Glück!
Auf euerem gemeinsamen Lebensweg!
Auf diesem Weg liegen viele Steine, die weggeräumt werden müssen. 
Grosse und kleine Brocken säumen den Weg einer Ehe
 
Glaubt mir: Auch ich gehe, seit einem viertel Jahrhundert diesen nicht immer einfachen Weg.
Ihr könnt alles verlieren, nur etwas nicht
Den Humor! Behaltet ihn bei!
Auch wenn die Ehe kein Witz ist, mit einem Lächeln geht manchmal vieles besser! "  
Ich muss kurz nachrechnen. 
Vier Kammern bietet mein Herz. 
Nach Adam Riese sind alle bereits belegt. 
Der Platz reicht ja nie und nimmer für alle die noch folgen werden. 
Also mache ich aus den Kammern ein einziges Zimmer. Durchbreche die Wände.
So ergibt sich kein Gequetsche. 
Nun ist genug Platz!
Auch mein Schwiegersohn erhält einen Platz in meinem grossen Herzen.........
Dieter Wiesmann
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61.  Dieter Wiesmann
Bei Dir Luke, muss ich keine Buchstaben nötigen! Diese formen sich wie von alleine zu Wörtern. 
Zu ganzen Sätzen, die ich noch beliebig zu Geschichten erweitern könnte. 
Ich bin froh, dass Du aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu uns in die Schweiz gekommen bist. Du hast das Bild wieder gerade gerückt!
Ich verstehe nicht sehr viel von Politik. Sie interessiert mich zwar, aber irgendwie ist mein Gehirn nicht dafür gemacht.
Eine zu komplexe Sache.
Wenn ich aber deinem ehemaligen Häuptling, der das Bild schief gerückt hat, eine Frage stellen dürfte:
 
" Herr Präsident! Meinen Sie es wirklich ernst?
 
Oder verarschen Sie uns, schlicht und einfach?! "
 
Sorry Luke, deine Frau quasselt mich voll. Ihre Worte knattern nur so heraus. Wie bei einem Maschinengewehr. 
Sie braucht meine volle Aufmerksamkeit! Sie erklärt nicht wie ich, 100 mal das Gleiche.
 
" Keine Bewilligung! "
" Was ist? Wieso keine Bewilligung? Es ist doch alles gegeben! "
" Ja! Aber wir müssen unserenTraum begraben!
Es wird nichts!
Nichts mit zwei Generationen auf einem Grundstück!
Dein Elternhaus bekommt kein Baby!
Noch in der Planung; gekappt. 
Adieu " Tiny Haus " ! "
Das war ein kurzes Gespräch. Die gesagten Worte knallen mir wie Schüsse um die Ohren!
Nach jedem Schuss; ein Schütteln des Kopfes!
Einen Moment sinne ich noch über deren Argumentation nach!? Warum es KEINE Bewilligung gab!? 
Meine Stadt möchte " Grünfläche " erhalten! Damit gehe ich völlig einig!
Gleichzeitig entweicht mir ein Lacher.
Aber kein herzhafter, wie bei Loriot. Eher ein Prusten. 
Eine Stadt! Die alles überbaut! Man könnte meinen, es fände ein Preisausschreiben statt! Dem Gewinner würde ein Platz im Paradies zugesprochen. 
Aber wir sind doch schon dort! Zweimal geht nicht. 
Ich habe mir gerade überlegt. Wenn Schaffhausen, das dem Paradies näher steht, als die anderen Kantone der Schweiz?! Wo dann die restlichen 25 stehen?!
 
Ach Rahel! Du machst dir zu viele Gedanken!
 
An meine Stadt: 
Mir gefällt es hier! Auch wenn du " blos ä chlini Stadt, änne am Rhy bisch,"  hast du GROSSES zu bieten. 
 
Eine wunderschöne Altstadt!
Viele, lauschige Plätzchen die zum Verweilen am Rhein einladen. 
Eine Uhr, die mit ihren drei Buchstaben, für eine präzise Zeitangabe weltweit bürgt. 
Auch wenn mein Heimatort Köniz bei Bern ist, schlägt in mir das Herz einer Schaffhauserin.
( Entschuldigung in den Kanton Bern, ihr seit mir fast fremd. Anstatt dass ich ständig in der Weltgeschichte herumreise, werde ich euch Könizer bei Gelegenheit einen Besuch abstatten. 
Ich hoffe wir verstehen uns!
Im Gegensatz zu euch, feuere ich meine Worte ebenfalls sekündlich ab.  Die jüngere Ausgabe von mir, hat es auch nicht gestohlen!
Ich weiss nicht einmal, ob eine Knarre überhaupt zu so vielen Schüssen fähig ist?! Eventuell so eine HIGH TECH Waffe?!
Während ihr noch das Magazin einrasten lässt, habe ich meine längstens verschossen. 
Nichts desto trotz: Nebst dem Kanton Glarus, er ist einfach führend für mich, hat auch  der Kanton Bern einen Platz in meinem Herzen. Mit ihm bin ich heimatlich verbunden.
In meinem grossen Herzzimmer hat es so einen eingebauten Kasten! Dort pack ich euch rein: Das er sich nicht selber wie von Geisterhand öffnet, dafür sorge ich!
Einen " Munot " !
Eine Festung mit " bürgerlichen Wänden ". Einem für mich, aus der Puste bringenden Weg! Nach oben, auf die Zinne!
Einem wirklich, paradiesischen Ausblick in die Weite!
Beim " nööcher luege " geht es nicht nur bei den " Italienern fidel und lustig her und zu ". Diese sind längst akzeptiert.
Auch wenn " üf äm Globus nienedwo sin Name stooht ",  fanden andere Nationen den Weg nach Schaffhausen. 
 
Liebes Schaffhausen:
Ich bin hier geboren: Am 22.Juni 1966, im Kantonsspital.
Ich lebe hier!  Mein ganzes Leben schon.
Auch wenn ich dich manchmal auf den Arm nehme, bergen die Worte  doch ein Funke Wahrheit.
Ich hoffe  in unserem NEUEN STADTHAUS wird ein wunderschön geschliffener und geölter Parkettboden verlegt. 
Manchmal fährt ein Auto an mir vorbei, das mit dem witzigen Werbeslogan " Werfen sie ihren alten raus " für die Firma wirbt.
An die Frauen, mit eher hellem Haar. 
" Werft den nervigen Alten NICHT  raus! Er wird NICHT am Strassenrand stehend, von der besagten Firma abgeholt, um anschließend gehäckselt in einem Sack , zurück nach Hause geliefert zu werden. 
 
Auch so ein Klischee. Blonde Frauen sind nicht dumm!
Die es von Natur aus sind, sowieso nicht. 
Bei den Nachgeholfen bin ich manchmal wirklich nicht sicher. 
Ich musste es gerade selbst erfahren. Diese zu blondierende Creme ist übel. 
Ich war seit etlichen Jahren wieder einmal beim Coiffeur. Ich möchte keine roten Haare mehr.
Grau ist angesagt. Jetzt muss das jahrelange Rot raus. Die Paste kommt zum Zuge. Aufhellen ist angesagt.
Das Zeug ätzt ganz schön an der Kopfhaut.  Verbrennt die Intelligenz. Ich konnte es anhand der wenigen aufgehellten Strähnchen schon bemerken. Ich fühlte mich irgendwie dümmer. 
Dann hatte ich noch die glorreiche Idee zu schreiben; lief irgendwie nicht so! 
1000 mal habe ich die Tasten berührt. Kam mir vor wie bei der " Klaus Lage Band ".
Es ist einfach nichts passiert! 
ZOOM hatt es höchstens auf meinem brennenden Scheitel gemacht.
Dann haute ich irgendeinen Blondinen Witz in die Tasten. Den ich anschliessend hoffentlich gelöscht habe!?
 
Dann suche ich mir eben einen neuen Klingelton raus. 
Ich entscheide mich für " Last Christmas " . 
 
An mein neues, künftiges  Stadthaus: 
Die alten, filzigen Teppiche wurden rausgeworfen.Sie stehen zusammengerollt in einer Ecke und warten auf die Entsorgung.
Schön, glänzt dein neuer Parkettboden. 
Kein unter den Teppich gekehre mehr! 
Hinstehen und auch eimal sagen: NEIN!  Es hat es keine Richtigkeit mehr. 
Von Ehrlichkeit bekommt kein Parkett einen Kratzer!
 
Ich wünsche meinen Nachkommen: 
Das aus UNSEREM Paradies kein Sodom und Gomorra wird!
Auch du gehörst in meinen Herzkasten! Wobei du erst mit einem Fusse darin stehst. Den hast du schnell dazwischen geschoben, als ich den Kanton Zürich " versorgen " wollte. 
DAS sind meine Freunde! Das schier endlos Gequassel einer " Züürischnorrä" einfach herrlich! Du sitzt im Zuge! Alleine! Weit und breit, ist kein Mensch in Sicht! Dennoch hörst du Stimmen! Ich schwöre!!  Der Zug war menschenleer! Kein Wunder, bei DIESEN Bahnpreisen!
Wer klug ist, lern schleunigst fliegen!!
Mit Bülach im Rücken, werden die Stimmen immer lauter!
Wenn der Zug durch den Bahnhof Glattbrugg saust, ist dein Gehör überfordert.
Dann fährt der Zug ein. In den Bahnhof von Zürich. 
Mutterseelen alleine steigst du aus.  Viel zu langsam natürlich und wirst sogleich in den Sog des Lebens gerissen
Die Waffe aus der sie schiessen, ist noch nicht einmal erfunden.
Die " ballern  " Dich weg. Schleppen dich über die Bahnhofstrasse: Reissen dich in jeden, aber jeden Club an der Langstrasse.  Machen dich mit Krethi und Plethi " bekannt. Leben sich durch die Nacht. Ihr Puls, im Gleichschlag mit ihrem " Züri " .
Wenn alle John Boys in Schaffhausen längst schlafen, geht es erst los. 
Letztes Jahr war ich mit meinem Bruder, Tochter und Schwiegersohn in so einem Club. 
 
An meine Enkel, falls ich einmal welche haben sollte!
Euere Oma war da bereits über 50 Jahre alt!
Aber wisst ihr was?! Man ist NIE zu alt! NIE zu alt, für irgendetwas!
Nehmt zur Kenntnis , was andere sagen oder davon halten. 
Entscheidet aber selber!
Entscheidet, die Gefahren oder Risiken aber ausschliessend!
Entscheidet ihr euch falsch, müsst ihr Verantwortung tragen!
Ich habe einmal, einem sehr alten Menschen eine Frage gestellt? Ihn gefragt; ob es etwas gäbe, das er bereue in seinem langen Leben?
Seine Antwort war. 
Er bereue nur;  Dinge NICHT getan zu haben......
 
Eingeklemmt wie es die Füsse der Polizei oder der Zeugen Jehovas zu tun pflegen, hängt der Schaffhauser Fuss zwischen" Tür und Angel " !
171 Erker
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62.  171 Erker
Gähnend betrachte ich meine beiden, beschrumpften Füsse.
Es ist auch eine dicke Luft hier drinnen, akuter Sauerstoffmangel.
An meine Enkel: Falls es dann mit der Fortpflanzung bei einem meiner beiden Kinder,geklappt hin sollte:
" Es war ein: In euerer Sprache: 
Obermegageilerhammercrossmässigerkurzvordemorgasmusstehender Abend!
Mein Schaffhauser Puls, hochgeschraubt auf Zürcher Level.
 
Erneut öffne ich das Fenster. Eine weitaus kühlere Brise schlägt mir entgegen.
Es dunkelt bereits und ich bin noch keine Zeile weiter. 
Mein Sohn sollte auch bald auftauchen. Aus der Versenkung der Schule! Oder treibt er sich wieder auf dem Fussballfeld, der " VEREINIGTEN SPIELER " herum?  
Er haut Goals heraus für seine Mannschaft! Wie ein kleiner, mit bescheidenem Sackgeld ausgestatteter Profi, seckelt er in seinem Trikot über den Rasen. Stolz trägt er die Farben seines Clubs: WEISS und SCHWARZ! 
Zum fair bleiben: SCHWARZ UND WEISS!
Leider ist er auch ein " PROFI " am Natel!
Ein riesen Problem! Manchmal wünsche ich mir die Dinger zur Hölle!
Dort würden sie wenigstens dahinschmelzen. 
Ausgeäppt! Für immer und ewig!
Glaube kaum, das sie den " Höllenfeuerfest " überleben würden.
Na ja gut, ich könnte dem Kleinen das Teil einfach abnehmen!
Jetzt verstehen mich nur Eltern in der selben Situation!
Nach einem handgreiflichen Kampf: Mutter vs. Sohn, halte ich das Übel mit ausgestrecktenArmen, über meinenKopf!
Noch ist es erstmal in Sicherheit, aber das Kind ist bald grösser als ich.
Dann wird  es zu dem, der das Feuer in der Hölle schürt.
Wie " RUMPELSTILZCHEN ", ein höllischer Tanz!
 
Irgendwann gibt es in meinem Garten eh keine zu erhaltende Grünfläche mehr. Alles weggewackelt.
Beim Schliessen des Fensters erspare ich mir die Blicke.
Blicke auf die, in meinen Augen zu erhaltenden Grünflächen.
Für die Richtige Antwort gibt es 100 Punkte! Wer errät, was auf dem zu Erhaltenden steht?! 120, für den richtigen  Name des Herstellers!
 
 
Im Stillen verabschiede ich mich vom Tiny Häuschen. Lege es gedanklich schlafen. Ein traumloser Schlaf!
 
Das Teufelchen in mir meldet sich:
 
" Bau doch einfach, ohne Bewilligung einen Stall und stell einen Esel rein! 
 
Zum 1001 mal berühre ich eine Taste! 
Und -  der Karren läuft! Na also, geht doch.
Manchmal braucht es einfach etwas Geduld, bis es ZOOM macht!
Ein Danke zurück ins Jahre 1984.  
 
Die abgeschossenenWorte verhallen langsam in meinem Kopfe.
Apropos Schuss!
Jetzt muss ich folgende Worte sorgfältig wählen!
Sie könnten sonst leicht in den falschen Hals geraten und einen Hustenanfall verursachen.
Ich halte NICHTS von Waffen!
Werkzeuge des Todes!
Dennoch würde ich gerne erlernen, wie man eine fachmännisch auseinander nimmt. 
Die bereitgelegten Teile mit einem feinen Lappen poliert, um sie anschliessend, präzise wieder zusammenzusetzen.
Wenn ich noch das Magazin einrasten lassen könnte, wäre ich rundum zufrieden. 
Anschliessend würde ich sie in sichere Hände legen.
In die Hände von Profis!
Nicht, dass sich noch ein Schuss löst und der Bock von der Kanzel geknallt wird!
 
Gerade heute kam ich als Beifahrerin in eine Kontrolle meiner Polizei.
Ich war schon auf das schlimmste gefasst. Irgendwie verschwinden meine positiven Gefühle, wenn ein Uniformierter auftaucht.
Manchmal ist es auch nicht ganz einfach. Die einen plustern sich immer so auf, wie diese Kugelfische! Dann glotzen sie einen an. Fixieren mit ihren Fischaugen! Bereit, die Angel auszuwerfen, um den zappelnden kleinenFisch festzunageln. Ich bekomme immer automatisch ein schlechtes Gewissen, krame in meinem Gehirn nach eventuellen Unregelmässigkeiten meinerseits. 
Bis jetzt tage ich eine weisse Weste. 
Meine Augen schweifen über meinen schönen Tisch aus Holz. Auf ihm, verschiedene Dinge. Herrscht ein bisschen Chaos.
Dazwischen ein Konfiglas. Gefüllt mit der illegalen Blüte. Ich habe mir lange überlegt, ob ich diese Zeilen schreiben soll, darf?
Aber dies ist MEINE Autobiografie, ich schreibe sie für meine Nachkommen.
Ich bin für transparenz! Alle Menschen die zu meinem Leben gehören, mit denen ich unterwegs bin, wissen Bescheid!
Nicht alle, befürworten MEINEN Entscheid!
Aber es ist meiner! Mit knapp 50 Jahren weiss man was man tut, wenn man sich den ersten Joint seines Lebens anzündet!
Ich bin ein absoluter Realist! Zwei Frauen vor mir verstarben in einem Alter von nur 66 Jahren!
Meine Grossmutter, meine Mutter: Beide KREBS!
Ich male nicht gerne Bilder in schwarz, aber es kann mich treffen! Muss aber nicht!
Ich habe einen Weg eingeschlagen, der in der Schweiz als nicht legal gilt. 
( Kleine Erinnerung an Bern: Die Enterprise schrieb das 23 Jahrhundert, bitte gebt Gas! )
Ist  jetzt meine Weste für meinen Leser immer noch weiss?
Machen wir es doch einfach so: Sie hat einen leichten Graustich! 
Zum Glück gibt es da " PERSIL " !  Oder das Ende einer Kriminalisierung! Nicht für mich,sondern für unsere Nachkommen; einen KLAREN JUGENDSCHUTZ!
Da wüsste man , was man hat. Alle Graustiche weggewaschen!
Guten Abend.........
So, eine Leiche unter meinem Bett bin ich los! Gott sei Lob und Dank! Mist,! Eine habe ich ja noch! Aber diese werde ich nie und nimmer hier erwähnen! Da müsste es schon Katzen hageln. Um Himmels Willen! Petrus! Komm ja nicht auf dumme Gedanken! 
Das wären ganz andere Geschichten...........
Zurück in die Zukunft
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63.  Zurück in die Zukunft
Ich betrachte meine Finger, mit ihren kurz geschnittenen Nägeln. Fast wie von alleine finden sie jetzt die Tasten.
Meine Gedanken eilen voraus. Ich muss fast einen Fingersprint hinlegen um sie einzuholen. 
Ich darf ja meine Zeitmaschine nicht vergessen. Die steht irgendwo, nicht das sie noch einen Standschaden bekommt.  Die brauche ich noch!
Ich muss noch einmal zurück in die Vergangenheit!
Endlich in meine Lehre! 
In die Zukunft möchte ich auch noch reisen. 
Mein Tag sollte mehr als 24 Stunden haben. 
Wenn ich dann endlich in der Lehre bin, drehe ich dann einfach an den Zeigern herum. 
Ein Stündchen nach vorne, dann wieder eine nach hinten. 
Falls es dann heraus kommen sollte, dass an der Uhr gedreht wurde! 
Schiebe ich die Schuld auf den " PINKEN PANTHER. " 
Richtig mutig, sich mit der Zeit anzulegen, ihr ins Handwerk zu pfuschen!
Ich weiss nicht, wie sie sich fühlt?
Mir würde es sicher nicht gut gehen! Wenn bei meinem gewohnten Rhythmus, plötzlich die Batterien herausgenommen würden!
Dann fingert noch einer an meinem Lebensrädli und bringt alles durcheinander!
Die armen Uhren! 
Zuerst weiss der Mensch nicht, ob er jetzt nach vorne oder nach hinten drehen soll?!
Wenn er dann nach langem überlegen und drehen,  die Uhr an ihren angestammten Platz zurückhängt hat!
Läuft sie, nachdem sie mindestens einmal zu Boden viel; NICHT! 
Die Batterien!
Verkehrt herum eingesetzt!
Dieser Affentanz zwei mal im Jahr.
Die Sonne hat dies längst bemerkt. Die ist nicht dumm!
Und das Licht? 
Dies lässt sich eh nicht, hinter das Licht führen.
 
Was sind das jetzt wieder für Stimmen?
Für meinen Leser!
Ausserhalb meiner Biografie höre ich KEINE Stimmen. 
Auch nach dem Konsum von Gras nicht.
Ich ticke völlig normal! Sicher nicht ganz 100 Prozentig aber annähernd.
Nicht das der Eindruck, einer rothaarigen, durch geknallten und waffenjonglierenden Alten entsteht!
 
Von wo, kommt jetzt das Geschnatter?
Ich sitze alleine hier. Kommt irgendwo von drinnen.
Von mir drinnen!
Mir schwant Böses!
Ich gehe in mich, zu meinem Herzen. 
Da herrscht Einklang!
Nur vor dem Kasten steht eine Schlange. 
Meine Güte!
22 Schweizer Kantone und ein halber wollen rein. 
Rein in meinen Herzkasten!
Rempeln sich gegenseitig an. Zwicken sich in die Seiten. Motzen herum.
Aus dem Kasten plärrt der Zürcher:
" Es ist kein Platz mehr, der " Ziegerschlitz " nimmt allen in Anspruch! "
" Ihr könnt eh nicht herein, der " Schaffhauser " versperrt den Weg! "
Der Zürcher voll in seinem Elemente! Grossspurig ruft er:
" He du " Bock" nimm deine Hufe zurück und schliess den Kasten! "
" Aber von AUSSEN! "
Jetzt muss ich aber eingreifen!
Vehement sorge ich für Ruhe.
Wie ein Pfarrer halte ich ihnen eine Predig.
Ich muss " BERN " zu Hilfe holen. Das Bundeshaus übersetz alles, in unsere vier Landessprachen.
Verständiges Nicken. 
Charmante und spitzbübische Blicke aus dem " Tessin " .
Ein Welscher Kanton meldet sich zu Worte, in Deutsch.
Ich lausche!
Gleichzeitig reisse ich die Kastentüre auf, diese fällt fast aus ihren Angeln!
" Bern " scheint geschlafen zu haben, völlig verdattert sieht es mich an.
Ein deutschsprechendere Welscher vermittelt mir etwas, löst etwas in mir aus.
Ich möchte mich auf der Stelle verlieben. 
Die gesagten Wörter streichen sanft, ohne ihn zu berühren, über meinen Körper.
Also rein in den Kasten, die gesammte Westschweiz. 
Ebenso die " TICINESI " !
Diese  sorgen auch für die nötige AMORE der Kantone im Kasten!
Jetzt habe ich aber keine Zeit mehr für Kindergartenspiele. 
Den "Jurassier " sehe ich strafend an:
" Lass das Pferd das nächste Mal zu Hause im Stall! "
" Bestechen gilt nicht! "
Ein paar andere Kantone lassen etwas verschämt, ihre mitgebrachten Präsente verschwinden. 
Phu!
Geschafft!
Jetzt ist Ruhe!
Das ist aber auch anstrengend, wenn man sich mit der Schweiz auseinandersetzt, bringt einem ganz durcheinander!
Ich muss aufpassen, dass ich den Faden nicht verliere......
Samira
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64.  Samira
Entschuldigung ich musste doch schnell den Jurassier abfangen, bevor er zurück in den Kanton " JURA " reitet.
Ich habe ihn zur Seite gezogen und hinter vorgehaltener Hand ins Ohr getuschelt.
" Los emol, schlooh dir än Deal vor! Snögschte mol bringsch anstatt än Gaul, än Esel mit! Dänn chömedmer ies Gschäft! "
 
" Wer flüstert lügt! " 
Stimmt! Aber " Du sollst nicht stehlen " ist eines der 10 Gebote.
Jetzt ist der Kanton auch noch beleidigt! Muss er nicht! 
Versöhnlich mache ich mit einer Hand die Andeutung des Trinkens.
Meine andere Hand schliesse ich zur Faust. Nur der Daumen steht wie eine Eins.
Die Äpfel gären zwar in meinem Bauch noch nächtelang nach, aber so ein Kanton MUSS auch in den Kasten!
Der bringt gleich noch etwas vom asiatischen Tatch mit und sorgt für das leibliche Wohl.
Also rein, mit dem Kanton " Thurgau ". 
Ach ja, der Faden! Der ist eh viel zu dünn, kein Wunder verliert man den immer!
Ein leichter Windstoss genügt und das dünne Fädelchen fliegt davon.
Ich habe keine Lust den immer auf allen vieren, krichend zu suchen. 
Ich lege mir jetzt ein Tau zu. Ein richtig dickes Seil. 
Da kann es Erdbeben, das Teil geht nicht verloren!
 
Erdbeben sind eine schlimme Sache! Sie treffen oft die Menschen, die eh schon auf der Schattenseite des Lebens stehen.
Meine Gedanken gehen nach " ALBANIEN ". 
Das oft vergessene Land in Europa wurde im November 2019 von einem Beben der Stärke  6.4 heimgesucht. 
Es forderte Tote!
Vergessen wir das Land nicht. 
Ich war dort!
Ausgestiegen in " TIRANA ".
Die Sonne genossen am Strand von " DURRES ".
Ein Land, das eine Reise noch so wert ist.........
Shume fuqi per Shqiperine!
 
 
 
Was ist jetzt das für ein Zettel?
Mit spitzen Fingern klaube ich ihn, aus meinem Dekolletee und falte ihn auseinander.
Ein Gutschein!
Schmunzelnd lese ich die Zeilen!
Ich bekomme LEBENSLANG eine " OLMA BRATWURST "!
Dazu noch Gratis Eintritte für alle meine Leute.
Als Krönung, die Kuh, die gewinnt!
Jetzt geht es los mit der Betstecherei!
Ich schiele, wie scheinbar den ganzen Tag schon, aus dem Fenster.
Wenn jetzt ein Laster vorfährt mit einer Wagenladung aus " BASEL ", breche ich die Übung ab.
Wenn wir schon beim Bestechen sind!
" SCHAFFHAUSEN " du möchtest doch noch ganz in den Kasten!?
Ich erwarte stündlich, eine Wagenladung!
Mit den leckeren " SCHAFFHAUSER ZUENGLI " !
Die Glarner dürfen ihre schmackhaften " Beggeli " gerne  noch nachreichen!
Für die Zürcher und Berner überlege ich mir noch etwas. 
Alle oder keiner!
Wenn schon, denn schon!
 
 
Freundlich näherte er sich dem Fahrzeug. 
Ich war bedacht darauf, seine Hände im Blick zu haben. Mein Fahrer öffnete das Wagenfenster. Am liebsten hätte ich rausgebrüllt: 
" Legen sie ihre Hände aufs Wagendach!
Schön langsam, damit ich sie sehen kann! "
Beine auseinander! "
Dann wäre ich aus dem Wagen gespurtet, wie diese FBI Agenten und hätte bei dem verdutzten Hüter des Gesetzes eine Leibesvisitation vorgenommen!
Die gesicherte Waffe hätte ich mit spitzenFingern an mich genommen. 
Dem zweiten Beamten, ebenfalls mit den Händen auf dem Wagendach seiner zu kontrollierenden Person. Wird zeitgleich ebenfalls die Waffe abgenommen. 
Denn diese gehören nicht in Kinderhände!
Spass beiseite, dies ist und war eine ernste Sache!
Gottlob ist nicht mehr passiert!
Danke an den Engel der über Schaffhausen flog und schlimmeres verhinderte!
 
Wie gesagt, dieser war anders. Freundlich begrüsste er uns. Mein Fahrer wollte schon die Wagenpapiere und den Führerschein zücken.
Die Hand bereits an der Gesässtasche, meinte der nette Mann der Schaffhauser Polizei: 
" äs sich scho in Ornig. "
Auf meine Fragezeichen hin, die sich in meinen Augen spiegelten, meinte er nur:
" Dä erschte IIedruck zellt! "
Wir wechselten dann noch ein paar gute Sprüche und lachten eine Runde.
Der Uniformierte wurde plötzlich zum Menschen. Zu einem wie, Du und ich!
Beim Verabschieden strahlte er wie ein Pferd, dass vom Honigkuchen gefressen hatte!
Eine gute Begegnung!
Aber ich darf sie nicht zu fest rühmen, sonst kommt wieder einer aus deren Reihen und reisst sich Geld unter den Nagel!
 
Meine Katze, ( ich habe mir tatsächlich wieder eine zugelegt ) schaut mich verwundert aus ihren grünen Augen an. 
Ein schönes Tier, mit sandfarbenem und weichem Fell!
Da es fast rosa erscheint, heisst das gute, aber manchmal seltsame Tier  " Rosalie ".
Jeder, aber jeder, der über meine Schwelle tritt, bezeichnet sie als dick!
Ja gut, der Bauch hängt schon etwas. 
Als ehemalige Strassenkatze wendet sie einem stets den Rücken zu. Zwar paradox.
Dieser Rücken ist breit, sehr breit.  Passt irgendwie gar nicht zu dem restlichen Körper und den eher zierlichen Beinen. 
Dadurch bekam das arme Tier einen Übernamen!
Zwar weiblich, trägt sie jetzt einen männlichen Spitznamen. Dieser ist NICHT auf meinem Mist gewachsen!
Ein Kollege trägt die alleinige Schuld! Meine Hände sind in Unschuld gewaschen!
Naja, nicht ganz......
Ich weiss auch nicht, was der Herr Politiker dazu sagen würde?!
Eigentlich ist er ein Vogel und wird jetzt einfach zu einer Katze umgemodelt.
Am Ende frisst mir die Katze noch den Vogel weg und bekäme noch einen dickeren Bauch.
Dies kann ich nicht verantworten, also lasse ich die Amsel wieder fliegen. 
 
Mir wird schlecht, wenn ich über das vergangene Telefongespräch nachdenke!
Fast so schlecht, wie es mir die ganzen neun Monate der Schwangerschaft war. 
Es war der Horror. Tägliches Erbrechen. Lebensmittel jeglicher Art verursachten mir Brechreiz.
Beim blosen betrachten eines Bildes, kam mir die Galle hoch. Elendig schlich ich an der Hochglanz Werbung der fettigen Burger und Fritten vorbei.
Zeitweise ernährte ich mir nur noch von " Härdöpfelstock " ! 
Meine Freundin aus der 4. Sek. kann ein Lied davon singen. 
Die arme Frau; kiloweise Stocki, ohne " SEELI "  musste sie sich monatelang anschauen.
Danke!
Für Deine jahrzehnte lange Freundschaft! In den vergangenen 35 Jahren haben wir sehr vieles, gemeinsam erlebt. Auch auf dem Weg einer Freundschaft liegen manchmal Steine. Zum Glück waren es kleine die wir selber wegräumen konnten. Keine grossen Brocken, die uns in den Abgrund gerissen hätten!
Wie  in einer Ehe, sollte auch in einer Freundschaft, der Humor NIE verloren gehen. 
Und den haben wir definitiv nicht verloren!
Meine Güte was wir schon gelacht haben! Wie blöde. Konnten nicht mehr aufhören, bis die Tränen kullerten und der Bauch weh tat!
Gemeinsam bereisten wir die Welt. 
Gemeinsam:  unterwegs in der hektischen Stadt NEW YORK.
Gemeinsam:  den feinen, weissen Sand der MALEDIVEN zwischen den lackierten Zehennägeln rieseln lassen.
Gemeinsam: an den wunderschönen Stränden THAILANDS. Träumend und manchmal auch etwas wehmütig, der untergehendenSonne entgegengeblickt.
Gemeinsam: eine leichte Angst vor der heiligen, freilaufenden Kuh in GOA.
Gemeinsam: gelacht bis der Bauch weh tat. Ueber eine Kleinigkeit, an irgendeinem schönen Fleckchen dieser Erde!
Bedanken wir uns gemeinsam: Bei dem Giftzwerg aus der 4. Sekundarklasse. Er hat uns unbewusst einen Dienst erwiesen! Schicksalshaft zusammengesetzte! In die hinterste Bankreihe.
Wir hatten kein schönes Schuljahr! 
Aber! 
Tote, lässt man Ruhen.........
 
Ich war zwar jung, aber das Kind unter meinem Herzen setzte mir zu. Ich nahm ab, anstatt zu. Mit fast 40 Jahren wurde ich zum zweiten mal Mutter. Bei diesem ebenfalls gewollten Kind, war ich einiges fitter!
 
Bei den wenigen Kontrollen, drückten jegliche Ärzte und Hebammen an meinem Kügelchen herum. Jedes mal, aber jedes mal, wurde ich gefragt: " Rauchen sie ? " Jedes mal, aber jedes mal, antwortete ich würgend NEIN!  
( Wenn ich einmal ein bisschen Zeit übrig haben sollte, mache ich einen Besuch im Spital meines Kantons. Während der doch langen, sehr langen Wartezeit, blase ich hinter dem geschlossenen Vorhang, auf meinem Schragen liegend, ein paar Rauchkringel in die Luft. Ihre Frage könnte somit, nach 28 Jahren, mit einem klaren JA beantwortet werden. 
Viel lieber hätte ich gewusst, was ich bekommen werde. Aber die Drücker rückten einfach nicht heraus damit. 
Ich freute mich auf mein Kind. 
Dann platze sie. Die Fruchtblase. Zwei Wochen vor dem errechneten Termin der Geburt.  
Es wurde eingeleitet.
Stunden, die wie Minuten erschienen, schlichen von Schmerzen geprägt dahin. 
Dieser Moment, wenn das Baby die letzte, für seinen Kopf zu enge Öffnung passiert und zu einem eigenen Mensch wird, ist unbeschreiblich. 
Der ersehnte Schrei, der zu einem zufriedenen Mauzen wird, nachdem es der Mutter auf die Brust gelegt wird. 
Sie war da! 
Endlich!
Meine Tochter.
Wunderschön war sie. Schwarzes Haar und einen zartgliederigen Körperbau. 
Schnell hatte ich nachgezählt, ob alle Fingerchen und die süssen Knubbelzehen alle an ihremPlatze sind.
Ich glaube, dieses sich Vergewissern ob die Zahl 20 stimmt, verbindet ALLE Mütter weltweit!
Strafende Blicke! Die Waage zeigte nur 2640 Gramm an. Der Vorwurf des Rauchens hing erneut in der Luft. 
Noch einmal strafende Blicke. Ich war nur noch Haut und Knochen.  Aber......
Ich wurde zum Milchlieferant. Eine eigene kleine Milchzentrale hatte ich zu verwalten. Meine Güte! Dieser Milcheinschuss machte mich zur Sexbombe.  
Samantha Fox wurde entthront. 
Mit der Muttermilch, fütterte ich grosszügig meine zarte Tochter. 
Stundenlang hing sie an meinem Busen, um anschliessend alles bachweise über meine Schulter zu erbrechen. 
 
 
Meine Tochter hatte das Glück, dass sie meine Mutter und meinen Vater noch kennen lernen durfte.
An meine Tochter: Meine Mutter, deine Grossmutter hat dich geliebt! 
Mein Vater, dein Grossvater , reiht sich dazu. Leider konnte er dir nicht mehr als gesunder Mensch gegenüber treten. Der Hirnschlag machte einen anderen aus ihm. Auch wenn sein Hirn kaputt geschlagen wurde! Der Schlag erreichte NIE sein Herz!
Das besondere Gefühl zu kennen, eine Grossmutter oder Vater zu haben, blieb meinem Sohn verwehrt!
An meinen Sohn: 
Ich kann mit 100 prozentiger Sicherheit sagen, auch DICH hätten sie geliebt.
Ich muss echt aufpassen, dass ich nicht wieder anfange zu weinen! Durch das Schreiben, kommt alles wieder hoch!
Ich bin echt froh, wenn die Zeit vorbei ist!
Eine Zeit, in der Frau sich im Wechselbad ihrer Gefühle befindet.
Eigentlich badet eine Frau sowieso immer in irgendwelchen Bädern. Manchmal sitzt sie knietief im eiskaltenkalten Wasser und schlottert. Ein anderes Mal geniesst sie ein Vollbad. Räkelt sich im fein, duftenden Schaum. 
 
Nebst einem Neugeborenen hatte ich aber auch noch einen Ehemann. Nummer eins.
Er war zwar eher eine 0!
Ich bereue es nicht!
Ich war jung und etwas naiv.
Der smarte Mann aus dem Kosovo blendete mich. 
Aus heutiger Sicht ist er der Erzeuger, Vater wäre gelogen
Er hat das Bild seiner Landsleute schief hängennlassen.
Zum Glück kamen Menschen, die es wieder gerade rückten!
Die Kosovaren sind ein stolzes Volk.
 
Und wer sauber ist, braucht seine Identität nicht durch eine Sonnenbrille zu schützen!
Lirijan
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65.  Lirijan
Jetzt höre ich auch noch Schritte!
Rahel! Pass auf!
Demnächst reibe ich an einer Flasche und warte darauf, das ALADIN sich aus dem engen Flaschenhals quetscht!
Cool! Wenn ich drei Wünsche frei hätte!
Mit mir selber rede ich auch noch, aber das kommt auf das Alter!
Oft habe ich mich schon im Gespräche, mit mir selbst ertappt.
Eine Eigenart, die ich in jüngeren Jahren nicht hatte. 
So quatscht wenigstens niemand unnötig dazwischen!
 
Hoffentlich habe ich nach den  " Stündlern " den Schlüssel gedreht!
Diesen Ausdruck, gebrauchte meine Mutter immer!
 
JESSES,  MARIA und JOSEF! 
Ich blicke in drei schreckliche Gesichter, die urplötzlich vor mir stehen!
Ich wünsche dem Schlüssel nichts Gutes für das kommende Jahr 2020.
 
Blödes Gekicher hinter den Masken.
" Wollt ihr mich umbringen? "
" Nein Mama, es ist doch Halloween! "
" Wir möchten gerne Süsses oder Saures! "
" Ich geb euch gleich! "
Mein Puls schlägt  auf Zürcher Level! 
Kichernd demaskieren sie sich.  
Erst jetzt sehe ich, das nebst meinem Sohn, zwei Jungs aus SRI LANKA hinter den hässlichen, weissen und langgezogenen Fratzen versteckt waren!
" Ah hallo, ich habe euch gar nicht erkannt! "
Die Antwort eines  Jungen ging mir danach lange nicht mehr aus dem Kopf!
" Ja gell, hinter der Maske sieht man unsere dunkle Hautfarbe nicht! "
" Da sind alle Kinder gleich, ob Schweizer oder Ausländer! "
Am liebsten hätte ich den Jungen geknuddelt.
" Mama! Hast du auch etwas für uns? "
" Schau was wir schon alles haben ! "
Eine Unmenge Süsses wird über meinem eh schon vollen Tisch ausgeschüttet!
Jeder Gummibärenladen ein Verlierer!
 
Etwas sticht mir sofort ins Auge!
" Mon Chéri "
Ich muss mir ein Lachen verkneifen!
Schnell nehme ich die eingelegten Kirschen an mich und lasse sie zusammen mit dem Konfiglas verschwinden!
Zusammen begutachten wir den Berg Süsses!
Schon beim blossen Betrachten bekomme ich einen Zuckerschock.
Meine Güte! Die Zähne!
Wie bei meiner Tochter schon,  wurde der Gartenhag ebenfalls nicht ganz günstig gerichtet.
An unseren Kieferorthopäden
" Marcel, Du bist ein cooler Typ! "
" Manchmal etwas launisch! "
" Mit dem " Schweinegeld " das Du kassierst hast, hätte ich einmal rund um die Welt reisen können! "
Aber, es war es wert! Du und dein Team habe ganze Arbeit geleistet!
Meine Beiden gehen jetzt mit gerichteten Latten durchs Leben!
Kurz frage ich mich: Ob ICH noch alle Latten am Zaun habe?
Bei mir drehen die Rädchen auch nicht mehr so ganz sauber
Jahrelang habe ich meinen Kindern eingebleut!
Nehmt NICHTS Süsses von FREMDEN!
Lasst euch nicht, mit einem Schoggiriegel zu den jungen Häsli locken!
Jetzt karrt das Kind mir tonnenweise Süsses von FREMDEN Menschen ins Haus!
Mit meinem Einverständnis! 
Ich denke, auch bei mir wäre einmal eine Teilrevision des Gehirns nötig!
 
" OOH, dürfen wir deine Bazookas haben?! "
" Nein! Tut mir leid! Ihr könnt alles haben aber den Joe lasst ihr mir! "
Um das Gesagte zu untermauern, lasse ich eine rosa Blase platzen!
Ich drücke den Dreien, ein Zahnpasta Müsterli in die Hände! 
" Mama! Du bist DOOF! "
Ja, das stimmt! Aber wenigstens bin ich nicht mehr DICK !
Vor gut drei Jahren wog ich noch 95 Kilos!
Eine Diät machte ich keine!
Ich weiss nicht, wo die 40 Kilos hin sind?!
Irgendwie sind die weggebröselt!
 
Ich drücke den Dreien je einen 5 Lieber in die Hände! 
In die behandschuhten Hände eines Skelettes!
Mein Puls bewegt sich zwar noch zwischen Zürich und Schaffhausen!
Ich würde sagen er ist am " Rheinfall " angekommen!
Ich lasse die drei schrecklichen Gestalten weiterziehen!
Zum weiss ich, wievielten Male an diesem Tage öffne ich das Fenster.
Rufe denn abziehenden und  kichernden Kindern hinter den Masken nach:
 
" Kauft euch bloss NICHTS Süsses für das Geld! "
 
Danke!
An eines der berühmtesten und erfolgreichsten Duos der Filmgeschichte!
 
STAN LAUREL und OLIVER HARDY.....
Schwabentor
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66.  Schwabentor
Das war aber ein lustiger Tag!
Was bietet sich da mehr an, als sich einen der altenFilme, über die zwei liebenswerten und tollpatschigen Männer anzusehen!
Jetzt lob ich mir das Internet! Es ist nicht alles nur schlecht!
Die Namen habe ich auf meiner " SUCHMASCHINE " noch nicht einmal ausgeschrieben, spukt mir das Internet schon fast alles über die Zwei aus!
Während des Schreibens war ich schon oft froh, dass ich " nachgoogeln " konnte! 
Nicht auszudenken, wenn ich alles in diversen Lexiken hätte nachschlagen müssen!
Zusätzliche, riesen Wälzer auf meinem eh schon überladenen Tisch!
Das Internet weiss ALLES!
Aber wirklich ALLES!
Leider vergisst es aber auch nichts! Das kommt auch nicht auf das Alter.
Ein Internet wird nie an Demenz erkranken!
Nichts desto trotz, auch ich bin darauf angewiesen. 
Ich wäre aufgeschmissen ohne. 
Es macht mir aber auch Angst!
Wie sieht es in 50 Jahren aus?
Werden meine Enkel sich nur noch virtuell mit ihren Freunden treffen?
 
Stan und Olly albern über meinen Bildschirm!
Irgendwie stellt sich vor meinem Laptop nicht das gleiche Feeling ein!
Das Gefühl wie vor über 40 Jahren, vor dem kleinen Flimmerkasten bleibt irgendwie aus!
Ausserdem fehlen drei Menschen. Drei Menschen die mit mir lachten!
Meinen Bruder kann ich jetzt schlecht bitten " Mostindien " schnell zu verlassen, um zu mir in meinen " Zwängelikanton zu kommen!
Mein Herzkasten fällt mir ein!
Schnell drücke ich den Ton leiser!
Horche in mich!
Ich gehe besser nicht nachschauen, ich kann den Ärger, der in der Luft liegt, förmlich riechen!
 
Mein Gott! Redet dieser Zürcher laut! Es scheint wieder ein Streit im Gange zu sein! Natürlich mit dem Schaffhauser!
 
" Wir machen euch platt " !
" Euch gelb schwarzen Wichte, kicken wir aus euerem schönen, neuen Stadion! "
" Dann könnt ihr anschliessend mit den neuen Elektro Bussen zum neuen KSS Gebäude!
Ab unter die Duschen!
Am liebsten würde ich den Ton wieder einstellen und die ihren Streit selber austragen lassen!
Ich muss einen lieben Kanton in den Kasten bringen, der solche Dispute im Keime erstickt!
Einen Ablenkungskanton für den Zürcher, muss auch noch her!
Der fixiert sich sonst bloss, auf meinen Kanton.
Zum Schlichten, entscheide ich mich für den Kanton " LUZERN " !
Zum Vertreibe der Zeit, können sie ihre fast, identischen Kantonswappen betrachten!
Das Einte, sauber durch einen geradenStrich, in seine zwei Farben unterteilt!
Das Andere  ebenfalls sauber getrennt! Ebenfalls durch einen Strich!
Einem " schrägen " !
Dies ist sicher wegen dieser unzähligen Clubs.
Da musste schräg rauskommen!
Für das Ablenkungsmanöver wähle ich den Kanton " AARGAU " !
Dann wird Zürich von Schaffhausen abgelenkt.
Die Zwei können dann stundenlang darüber diskutieren, wer der Gewandtere im Strassenverkehr ist!
Welche zwei Kantonsziffern der Auto Nummer, dem Fahrer im Rücken mehr auf auf den Sack gehen!
Was ich da als Beifahrerin schon alles erlebt habe. 
Sonst friedliche Autolenker werden plötzlich, zu solchen kleinen Gnomen.
Wenn sie die Niete gezogen haben und hinter einem  ZH oder AG fahren müssen.
Sagen wüste Wörter. Vor Wut könnten sie zwei Meter ab Boden in die Luft  springen!
Murmeln ständig wie einst " HANS ROSENTHAL " , " Dalli Dalli " vor sich hin!
 
Es scheint wieder Ruhe eingekehrt zu sein!
Ich höre angeregtes Getuschel.
Übersehe aber dabei, die flehenden Blicke meines Kantons!
Noch ist die Zeit nicht reif! 
Aber bald ist Weihnachten und ich bin in spendier Laune!
So darf mein Kanton, zu 3/4 rein in den Kasten!
Bern besteht darauf, dass in der Nacht Ruhe herrscht!
Dies ist ganz in meinem Sinne!
Ich nehme allen Kantonen das Versprechen ab, dass sie sich von nun an, angemessen verhalten werden.
Eine Einheit bilden. Keinen " Kantönligeist " walten lassen!
Ich spüre eine angenehme Wärme in meinem Rücken. Eine leise Stimme flüstert mir Dinge ins Ohr:
" Wir wissen, dass Du unseren Dialekt, unseren Bergkäse und unser Trockenfleisch liebst! "
" Wir wissen aber auch, wie du von Heimweh geplagt,  in Schullagern in Churwalden, so manche Träne vergossen hast! "
" Deine Tränen sind nach all den Jahren aber nun getrocknet! "
Meine Gefühle kommen hoch. Eine Welle des Heimwehs, schlägt über mir zusammen!
Zwar bin ich jetzt 53 Jahre alt. Aber dieses Gefühl wird auf Ewig in mir schlummern!
Ganz klar kommt der Kanton " Graubünden ", mit rein in den Kasten.
Versöhnlich neige ich mein Haupt und öffne die Türe vollständig.
Mit einer entsprechenden und liebevollen Geste , heisse ich das " Bündnerland " herzlich willkommen!
Ich werfe noch ein: " Bald ist Weihnachten in die Runde! "
Während ich mich verziehe, höre ich noch die Worte des Zürchers und des Glarners!
" Jetzt hätt dä Lappi aber dAuge uuftue! "
" Diä Schaffhuuser sind jo besser als ihrä  Ruef! "
 
" Dbeggeli sind schoo in Bearbeitig! "
" Sie wärdet bald ofäfrisch uusglieferet! Langet sicher no bis ad Whynachte! "
Einen riesen Schmatzer nach Glarus!
 
 
Es ist direkt langweilig, wieder so alleine. Es macht auch keinenSpass alleine zu lachen!
Ich könnte ja.....
Nein! Das ist ein bisschen doof und kindisch.
Aber dies muss man auch in meinem Alter, ab und zu sein!
Ich könnte doch wirklich einfach , eine Etage höher gehen.
Zu meinen Eltern!
Einmal mehr bin ich froh, dass sie nicht auf dem Friedhof liegen!
Dies sähe ein bisschen komisch aus:
Wenn ich jetzt mit meinem Laptop unter dem Arm geklemmt, den Bus nehmen müsste, der mich zum Waldfriedhof fährt!
Dann müsste ich in der Dunkelheit noch nach den Gräbern suchen!
Keine Glühwürmchen mehr, die mir mit ihrem Licht, den Weg zwischen den Toten weisen!
Angst hätte ich keine! Nicht vor den Verstorbenen!
Höchstens vor den Lebenden, die sich zwischen den Grabsteinen herumdrücken!
Verbindung hätte ich auch keine. Ich würde eh nicht weit kommen. Düstere, kleine Kindergestalten würden mich überfallen. Mir meine Bazookas abringen!
 
Zum Glück kann ich zu Hause bleiben!
Ich schliesse meinen Laptop und schiebe einen neuen rosa Kaugummi in die Backen.
Völlig im Einklang mit mir, gehe ich mit meinem Gerät unter dem Arm, eine Etage höher!
Hier ist es ruhig, wie auf einem Friedhof. Auf leisen Sohlen gehe ich zum Zimmer.
Mit einem Ohr lausche ich, ob sich etwa meine übriggebliebene Leiche zu Worte meldet.
Es ist ganz ruhig. Ich glaube man könnte eine Stecknadel fallen hören.
Der Tag scheint doch noch gut zu enden.
Sachte lasse ich mich vor den zwei Urnen, im Schneidersitz nieder!
Starte erneut den Film.
Plötzlich fühle ich mich ganz anders.
Irgendwie geborgener. 
Rosalie die mir gefolgt ist, sitzt schnurrend neben mir. 
X mal spule ich für meinen Vater den schwarz/weiss Film zurück.
Gemeinsam hören wir uns das unverkennbare Geräusch an, wenn Stanley sich am Kopfe kratzt!
Gemeinsam, leiden wir fast mit, wenn der schlaksige Mann wieder etwas verbockt hat und nicht so recht weiss, ob er jetzt weinen soll, oder nicht!
Der etwas beleibtere Olly, nicht minder lustig, hält sich eindeutig für den Cleveren!
Versucht erfolglos, das Verbockte seines Freundes wieder zu richten.
Mir gefällt am besten, wenn die zwei Tollpatsche mit der Damenwelt anbändeln wollten!
Diese trat äusserst kokett auf.
Zu Hause hatten stets die Ehefrauen die Hosen an!
Die zwei armen Kerle standen ganz schön unter der Knute.
 
Ich halte die Luft an, die Katze liegt mittler weilen völlig entspannt und  verstummt auf dem Rücken.
Eine fast gespenstische Atmosphäre!
Genauso leise wie ich gekommen bin,verlasse ich das Zimmer mit der Bücherwand!
Herr Amsler folgt mir auf seinen Samtpfoten, auf den Fusse!
 
 
Oliver Hardy verstarb am 7. August 1957!
Sein Tod war für Stan Laurel ein schwerer Schicksalsschlag!
Am 23. Februar 1965, verstarb auch er!
 
 
An seiner Trauerfeier sagte sein langjähriger Freund " BUSTER KEATON " :
" CHAPLIN  war nicht der lustigste, ich war nicht der lustigste, dieser Mann war der lustigste! "
Ryan O`Neal, Tatum O`Neal
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67.  Ryan O`Neal, Tatum O`Neal
Ich verweile noch ein bisschen auf You Tube.
Weil es gerade so lustig war, bin ich animiert, noch weitere Filme von früher anzuschauen.
Ich hole mein Konfiglas aus dem Versteck.
Die Kirschen habe ich gedanklich bereits, weiterverschenkt!
Den Zuckerberg schiebe ich etwas beiseite, ich brauche Platz.
Erst jetzt sehe ich, das sich noch eine Schachtel " AFTER EIGHT " zwischen all dem Süssen versteckt hatte. 
Mein Blick fällt auf die Uhr! Bei ihr waren wir auch schon unsicher, ob es jetzt nach hinten oder vorne geht.
Den mit der Batterie, muss ich ja nicht mehr erwähnen!
Sonst bekomme ich Ärger!
Eigentlich ist es ganz einfach.
Es ist ja alles angeschrieben!
Plus und Minus!
Die Zeit rennt, es ist bereits nach acht Uhr!
Hinter meinen Fensterscheiben, die Dunkelheit der Nacht!
Es klingelt!
Nein! Bitte nicht!
Ich gehe in die Hocke und verhalte mich mucksmäuschenstill!
Der Katze signalisiere ich, dass sie ihr schnurrendes Motörchen abstellen soll.
Ich watschle auf die Hälfte reduziert, über den Boden.
Recke meinen Hals auf die Höhe des Fensters und spähe hinaus!
Es klingelt erneut!
Ich fühle mich wie ein Verbrecher im eigenen Heim.
Ich muss mich extrem zusammenreissen!
Am liebsten würde ich irgendeinen Mist aus dem Fenster brüllen!
Meine Nerven und Lungen schreien! Sie wollen beruhigt werden!
Ich wage einen letzten, verzweifelten Blick nach draussen.
Gottlob, sie ziehen ab.
Meine Blicke erhaschen gerade noch, ein paar im Winde sich aufplusternde Gewänder!
Auf einem kleinen Rücken, ein " Stinkefinger " der in meine Richtung zeigt!
Die haben es mir aber gegeben!
Ohne Worte: Viel gesagt!
Was für ein Tag!
Sorry, an alle nicht Cannabis Konsumenten!
Jetzt muss ich mich meines Konfiglases bedienen!
Sorry an alle Konsumenten! Ich bin eine Banause. 
Eine kleine Schande für jeden Kiffer!
Ich kann keinen Joint selber drehen!
Ich verwende diese Fertigen, die ich nur noch stopfen muss!
Nebenbei habe ich noch ein paar Dreher engagiert!
Eine Kollegin lade ich wöchentlich zum Abendessen ein!
So schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe!
So sehen wir uns oft und ich habe wieder einen schönen Vorrat!
 
Völlig entspannt lehne ich mich zurück.
Gleite zurück.
Zurück in meine Kindheit!
Gemeinsam mit meiner Familie, sitze ich vor unserem kleinen Flimmerkasten!
Zusammen sehen wir uns:
BONANZA, DAKTARI und THE MUNSTERS an!
Ich schliesse meine Augen!
Mein Gehör gibt die Bilder dazu, an mein inneres Auge weiter!
Die Titelmusiken der jeweiligen Filme, stellen mir die feinen Haare der Arme auf!
 
Mein Bruder oder ich, sassen jeweils VOR dem Fernseher!
Die Knie geborgen in einer Umarmung, hockten wir oft stundenlang auf dem kalten Stubenboden! 
Stets bereit, die Antenne des Kastens zu richten!
Oder auf Wunsch ein anderes Programm reinzuwürgen!
Da lief keiner Amok und drohte die ganze Familie auszulöschen, wenn es einmal nur flimmerte und knisterte!
Manchmal wurde die Mattscheibe einfach nur gähnend schwarz!
Kein Blutbad!
Ich bekomme bestimmt Aerger, wenn ich hier alles " täddere " !
Wenn heute irgendein Gerät eine Verschnaufpause einlegen will und deswegen für eine Nanosekunde  seinen Geist aufgibt:
Hüpfen sonst friedliche Menschen mit der Fernbedienung in der Hand, auf dem Sofa herum!
Batterien werden herausgeklaubt und falsch herum eingesetzt!
Dann muss der her, der alles wieder richten soll!
Das bin ich, aus welchem unerklärlichenGrund auch immer!
Schuld bin aber ebenfalls ich, dass just in diesem Moment nichts mehr ging, als der Ball so schön in Richtung des gewünschten Tors rollte!
Mir wird unterstellt, dass ich mit meinem Fuss irgendwo gegen ein Gerät gestossen sei!
 
Die Krönung war:
Zwei, nicht weiblichen Menschen haben mir telefoniert!
In die Ferien!
Meilenweit weg von zu Hause!
Knister: " Duuu! Dä Fernseh tuet nid! "
Knister:  " Dänn wächslet Batterie uus ! "
Knister:  Vermischt mit Gebrüll aus dem Hintergrund,  " äs gooht immer nonig! "
Extremes Geknister: Und das Gebrüll eines Affen: So ein Riesengorilla!  " Mama söll hei choo! Ich will " PARIS SAINT - GERMAIN " luege! "
Dann hat es nur noch geknistert und die Verbindung wurde unterbrochen!
Von mir!
Nicht, das mir noch eine Affenbande durch das Wohnzimmer rast!
Bei aller Liebe, aber  ich bin doch kein Fernsehmonteur!
 
Zum Abschluss gebe ich " PAPER MOON " in die Suchmaschine ein.
Einer meiner absoluten Lieblingsfilme von früher!
1000 mal habe ich mir die Zwei angesehen.
Wie sie zusammen, gaunerhaft zu Geld kamen! 
Ich liebte die zwei Trickbetrüger!
Es war im Film nicht klar ersichtlich, ob es sich bei Moses und Addie um eine Vater - Tochter - Beziehung handelt!
Diese besteht ausserhalb des Filmes, ironischerweise tatsächlich!
 
Meiner Mutter schaute immer gerne den " ROBERT LEMBKE " !
Mir gefiel der Schuhverkäufer, AL BUNDY besser!
Zwei unvergessene Männer, die für mich Kultstatus erreicht haben!
 
Verliebt war ich zwar in keinen der Beiden. 
Psst:  Das war ich in " WINNETOU " !
Pierre Brice, der deutsch sprechende Franzose!
Auch als in ein die Jahre gekommener " APACHE ", ein schöner Mann!
Der Frauen und Mädchenschwarm verstarb im Jahre 2015! 
Die Franzosen gefallen mir sowieso!
Sie kennen das Wort " COURAGE " !
Wenn ich jetzt auch noch einen Länderkasten einbauen muss, platze ich!
Immer an seiner Seite, sein Gefährte " OLD SHATTERHAND ".  
Lex Barker verstarb im Jahre 1973!
Die Zwei waren echte Bros!
Die Haut an den Unterarmen leicht eingeritzt! Durch die Verbindung zweier, roter Flüsse, zu Blutsbrüdern geworden!
Auf immer!
Bis in die ewigen Jagdgründe!
Heute schütten sich Pseudokumpels Bier hinter die Binsen!
Besiegeln ihre Freundschaft damit, dass das Gegenüber die Zeche bezahlen muss!
 
Aber bekannt ist ja:  Das Blut dicker als Wasser/ Bier ist!
Zum Glück muss Herr Lembke seine Frage heute nicht mehr stellen!
 
" Welches Schweinchen hättens denn gerne " ! 
Auf diese, ohne einen Groll gegen irgendetwas zu hegen, gestellte Frage!
Wäre ich doch sehr gespannt, auf Antworten gewesen von:
Juden!
Muslimen!
Vegetariern!
Veganern!
So ein " Kässeli " in der Form eines Schweines geht dann nicht mehr!
Zu unrein!
Zu fleischig!
Und............
 
" WAS BIN ICH " ?
Auf jeden Fall kein Fernsehmonteur!
Fleisch, von welchem Tier auch immer, esse ich nur noch selten!
Schweinefleisch gehört seit längerer Zeit nicht mehr, zu meinem Speiseplan!
Ich vertrete den christlichen Glauben, bin aber offen für andere Religionen!
 
Ich würde dann das bunte " Schweinchen " nehmen! 
Es mit ganz vielen Batzen füllen lassen!
Batzen, die geprägt sind:
Mit dem Wort " TOLERANZ " ¨
Versteckte Kamera
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68.  Versteckte Kamera
Ich blicke in den Schein der zwei brennenden Kerzen. Das " Zündhölzli " blase ich aus und lege es in den Aschenbecher!
Bald ist Weihnachten!
Das Fest der Liebe!
Und der Familientragödien!
Manchmal spüre ich ganz tief in mir, eine kindliche Vorfreude!
Für mich fängt die Vorweihnachtszeit, mit dem Ersten anzünden der Kerze an. 
Am 1. Advent! 
Mit tun die pausbackigen Engel leid, die hängen schon seit Anfang Oktober, kopfüber in den stickigen Warenhäusern!
Einer tut mir extrem leid!
Er hängt Jahr für Jahr an derselben Stelle.
So ein dickes Kerlchen mit einer Harfe!
Ich habe ihn aber noch nie das schöne Instrument zupfen sehen!
Dem ist es doch vergangen!
Mir übrigens auch!
Ich verstehe ihn!
Mir würde das Musizieren auch verleiden, wenn ich neben einer Halloween Fratze baumeln müsste!
 
Der Menschen läuft noch in der Sommerzeit. 
Und das Bruttosozialprodukt, dass es zu steigern gilt, suggeriert schon Weihnachten vor!
Ueberall höre ich Stimmen: Die froh sind, wenn es wieder vorbei ist!
 
Gibt es denn keinen Engel Beauftragten?
Zum Schutze der Himmelsboten?
Etwas ähnliches wie die KESB!
Ein himmlisches Mandat!
Das würde ich dann gerne übernehmen!
 
" Söll emol choo! "
Einfach taub stellen und unbeteiligt dreinblicken!
" Halllooooooooooooo! "
Da habe ich mich aber auf etwas eingelassen!
" Chasch BITTE mol choo! "
 
Na also, geht doch!
Das kleine Wörtchen öffnete schon manche , zuerst geschlossene Türe!
Wow, da herrscht aber eine gute Stimmung!
Meine Lieblingsmenschen haben alles schön dekoriert!
Sogar über den Kasten sind schöne, leuchtende Lämpchen geschwungen!
Es ist etwas dunkel, ich kann fast nichts sehen!
" Cha bitte mol öpper ä Kerze aazündää! "
" Oui, naturelemt! "
" Nous vous attendions " !
Wie auf ein Kommando leuchten plötzlich 26 Kerzen!
Alle Kantone der Schweiz sind vertreten!
Kein Gekeife und Gezanke liegt in der Luft!
Wenn ich meine Augen zusammenkneife und ganz genau hinsehe, kann ich erkennen, dass sich einige Kantone an den Händen halten!
Plötzlich schliessen sich die restlichen an:
Es entsteht eine Lichterkette aus Kantonen!
Sie stellen sich so auf, dass die Umrisse des Landes Schweiz ersichtlich sind!
Sie bitten die lieben, verstorbenen Menschen und mich in ihre Mitte!
Ich schlucke meinen Kloss im Hals herunter.
Am liebsten würde ich losplärren!
" Vogliamo salutarci! "
Plötzlich wird es dunkel!
Ich verspüre keine Angst!
Meine Nackenhaare stellen sich nur leicht auf.
Ein ganz leichtes, warmes Lüftchen geht!
Eine angenehme, weibliche Stimme sagt in die Dunkelheit hinein:
C`était un grand homme! "
" Er hätt grosses gleischtet für üüsers Land! "
" Accendiamo le nostre candele! "
" Gedenken wir ihm, in dem wir eine Minute schweigen! "
Hmm, die Deutschen sind auch überall ! 
Herzlich willkommen!
Alle Kerzenlichter gehen an:
Zusammen mit allen Kantonen der Schweiz,  Deutschland und meinen Leuten, senke ich mein Haupt.
Vereint nehmen wir Abschied!
 
" Köbi Kuhn " verstarb am 26. November 2019.
 
Nachdenklich kehre ich zurück.
Meinen Kloss kann ich jetzt nicht mehr hinunterschlucken.
Mit dem Auspusten meiner zwei Kerzen, erweise ich dem lieben und immer etwas traurigen Mann, meine letzte Ehre!
Tante Tilly
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69.  Tante Tilly
Drei Lichtlein flackern:
Die dritte Kerze steht noch in in ihrer ganzen Länge im Halter.
Zwei sind fast nur noch kleine Stummel. 
Abgebrannt!
Schnell klaube ich ihre kümmerlichen Reste, aus ihrer Behausung und wechsle sie aus!
 
Zu neuem Leben erwacht, tun die drei ihre Pflicht.
Ihre Flämmchen  flackern lustig um die Wette. Wenn jemand an ihnen vorbeigeht, lässt sie der leichte Luftzug leicht tanzen!
Die vierte steht alleine, etwas abseits:
Über den Brillenrand hinweg beobachte ich sie:
Für alles gibts jemanden der etwas flüstert!
Für die Pferde, für die Hunde!
Es soll sogar Frauen und Männer Flüsterer geben.
Mir wäre es lieber, wenn die Männerwelt nicht flüstern würde!
Mein Gehör gibt etwas ab!
Sprecht bitte deutlich und laut!
Furchtbar dieses Genuschel. 
Jetzt bin ich eben eine " KERZENFLUESTERNIN " !
" Fühlst du dich einsam? "
" Ausgeschlossen von den anderen drei, die schon langsam abbrennen? "
" Oder bist du einfach nur froh, dass du noch eine Woche länger am Leben bleibst?! "
" Noch ist dein Docht weiss, bald wird auch er, nach dem Ersten Anzünden schwarz werden! "
Wenn alle vier Kerzen vereint leuchten, ist bald Heiligabend!
 
Mein Natel meldet sich:  "Wham " fordern mich dazu auf, abzunehmen
Anhand der eingeblendeten Rufnummer kann ich erkennen, dass es sich um meinen Bruder handelt!
Nichts mehr mit " TELEFONSPIELI " !
 
 
Ich melde mich mit einem:
" Uuskunft! Sie wünschäd? "
" Haha, das sich ewig her, do simmer no jung gis! " 
" Jo, säg nüüt! 
" Jetzt bin ich ä alti Schachtle und du häsch ä Glatze! "
" Abr welsch no wieviel mol ich aaglüüta han? "
" Ghofft, das du abnimmsch! "
" Dä erschte Maa bie dä Uuskunft! "
Bis anhin gaben " nur " weibliche Stimmen, Auskunft über die gewünschte Nummer.
Das 111 fest in zarten Händen!
Diese wurden ganz sicher vorgängig,  in " Palmolive " gebadet!
Die drei Einsen, eine absolute Frauendomäne.
Dann flog der Erzengel ein und brachte die Emanzipation für den Mann mit:
Heute tragen zwei emanzipierte Männer enge und unsexi  Skianzüge.
Ich glaube es sind Zwillinge!?
Das beide aber erst 18 Jahre alt sein sollen, glaube ich nicht!
 
Mein Bruder arbeitete von 1990 bis 1999 bei der heutigen  " SWISSCOM " .
Er übte einen sogenannten " MONOPOLBERUF " aus.
In dieser Zeit wechselte der Telefonanbieter öfters seinen Namen.
Von der " Fernmeldekreisdirektion " zu " TELECOM PTT " umbenannt.
Dann ein weiters  Umtaufen, auf den Namen " TELECOM " .
Dann ein letztes Kreuze schlagen auf der Stirn:
Das Monopol schrieb Geschichte.
Andere Anbieter tauchten auf.
" ORANGE " wurde in " SALT" umgetauft!
Kostet sicher alles ein Heidengeld, die gesamten Dokumente umändern zu lassen!
Immer wieder, muss ein neuer Geburtsschein ausgestellt werden!
Ich möchte auch einen neuen Namen! 
Bei mir ,müssen meine zwei bereits vorhandenen, nicht weg.
Ich würde einfach an " RAHEL MAGDALENA " noch " AFRA " dranhängen.
 
Sogar das Team des " Schaffhauser Fernsehens " reiste zur " Fenmeldekreisdirektion " !
Mit der Kamera im Anschlag, drehten sie den " Hahn im Korb " !
Das war sicher cool für meinen Bruder!
Zwischen all den gackernden Hühnern! 
Stolz mit geschwellter Brust und gerecktem Kamm, umher spazieren!
Am Morgen wenn noch nicht alle so fit sind, ein beherztes " KIKERIKI " in die Runde krähen!
 
Irgendwie vermisse ich das 111ie!
Da musste man sich noch ein wenig anstrengen, wenn man jemanden ausfindig machen wollte!
Heute reicht ein Name!
Mit ein paar Buchstaben, einem Foto oder dem Wissen wo jemand arbeitet, kann man die Person, schwups ausfindig machen! 
Über verschiedene " Soziale Netzwerke " erstalkt man sich , was man wissen möchte!
Kurz vor meinem 50 Geburtstag, habe ich  " FACEBOOK " aus meinem Leben gekickt!
Es war eine Zeit lang " spannend " dort zu verkehren!
Interessant, wie bereit manche Leute sind, so viel von sich, Preis zu geben!
Das Wort " Datenschutz " zu Tode getrampelt!
Heute kommuniziere ich nur noch über WhatsApp!
Den blau weissen " Messenger " habe ich gelöscht!
Aus dem Grund, der nur mein Herz kennt!
 
" Gschäänkli " ?!
Christina
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70.  Christina
" Mir schenked üs aber das Johr nüüt! "
Hach!
Jetzt wollte ich mir doch ein Buch auf klingonisch wünschen!
Jedes Jahr die gleiche Leier!
Meine Handfläche drücke ich gegen meine Nasenspitze. 
Ich muss diese am Wachsen hindern!
" Nei! Nei! Ich bringä nüt! " 
Sorry Bruder!
Du kannst mich mal!
Wir sind zwar echte Blutsbrüder, aber ich komme NIRGENDS ohne Geschenke an!
Schon gar nicht an Weihnachten!
Noch einmal verspreche ich ihm hoch und heilig, dass ich nichts mitbringen werde!
Dabei kreuze ich alle, mir möglichen Gliedmassen!
 
Während mir Soprano, " MIRACLE "  ins Ohr rappt, drücke ich etwas gedankenverloren am inzwischen weichen Wachs einer Kerze herum!
Forme so kleine Kügeli.
Irgendwie habe ich den Morelli!
 
Ich stehe auf und drücke meine heisse Stirn, gegen das kalte Glas der Fensterscheibe.
Blicke hinaus und suche den Himmel nach dem Christkind ab!
Die letzte Frage meines Bruders, die ich mit einem klaren  JA beantwortet habe, geht mir nicht mehr aus dem Kopf.
" Häsch dra dänkt? "
Soprano reiht jetzt gekonnt Wörter, meines absoluten Lieblingssongs " MUSICA " in mein Ohr!
Nebst der Trauer kommt auch noch ein anderes Gefühl hoch!
Den ganz leichten Flügelschlag eines Schmetterlings, kann ich in meinem Bauch spüren!
Ja! 
Ich habe daran gedacht!
So wie jedes Jahr!
Der 13. Dezember 2004, wahrlich ein Unglückstag!
Dem Schmetterling verbiete ich, den Zweiten Flügel auch noch einzusetzen!
 
Ich verschenke gerne schöne Dinge.
Am meisten Spass macht es mir, diese originell einzupacken.
Im Zimmer meiner Eltern, habe ich einen Kasten. 
Dieser ist vollgestopft mit den Utensilien, für ein Schönes Geschenke einpacken.
 
" Was wünschis Dir? "
Samira stellte diese Frage ihrem kleineren Bruder Lirijan.
Eine Kollegin von mir, hatte eine gute Antwort parat!
Eigentlich ist sie eher tragisch!
Sie riet meinem Kleinen, sich KEIN Natel der " Generation Verblödung " zu wünschen!
Sondern:
 
" Wünsch dir ZYT, vo dinere grossä Schwöschter! "
" ZYT, wo ihr gmeinsam verbringed! "
 
 
 
Es ist sicher über 20 Jahre her, da bekam ich eine Tasche geschenkt.
Sie war in einem leuchtenden orange.
Eigentlich war sie als Badetasche gedacht, aber ich habe sie zu einer Reisetasche umgemodelt.
Ich nahm sie auf alle meine Reisen mit. 
" Schleickte " sie um den halben Erdball!
Das arme Ding wurde x mal, an diversenFlughäfen kontrolliert.
Chillig fuhr sie in einer Schachtel aus Plastik, dem Scanner entgegen.
Vor und hinter ihr, fremde Gepäckstücke!
 
Während das Gerät über meine Handflächen flitzte, um nach Sprengstoff zu schnüffeln, wurde sie von geübten Augen auf ihren Inhalt kontrolliert.
Jeglichen Unkenrufen, sie gegen einen praktischeren Rucksack auszutauschen, trotzte ich.
Was wollten die von mir?
Ich trennte mich sicher nicht von meiner Tasche!
Sie war quasi ein Familienmitglied.
Trotzig schleppte ich sie nach Hamburg, Riga und Berlin!
Meine Mutter liebte Berlin!
Sie hatte sogar eine Wohnung dort!
Zusammen mit dem Mann, für den ich keine Worte mehr finde!
Sie sagte immer:
"  Wänn ich zBerlin bin, han ich äs Gfühl,  dihai aazchoo sie! "
 
Noch trotziger, schleppte ich sie nach Kiev, Warschau und Krakau.
Nach dem Besuch von " Auschwitz " war mein Trotz verflogen!
Mit meiner Freundin zusammen, sassen wir nach dem Besuch des  ehemaligen "  KONZENTRATIONSLAGERS " auf einem kleinen, schmalen Mäuerchen.
Neben uns.
Die Gleise!
Auf denen fuhr der Zug!
Mit dem die Juden, in den sicheren Tod deportiert wurden!
Zwischen uns und unserenTränen - meine orange Tasche!
 
Gott vergib ihnen, denn sie haben nicht gewusst was sie taten!
Und  leider wissen zu viele immer noch nicht, was sie weiterhin tun!
 
" SHALOM "
 
Ich schäme mich zutiefst für Leute, die auch heute noch, Menschen in die Gaskammer schicken wollen!
Rechtsextremismus hat auf unserem Planeten, NICHTS verloren!
Für den, gibt es den " Planeten der Affen " !
Deutschland wird für immer gefangen sein, in der Vergangenheit!
Gefangen, in einer schreckliche Geschichte!
Ausbrechen aus diesem Gefängnis kann man nur, wenn man " Menschen " wie " Adolf Hitler " keine Change mehr für ihr Tun gibt!
Dieser Name tönt ja schon, nach der totalen Vernichtung!
Vor geraumer Zeit begann ich, ein Büchlein zu lesen!
Es handelte von zwei jüdischen Frauen.
Die nach der bedingunslosen Kapitulation Deutschlands, zu Fusse unterwegs waren:
Sie versteckten sich im Hause, einer deutschen Familie!
Mutter, Vater, und zwei arische Töchter im Teenialter.
Ein kleiner, blonder Knabe vervollständigte die Familie!
Von ihrem Versteck aus, beobachteten die zwei nicht arischen Frauen, wie die Befreier ins Haus eindrangen!
Sie wurden entdeckt, hatten aber nichts mehr zu befürchten!
Der Focus war auf die reine Familie gerichtet.
Es fällt mir schwer, das Gelesene wiederzugeben!
Die Sowjets machten sich lustig und verhöhnten die Familie!
Den jüdischen Frauen wurde vor Augen geführt, was man zuvor auch ihrem Volke angetan hatte!
Bei den zwei Töchtern wurde das junge und weisse Fleisch begutachtet!
Ich musste mich zwingen, weiterzulesen!
Sie brachten den zwei Mädchen den " Schmuus " !
Liessen sie im Glauben, es würde alles gut werden!
 
Ich weiss nicht mehr, wieviele Männer anschliessend die zwei noch Kinder vergewaltigt haben?!
Pures Entsetzen machte sich in mir breit!
Ich möchte nicht mehr weiter ins Detail gehen, es ist zu schrecklich zu unmenschlich!
Als die Sowjets anfingen, langsam die Familie abzuschlachten, musste ich das Büchlein weglegen!
Ich vergass zu sagen: 
Die Mutter hatte einen dicken Bauch, sie trug ihr viertes Kind unter dem Herzen!
1945, 2019, 2020, 2021 usw.
Und das Abschlachten von Menschen geht weiter!
Nach den " Nazis " wurden andere Schlächter geboren!
Lager errichtet!
Menschen " umerzogen " !
Die " UIGUREN ", Nachfolger der " JUDEN "!
 
Vergangenen Sommer war ich in Israel.
Ich bin ehrlich!
Ich hatte gewisse Vorurteile und Befürchtungen, gegenüber diesem Land!
Samira meinte:
" Muetter! Dött musch ane, da gfallt dir! "
Und.....
Es gefiel mir!
Es war schlichtwegs der Hammer!
Tel Aviv präsentierte sich mir, als eine pulsierende Stadt!
Voll mit Menschen, die sich des Lebens erfreuen!
Die Israelis sind ein, freundliches und offenes Volk!
Sie bieten Hunden ein Paradies!
Gleichgeschlechtliche Paare, die an der belebten Uferpromenade Hand in Hand flanieren, haben nichts zu befürchten!
Der Strand von Tel Aviv hat eine ganz besondere Atmosphäre. 
Jetzt werde ich oberflächlich.
Aber ich habe selten, ein so schönes Volk gesehen.
Frauen wie Männer, wahre Schönheiten.
Schwarze Augen, in markant geschnittenen Gesichtern.
Und die haben Haare!
Wenn nicht in regelmässigen Abständen Kampfhelikopter " APACHE "  über die Badegäste flögen, würde man von der angespannten Lage nichts bemerken!
 
In der Altstadt von Jerusalem, legte ich meine Hand auf die Klagemauer!
Neben mir auf dem Boden; meine Tasche!
Ich hätte es nicht gedacht, aber das Gefühl übermannte auch mich. 
Mit tränennassem Gesicht, meine Tasche geschultert, verliess ich diesen besonderen Ort!
In Bethlehem, das zu Palästinensischem Autonomiegebiet gehört,  hiess uns ein Schild mit der Aufschrift " Pray of Palestine " willkommen
Meine Tasche und ich, an der Geburtsstätte von Jesu!
In der brütenden Hitze, einem Kollaps nahe, füllte ich sie mit schönen Erinnerungen.
Der " Carmel - Markt ", ein absolutes Muss!
Da läuft was!
Da drängen sich Menschen, verschiedenster Herkunftsländer und Religionen an den Ständen vorbei!
Vor dem Sabbat, ist die Hölle los!
Man könnte meinen, es wäre der letzte Tag im Leben, um einen Einkauf zu tätigen.
Da herrscht wöchentlich, eine Weihnachts  -  Einkaufsstimmung!
Zwischen all den einheimischen Marktschreiern, Menschen die Zuflucht in diesem Land gefunden haben.
Gemeinsam preisen sie ihre Waren an!
Hand in Hand, mit den Israelis!
Unterhalten wird sich in der Landessprache, auf " hebräisch "!
Nix, mit Englisch!
Ich habe niemanden herumhängen sehen. 
Aber ich habe gesehen, wie sie sich gemeinsam den Schweiss vom den Gesichtern gewischt haben.  
Wie sie zusammen den anschließenden Feierabend genossen haben.
Die Köpfe mit den schönen Haaren gebeugt über einem leckeren " Shakshuka ".
Eine dunkle Locke berührt: Krauses, und schwarzes Haar!
 
Der " schwarze Kontinent ", ist für mich führend, in Sachen Haaren!
Wunderschön!
Die Unkenrufe wurden immer lauter!
Nachdem ich sie dann noch in " Heraklion " habe stehen habe lassen, war der Ofen aus.
Eine ältere, griechische Dame schlug die Hände über dem Kopf zusammen!
Nach dem Schlagen von drei Kreuzen, meinte sie:
Ich könne Gott auf den Knien danken, dass meine Tasche noch am vergessenen Ort gestanden habe.
 
Die " Fahrenden" waren wohl gerade mit dem Betrachten ihrer erstohlenen Beute, im kleinen Park beschäftigt!
Mir taten die Kinder leid!
Dreckig und verschnuderet, wurden sie von den Alten zum Stehlen losgeschickt.
Diese schlugen indessen die Zeit tot, umzingelt von Einkaufstüten!
Die Zeit wurde mit rauchen, quatschen und rumhängen überbrückt!
Messer und Scheren wurden keine mehr geschliffen! 
Lieber einmal einem, sein Handy abnehmen!
In diesem kleinen Park wimmelte es von Roma!
Ein kleines Würmchen hing am Busen seiner Mutter
Es hing buchstäblich!
Fast frei schwebend, nuckelte es die Milch seiner Mutter.
Die super Mutter war zu beschäftigt, ihr herziges Kindlein zu halten!
Die " dumme Zwetschge " liess ständig ihr Feuerzeug aufblitzen, immer nahe am Kopfe des Kindes.
Am liebsten hätte ich es ihr, aus den schmutzigen Händen gerissen. 
Ich habe noch viel Platz in meinem Glas!
Mit der Zigarette im Mundwinkel, quatschte sie ohne Punkt und Komma.
Ja ok, für das muss man nicht in die Hauptstadt von Griechenland fliegen!
Gibt es in unseren Breitengraden auch zu sehen!
Der kleine Park schien in Urin getränkt zu sein!
Nachdenklich und mit einem Aetzen in der Nase verliess ich diesen eigentlich, schönen Platz.
 
Bei uns jedoch, wird das " Kindeswohl " GROSSGESCHRIEBEN!
Alljährlich wird ein Wort auserkoren!
Dieses Jahr ist es " KLIMAJUGEND " !
Ich habe auch so ein Wort!
Ein ganz persönliches!
Dieses wechselt aber nicht jedes Jahr!
Meines bleibt!
Jahr um Jahr wiederholt es sich!
Mit meinem Wort wird " Missbrauch " betrieben!
 
 
Meine Reisebegleiter fühlten sich nun vollständig bestätigt.  
Die Tasche musste einem Rucksack weichen!
Ich versuchte das Ganze noch ein bisschen rauszuzögern.
An allen, Rucksäcken, die mir vor die Nase gehalten wurden, nörgelte ich herum.
Ich wollte meine Tasche nicht hergeben!
Bangkok wartete auf mich. 
Heimlich richtete ich meine Tasche und verstaute alle Dokumente darin.
Das es ihre letzte Reise sein wird, wusste ich noch nicht.
Als ich dann in Kloten hektisch meine Tasche durchwühlte, weil ich dachte ich hätte etwas vergessen, straften mich böse Blicke.
" Ich ha nu nooglueget, ob KEI Batterie dinne sind! "
" Nicht, dass mir noch der Scanner Amok läuft! " 
Der Grosse und der kleine Mann fanden es nicht lustig!
Meine Freundin und ich aber schon!
Wir finden eh alles lustig!
Ein kleines Vorweihnachtsgeschenk für dich:
Habe es ja gesagt, ich komme nirgends ohne Geschenke an!
 
" Weisch no? "
Wir machten einen Ausflug mit dem Boot.
Schipperten über das thailändische Gewässer.
Wurden an einem Steg, zu einem feinen und scharfen Mittagessen ausgeladen.
Mit der Bitte, sich in einer Stunde wieder einzufinden, entliess der Guide uns und etwa 20 weitere Touristen!
Ich glaube es war ein " Ladyboy " !
Es gab viele kleine Läden, mit vielen äusserst preiswerten, schönen Dingen. 
Diese waren wie ein Irrgarten angerichtet!
Plöffend sagte ich:
" Ich find üsän Stääg schon wieder " !
Die Stunde war herum und wir fanden gar nichts mehr!
Es sah alles gleich aus!
Verschiedene Leute wiesen uns, verschiedene Wege zum Ausgang.
Die dachten sicher, wir seien total plemplem!
Wie Idioten irrten wir umher!
Es war eine Katastrophe.
Wir waren alle total verschwitzt!
Die Tasche klebte an mir!
Dann sah ich Wasser und eilte ihm entgegen.
Weiter, viel weiter unten sah ich unser Boot!
Dieses dümpelte mit allen restlichen Touristen vor sich hin!
Ich stiess einen schrillen Pfiff, durch meine Finger aus!
ALLE sahen wie auf Kommando, in unsere Richtung.
Auf die vier Wichte aus der Schweiz, auf die man wieder warten musste:
He Touris, seit froh, kamen wir nicht aus dem Kanton Bern!
Die Lady oder der Boy, übrigens ein cooler Mensch, holte uns dann ab.
Wie geprügelte Hunde und mit hochroten Köpfen, schlichen wir aufs Boot!
Ich spüre noch heute, die vorwurfsvollen Blicke der Anderen in meinem Rücken!
Wir gingen denen auf die Nerven, das spürte  ich genau!
Einer war klasse!
Wenn ich mich recht erinnere, ein " Portugiese " .
Er lachte die ganze Zeit.
Jedesmal wenn sich unsere Blicke kreuzten, begann er zu " grölen " !
Ich empfand es aber nicht, als ein Auslachen!
Ich glaube, er fühlte sich einfach gut unterhalten.
Während ich dies schreibe, könnte ich lauthals lachen!
Ich hatte echte Angst damals auf diesen doofen Stegen!
Mein Gott, wenn uns jemand gefilmt hätte!
Wären wir nach unserer Ankunft in Kloten, alle vier tout suite in die Psychiatrie unserer Stadt verfrachtet worden!
Wenn wir ab und zu unsere Ferienanekdoten aufwärmen, ist diese führend!
 
 
" Lueg emol, dä coole Rucksack muesch chaufe" !
Ich gab mich geschlagen und kaufte ihn, auf einem grossen Markt in Bangkok
Meine Tasche musste ich nun zurücklassen!
In meinem Hotelzimmer überlegte ich mir, was ich nun mit der ausgedienten Tasche anfangen sollte?!
Eifach in den Müll stopfen, kam für mich nicht in Frage.
Sie war ja noch in einem erstaunlich guten Zustand!
Krank erschien sie mir auch nicht, sie schien die ewige Bestrahlerei,  gut überstanden zu haben!
Vor dem Verlassen des Hotelzimmers platzierte ich sie so, dass sie den wunderbaren Blick, durch das Panoramafenster auf den Fluss  " "CHAO PHRAYA " geniessen konnte!
In der Lobby angekommen wusste ich, dass ich das Richtige getan hatte!
Bald würde sie an einer neuen Schulter hängen!
An den schmalen Schultern, einer schönen, thailändischen Frau!
Bewundernde Blicke aus mandelförmigen Augen, würden ihnen auf den Strassen Bangkoks folgen............
Dubai
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71.  Dubai
Vorsichtig zünde ich mit dem Streichholz ALLE vier Kerzen an!
Ihre Flämmchen züngeln lustig um die Wette!
Keine ist mehr ausgeschlossen!
Sie bilden eine weihnachtliche Einheit!
Beinahe hätte ich mir die Finger verbrannt!
Schnell blase ich das Schwarz werdende und in sich zusammenkrümmende Hölzchen aus!
Zwischen den berührenden Hits von " Soprano " und " SLIMANE " hat sich eine längere Werbung eingeschlichen!
Eine männliche Stimme preist irgend etwas an!
 
" Du warst nicht dabei! "
" Als der Mensch, das Feuer entfachte! "
 
Zeitgleich weist mich mein Natel darauf hin, dass ich ein Foto empfangen habe!
Ich öffne dieses!
Meine Tochter strahlt mir entgegen!
Sie sitzt auf einem hölzernen Bänkchen und lehnt sich an einen alten Kachelofen!
Ihre Füsse in schwarzen Ballerinas, stehen auf einem wunderschönen und alten Holzboden!
Ballerinas am " Heiligen Abend " !
Die Früchte meiner gut gemeinten Erziehung, beginnen langsam zu verfaulen!
Ich löse mich aus meiner Erstarrung und falle zurück in die Stube von Mitlödi!
UNSER Holbänkli, UNSER Kachelofen und UNSER schöner Holzboden!
Mir reisst es fast das Herz entzwei!
Sorry, an seine Insassen!
Jetzt schaukelt es etwas!
Das Elternhaus meiner Mutter, an der " alten Landstrasse " das mein Bruder und ich nach ihrem Tode leider verkaufen mussten!
Ich starre meine sitzende Tochter an.
Neben ihr nehmen Platz:
Meine Grossmutter!
Meine Mutter! 
Ich!
Samira sitzt in der 4. Generation in unserer ehemaligen Stube, in unserem, niemals ehemaligen Mitlödi!
WAS für ein Weihnachtsgeschenk!
15 Jahre sind vergangen!
Es erscheint mir wie gestern, als meine Mutter in der Nebenstube vom Krebs gezeichnet, in ihrem Bette lag!
Ich drücke die Tränen der Erinnerungen herunter!
Schnell wische ich eine Träne aus einem Auge, bevor sie sich auf ihren Weg macht und die Wange hinunterkollert!
Eine Sprachnachricht wünscht von mir entgegengenommen zu werden!
 
" Muetter! 
" Hesch gseeh! "
 " Ich bi mit äm Luke im Elterehuus vo minere Omi! "
" Verzelled dänn alles! "
Na dann, bin ich aber einmal gespannt!
 
" Nicht dabei: "
" Als er aus Tierfell, Kleider machte! "
Ich war nicht dabei, als er die Erfindung des Rads vollbrachte!
Dies ist mir aber im Moment, ziemlich schnuppe.
Mein Natel schnappend, sause ich zwei Treppen auf einmal nehmend in den oberen Stock!
Das muss ich meinen Eltern zeigen!
Ich horche kurz in mein Zimmer!
Scheint ausgeflogen zu sein, meine Leiche!
Auf meinem Kissen liegt eine Weihnachtskarte!
Ich bin kurz versucht, sie zu lesen!
Lasse es dann aber.
Ich möchte lieber meinen Eltern, dieses besondere Foto zeigen!
Ich halte es vor die beiden Urnen!
Kurz senke ich es wieder, entziehe es ihrem Blickfeld!
Obwohl ich nicht katholisch bin: Lege ich im Stillen, meine Beichte ab!
Ich bitte Gott nicht um Vergebung, aber den irdischen Menschen um Verständnis!
Ob ich meine Beichte auch schriftlich ablegen werde, muss ich mir noch gut überlegen!
 
Ich stelle mein Natel so auf, dass sie beide das Foto ihrer Enkelin sehen können!
Auf meinem Po sitzend, umschliesse ich beide Urnen mit meinen Beinen!
Es herrscht absolute Stille!
Meine Gedanken nehmen andere auf!
Traurig schüttle ich meinen Kopf!
Verneine die Frage meines Vaters, ob wir ein " Iglu " gebaut hätten?!
Die Frage meiner Mutter,  warum das Kind im Winter Ballerinas trägt, ist leicht zu beantworten!
Es liegt kein Schnee, wie viele Winter zuvor schon!
Die Zeiten, wie das Wetter haben sich geändert!
 
" Rahel! "
" Richte Samira ein Dankeschön aus! "
" Wir sehen, sie hat ihre Grosseltern und Mitlödi, nicht vergessen! "
" IHRE Erinnerungen, sind auch die UNSEREN! "
 
Trotz Verbot packe ich die vorbereiteten Weihnachtsgeschenke zusammen!
 
Das ewige " Du warst nicht dabei ", drücke ich weg!
 
Sachte, blase die vier Kerzen aus.
Mache mich auf den Weg!
Wie schon seit 53 Jahren!
Um " Weihnachten " am " Heiligen Abend " zu feiern! 
Zuvor mit:
Meinen Grosseltern!
Meinen Eltern und Bruder!
Jetzt:
Mit meiner Familie!
Legastheniejoint
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72.  Legastheniejoint
" Nicht dabei: "
" Als er Algebra erfand! "
 
Heiliges Kanonenrohr, was ist denn jetzt wieder los?!
Ich fühle mich wie durch den Fleichwolf gedreht!
Total ausgelaugt!
Von Mitlödi habe ich geträumt!
Kein Wunder, wenn meine Tochter im Schlepptau mit ihren Mann, nach 15 Jahren einfach einmal an das Küchenfenster klopft!
 
Ich sass im gleichen Alter wie jetzt mein Sohn, in unserer grossen und alten Küche!
Auf dem alten, hölzernen Eckbank!
Die Luft geschwängert, mit dem unverkennbaren Duft!
Das Geknister und Geächze wenn sich im riesengrossen Ofen, die Flammen langsam ihrer Beute nähern!
Der Ofen war dermassen gross, man hätte hineinkriechen können!
Wenn jemand das Tor öffnete um neue Nahrung für die Flammen nachzuschieben, schlug einem gellende Hitze entgegen!
Fasziniert und respektvoll beobachtete ich das Feuer!
Wie sich seine Flammen, durch die dicken Scheite schlugen!
Meine Wangen und das Holz glühten um die Wette!
Während mein Grossvater oder mein Vater in den Flammen herumstocherten, sah ich mir das Bild an!
Eigentlich war es kein richtiges Bild!
Ein bedrucktes Tuch aus Leinen, dass ich mir immer wieder ansah!
Es hing am Putzkasten.
Darauf:
Eine Frau und ein Mann !
 
" Wenn ich verreise vergiss nicht "
Sie gab ihm dazu auf verschiedenen Bildern, die Anweisungen dazu!
" Die Blumen zu gießen "
" Den Hund spazieren zu führen "
" Die Wäsche zu waschen "
" Staub zu wischen "
Es ärgert mich schon etwas, dass ich vor 40 Jahren nicht den Wert des Tuches aus Leinen erkannte!
Denn sonst würde es heute, bei mir zu Hause hängen!
Gut sichtbar, für die Zuhause gebliebenen!
Dann könnte ich beruhigt in die Ferien reisen!
Die Liste müsste noch etwas erweitert und angepasst werden!
" Wenn ich verreise vergesst nicht "
" Alle Batterien zu überprüfen "
" Die Lichter im gesammten Haus, inklusive Keller und Estrich nach dem Verlassen, zu löschen "
Und wenn es wirklich nicht zu viel verlangt ist: 
Die elende " WC ROLLE " auszuwechseln!
An die Männerwelt!
Ein Blättchen heisst!
LEER !
Ihr müsst auch keinen Anstandsrest zurücklassen, braucht das Ding doch gleich auf!
Es wirklich ein " Scheiss Gefühl ", wenn Frau nach den nicht vorhandenen Blättern greifen will!
Falls dann aber einmal ein wieder zu erwartender Austausch stattfindet, verschwindet die leere Rolle!
Wohin sie verschwunden ist, weiss ich nicht ganz genau!
Irgendwann nach Monaten, taucht sie dann wieder auf!
Voll mit Staubfusel und " aakätschet ! "
 
" Die Pyramiden von Gizeh baute "
 
Andere Fetzen von Träumen hängen noch in der Luft!
Diese sprengen jegliche " FEUCHTGEBIETE "
Irgendwie ist es nicht meine gewohnte Liegestätte, wo die Matratze schon leicht durchgelegen ist.
Es ist richtig bequem und gemütlich!
Es schaukelt so lustig hin und her!
Ein weiterer Duft liegt in der Luft!
Wenn ich mich nicht irre, riecht es unverkennbar nach " SEX " !
Meine Nase schnuppert sich durch die Luft!
Ich bin mir aber ganz sicher, dass ich mit " verschnuddereter " Nase zu Bett ging!
Der reingepfupfte " Nasenkönig " tat auch keine Wirkung!
Es ist dunkel!
Ich habe keine Ahnung wie spät es ist?
Mir scheint, ich hätte jegliches Zeitgefühl verloren
Eigentlich müsste der Erste Tag im neuen Jahr, auch schon wach sein!
Mein Wecker der jahrelang an der gewohnten Stelle  stand, ist weg!
Ich spüre, dass ich nicht alleine bin.
Irgend etwas liegt neben mir!
Mit meiner Hand, taste ich, nach dem Neben mir liegenden!
Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass ich alleine zu Bett gegangen bin!
Fühlt sich nach einem Menschen an, aber irgendetwas ist seltsam!
Mann!
Rahel! 
Reiss Dich zusammen!
An die letzten Dinge, die ich vor dem Zu Bette gehen getan habe, kann ich mir nur noch vage erinnern!
Da ich noch an keinem " Silvester " in meinem Leben soviel gesoffen habe, dass ich am nächsten Morgen nicht mehr wusste was ich tat,
muss es wohl am " ALTEN JAHR VERABSCHIEDEN JOINT gelegen haben!
Ich habe dem ganz genau gesagt.
Ein Gemisch aus 3/4 Tabak und 1/4 Gras!
Und was macht der liebe Vollpfosten!?
" Dreht " die Zahlen falsch!
 
Anschliessend haben wir uns " DINNER FOR ONE " angesehen!
" The same procedere, like last year "
Köstlicher Kultstatus, die Zwei!
Zwar ziert kein ausgestopfter Löwenkopf meinen Boden und ich rate Rosalie dringend, nicht in meine Vase zu biseln!
Aber vielleicht bin ich ja über etwas gestolpert und habe mir den Kopf gestossen!
Im Bette liegend, hatte ich Lust noch etwas zu lesen!
Da hatte einer ständig Geschlechtsverkehr!
Hat sich glaub durch halb Paris " gebumst " !
Blasen von vergangenen Träumen schwirren an mir vorbei!
Eine ploppt auf und wirft mir " CHARLOTTE ROCHE " hin!
Nein!
Sie war es nicht!
Mit einer Hand taste ich unter mein Bett!
Seit wann hat mein Boden eine Heizung?
Das Büchlein ist nicht mehr da!
Im Dunkeln taste ich nach meiner Brille, ohne sie bin ich aufgeschmissen!
Aber auch sie, liegt nicht an ihrer gewohnten Stelle!
Vorsichtig taste ich meine Handgelenke ab!
" 50 Shades of Grey " plopped auf!
Jetzt verscherz ich es mir einmal so richtig!
Frauen nehmt es mir nicht übel, aber ich kann den Typ nicht für voll nehmen!
Der verspürte keine " FLUGSCHAM " !
Immer im hauseigenen Heli unterwegs!
Fast wie ein paar " wichtige Menschen " aus Schaffhausen!
Was er in seiner schönen Wohnung praktizierte, befürworte ich grundsätzlich!
Ich kann verstehen, wenn Frau sich animiert fühlte!
Der fesselnde Mann, war es aber auch nicht!
Neben mir bewegt sich etwas.
Ein zufriedenes Grunzen ertönt!
Ein Teil von mir gerät in Panik, der andere bleibt völlig ruhig!
Wehe!
Wenn ein rosa Glücksschweinchen unter meiner Bettdecke liegt!
Ich künde meiner gesamten Kollegschaft, die Freundschaft!
Jetzt fällt es mir wieder ein:
Der " RAMMLER " von Paris, ist der Feder von " HENRY MILLER " entsprungen!
Dieses " OPUS PISTORIUM " trifft schon eher meinen Geschmack!
Kein Wunder fühle ich mich, wie wenn ich die ganze Nacht, weiss ich was getrieben hätte!
Total ko!
Gleichzeitig ertappe ich mich, wie ich zufrieden und versonnen vor mich hin grinse!
Ich schwöre mir selber, dass ich keine Schweinereien vor dem Einschlafen mehr lese!
 
" Und Mona Lisa, auf Leinwand bannte "
 
Da muss ja aus jedem trockenen Gebiet, ein Feuchtes werden!
Bevor ich noch ganz im Moor versinke stehe ich langsam auf!
Dabei bemerke ich, dass mir ausnahmsweise nicht alle Knochen weh tun!
Ich fühle mich wie ein junges Reh!
Ein bisschen frische Luft täte sicher gut!
Ich öffne mein Fenster.
Aber dieses lässt sich nicht wie gewohnt öffnen!
Klemmt irgendwie!
Ich murmle vor mich hin, dass einmal jemand das Licht anzünden soll!
Plötzlich wird es hell!
Gleissendes Licht veranlasst mich, meine Augen abzuschirmen!
Mein Blick fällt dorthin, wo eigentlich mein Spiegel hängen müsste!
Dort hängt jetzt aber ein Bild.
Auf diesem eine hübsche Frau, die mich ansieht!
Gertenschlank und nackt wie ein Pudel ist sie.
Ihr volles, silbergraues Haar reicht ihr fast bis zum Po!
Ich weiss nicht wie alt sie ist?
Ihr Gesicht weist keine Falten auf!
Schätzungsweise zwischen 20 und 30 Jahre alt!
 
Meine Augen gleiten über ihren Körper!
Läck Bubi!
So einen Body hätte ich auch gerne!
Einen glatten Bauch!
Die hat wohl noch nie ein Kind geboren!
Kein Schnitt über dem Schambein!
Die zwei Kugeln sind wunderbar geformt! 
Wie modelliert!
Keine Babys die mit ihrem Gesauge, aus Äpfeln, Birnen werde liessen!
Nicht zu gross, aber auch nicht zu klein!
Kurz vergleiche ich sie mit meinen!
Gedanklich gehe ich das ganze Gemüse und Früchte Sortiment durch!
Ach komm!
Da ist bestimmt " Silikon " reingespritz worden!
Die " Alte " geht mir auf den Nerv!
Sieht mir definitiv zu gut aus!
Das neue Jahr fängt ja gut an!
Ich wundere mich noch kurz, warum ich ohne Brille alles so genau sehen kann?!
Ich komme mir vor, wie " SPIDERWOMAN " !
Ich kontrolliere meine Hände auf eventuell vorhandene Bisse und sehe dabei an den Gelenken, leichte Spuren von Fesseln!
PHU!
Da bin ich aber in etwas hinein geraten!
Mir ist völlig klar, dass ich 53 Jahre alt bin!
Meine Vernunft und mein Verstand sind auch fast immer altersgemäss eingestellt!
Nur manchmal lese ich die Zahl, von vorne nach hinten!
Bei 56 angekommen, werde ich es dann aber lassen!
Ich fühle mich, wie wenn alles auf circa die Hälfte reduziert worden wäre!
 
Deswegen kann ich ab jetzt nicht mehr die volle Verantwortung für das Weiter geschriebene übernehmen!
2020
Seite 73
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73.  2020
Nicht dabei:
" Als er das Erste Papier produzierte! "
 
 
Gottlob!
Keine Spinne hat mich gebissen!
Pfui Deibel!
" ARACHNOPHOBIA " gab mir vor fast 30 Jahren den Rest!
Ich verzichtete bei weiteren Filmabenden auf mein geliebtes " POPCORN " !
Mich ekelt alles an, was kreucht und fleucht!
Furchtbar, wenn die auf ihren vielen Beinen davonseckeln!
Getötet wird aber bei uns zu Hause, kein Tier!
Auch nicht eingesaugt!
Da wechselt plötzlich die Familiensituation. 
Die Fernsehmonteurin und der Riesengorilla hüpfen auf dem Sofa, oder stehen auf einem Stuhl!
Alle verübten Schandtaten gegenüber den Batterien, sind vergessen!
Ich bin gottesfroh, wenn der Verursacher mit einem Frottetüchli über der Schulter auftaucht!
" Papa! "
" Tue sie usä! "
" Die sich riiiieeeesiiiigggggg! "
Ausnahmsweise pflichte ich meinem Sohn bei!
Die Tarantula Namens " GOLIATH " ist mittler weilen abgehauen!
Aber der unerschrockene David findet sie.
Er findet sie alle!
Die kleine Ekelpakete sind chancenlos!
Einmal war eine Schwangere in unserer Stube unterwegs!
Ich möchte nicht wissen, was in ihrem dicken Bäuchen alles umher krabbelte?!
" Diä isch schwanger ! "
" Do mue ich uufpasse, wenn ich sie usem Fänschter schmeisse ! "
 
" Tue sie eifach bitte usä ! "
 
" Hesch du nid mol wellä Hebamme werde ? "
 
 
Gedanklich gehe ich schon einmal die Anwälte meiner Stadt durch¨
Scheidungsgrund: 
Aufgezwungene Geburtshilfe!
Bei einer Spinne!
Sachte wird sie anschliessend, sanft nach draussen befördert!
 
" Und Amphitheater konstruierte ! "
 
 
Unter Beobachtung des ängstlichen Duos, wird 27716 mal das Tüchlein ausgeschüttelt!
Zum Beweis, dass sie sich nicht doch noch festgekrallt hat!
Dann schnell den " Lumpen " ab in die Wäsche!
 
Der " Natelkönig " hält sich während der ganzen Show die Ohren zu!
Ich sehe mir das ganze Spektakel durch meine gespreizten, vor die Augen gehaltenen Finger an!
Mutter und Sohn zusammen im Keller, kommt meistens nicht so gut!
Bis anhin hatte ich dort keine Angst!
Aber seit dieser Junge wieder in unser Leben getreten ist, verspüre ich sie!
Ich liebe Kinder, aber dieses ist dermassen widerlich!
In einem solchen Outfit, muss man ja durchknallen!
Der, hat meine geliebten Latzhosen durch den Dreck gezogen!
Dies habe ich ihm schon 1988 übel genommen!
Dann hat der auch noch so rote Haare wie der  knuffige " PUMUCKL " !
Ich liebte " MEISTER EDER " und seinen kleinen, herzallerliebsten Freund!
Ich hasste " CHUCKY " diesen immer überall, wie aus dem nichts auftauchenden Mörder!
Wehe ich erwische diese " MOERDERPUPPE " in meinem Keller!
 
Ich registriere, dass meine Hände keine Altersflecken mehr aufweisen!
Beim erneuten betrachten des Bildes, wird meine Laune immer schlechter!
Ich brauche einen Nikotinflash!
Meine Blicke schweifen über die wohlgeformten Beine der " Scheese "  hinauf, zu ihrem Gesicht.
Meine Laune erreicht ihren Tiefpunkt!
Was ist denn das für ein Gesicht?
Ein wunderschöner Schwan!
Ich sehe der doofen Kuh, direkt in ihre grünen Augen.
Diese funkeln, wie kleine Smaragde!
Unter dem kleinen und wohlgeformten Näschen, ihr Mund!
So etwas habe ich noch nie gesehen
Volle und glänzende Lippen!
Ich möchte nicht wissen, wo die Tante diese schon überall raufgedrückt und sich anschiessend festgesaugt hat?!
Ich bin richtig in Kampfstimmung und blecke wie ein " Listenhund " meine Zähne!
Die andere zeigt mir ebenfalls, ihre Kampfbereitschaft!
Ok gut, wenn sie sich mit anlegen will, soll sie einmal aus ihrem Bilderrahmen kommen!
Am liebsten würde ich schreien:
" He Du! "
" Warst du auch bei Marcel? "
Ich ertrage den Anblick ihres ebenmässigen Gebisses nicht mehr!
Dem der das Gemälde dort aufgehängt hat, sage ich dann noch wüst!
Hässig Strecke ich der "SUPERWOMAN " meine Zunge heraus!
Ich habe es gewusst!
Schön, aber doof!
Ganz bestimmt ist sie nicht, die hellste Kerze auf dem Adventskranz!
Blöde äfft sie mich nach!
Mit einem letzten Blick auf die " TUSSI " und ihr Zünglein, wende ich mich ab.
Expo
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74.  Expo
Nicht dabei:
" Als er die Schwerkraft besiegte und Flugzeuge in die Lüfte schickte! "
 
 
Das grelle Licht blendet mich!
Hinter der Fensterscheibe immer noch absolute Dunkelheit!
Welchen Tag haben wir bloss?
Rahel!
Reiss Dich gefälligst zusammen!
Mein Blick fällt auf mein zerwühltes Bett!
Ja genau, dort hatte ich mich verkrochen!
In der vergangenen Silvesternacht schien der Krieg ausgebrochen zu sein!
Ich erinnere mich an Detonationen!
Irgendeiner knallte mit einer Knarre um sich!
Rauchschwaden hingen in der Luft!
Rosalie war genauso verängstigt wie ich.
Mit eingezogenem Schwanz und zurückgelegten Ohren, tigerte sie durch die Zimmer!
Mit der Frage in den Augen?
Mensch!
Warum tust du dies?
Ganz einfach Katze und alle anderenTiere!
Er hat schlicht und einfach einen Knall und möchte, dass es außerhalb seines Gehirns weiterknallt!
Egal ob nebenher Wälder oder Tiere brennen!
" Geld regiert unsere Welt " !
Dieses wird grosszügig in den Himmel geschossen!
 
 
Die Zimmertemperatur ist auch genau richtig, nicht wie sonst, einmal zu warm oder zu kalt!
Ich sehe mich in meinem, wie es scheint ehemalige  Zimmer um:
Nichts ist mehr, wie es einmal war!
Ich hatte so viele schöne Dinge, die jetzt all weg sind!
Ich komme mir vor wie in einer "  High Tech Welt " !
Ich sehe, dass noch mehrere Bilder mit dieser " Gumsel " darauf, aufgehängt wurden.
Auf nackten Sohlen, gehe ich zu meinem ehemaligen Bett zurück.
Mit verschränkten Armen hinter dem Kopf, studiere ich nach, was passiert sein könnte?
Erst jetzt sehe ich, dass auch ich pudelnackt bin!
Meine zum neuen Leben erwachten " Adleraugen ", schweifen über meinen Körper!
Es stellt sich eine gewisse Schadenfreude ein!
Denn ICH, bin nicht in einem Bilderrahmen gefangen!
 
" Als er die Klassiker komponierte " 
 
 
" Aäs guets Neus! "
Das Herz unter meinem wohlgeformten Busen, macht einen kurzen Aussetzer!
Neben mir, wird die Decke zurückgeschlagen!
Mein Kiefer klappt herunter!
Mit einem Augenzwinkern, erkundigt sich der Mann, ob ich gut geschlafen hätte?
Ich zermartere mir mein Hirn!
Irgendwo habe ich den schon einmal gesehen!
Lachend greift der Mann nach mir!
" Tschuldigung, aber das gooht nid! "
Halbherzig versuche ich seine Hände abzuwehren , die über meinen straffen Körper gleiten!
" Tschuldigung, wer bisch du? "
Prustend drückt er seine vollen Lippen auf die Meinen.
An seiner Zunge kauend erkundige ich mich noch einmal, wer er denn sei?!
 
 
Nicht dabei.
" Als er mit Antibiotika, Kranke kurierte "
 
 
" Das gefällt mir so an dir, jeden Morgen zu einem neuen Spass aufgelegt! "
Wie zum Schein, geht er auf meine Fragen ein.
Er denkt wirklich, ich mache Spass!
" Ich bi din Begleiter!  "
" Vor äs paar Mönät, hesch du mich bstellt! "
" Ich bi uf dini Wünsch und Bedürfnis programmiert worde! "
" Mini Optik, hesch du dir sälber chönne zämmestelle! "
" Ich bi zwar no än " PROTOTYP " , aber d`Forschig schlooft nid! "
" Ie absehbarer Zyt, sött ich so wiet uusgriieft sie, dass mir hüüroote chönd! "
 
Um Himmels, Härdöpfels Willä!
Bestellt!
Prototyp!
Heiraten!
Dieses Mal kann ich es nicht auf Lirijan und " Amazon " schieben!
So eine Anschaffung ist bestimmt nicht ganz billig!
Die Summe hätte sicher meine Kreditkarte gesprengt!
Ich kann mir höchstens die Traummänner leisten, die Frau sich backen muss!
Einmal habe ich meiner Freundin einen, zum selber modellieren geschenkt!
Wir drückten dann stundenlang an der Knete herum!
Am Schluss war es zwar kein Mann!
Aber immerhin ein Teil von ihm!
Diesen haben wir dann ab fotografiert und grölend herumgeschickt!
Die männlichen Kollegen Kommentare, würden Seiten füllen!
Einige waren ganz schön betüpft!
Fühlten sich gleich in die Ecke gedrängt!
Einer schickte ein Foto von einem Massstab!
So einem alten, aus Holz!
Dort hatte er eine gut, sichtbare Kerbe reingeritzt!
Wir haben dann seine Wunschkerbe in eine uns realistisch erscheinende gerückt!
 
Vorsichtshalber habe ich dann den Schlüssel, zwei mal gedreht!
Der wollte das Beweisstück vorlegen!
 
" Als er die Uhr zum laufen brachte und das Tanzfieber entfachte "
 
 
Langsam beginnt es in meinem Oberstübchen zu dämmern!
Ich brauche noch mehr Informationen!
Schnurrend wie Rosalie, entlocke ich ihm die gewünschten Infos!
Während seine Finger, an der Innenseite meiner Oberschenkel entlang streichen, flüstert er mir ins Ohr:
Das wir gemeinsam vor ein paar Tagen, den Jahresübertritt 2120 feierten!
Dabei nennt er mich bei einem Name den ich noch nie gehört habe!
Was?
Vor ein paar Tagen!
Das kann doch nicht sein!
Ich muss am Tage der " Drei heiligen Könige " zurück sein!
Ich bekomme sonst riesen Aerger!
Hätte ich doch bloß schon, am 31.12.2019 einen Kuchen gekauft!
Standen ja alle schön frisch gebacken und mit goldener Papierkrone versehen, bei den Grossverteilern!
Gibt es wirklich Menschen, die sich ein Stück Königskuchen in den Mund stopfen, während sie die Lunte eines Vulkans anzünden?!
Kleine Kinder verstehen nur noch Bahnhof!
Zum Glück kann man mit diversen " Tischbomben " von den Kuchenstückchen mit Schoggi, der Krone und dem kleinen weissen " Plastikkönig " ablenken!
Der kleine Kerl geht mir auf den Wecker!
Jährlich am 6. Januar bin ich gefragt, dass er von der richtigen Person in der luftigen Masse gefunden wird!
Ich kann mich leider nicht mehr  erinnern, ob meine Eltern auch so gefordert waren?!
Ich glaube kaum, dass meine Mutter das Teil nach dem Kauf immer zuerst inspizieren musste.
Sicher hat sie ihn nicht abgesucht, um die Stelle zu finden, wo der beliebte kleine König reingedrückt wurde!
Ich habe mir einen kleinen Vorrat, bereits gefundener Könige angelegt!
Griffbereit, sollte mein ausgetüftelter Plan schief gehen!
Samira beharrte nicht so auf dem Titel!
Lirijan hat ihn gepachtet!
Ich mache das Theater jetzt noch etwas mit!
Mit 18 Jahren ist dann aber Schluss!
Mit seiner Volljährigkeit, schlage ich ihn zum Ritter!
 
Selber fühle ich mich wie eine Königin!
Der Prototyp flüstert mir weitere Dinge ins Ohr!
Er scheint wirklich ideal programmiert worden zu sein!
Langsam beginne ich Sternchen zu sehen!
Etwas Hartes drückt gegen mein Knie!
Im Stillen verfluche ich " Miller " !
Das Lineal mit der überschätzten Kerbe kommt mir in den Sinn!
Von weit her, dringt ein Geräusch!
Eine Musik, die mich irgendwie an den Soundtrack von " Miami Vice " aus dem Jahre 1984 erinnert!
Hoffentlich fahren keine " Cops " ein!
" Sonny Crocket " und " Ricardo Tubbs " ihr wart geil!
Aber das Neben mir liegende ist viel geiler!
Ab jetzt, übernehme ich null Verantwortung!
Was in 100 Jahren geschehen wird, was die zwei jetzt treiben werden, liegt nicht mehr in meinen Händen!
Wenn ich richtig kombiniert habe, bin ich im Körper eines weiblichen Nachkommen!
Ab jetzt, stehe ich aussen vor!
Bin von der Schreiberin, zur Betrachterin geworden!
 
 
 
Aber du kannst dabei sein und selber sehen, welche neuen Wege, wir Menschen gehen!
 
 
Seine Hände gleiten über ihren Rücken!
Umfassen ihren Po!
Ihre Hände halten sein Gesicht wie einen wertvollen Gegenstand!
Sie sieht im tief in die dunklen Augen!
Geschmeidig wie eine Raubkatze wechselt sie die Position!
Sanft, aber doch mit gewissem Druck, umfasst sie seine Kehle!
 
" Simmer jetzt ganz dinnä? "
 
" Herrgott nomol, was sich denn jetzt wieder los? "
" Gsänder nid, dass ich beschäftigt bin? "
 
" Mir händ nur welle frööge, ob mir Schaffhuuser jetzt au no ganz ie din Chaschte dörfet? "
 
Das sind so Momente, wo man nicht weiss, ob man lachen oder weinen soll!
 
Kein Wunder!
Schneidet mein Kanton, schweizweit so schlecht ab!
Ich zügle über den Rhein nach " Feuerthalen " !
Dann bin ich erst noch, ein bisschen beliebter.
Vor allem in der Westschweiz!
Die Zürcher hätten sicher ausnahmsweise, nicht rein gequatscht!
 
" Der Gentlemen geniesst und schweigt" 
Zukunftsängste
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75.  Zukunftsängste
" Erlebe die geballte Kraft von Kunst, Musik, Mode und Wissenschaft "
 
Jetzt habe ich aber total den Faden verloren!
Schaffhausen hat mir einen " Coitus Interruptus beschert!
Würde mich schon wurmen , wenn ich etwas verpasse!
Der mit dem Kasten ist für die, vorerst gegessen!
 
" Wär hätts erfunden? "
Mein Kanton sicher nicht!
Kein Takt und Feingefühl!
 
Ich habe zwar keine Zeit, aber ich muss schnell zu meinem Herz!
Auf dem Weg dorthin, sehe ich meinen Sohn, wie er den Königskuchen inspiziert!
Ich sehen ihn, das falsche Stück wählen!
In meiner Faust halte ich die gesammelten Könige parat!
Kurz verharre ich!
Aber es ist keine Schlacht um das Königsreich im Gange!
Liri wählte zwar das falsche Stück, aber die goldene Krone ziert trotzdem sein Haupt!
Er scheint vernünftiger geworden zu sein, in Bezug auf adelige Titel!
Auch ungekrönt, sind meine Kinder:
Eine Prinzessin und ein Prinz!
 
" Chum emol do ane! "
Mit der typischen Bewegung meines rechten Zeigefingers, zitiere ich ihn, wie ein unartiges Kind zu mir!
" Was söll das? "
" Ihr händ doch gseeh, dass die zwei zur Sach gönd! "
" Do chönder doch nid eifach wie so Buräätrampels driiefunkää! "
Während dem Gesagten, schüttle ich unaufhörlich mit meinem Kopf! 
Wie der kleine Dackel, der bei einer Kollegin auf dem Armaturenbrett sitzt!
Wenn er hinter einem Zürcher oder Aargauer herfährt, bekommt er ein Schleudertrauma!
Sein kleines Köpfchen spickt vor lauter Missbilligung, aus der Halterung!
 
" Da müänder wieder grad büügää! "
" Lönd eu mol öppis gschieds iiefallä! "
Jetzt stehen sie mit gesenkten Köpfen da!
Die Augen niedergeschlagen.
Ungeduldig wippe ich mit meinem Fuss!
Ich habe keine Zeit, ich muss zurück in die Zukunft!
Zwar bin ich nicht voyeuristisch veranlagt!
Ab und an einmal, ein kleines YouTube Video!
Das was da sicher noch abgeht, zwischen dem Prototypen und der mir verbundenen Frau, möchte ich nicht verpassen!
 
" Ich wartä! "
 
Ein paar Menschen meiner Regierung stecken die Köpfe zusammen!
Die Kastentüre geht knarrend auf, irgendeiner tuschelt etwas heraus und reisst die Türe gleich wieder ins Schloss!
Endlich meldet sich einer zu Wort!
Jetzt putzt er auch noch zuerst umständlich seine Brille!
Meine  Augen sind mittler weilen zu schmalen Schlitzen geworden!
Meine Hände, balle ich zu Fäusten!
Die kleinen Plastik Männer schneiden in mein Fleisch!
Langsam, lasse ich sie alle, auf meinen Herzboden purzeln!
Ich brauche sie nicht mehr!
Die einten oder anderen würden jetzt  " zuschlagen " !
Ich lasse meine typisch, schweizerisch im Sack verschwinden!
 
Einmal fiel es mir extrem schwer, nicht zuzuschlagen!
Ich möchte mich eigentlich nicht mehr daran erinnern müssen, es war fast entwürdigend!
Ich bin mir nicht einmal mehr sicher, ob es 2017 oder 18 war!
Solche Dinge sind es nicht wert, dass man sich an die genaue Jahreszahl zurückerinnert!
Ich bekam auf den Jahresbeginn eine Urkunde!
Eine Ehrung für 15 Jahre treu, geleistete Dienste!
Lirijan ist mathematisch keine Leuchte!
Aber ihr, liebe Stadt Schaffhausen, auch nicht!
Ich begann 1999 mit meiner Tätigkeit!
Zwar arbeitete ich damals noch, ohne schriftlichen Arbeits Vertrag!
Ausserdem konnte ich keine " URKUNDE vorweisen , die bewies, dass ich jahrelang studiert hatte!
Vor über 20 Jahren zählte noch der Mensch und nicht das Papier!
Für meinen geliebten Job braucht man keine " Beweise " !
Da genügt schlicht und einfach, eine gehörige Portion Herz und Verstand!
Manchmal fühle ich mich wie in einer Metzgerei!
Die Urkundenträger wurschteln herum!
Aber wir haben es nicht mit Würsten, sondern mit Menschen zu tun!
In meinem Fall, sind es kleine Menschchen!
Die schwächsten Glieder der Kette, brauchen keine " Diplome " sondern ein Gegenüber, das zu ihrem Besten handelt!
 
Die Jungs verteilten früher an uns Mädchen " Bauchwellen " !
Genauso habe ich mich gefühlt!
Ein Schlag in die Magengrube!
 
An meine Erben:
Ich kann euch leider keine IWC Uhr hinterlassen!
Ich bekam einen Batzen!
Vor über 30 Jahren verkaufte ich die edlen Uhren in meinem Lehrgeschäft!
Fast ehrfürchtig bettete ich sie, in ihr Etui aus Samt!
Es war immer etwas besonderes für mich:
Den Namen meiner Stadt, schön geschwungen, auf dem Zifferblatt!
Mein Batzen hätte nicht einmal für ein schönes, neues Armband aus Leder gereicht!
Nach den OBLIGATORISCHEN ABZUEGEN:
Wäre ein Wechseln, der Batterie möglich gewesen!
Ich gab dann meinem Unmut kund!
Mir wurde dann eine Liste zugeschickt, wo penibel genau darauf  stand, wieviel ich gearbeitet hatte!
Ab und zu vergesse ich etwas!
Aber ich habe nicht vergessen:
Dass , ich kein 100% Pensum aufweisen kann!
Dafür bin ich an fast 365 Tagen und 24 Stunden einsetzbar?
Schon über 20 Jahre lang.............................
 
 
" Also, ähm, mir händ beschlossä ! "
Die Kastentüre wird erneut aufgerissen!
" Stimmt gar nid, mir im Chaschte händ eu gsait, wies lauft! "
Ich kann es fast nicht glauben, aber die Berner sind jetzt echt ranzig!
Dementsprechend wird die Türe erneut " geschletzt " !
" Also, ähm, mir alli händ beschlossä, dass mir dä " Kantonale Stimmzwang " abschaffäd! "
An der Innenseite des Kastens, wird mit flachen Händen applaudierend dagegen geschlagen!
 
 
" Aexgüsi, chömmer mit dir mit, ied Zuekunft! "
" Mir möchted au zueluege! "
 
Habe ich es doch gewusst!
Dieser Kanton ist nicht " sauber " !
 
 
" Auf einem Festival der Zukunft "
 
Radio Rasa
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76.  Radio Rasa
Das war wieder einmal, ein gelungener Abend!
Einmal pro Monat führt mein " Ausgang " mich, an einen speziellen Ort!
Ich darf dort hin, weil ich endlich einmal in meinem Leben, in den Genuss von Vitamin B komme!
Der Kollege der sonst meine Brille richtet, hat verwandtschaftliche Beziehungen dorthin!
So dürfen ein paar weitere liebe Kollegen und ich, unsere Abende dort geniessen!
Wir sind eine bunt gemischte Truppe, im Alter von etwa 25 bis 55 Jahren!
Es sind schätzungsweise zwei Hände voller Leute anwesend!
Es ist fast, als würde ich eine kleine Reise mit meiner Zeitmaschine machen!
Wobei?
Mit meinem Gefährt, allmonatlich dorthin zu reisen, würde sich nicht lohnen!
Kaum gestartet, wäre ich Schwups schon dort!
Das lohnt sich aber nicht, die Umweltbelastung wäre zu gross!
Wobei das Teil dermassen alt ist und die schädlichen, ausgestossenen Stoffe eher gering sind!
 
Ich habe mir auch Gedanken, über " Greta " gemacht!
Ein junger Mensch kommt und setzt sich für eine lebenswichtige Sache ein!
Ich wünsche den jungen Leuten, dass sie ein Umdenken schaffen!
Ich habe mit meinem Sohn, einen kleinen Test gemacht!
Ihm, ein Leben im Sinne von Greta aufgezeigt!
Mit allen Konsequenzen!
Das durch Blätter ersetzte WC Papier, hätte er noch akzeptiert!
Langsam, tastete ich mich an seinen Liebling heran!
Vorsichtshalber schaute ich nach, ob alle Fenster geschlossen sind!
Das Gebrüll nach Einzug des Natels hörte man sicher bis nach Mitlödi!
Also Klimajugend, wer A sagt, muss auch B sagen!
 
Ausserdem hatte ich gewisse Bedenken, dass die Zahlen wieder verrückt spielen!
Wer weiss, wo die mich noch hinbringen werden?
Deswegen, nehme ich für diese Abende lieber den Bus!
Nach Hause, nehme ich jeweils ein Taxi!
Diese Fahrten sind die Kirschen auf dem Sahnehäubchen!
Manchmal fahre ich alleine, zeitweise dritteln wir unsere Fahrt!
Oft müssen die armen Fahrer, nach der Bestellung des Taxis, noch etwas auf uns warten.
Dann rufen sie immer auf mein Natel an:
 
" Jo, jo , mir chömäd grad! "
 
Die anderen 2/3, beide etliche Jahre jünger als ich, kommen so schlecht in die Gänge!
Einmal hatten wir eine Fahrerin!
Wir kamen schon sehr gut gelaunt, zu dem wartendenTaxi!
Ich nannte der netten Frau, meine Adresse!
Sie fuhr in die richtige Richtung los!
Da sich unser gut Gelaunt sein im Wagen fortsetze, achtete ich nicht weiter, auf die Strassen!
Ein Mü zu spät sah ich, dass sie an meiner Strasse vorbeigefahren war!
Dann drehen wir eben noch eine Runde!
Nicht schlimm!
Man kann gut, von zwei Seiten her, hereinfahren.
Gut gelaunt ging es weiter!
Leider verpasste ich wieder ein Mü, Mü zu spät, sie in meine Strasse zu weisen!
Den drei gut Gelaunten wurde nun, von einer sicher weniger gut gelaunten Fahrerin, ein sauberer Stop hingelegt!
Gott sei Dank hatten wir keinen kopfschüttelnden Dackel mit an Bord!
Der wäre durch die Windschutzscheibe geknallt!
Kein Wunder, nicht angegurtet und keinen Dackel " Air bag " vor der Schnauze!
 
Wir sitzen wie zu Hause in einer Stube.
Aber nicht in so einer, wie Heute!
Sondern, wie in einer von Früher!
Die Sofas sind zwar schon etwas in die Jahre gekommen, aber urgemütlich!
Wenn man mit dem Kopf nach hinten lehnt, stösst man gegen alte Kassettenrekorder!
Solche Dinger hatte ich früher auch!
Ich hörte mir immer die Hitparade an!
Wenn mein Freund bei mir war, taten wir dies gemeinsam!
Wir knutschten dabei in meinem schlecht beheizten Mansardenzimmer, liegend auf meinem Bett herum!
Wenn ich mich recht erinnere, waren es zwei Freunde!
Also nicht zeitgleich!
Kein " flotter Dreier " !
Nacheinander!
Nach über zwei Jahren Freundschaft, machte ich mit meinem Ersten Freund Schluss!
Wegen einem anderen Jungen, der als Kunde in mein Lehrgeschäft kam!
Er glotzte immer durch das Fenster vom Geschäft, wenn er auf dem Weg zur Schule war.
Unter fadenscheinigen Vorwänden und mit einer Uhr die krank sein sollte, kam er anschliessend in den Laden.
War dann aber immer alles gesund!
Wir verliebten uns dann, im " Löwengässli " .
Er ging auf dem " Idiotenhügel " zur Schule!
Er war aber keineswegs ein Idiot!
Vielleicht ein bisschen, denn er hat nach zwei Jahren Schluss gemacht!
Ich bekam meine vergangene " Schlussmacherei " retour!
Die Liebe ist etwas sehr schönes!
Den Kummer den sie mir damals als junge Frau bereitete habe ich vergessen!
Ich habe mir überlegt, wie man Liebeskummer beschreiben könnte?!
Ich habe nur zwei Wörter gefunden:
Gigantisch und unbeschreiblich!
Ich denke, egal wie jung oder alt die Zahl die man auf dem Rücken trägt ist:
Vor beidem ist man nicht gefeit!
 
Heute sehen wir uns ab und zu, zufällig irgendwo!
Wir begrüssen uns freundlich und vielleicht kommen manchmal ein paar Erinnerungen hoch?!
Erinnerungen, an eine Zeit, vor über 30 Jahren!
 
 
Während dem Geknutsche, musste ich ständig auf der Hut sein.
Falls ein gutes Lied gespielt wurde, dass ich aufnehmen wollte!
Hätte ich damals schon Geschlechtsverkehr gehabt wäre Coitus auf Interuptus gefolgt!
Die Lieder in den hinteren Reihen, liessen noch ein Annähern zu.
Sobald die " Top Ten " begannen, war es aus mit Petting!
Ich musste mich darauf konzentrieren, just in dem Moment die Aufnahme zu drücken, wenn das Lied begann!
Wenn sich dann aber der Quasselmoderator entschloss, nach Beginn des Liedes noch einmal reinzuquatschen, war nicht mehr gut Kirschen essen!
Wenn man dann endlich ein paar einigermassen gute Aufnahmen beisammen hatte, verhedderte sich das Band der Kassette.
Einmal bemerkte ich dies zu spät und zog anschliessend meterweise Band aus dem Bauch des Recorders!
Ich schwöre!
Das war so lang, wie " Rapunzels " Zopf!
Die Schwörerei scheint zur Zeit, extrem in zu sein!
Was mein Junge mir alles für Schwüre abringen möchte!
Solange ich keinen Eid ablegen muss, schwöre ich jetzt munter mit!
 
Wie sitzen auf den Sofas und Stühlen!
Wir haben gute Gespräche und hören dabei gute Musik!
Wir haben es lustig und manchmal bewegen wir unsere Körper zu den Takten der Musik!
An der Wand hängt ein Poster aus der " Bravo " .
Captain James T. Kirk und Mr. Spock, ebenfalls an allen Abenden anwesend!
Ja, das ist alles nichts besonderes!
Das spezielle ist, dass jedermann ausserhalb unserer Stube, die Möglichkeit hat, die gleiche Musik zu hören!
Mein Puls bewegt sich wie in Zürich, auch immer etwas höher.
Er schlägt an diesen Abenden, auf  " 107,2 "  Megaherz!
 
Ich durfte schon ein paar, unvergessene Geburtstage feiern:
Führend ist mein 50 er, mit meiner Familie und engen Freunden!
An diesem besonderen Tag bequem ich quasi meinen Schwiegersohn geschenkt!
Er war zwar in keiner Geschenkpackung, aber ich durfte ihn an meinem Runden zum ersten Male kennenlernen.
 
Einen den ich sicher auch nie vergessen werde, feierte ich am 21.Juni 2019 in den 22. Juni 2019.
Ich durfte ihn, in den besagten Räumlichkeiten feiern!
Am liebsten würde ich, jede und jeden anwesend gewesenen, hier namentlich erwähnen!
Aber ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie IHRE ungeschützten Daten, die sie grosszügig auf diversen sozialen Netzwerken verteilt haben, auch hier lesen möchten!
Ich habe ihre Namen nun mit geheimer Tinte geschrieben!
Also, wer " gwunderig " ist, einfach ein brennendes Zündhölzli unter den Compi halten!
Es war so etwas von einem gelungenen Abend!
Trotz sehr unterschiedlicher Menschen, bildeten wir eine Einheit!
 
Ihr Alle, für den Leser namenlose, kommt in meinen Herzkasten!
Ich mache euch ein Angebot!
Ich ritze euere Namen, in die Türe meines Kastens für die Kantone!
So, wie es die frisch Verliebten tun!
Ihre Namen, verschlungen in einem Herz, verewigt in einem schönen, alten Baum!
Wir müssen es ja nicht gleich übertreiben, die Herzen lassen wir weg!
Das wäre doch eine schöne Arbeit, für meinen Kanton!
Eine schöne Abwechslung, gegen das Herumstehen und die Langeweile!
Der könnte die " Ritzerei " übernehmen, ich bin noch nicht ganz milde gestimmt!
Den unscheinbaren Kasten etwas aufmotzen!
Wie einen alten wunderschöner Bauernkasten!
So im " Chabi chic " Stil würde mir gefallen!
Ich liebe " Pünktchen " !
Einen " Anton " habe ich zwar keinen, in meinem Freundeskreis!
Man könnte ja die Namen, fein in die bunt verteilten Pünktchen ritzen!
Eine nicht ganz, unanspruchsvolle Aufgabe!
Die ich meinem Kanton, eigentlich schon zutraue!
Aber!
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!
Ich brauche jemanden, der dies überwacht!
Aber wen bloß?
Ich weiss wen!
Ich frage den sympathischen Polizisten!
Ob er dies eventuell übernehmen würde?
Er könnte auch alleine kommen, aber vielleicht einen gut ausgebildeten, vierbeinigen Kollegen mitbringen!
Aber bitte nicht von der Leine lassen!
Sonst schnüffelt der, mir noch in meinem Herzen herum!
Und unbedingt!
Bitte mitbringen!
So einen Sack!
Für sein Geschäft!
Wird kein Zuckerschlecken!
Dauert bestimmt lange!
Es sind doch einige Namen, die ich eingeritzt haben möchte!
Dann kann ich unbedenklich meiner neu erworbenen, voyeuristischen Neigung nachgehen!
 
An diesem Abend, schoss der coole DJ, einen Song durch den Äther!
 
" In the year 2525 " 
 
Ich bekam ein totales " déjà -  vu " !
Ich sah mich liegend und knutschend mit einem Freund, ( welcher von den bedienen war,  weiss ich leider nicht mehr) in meinem Bett, in meinem kleinen, schlecht beheizten Mansardenzimmer!
 
Mein Taxi wartete schon!
Der Fahrer kannte mich, ob dies ein Vorteil ist, oder nicht, da bin ich mir nicht ganz sicher!
Wobei?
Er erkundigte sich, wo ich denn jeweils hingehe?
Während meinem Erzählen, stellte er aus freienStücken heraus, seinen Radiosender um!
So konnte ich fast bis vor meine Haustüre, die gleiche Musik mithören, wie meine noch dort gebliebenen Kollegen!
 
Danke an alle Taxifahrer in Schaffhausen:
Ich hatte schon echt, lustige Fahrten!
 
 
Zwar war ich müde und meine Ohren dröhnten!
Aber ich wollte mir unbedingt noch einmal " Zager und Evans " anhören!
Währenddessen sah ich mir das Video aus dem Jahre 1969 dazu an!
 
Mit der einen Hand drückte ich meinen Joint im Aschenbecher aus.
Mit der anderen, schloss nachdenklich meinen laptop.......
 
Ich hoffe, die Klimajugend hält durch.................
Waterloo und Robinson
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77.  Waterloo und Robinson
Die Wirkung begann langsam einzusetzen!
Noch ein letztes Mal, öffnete ich meinen laptop!
 
" Das war Hollywood von gestern "
 
Dieses Lied musste ich, nach diesem gelungenen Abend, einfach auch noch anhören!
Mein selbstverabreichtes " Bettmümpfeli " !
 
Das Marihuana, war auf dem Weg zu meinem Gehirn!
Es wand sich durch meine Gänge und nistete sich ein!
Ich habe mich dafür entschieden, weil ich es leid war, stundenlang wach im Bett zu liegen!
Nach Ewigkeiten des herum Wälzens entschied ich mich, anstatt all abendlich eine Schlaftablette nehmen zu müssen, auf Gras zurück zu greifen!
Erschien mir, als das kleinere Übel!
So kann ich einschlafen und werde erst durch den harntreibenden Blutdrucksenker gestört!
Meistens sendet es meinem Zentrum des Denkens, positive Impulse zu!
Manchmal aber, spukt es durch meine Gänge und lässt mich die Angst vor dem Sterben spüren!
Wobei ich diese auch schon früher, ohne je einen Joint geraucht zu haben, verspürte!
Diese Übel muss mir meine Mutter vererbt haben!
Sie sagte immer zu mir:
 " Zwätschge, letscht Nacht, hani wieder wellä sterbä! "
Ich habe das überhaupt nicht verstanden!
Wieso wollte sie sterben, wenn sie doch so gerne lebte?!
Nach Mitlödi!
Nach Berlin!
Ein ewiges, auf Achse sein!
 
Berlin ist eine wunderbare Stadt!
Mit meiner Mutter, besuchte ich sie!
Sie war damals noch geteilt!
Ich mag mich noch erinnern, dass wir im " OSTEN " ein Plakat gekauft hatten.
Dieses wurde sorgfältig vom Verkäufer zusammengerollt und anschliessend vorsichtig in einer Rolle verstaut!
An der Grenze ging es dann los!
Die Rolle wurde, wie mein Sohn so schön sagen würde:
Auseinandergenommen!
Aber sowas von!
Nach gründlicher Inspektion, wurde das schöne Plakat, vom Zöllner einfach, " zämekrutlät " und wieder in die Rolle gestopft!
Fand ich gemein!
 
 
Mein Sohn nimmt mich ab und zu auch auseinander!
Dies meint er zumindest!
Meinen tun aber nur:
Narren und Bettseicher!
Zweitere meinen, sie hätten sich durch die Nacht geschwitzt!
Der neueste ist:
Immer wenn ich ihn zurechtweise oder etwas sage, was im nicht in den Kram passt, sagt er:
 
" Anzeige geht raus.........."

Ich schwöre mir jedes mal, wenn er wieder eine Anzeige rauslassen will, nicht zu lachen.
Es hat Vor und Nachteile wenn man mit vier Jahrzehnten auf dem Buckel, noch einmal Mutter wird!
Aber diese Sprache!
Ich muss echt aufpassen, dass ich diese nicht auch noch anfange zu übernehmen, mich ihrem Slang anpasse!
 
Ich kann ja schlecht zu meinem Vorgesetzten, den ich übrigens sehr schätze sagen:
 
" He Alter, was geht ab, chilläd mers bizz ie dim Büro?! "
 
Und wenn mir etwas nicht passt.
" He Diggah " !
" Anzeige geht raus " brüllen! 
 
Am Ende des Gesprächs verabschiede ich mich mit einem .
" Brudä, muss los " !

Ein tägliches " misshandeln " der deutschen Sprache!
Wo ich auch immer gerne mit lausche, sind Gesprächen, die ein Deutsch sprechender Mensch der schlecht Englisch spricht, mit einem Englisch sprechenden Menschen, der kein Deutsch spricht führt!
Dieses " Chuehfladäenglisch " !
 
Nein!
Mein Sohn!
Ich bitte dich, von einer Anzeige abzusehen, denn ich möchte demnächst einen Waffenschein anfordern!
Da muss ich sauber sein!
Ich habe mich umentschieden!
Ich möchte das Schissen doch noch erlernen!
 
Mittler weilen habe ich verstanden, was es mit dem Sterben wollen, auf sich hatte!
Meine Mutter wollte keineswegs sterbe, aber die Angst, dass der Tod sie in der Nacht, während des Schlafes holt, liess sie dies äussern!
Ich konnte mich erst 13 Jahre nach ihrem Tode wieder dazu " überwinden " nach Berlin zu reisen!
 
Die verbotene Pflanze hat aber auch noch eine andere Wirkung auf mich!
Diese habe ich gottlob, mittler weilen im Griff!
Ein Kollege von mir hat seine Mutter darauf hingewiesen,  dass nach dem Konsum von Marihuana die " Lust " gesteigert  werden kann!
Aus dem Gespräch heraus konnte ich hören, dass die Aktion ein voller Erfolg gewesen war!
Auch ohne Führerschein habe ich gelernt, meine Gedanken die in Richtung " Sex " abtriften, zu steuern!
Ich weise sie je nach Situation zurück oder lasse ihnen freien Lauf!
 
Die Droge signalisierte mir, dass es jetzt wirklich Bettzeit wäre!
In meinen Gehörgängen war auch wieder Ruhe eingekehrt!
Mein Magen knurrte, ich verspürte einen Bärenhunger!
Dies ist zwar total atypisch bei mir:
Kein Joint löste je, eine Fressattacke bei mir aus!
Aber ich war bereit, Haus und Esel für ein leckeres " Cordon bleu " zu geben!
Dazu feine, hausgemachte Spätzle!
Aber das Restaurant war bereits geschlossen, sonst wäre ich mit dem Taxi noch schnell hingefahren!
Dann hätte ich meinen Freunden gleich noch, einen Streich spielen können!
Bisschen verfrüht, aber der 1. April ist nicht mehr weit!
 
Ich hätte ihr aufgestelltes " Schaf " in das Taxi gepackt und dafür meinen mitgebrachten " Esel " platziert!
Ich habe es dann aber gelassen, sonst bin dann wirklich ganz unten durch bei den Taxi Unternehmen!
Bevor ich nun endgültig zu Bett ging, schaute ich noch das Video an!
Grosse Namen fielen, wie:
 
Marilyn Monroe
Errol Flynn
Humphrey Bogart
 
Nein so etwas gibt es heute wirklich nicht mehr!
 
" Charlie Chaplin "
" Shirley Temple " 
" James Dean "
" Greta Garbo "
 
Aber gestern ist vorbei....
 
Devinitiv vorbei, das sind unerreichbare Grössen!
Für mich hat die Schweiz und Deutschland, würdige Nachfolger gefunden!
Ebenso die Franzosen!
Ich liebe französische Filme!
Einen richtig guten Tatort, schaue ich mir ab und zu an!
Ich verspüre jedes mal vorher leichte Angst, dass sie die Titelmusik des so Tatort  typischen Vorspanns, geändert haben!
Gottenfroh lehne ich mich jeweils zurück und schaue den Beinen, die über den Asphalt eilen zu!
 
" Schimanski " nahm die Verbrecher gekonnt ins Fadenkreuz!
" Götz George"  unvergessen!
 
Mir gefallen die diversen, weiblichen und männlichen Kommissare!
Ob auf Ganovenjagd in der Schweiz, Deutschland oder Österreich.
Alles top Ermittler!
Ich wollte sie alle aufzählen, aber es sind an die 20 Teams.
Ich kann mich schlecht entscheiden,  welche meine Lieblinge sind! 
Richtig schwierig!
Mein persönliches Ranking ist:
Richtig schwierig!
 
" Eisner und Fellner "
" Thiel und Boerne "
" Ballauf und Schenk "
 
Ebenso unvergessen:
" Eduard Zimmermann "
" Peter Nidetzky "
" Konrad Toenz "
Hiermit, schliesse ich alle Aktenzeichen!
 
Mit knurrendem Magen und dem leisen Gefühl, dass mich ein Krimi der Zukunft erwarten könnte, ging ich zu Bett!
Erotik und Sex
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78.  Erotik und Sex
Bevor ich erneut und immer noch mit knurrendem Magen, in die Zukunft reisen werde, um dort meine erotische Autobiographie fortzusetzen, verweile ich noch kurz in der Gegenwart!
Der ungemütlichste Teil des Tages besteht darin, dass ich mich all morgendlich aus meinem kuscheligen und warmen Bett schälen muss!
Morgenstund hat für mich, Blech in Mund!
Sicher kein Gold und wenn, höchstens mit einem 333 er Anteil!
Bei mir hängt auch kein Tuch aus Leinen über dem Bett!
Liri trägt auch Schuld, dass es mir so schwerfällt aufzustehen!
Er hat mich darauf gebracht, dass ich anstatt einer Bettflasche, zwei davon mit heissemWasser fülle!
Wir nennen dies " Doppelbettfläsche " !
Wie ein Sandwich!
Ich fungiere als " Bündnerfleisch " !
Die heissen Flaschen sind die Brötli!
Eines klebt an meinem Rücken, eines an meinem Bauch! 
Die Sosse liefere ich, hausgemacht dazu!
Was ich im Bett trage, plappere ich nicht aus!
So viel, sei verraten:
Ein bisschen mehr, wie Eva im Paradiese!
Den mit dem Blatt vor dem Schambereich, habe ich aber nicht ausprobiert!
Wenn ich einmal ganz gut gelaunt bin, halte ich eines probehalber vor meinen Intimbereich!
Welches Blatt ich nehmen würde, ist klar!
Da müsste ich aber noch vorsichtig sein, denn sonst könnten meine erogenen Zonen noch stoned werden!
Ich sehe schon, dieser " Miller " fängt an mich zu beeinflussen!
Am Schluss wird aus meiner Autobiographie noch eine Pornographie!
Es würde mich schon extrem reizen, erotische Geschichten zu schreiben!
Ob dabei gewesen oder fiktiv, dies würde ich der Fantasie der lesenden Person überlasen!
Nicht so feucht wie die Gebiete!
Aber schon so, dass die einten oder anderen Dinge in Gange gesetzt werden!
Ich muss einmal bei meinen Kantonen im Kasten nachfragen; 
Ob sie eventuell an ein bisschen " Gesabbere " interessiert wären!
Ich bin mir fast sicher, der Querstrich Kanton befürworte dies!
Sabbernd, über die Bahnhofsmeile!
Sabbernd, rein in den Club!
Sabbernd, raus aus demselben!
Sabbernd und mit noch erhöhterem Puls nach Hause!
Dort angekommen, die Ohren zugestöpselt mit:
 
" Jane Birkin und Serge Gainsbourg " aus dem Jahre 1969.
 
 
Ein schöne Überschrift für die, den " Blick " für alles haben!
 
" Die Schweiz sabbert "
 
Und hört sich während dessen: 
" Je t`aime " an!
Den wohl peinlichste Song meiner Jugend, wieder etwas auffrischen!
Die zwei stöhnten in meine Ohren!
Diese glühten vor Verlegenheit!
Ich hatte keine Ahnung von Tuten und Blasen!
Das " mon amour "  Gesülze, war mir fremd!
Zum Glück platzte ich nie, in das Schlafzimmer meiner Eltern!
Ich denke, es ist etwas vom peinlichsten, seine Erzeuger beim Akt zu erwischen!
 
" Oooh mein Gott " kam mir erst etliche Jahre später über die Lippen?
Meine Leute unterstellen mir, dass ich mir zu viele Gedanken über alles mache!
Stimmt schon ein wenig....
Trotzdem habe ich überlegt?
Was Menschen, die nicht an Gott glauben oder eine andere Religion vertreten schreien, wenn sie kommen?!
Ein,
" Oooh Allah, ich komme! "
Geschrien, hinaus in die dunkle Nacht!
Nicht ganz unheikel in der heutigen Welt!
 
Wie mein Büchlein aussehen würde, wüsste ich auch schon!
Auf dem Buchdeckel hätte es einen Scherenschnitt, in der Form einer Frau!
Auf ihr sichtbar!
Wirklich gut sichtbar!
Ein Punkt!
Am besten sollte er noch leuchten!
Auf den ersten 100 Seiten würde ich erklären, wie man n, diesen findet!
Der siebte Buchstabe des Alphabetes, liegt etwas versteckt!
Sieben ist ja eine Glückszahl, aber dieses ist nicht jedem hold!
Treffender wäre der 13. Buchstabe gewesen!
Aber das geht nicht!
Könnte zu Missverständnissen an der Kasse führen!
 
Kaugummi kauendes Fräulein fragt:
" Händ sie no M-Pünkt zum iielöösä? "
 
"Jo Schätzli, hani! "
" Was chumi denn für einä über? "
 
Ladenverbot, auf Lebzeiten!
 
Als Zugabe zur Anleitung, gäbe es noch ein kleines Gerät, dass navigiert!
So ein handliches Teil!
Selbstverständlich, ohne Batteriebetrieb!
Ich sehe es schon, die Dinger müssten in den Handel, wären schnell ausverkauft!
Weg!
Wie warme Semmeln!
 
 
Mann würde auf den " G - Punkt " navigiert, ähm gebracht werden!
 
Kein:
" Meh noch links! "
" Nei, jetzt wieder bizz noch rechts! "
" Jetzt häschen fascht! "
" Sorry, jetzt bisch zwiet wäg, das sind mini Zeche! "
Abschliessend beklagen sie sich dann wieder, über ihre ausgerenkten Kiefer!
Wobei?
Die Männerwelt navigierend zwischen den Beinen der Frauen?
Kein schöner Gedanke!
 
Heute schälte ich mich aber gerne aus meinem gemütlichen Bett!
Ich bekam ganz spontan Besuch!
Während ich das inzwischen erkaltete Wasser der Doppelbettflaschen in den Abfloss goss, erschien es mir fast als ein Wink des Schicksals!
Eine Kollegin, mit der ich vor 35 Jahren zur Berufsschule ging, kam auf einen Kaffee vorbei!
Wir verloren uns aus den Augen und lernten uns vor drei Jahren, zum zweiten Male kennen!
Die Begegnung fand leider, an keinem schönen Orte statt!
Zwischen unserem neuen Kennenlernen:
Menschen, die langsam begannen zu vergessen!
Menschen, die schon vergessen hatten, wer sie einmal waren!
Menschen, die ihre Familien vergassen!
Familien die ihre Mitglieder vergassen, auf der Station der Vergessenden!
Ich hoffe in ihrem Vergessen, vergassen sie auch das kommende Erbe anzutreten!
Menschen, in einem Sog des Vergessens!
 
Eine ehemalige Chefin von mir, eine Frau die ich sehr schätzte, besuchte ich dort!
Nach einer Zeit ertrug ich es nicht mehr, sie so zu sehen!
Es ging mir zu fest an die Nieren.
Manchmal weinte ich auf meinem Weg zum Bus!
Was wäre, wenn ich eines Tages auch, diesem Vergessen ausgeliefert sein würde!
Einem Menschen, der voll mit Erinnerungen ist, wird einfach langsam, Stück für Stück weggesaugt!
Wie ein grosses, vollständiges Puzzle!
Die Krankheit klaubt sich einzelne Puzzleteile heraus und verstaut sie, in der dazu gehörigen Schachtel!
Bei meinem letzten, mir selbst verordneten Besuch , verabschiedete ich mich für immer von ihr!
Sie kannte mich nicht mehr!
Alle Teile waren sauber in der Schachtel verstaut worden!
Die Fläche auf der das Puzzle lag, leer!
Wir weinten beide!
Unter ihren Tränen konnte ich sehen, dass die elende Krankheit " Demenz " in ihrem Herzen keinen Diebstahl betrieben hatte!
Kurze Zeit darauf, verstarb sie!
 
Hier kam ich noch rechtzeitig!
Leider habe ich den letzten Zeitpunkt, auch schon verpasst!
 
Keiner meiner Vorgesetzten, stand mir jeh so nah!
Ich werde unsere Zeit, die wir gemeinsam hatten, nie vergessen!
Sie gehört ebenfalls in mein Herz!
Denn;
Auch MEIN Herz, wird nie vergessen!
Harper Lee
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79.  Harper Lee
Ich raffe den etwas zu kurzen und zu engen Bademantel, über meiner Brust zusammen!
Dieses Mal bin ich vorbereitet für die Zukunft!
Dort kreuze ich sicher nicht erneut, splitternackt auf!
Mein Bauch knurrt wie der eines Löwen!
Er schreit förmlich, nach blutigem und rohen Fleisch!
Ich werfe einen Blick in mein ehemaliges Schlafzimmer!
Das Bett ist zerwühlt und leer!
Auf nackten Sohlen, schleiche ich zu dem Bild!
Um Gottes Willen!
Die trägt den selben Bademantel wie ich!
Hat DIE denn keine eigenen Ideen!
" Blöödi Noomacherin " !
 
Das muss ich dann meinem Sohn erzählen!
Sein flauschiges " Batman " Mäntelchen wird auch in 100 Jahren nicht aus der Mode gekommen sein!
 
Irgendwo rauscht Wasser!
Ein angenehmer Duft, lässt meine Nasenflügel leicht beben!
Riecht irgendwie nach einem feinen Duschmittel!
Aber nicht so wie die, die ich kenne!
Viel intensiver!
Jetzt weiss ich auch, wo die zwei hin verschwunden sind!
Duschen müsste ich auch wieder einmal!
Hundemüde zog ich es vor, vergangene Nacht doch noch zu lesen!
Anstelle des sich querfeldein " bumsenden " Millers, zog ich in Anbetracht der Situation, eine andere Lektüre vor!
Zuerst musste ich das Büchlein, zwischen all den anderen Büchern noch suchen!
Bedacht darauf, meine schlafenden Eltern plus den Rest der Familie nicht zu wecken, suchte ich die Buchrücken nach der von mir gesuchten Geschichte ab!
 
" Was suechsch schoo wieder ? "
 
Immer müssen die sich lautlos, von hinten an mich heranschleichen!
Irgendwann bekomme ich noch einen Herzinfarkt!
Als ich noch jünger war und der Feierabend Bus ziemlich voll mit Fahrgästen, schlich sich einer von hinten an: 
Drückte mir unaufgefordert seinen Massstab in den Rücken!
Heute drückt mir keiner mehr etwas in den Rücken.
Heute werde ich weg gedrückt!
Von jungen, sowie auch älteren Fahrgästen!
Schulsäcke, Eishockeyschläger, Poschtitäschene und Töggelischuhe, bahnen sich ungeachtet Anderer ihren Weg in den Bus!
Vortritt geben und Respekt kennt fast niemand mehr!
Jeder ist sich selbst der Nächste!
Die machen dann aber Alle mit 18 Jahren, den Führerschein!
Müssen sie, denn sonst gilt man in unserer Gesellschaft als etwas doof!
 
" Chunsch au mit äm Auto ? "
 
" Nei, sorry, ich bi nid mobil? "
 
 " Aha, du häsch kei Auto? "
 
" Nö, nid mol än Füährerschiee! "
 
Mit dieser Aussage wurde mir früher ein sofortiger Attest, auf unmobilität im Gehirn ausgestellt!
Mein IQ von meinem Gegenüber heruntergefahren, auf läppische 50!
 
 
" Warum hesch du denn kein Lappä?
 
" Will ich mir zviel " Farin Urlaub " inäzogä han! "
" Umzingelt von Idioten und Schwachmaten "
 
Der einzige in meiner Familie war mein Vater, der berechtigt am Strassenverkehr teilnehmen durfte!
Mein Bruder erwarb den Führerschein mit 30 Jahren, im Jahre 2001!
Ich bin kein Autogener, mich stört nur, welchen hohen Stellenwert die Benzinkutschen eingenommen haben?
Ein Statussymbol ohnegleichen!
 
 
So fahre ich mein ganzes Leben schon, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln!
Lirijan bat ich,dass ganze einmal schnell hochzurechnen, wieviel ich unserer fahrenden Stadt, in den vergangenen Jahren, schon bezahlt habe!
Nach einer halben Stunde habe ich mich entschieden, dass der inzwischen von mir ausgerechnete Betrag, reichen sollte!
Ich möchte ja nicht unverschämt erscheinen.
Ich betrachte symbolisch, einen der neuen Elektrobösse, als meiner!
 
Liri lässt bestimmt eine Anzeige raus, wenn er das hier liest!
 
Stehend beobachte ich die Jungmannschaft, die einen Vertrag in der Tasche trägt!
Einen Pachtvertrag auf einen Sitzplatz!
 
Meine Eltern haben mir beigebracht, dass ich aufstehe, wenn ein älterer Mensch oder eine schwangere Frau den Bus betritt!
Dies gab ich so, an meine Kindern weiter!
 
" Was Hänschen nicht lernt, lernt der Hans nimmer mehr "
 
 
Jetzt gehöre also auch ich zu ihnen !
Zu den ewig,nörgelnden Alten. 
Ich möchte kein " früehner isch alles besser gis " sagen müssen!
Mein guter Wille kommt aber über den Tag nicht weit!
Er fühlt sich leider andauernd " gefickt " !
 
Wenn es wieder etwas wärmer wird, habe ich beschlossen, vom Bus auf das Velo umzusatteln!
Dann kann ich friedlich auf meinem Drahtesel herumkurven!
Aber!
Vorsicht wäre geboten!
Dass es mich nicht auf den " schliefrigen Bsetzisteis " litzt!
Oder eine " Tolä " mich von meinem Radel reisst!
 
An meine Tatortkommissaren Liste muss ich noch folgende daran hängen!
" Batic und Leitmayr "
" Borovski und Sahin "
 
Sollte ich trotz äusserster Vorsicht gestürzt sein, hoffe ich, dass mich anschliessend einer von denen im Spital besucht und verhört!
Den netten Schaffhauser Polizisten, sowie:
" Lannert und Bootz "
Würde ich sofort an mein Krankenbett lassen!
 
Etwas in eigener Sache:
Schaffhausen/Stuttgart mit dem Zug!
Ein Klaks für mich!
 
Notfalls würde ich auch in ein " Zeugenschutz " Programm einsteigen!
Besser noch in ein " Opferschutz " , denn ein " Täterschutz " Programm praktizieren wir schon!
 
Die Polizei ist für mich wie eine grosse Familie! 
Bestehend aus verschiedenen Mitgliedern!
Die coole Cousine, die mit ihrem kecken Rossschwanz, chillig unterwegs ist!
Der hässige und griesgrämige Großonkel, der ständig herumnörgelt!
Der lustige Neffe, der trotz hartem Job, spassig unterwegs ist!
Der angeheiratete Ex Söldner, der mit gedrillter Militärmanie seine Familie im Griff hat!
Die schweigsame Tante, die ihren Frust an Geliesmetem auslässt!
Die vierbeinigen Mitglieder der Familie bestehen aus:
Einem bockigen Esel!
Und einem Pferdle, dass mit den Honigkuchen um die Wette strahlt!
 
Nach meinem Sturz würde ich mich logischerweise dazu entschliessen, die kassierte Busse für " Nichtbeherrschern des Fahrzeuges " abzusitzen!
Da könnte ich hinter schwedisch angehauchten Gardinen, sitzen und sitzen!
Niemand würde mir mehr, meinen Platz streitig machen!
Dennoch erscheinen mir, meine Busfahrten als das kleinere Übel!
 
 
Endlich habe ich das gesuchte Büchlein gefunden:
 
Ich hoffe, ich habe die " Nachtigall " nicht gestört!?
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80.  11/36/11
In meinem zu engen Mäntelchen, schleiche ich durch mein ehemaliges Haus!
Durch die Fensterscheibe kann ich sehen, dass es draussen ein wenig heller ist!
Erneut versuche ich das Fenster zu öffnen!
Dieses tut keinen Wank!
Das Wasser rauscht unaufhörlich weiter!
Wie meine Kinder, eine Ewigkeit unter der Dusche!
Muss sich wohl an die junge Frau, weitervererbt haben!
Erneut ertönt die Musik, die mich so stark an Miami Vice erinnert!
Irgendwo müssen die beiden im Einsatz sein!
Ich bin mittler weilen auf alles gefasst!
Würde mich nicht wundern, wenn plötzlich " Don Johnson " in einem Türrahmen stehen würde!
Wobei, ich sehe keine Rahmen!
Es ist zwar noch mein ehemaliges Elternhaus, dass mein Vater 1968 kaufte!
Er stand damals vor einer Entscheidung!
Haus oder Auto?!
Für beides, hätte der Lohn eines Metzgers nicht gereicht!
Er traf die richtige Entscheidung!
Der schwarze VW Käfer wurde verkauft, und die junge Familie Eltern zog in ihr Eigenheim, in die Strasse in der immer die Sonne scheint!
 
Ich schätze es hoch, dass ich hier aufwachsen durfte und meine beiden Kinder vom richtigen Entscheid meiner Eltern " profitieren " konnten!
Ich reise sehr gerne, aber von einer Wohnung in die andere zu reisen, ist der blanke Horror für mich!
Bloss nicht " zügeln " !
Bei der Vorstellung alleine, dass ich meine vielen Sachen in x -  Bananenschachteln packen müsste, stellen sich alle Haare auf!
Daher hatte ich nur einmal eine eigene Wohnung, ausserhalb meines Elternhauses!
Ich wollte gar nicht ausziehen, aber meine Mutter drängelte mich!
Ich konnte doch nicht einfach, meinen Vater und Bruder alleine zurücklassen!
Meine Lehre schloss ich mit 20 Jahren ab, jetzt musste ich zuerst einmal arbeiten und sparen für meine Wohnungseinrichtung!
Dies tat ich dann auch.
Täglich fuhr ich mit dem Bummelzug nach Winterthur!
Verkaufte schönen Schmuck an die Kundschaft!
Es war eine tolle Zeit im " Goldlädeli " !
Gerne würde ich meine ehemaligen Arbeitskolleginnen wieder einmal treffen!
Zurückerinnern an eine Zeit, vor über drei Jahrzehnten!
Ja, da waren wir noch jung und knackig!
Heute knacken nur noch die Gelenke!
Bandscheibenvorfälle holen einem ein!
Diese Schmerzen wünsche ich meinem ärgsten Feinde nicht!
Mit dem Alter wird einem bewusst, aus wie vielen Knochen der Mensch besteht!
Die tun mir weh, an Stellen wo ich nicht mal wusste, dass es welche gibt!
 
Meine drängelnde Mutter, hatte irgendwann Erfolg!
Das ersparte Geld reichte auch!
Aber so einfach wollte ich es ihr nicht machen!
SIE musste eine geeignete Wohnung für mich suchen, sie wollte mich ja schliesslich auch loswerden!
Ohne Fleiss, kein Preis!
Sie kannte meinen Geschmack und wurde auch bald fündig!
Jetzt musste ich wohl oder übel nachgeben!
 
So verliess ich 1988 etwas wehmütig, mein Elternhaus und meine Strasse!
Meine selbst verdienten Möbel und ich zogen an meine erste und einzige Wohnung an die " Rheinstrasse " !
Die Wohnung, die ich vor meinem Einzug noch NICHT gesehen hatte, gefiel mir!
Auf meine Mutter war wie immer, Verlass!
Wie sie den Vermieter bequatscht hat, kann ich mir gut vorstellen!
Im wunderschönen Dialekt des Glarner Landes, ihre Tochter schmackhaft gemacht!
So wohnte ich nun in meiner riesigen 2  -  Zimmer Wohnung!
Zu einem aus heutiger Sicht gesehenen, Spottpreis!
Einen schönen Blick auf den Rhein bot sie mir, sowie einen lauschigen Balkon auf den Hinterhof!
Ausserdem hatte ich eine eigene Waschmaschine in der grossen Küche!
Dies war die einzige Bedingung, die ich meiner Mutter gestellt hatte!
Deswegen wollte sie mich auch loswerden; ich beanspruchte unsere Waschmaschine zu arg!
Ich war ein richtiges " Waschweib " !
Musste ich ja, die Berge vor der Maschine mussten weggewaschen werden!
Ich gebe es zu, ich habe es übertrieben!
Heute sind meine Waschgänge wohler überlegt¨
Den Duft frisch gewaschener Wäsche, liebe ich aber auch heute noch!
Manchmal schaue ich, der sich im Schaum drehenden Wäsche zu!
Bisschen seltsam, aber ich habe mich vorsichtshalber erkundigt!
Scheine kein Einzelfall zu sein!
Es gibt noch mehrere " Dödels " die sich an einem Waschgang erfreuen!
Of sind es die kleinen Dinge im Leben, die einem Freude bereiten!
 
So beanspruchte ich eben von nun an, die Waschmaschine meines Vermieters!
Manchmal sass ich an lauen Sommerabenden, auf meinem Balkon!
Gegenüber wohnten eine Frau und ein Mann!
Wir begrüssten uns jeweils und sprachen ein paar Sätze!
Der Mann kam ebenfalls aus dem Glarnerland, dadurch fühlte ich mich gleich heimisch!
Zwischendurch lernte ich meinen ersten Mann kennen!
Heiratete ihn am 1. Dezember 1989!
Unsere gemeinsame Tochter wurde geboren!
1993 liess ich mich scheiden und unsere gemeinsame Tochter wurde zu meiner!
1994 lernte ich meinen jetzigen Mann kennen!
1995 zogen wir drei, an meine Strasse zurück!
Einen Tag vor meinem Geburtstag heirateten wir, im Jahre 1996!
Erschien mir sinnig!
 
 
 
Samira kam in den Kindergarten.
Was gäbe es schöneres als den gleichen, wie ihre Mutter und ihr " Götti " besuchen zu dürfen?!
Etwas wehmütig verliesen wir die Strasse am Rhein!
 
Eines Tages schlenderte der " Herr Kommissar Zufall " durch die Strasse!
Ein paar Jahre nach meinem Rückzug, zogen die Frau und der Mann, der den gleichem Dialekt wie meine Mutter spricht, in meine Strasse!
Somit sind wir seit Jahren, wieder Nachbarn!
Heute trennt uns kein Hinterhof mehr!
Wenn ich aus dem Fenster schaue, kann ich vis a vis, das ihre sehen!
Es ist eine gute Strasse, mit einem Haufen toller und netter Menschen!
Einige verliessen die Strasse!
Neue sind dazugekommen!
 
Früher kickten wir an die Garagentore!
Liessen die Lichter ausgehen!
Stellten Unfug an!
Bauten Iglus!
Jeder kannte jeden!
Fenster wurden aufgerissen, Nachbarn brüllten heraus, das sie einem an den Ohren holen, wenn wir unser Gebällele über Mittag nicht einstellen!
Lachend waren wir jeweils abgeflitzt!
Kein: 
Mittelfinger zeigen und:
 
" He Alti, häsch ä Problem, hesch dini Medis nid gno? "
 
Um das auszuhalten, müsste ich Schachteln Weise Medis reinstopfen!
Zahlt mir doch die Kasse nicht!
 
Die Sonne scheint in meiner Strasse immer ein paar Grad wärmer!
Unter der gleissenden Hitze ist leider, ein Wörtchen verbrannt!
Ab einem " GRUEZI" ist noch keinem einen Zacken, aus seiner selbst aufgesetzten Krone abgebrochen!
 
Irgendetwas surrt hinter mir!
Mein Magen knurrt noch immer!
Das Wasser rauscht unaufhörlich weiter!
Dampf dringt in die Zimmer!
Bevor ich zu einem ehemaligen Badezimmer gehe, muss ich noch schnell in das Zimmer mit der Bücherwand!
Irgendwie fühle ich mich beobachtet!
Ich trete in das türlose Zimmer!
Da stehen genau noch, zwei Dinge!
Völlig deplatziert, unser blau/weisses  " Gampirössli " dass seit ich denken kann, in unserer Familie lebt!
 
 
Danke, das ihr meinem Wunsch nachgekommen seit und es nicht verkauft habt!
 
Ausserdem eine gläserne Vitrine!
Diese beherbergt ausser den zwei Urnen meiner Eltern, noch weitere!
Schon wieder surrt etwas hinter mir!
 
" Warum bisch du so eigenartig kleidet? "
 
Dieses ewige rangeschleiche nervt!
 
Völlig verdutzt sehe ich in zwei Augen!
Diese mustern ebenso, mein Batman Mäntelchen!
 
" Diä mit dä Pünkli, ich dini Urnä! "
Revue passieren
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81.  Revue passieren
Gebannt lauschen meine Geschichten meinen Worten!
Nacheinander purzeln sie alle auf meinen Tisch!
Alle freuen sich mit mir, dass es am 3. Februar 2020 nach Zürich geht!
Der Polizist schiebt eine Kassette in den alten Rekorder!
Mein weiblicher Nachkomme und ihr attraktiver Prototyp, wiegen zu der Musik, verführerisch mit ihrenHüften!
Stanley versucht sich ebenfalls vergebens, verführerisch zu den Klängen von " Lambada " aus dem Jahre 1989 zu wiegen!
Olli ist währenddessen sehr angetan, von Lieutenant Uhura!
Ich verliere fast den Überblick auf meinem Tisch!
Mein Gott, der Zürcher öffnet schon die x- te Flasche Champagner!
Zum Glück haben sich meine Kindheitsidole einen Kinderecken eingerichtet!
Mit kindlicher Neugier verfolgen sie das Geschehen!
Mein Kanton hat grosszügig, " Rimuss " für die Kleinen auffahren lassen!
Ihre Augen hängen an den Lippen von Lirijan, der ihnen lustige Geschichten über Batterien erzählt! 
Michel ist sofort Feuer und Flamme für meinen Sohn!
War ja klar, ein Lausbube zieht den anderen an!
Gemeinsam verteilen sie Michels schöne Schnitzereien, an die übrigen Geschichten!
Ich sehe, wie der Mensch der Zukunft, seine bewundernd in seinen feingliedrigen Händen dreht!
Er sieht kurz zu mir!
Ein leichtes Flackern des Erkennens spiegelt sich in seinen Augen!
Ich werde etwas verlegen und der Buchstabe " G " fällt auf meinen Tisch!
Schnell wische ich ihn mit einer Handbewegung davon!
Mit einem letzten Blick signalisiere ich dem doch sehr menschlichen Roboter, dass wir uns in der Zukunft wiedersehen werden!
 
 
Samira stösst soeben mit ihrem Gotti Esti, aus dem Glarnerland an!
Sie haben sich sicher eine Menge zu erzählen!
Seit ihrem letztenTreffen, zogen viele Jahre durch die Schweiz!
 
Ich zwinkere meinem Mann zu.
Auf ihn ist, wie immer Verlass!
Er hält nach eventuellen, ekeligen Spinnen Ausschau, die über meinen Tisch krabbeln könnten!
 
Die gute Laune aller Geschichten, steigt minütlich!
Gottlob ist die Ecke mit den Kindern, nun leer!
Christina hat die Kleinen zu Bette gebracht!
Wo ihnen Luke anschliessend eine Gute Nacht Geschichte in Deutsch vorlas!
Alle Kuhfladen sauber umspielt!
 
Ryan O` Neal und seine Tochter Tatum, muss ich etwas im Auge behalten!
Sonst zocken die mir noch meine Geschichten ab!
Gregory Peck signalisiert mir, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche, er würde dann sonst die die Verteidigung von Moses und Addie übernehmen!
Mein Gott, wie habe ich diesen Mann " geliebt " !
Sein Anwalts Honorar?
Die uneingeschränkte Liebe seiner Tochter Scout!
Wunderbar geschrieben und feinfühlig gespielt!
 
Der schöne Schäferhund läuft leinenlos und völlig ruhig zwischen allen Geschichten umher!
Jetzt scheint er seinen Platz gefunden zu haben.
Er nimmt neben der schönen Fischfrau platz!
Diese nimmt schnell die Gestalt, eines weiblichen Schäfers an!
Kurz reiben die zwei treuesten Freunde des Menschen, die Köpfe aneinander !
So eine Party habe ich noch nie erlebt!
Warum ist mein Sohn noch nicht im Bett?
Sowie die anderen Kinder?
Ich sehe ihn, mit dem netten Polizisten zusammenstehen!
Angeregt unterhalten sie sich, bestimmt will anschliessend wieder einer, eine Anzeige rauslassen!
Ich möchte wirklich keine Spassbremse sein, aber es ist Zeit, dass meine Geschichten und ich schlafen gehen!
Wir müsen fit sein, für Zürich!
Unsere Reise mit dem Zug, beginnt schon in ein paar Stunden!
Ich bin hundemüde.
Der schunkelnde Teleboy versetzt mich fast in Trance!
Ich bitte Gabriel, dass er mir beim Wegräumen der vielen und geleerten Flaschen hilft!
Meine Mutter bequatscht währenddessen Robert Lembke!
Rosalie schnurrt den Geschichten, um die Beine!
Ich weiss, wie man eine Party beendet!
 
Kalte Luft strömt in den Raum!
Die Vorboten von " Petra " sind bereits unterwegs!
 
" Machen mol äs Loch zue, äs isch chalt! "
" Wer hett überhaupt da Fänschter uufgrissä? "
 
Ich weiss, wie ich die Party endgültig beenden kann!
Auf die Frage des Zürchers hin, zeige ich mit dem Finger auf meinen Kanton!
Tadelnde Blicke Seitens meines Vaters, treffen mich!
Beschämt senke ich mein Haupt!
Er hat recht, so wurde ich nicht erzogen!
Wie ein geprügelter Hund, schliesse ich das Fenster!
Mein Grossvater Roland, aus Wattwil, erzählt Interessierten seine Geschichte!
Die Rettung von Menschenleben, aus dem Rickentunnel von 1926!
 
Irgendetwas liegt auf dem äussersten Rand meines Tisches!
Winnetou ist total besoffen von seinem Pferd gekippt!
Mit offenem Mund, schnarcht er um die Wette mit seinem Blutsbruder!
 
Die Pferde vergleichen ihre Gebisse, mit dem Esel!
Ich wüsste sonst noch einen guten Kieferorthopäden!
 
In der Mitte des Tisches steht,  das zusammengekrachte Tiny Häuschen!
Kein Wunder, was stellt auch Pipi ihr kleiner Onkel auf die Veranda!
Um Gottes Willen!
Ich muss diese Orgie sofort beenden!
Herr Nilsson sitzt auf den Schultern von Fräulein Rottenmeier!
Mit seinem Affenschwänzchen bringt er die ordentliche Frisur des strengen Fräuleins durcheinander!
Seine kleinen Ärmchen umschlingen sanft den Hals, der sonst so strengen Dame aus dem Hause Sesemanns!
Ein glückliches Lächeln umspielt die Lippen, der einst unnahbaren Lady!
 
Die führen sich alle auf, wie wenn ich den Friedensnobelpreis gewonnen hätte!
Die Welschen haben die Kassette ausgewechselt!
Mir wird ganz heiss, am liebsten würde ich das Fenster erneut aufreissen!
Jetzt wird es mir definitiv zu intim!
Verstohlen sehe ich den Menschen aus der Zukunft zu, wie sie ihre Körper zu Je t`aime bewegen!
 
Meinen Grossmüttern scheint das Gebalze zu gefallen!
Mir wird das alles zu viel!
Mein klingonischer Freund, scheint meine Not zu spüren!
Er baut sich auf meinem Tisch auf!
Schnaubend weist er meine Geschichten darauf hin:
Die Party, als beendet zu betrachten !
Dafür bekommt er dann die Mon Cheri, weiterverschenkt!
 
Folgsam verziehen sich meine Geschichten.
Eine nach der anderen, wünscht mir eine gute Nacht!
Wir treffen uns dann alle in Zürich!
Feiern gemeinsam meinen zweiten Platz, in der Aula der Universität Zürich!
 
Meinen Platz teile ich mit zwei weiteren Menschen!
Ich möchte nicht vorgreifen, aber ich kann nur sagen, ich habe die Ehre, diesen mit zwei tollen und sympathischen Männern zu teilen!
 
 
 
 
Jetzt ist meine Change, die muss ich nutzen!
Bevor der smarte Mann mit komischen Wurzeln verschwindet, frage ich ihn, ob wir noch ein bisschen, gemeinsam seine Musik hören?
 
Sorry Henry, diese Nacht wird es nichts mit dem Lesen, aus deinem Büchli!
 
 
Völlig entspannt und mit einem Grinsen das jedem Honigkuchen Pferd Ehre macht, schlief ich eingeklemmt, zwischen meinen Doppelbettflaschen ein!
 
Das Erste was ich nach meinem Erwachen am 3.Februar 2020 dachte:
 
Heute kann ich meiner Mutter, zu  ihrem 82. Geburtstag ein grosses Geschenk machen!
3.Februar 2020
Seite 82
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82.  3.Februar 2020
Petrus meinte es zwar nicht gerade gut mit uns, an diesem Tage!
Er öffnete die Wolken und liess es regnen!
Die Sonne getraute sich nicht zu erscheinen, Petrus brüllte die Wolken dermassen an, das sie ihre Schleusen öffneten!
" Petra " hatte ihn hässig gemacht, sie wollte unbedingt noch  über die Schweiz fegen!
Diese Frauen müssen aber auch immer einen Wind machen!
Schwesterchen  " Sabine " hielt sich noch zurück!
Eine Woche später, richtete auch sie, grossen Schaden an!
 
Dies tat aber unserer guten Stimmung keinen Abbruch!
Für mich war es eine etwas unruhige Zugfahrt!
Meine Herzinsassen,  schienen Trampolin zu springen in meinem Herz!
 
 
" Vom Winde verweht ",  trafen wir pünktlich in Zürich ein!
Dort erwarteten uns bereits, zwei eingefleischte " Papierlizürcher " !
Samira und Luke begleiteten mich ebenfalls!
 
 
Von einer Po Backe auf die andere rutschend, lauschte ich der Eingangsrede von Herrn Dr. Erich Bohli!
Er hatte mich vorrangig informiert, dass ich einen, der zweiten Plätze gewinne!
Dementsprechend war ich gespannt, wer meine Mitgewinner sind?!
 
Anschließend trat Prof. Dr. Harm- Peer Zimmermann, hinter das Rednerpult!
Er hielt eine fliessende und spannende Rede, über die Entstehung der ersten Autobiographien!
Seine Worte flossen, wie der Rhein!
 
Dann kam Frau Dr. Christine Lötscher!
Alphabetisch rief sie, die drei Menschen auf, die sich über einen zweiten Platz des " Schweizer Autobiographie - Award 2020,  erfreuen dürfen, und bat diese nach vorne!
Gleichzeitig wurden unsere Köpfe, an die Wand projiziert! 
 
Rahel Rolli
 
Rudolf Schüpbach
 
Bernhard Wüthrich, ( posthum ) für die Familie von Bruno Zahnd!
 
Würde ich Hosen tragen; wäre mein Herz, in die selbigen gerutscht!
Apropos Hosen!
Unter uns: Frau Dr. Lötscher!
Danke für ihre Kleiderwahl!
Es war eine Augenweide!
 
 
Irgendwie verstanden wir drei, zweit platzierten, uns auf Anhieb!
Fast wie die Musketiere!
Während der Laudationen, grinsten wir um die Wette!
Christina schoss ein Foto von uns dreien:
So herzig!
Ich grinsend in der Mitte!
Rechts und links, mich angrinsend die zwei Musketiere!
 
Ich betrachtete die anderen Gesichter und auch meines!
 
Bruno Zahnd, erhielt seine Ehre, die ihm als Verdingbueb genommen wurde, zurück!
Bernhard Wüthrich hat seine von Hand geschriebene Geschichte, auf Wunsch seines Sohnes, elektronisch verfasst!
Ich schwöre, ich hatte nicht gekifft!
Einen Eid ablegen, würde ich aber nicht!
Manchmal erschien es mir, als würde uns Bruno Zahnd zuzwinkern!
 
Vor Rudolf Schüpbach zücke ich meinen Hut!
Seine Geschichte braucht extrem Mut, dies kann mittlerweilen, aus eigener Erfahrung sagen!
 
Falls ihr das hier liest, meine Leute und ich, würden euch gerne wieder einmal treffen!
Dann am besten in Zürich, dann reisse ich euch, in irgendeinen Club rein!
Ich kenne mich da langsam aus!
Erst kürzlich bekam ich, nach einem feinen, israelischen Essen, von Tochter und Schwiegersohn meinen Puls hochgeschraubt auf Zürcher Level!
Ich drehe meine Zahl auf dem Rücken, so lange es noch geht!
Mein Bruder meinte!! vor ein paar Tagen zu mir; 
" Rahel, uufs Alter, sött mer doch ä chlie ruhiger werdä" !
" Aber, du schruubsch jedes Joohr, äs paar Gäng ufä" !
 
Ich hoffe, dies ist nicht, das letzte Aufleben!
Das gibt es wirklich!
 
Meine Mutter rief mich einen Tag, vor ihrem Tode an:
Wir telefonierten vor der Krebs Diagnose fast täglich, egal wo sie sich gerade aufhielt!
Dieses letzte Gespräch, war seltsam!
Meine dem Tode geweihte Mutter, sprach ganz normal mit mir!
Ich fühlte mich total verarscht!
Gerade noch hatte mir der Arzt mitgeteilt, dass es sich nur noch um Tage handeln würde!
Sie unterhielt sich mit mir, wie in 1000 Gesprächen, davor schon!
Ich legte mir gedanklich schon, meine Worte für die Halbgötter in weiss parat!
Meine Mutter hatte doch keinen Krebs, sie wurde wieder gesund!
Das Gesehene und Gehörte verdrängte ich!
 
Ein Bild das ich NIE vergessen werde!
Meine Mutter todkrank in der Nebenstube!
An ihrem Bette die kleine Samira, fast im gleichen Alter wie Lirijan jetzt:
 
Wie das Kind, die Nägel ihrer Grossmutter, schön schnitt!
Sorgfältig feilte und anschliessend mit einer fein, duftenden Creme einrieb!
Bilder die ich vergessen hatte, die mit dem Schreiben aber wieder lebendig werden!
Ergebnislos versuche ich, meine Tränen zurückzuhalten!
 
Es war schon ein " geiles " Gefühl, einen Preis zu bekommen!
Vielleicht vergleichbar mit einem, das ein " Zungenkuss " auslöst!
Zum Glück , bekam ich nicht den Ersten Platz!
Ich überlasse es meinem Leser, mit was ich dieses Gefühl, verglichen hätte?!
 
 
Dann wurde Frau Blazenka Kostolna für ihre Autobiografie geehrt!
Sie erhielt den ersten Platz!
Ich hätte sie auch gerne noch näher kennen gelernt!
Aber irgendwie, war sie leider verschwunden!
Eventuell eingesogen, von der " Coop Zeitung " !
 
Ich wollte aber mehr wissen, und durchstöberte die Infos von Frau Kostolna!
Zwischen den vielen Doktortiteln, traf mich fast der Schlag!
Dr. Ute Höllrigl!
Frau Kostolna sie werden es nicht glauben, sie ist die Mutter meiner Freundin Sigrun, aus Kindertagen!
Die Welt, ein Dorf!
Der Erdball, ein kleiner " Gumpiball " !
Der Kreis schliesst sich auch hier!
 
 
Zu guter Letzt unterhielt sich Prof. Dr. Alfred Messerli, mit Alt Bundesrat,  Moritz Leuenberger!
Sympathisch holte er,  interessante Geschichten aus ihm heraus!
Herr Leuenberger liess aus den fliessenden Gewässern, ein plätscherndes Bergbächli werden!
 
Während des abschliessenden Apéros, konnte man noch interessante Gespräche führen!
Dies taten die drei Musketiere mit Anhang, auch ausgiebig!
 
 
Bald darauf, trennten sich unsere Wege wieder
Für Herrn Wüthrich, ging es zurück in meinen Bürgerkanton!
Lieben Gruss, nach Köniz!
Im Sommer ist eine kleine Reise durch die Schweiz geplant!
Verschiedene Kantone stehen auf der Route!
Mitlödi und Köniz, stehen an Erster Stelle!
 
Herr Schüpbach, hatte den kürzesten Heimweg!
Samira und Luke hatten sich zuvor schon, auf ihren ebenfalls, kurzen Heimweg gemacht!
Christina nutzte die Gelegenheit, noch ein wenig durch Zürich zu schlendern!
Miriam und ich, gönnten uns noch eine feine, heisse Schoggi!
 
 
In einem gerammelt vollen Zug, ging es nach einem ereignisreichen Tag, zurück nach Schaffhausen!
Ich wollte unbedingt vor 24 Uhr zu Hause sein!
Das Geschenk für meine Mutter, hatte ich in Zürich erhalten!
Unsere Ankunft war aber dermassen christlich, dass ich noch einen kleinen Abstecher zu meinem Lieblingslokal machte!
 
 
Leise betrat ich das Zimmer meiner Eltern!
Zwischen den Urnen meiner verstorbenen Eltern, platzierte ich meine schöne Ehrung!
Ein riesen Geburtstagsgeschenk für meine Mutter!
 
Dabei nahm ich, aber nur am Rande, ein surrendes Geräusch wahr!
 
 
Ich raffe Lirijans viel zu enges und zu kurzes Batman Mäntelchen, über meiner Brust zusammen:
 
Langsam drehe ich mich um!
 
Blicke erneut in zwei verdutzte Augen!
 
" Ich ha uf dich gewartät " !
" Ich chumä ebefalls us dinärä Zyt " !
" Ich bin dä erschte Roboter, wo sie vermenschlicht händ!
" Min Programmierer, hett mich aber absichtlich falsch programmiert" !
" Sie händ ihn dänn, usäm Verkehr zogä" !
" Aber vorher hätt er mich do ane broocht, äs weiss niemerd, dass ich existierä!
 
Trotz seiner ausgestrahlten Wärme, begann ich zu frösteln!
 
 
Wolverine
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83.  Wolverine
So!
Jetzt will ich es wissen!
Die kommenden Stunden werde ich ein männliches Wesen sein!
Ich streife meine Schuppen ab und mutiere!
 
Oh Gott!
Bin ich krank!
Ich werde sicher bald sterben!
Diese Grippe gibt mir den Rest!
Wo ist bloss, meine Privatkrankenschwester!
Oh Gott!
37.5 Grad Fieber!
Hilfee!
Es geht zu Ende, ich muss mein Testament schreiben!
Endlich tritt meine Krankenschwester, in Form meiner Ehefrau an mein Sterbebett!
Mein Blick ist schon leicht glasig, von dem extrem hohen Fieber!
Meine Gedanken funktionieren mittler weilen, nicht mehr ganz klar!
Sicher habe ich mir mein Gehirn herunter geschneutzt!
 
Plötzlich nimmt meine Pflegekraft die Gestalt an, in der fast jeder Mann sie sehen möchte!
Hach tut das gut!
Diese Frau massiert aber auch dieses " Pulmex " sanft ein!
Behutsam flöst sie mir mit übereinander geschlagenen Beinen, an meinem Bettrand sitzend, den heissen Hustentee ein!
Ihre Uniform sitzt aber auch eng!
Leicht röchelnd registriere ich die feinen Spitzen, die keck aus ihrem üppigenAusschnitt blitzen!
Ich falle beinahe ins Delirium!
 
Meine Frau ist jetzt echt besorgt um mich!
Mir laufen Bäche herunter und ich muss aufs Klo!
 
Ich fühle mich schon etwas besser!
Jetzt kann ich meine Krankheit auf den Couch verlagern!
Dankend beobachte ich meine Frau, wie sie das  Wohnzimmer in ein Krankenzimmer umgestaltet!
Ich reibe noch ein bisschen Pulmex auf meine Brust!
 
 
Ich weiss, die Männerwelt wird mich jetzt hassen!
Wie immer, habe ich mich auch hier, vorgängig erkundigt!
 
 
Warm eingekuschelt, verfolge ich das nachmittägliche Fernsehprogramm!
 
" Wo sind Dini Händ? "
 
Strafend sieht meine Frau mich an!
Mit Argusaugen beobachtend, reicht sie mir die Pommeschips Tüte!
 
 
Hach immer diese Fragerei!
100 mal! 
Wie eine ewige, sich drehende Schallplatte!
 
 
" Bisch gsässe? "
" Häsch d`Händ gwäschä? "
 
Wie ein Aasgeier lauert sie auf Antworten!
Kreisend, um bei einer falschen Antwort, zuzuschlagen!
 
 
Ich denke noch ein bisschen an die Krankenschwester und döse vor mich hin!
In zwei Wochen sollte ich wieder fit sein, um den halben Tag arbeiten zu können!
Es beginnt in meinem Schritt zu brennen!
Mist!
Ist meine Frau ein Geist?
Wie aus dem Nichts, steht sie schon wieder vor mir!
Die Männer kommen von hinten, die Frauen von Vorne!
Im Sexualleben stimmt dies nicht so ganz!
 
Sie ablenkend, futtere ich noch ein paar Chips!
Es brennt inzwischen höllisch!     ( Chilli an den Griffeln, auch ganz übel! )
 
Hoffentlich entmannt diese Creme mich nicht!
Wäre ich doch bloss arbeiten gegangen!
Bald ist sowieso nicht mehr gut Kirschen essen!
Leichter Raucht steigt hinter meiner Frau auf!
Sie ist der Ver- zweiflung nahe!
 
Meine Kronjuwelen glühen!
Zu allem Elend, steigt auch noch der Fernseher aus!
Jetzt kann ich nicht einmal auftrumpfen und die Schuld auf sie schieben!
Die bringt mich sonst womöglich in ein Heim, zur Pflege!
 
Grosszügig biete ich ihr, ein paar Chips aus meiner fast leeren Tüte an!
Jetzt mutiert sie!
Mein Gott, wieso müssen diese Frauen auch immer so übertrieben!
Hoffentlich bekomme ich keine Blasen an meinem edlen Stück!
Mit eingeklemmtem und brennendem Teil zwischen den Beinen, eile ich unter die Dusche!
Gott!
Bin ich froh, wenn ich wieder arbeiten gehen kann!
 
 
 
 
 
Frau lümmelt breitbeinig auf dem Sofa herum!
Den Sack mit den "  Bärentatzen " schön zwischen den Beinen platziert!
Eine Hand, im warmen Schritt platziert!
Die andere greift beherzt, in die Tatzen!
 
Nach dem Toilettengang, haben die ungewaschenen  Hände, ihren Platz gewechselt!
Frau versteht dann gar nicht, warum die feinen Tätzli, mit einem Ausdruck des Ekels, verpönt werden !
 
 
 
 
 
Schnell mutiere ich wieder zu einer Frau!
Wobei!
Einmal etwas handfestes zwischen Chips und Tatzen zu haben , wäre nicht übel!
 
 
 
Ayurveda
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84.  Ayurveda
hre Hände massieren gekonnt!
Warmes und fein duftendes Oel, wird auf meinen halbnackten  Körper geträufelt!
Mein Gott!
Sie muss die Hände von ihm haben!
Ich muss aufpassen, dass ich nicht einschlafe und zu schnarchen beginne, es ist dermassen entspannend!
Die Frau scheint meinen Körper besser zu kennen, als ich!
Sie kommt auf den Punkt und der schmerzt!
Ich werde zur " Knackwurst " !
Im Hintergrund ertönen die sanften und beruhigenden Klänge, thailändischer Musik!
Woche für Woche fühle ich mich hier total geborgen, wie ein Baby im Mutterleib!
Warme Tücher umhüllen mich!
Gesprochen wird eher selten, wir geniessen einfach die Ruhe!
Irgendwo plätschert Wasser, kaum hörbar vor sich hin!
 
Die wenigen Worte der schönen, thailändischen Frau sind von Heimweh geplagt!
Ich weiss wie sie sich fühlt, kann es zu 100% nachvollziehen!
Ihr Herz sehnt sich nach ihrem kleinen Dorfe, liegend an einem See!
 
Mit der unverkennbaren Note ihrer Sprache, erzählt sie mir:
( Ich spitze meine Ohren jeweils wie ein Luchs. Mittler weilen habe ich ihren Slang raus!
 
Dass sie dort so lange fischen darf, wie sie mag!
Sympathisch fügte sie an:
Kein Gewedel vor dem Kopf, mit erteilten oder nicht erteilten Bewilligungen!
Wie habe ich auf dem Bauch liegend, in mich hinein gegrinst!
 
Thailand gehört zu meinen Top 3!
Dort ist es manchmal üblich, dass jemand nach der Massage ein Happy End erwartet!
Dieser Wunsch wurde auch, an ihre goldenen Hände gestellt!
Ein bisschen Spass muss sein!
Wäre leicht verdientes Geld!
120.- stand im Angebot!
Ich kenne mich mit den gängigen  Preisen nicht so aus?!
Wie hoch die jeweiligen Dienstleistungen zu berappen sind?!
 
 
Ich habe dies schnell einmal auf einen Stundenlohn hochgerechnet!
Wenn es schnell geht, sollte der Spass in 10 Minuten beendet sein!
Flinke Hände sollten dies bewerkstelligen können!
20 Minuten wären auch noch akzeptabel!
Ab einer halben Stunde wird es dann eher mühsam!
Derselbe Effekt, wie die Suche des kleinen und versteckten Pünktchen!
Nach 45 Minuten werden die goldenen Hände langsam schwarz und beginnen abzufaulen!
Jetzt sind 120.- definitiv zu wenig!
Jeder Handwerker verrechnet, die von ihm eingesetzten Werkzeuge!
Gut, der Anfahrtsweg, würde wegfallen!
Wenns dann doch noch ewig geht, sollte noch eine bezahlte Znünipause drin liegen!
Eine kleine Zugabe für die Versicherung, falls das Teil nachher mehr beschädigt ist!
Auch ein Frauenkiefer, kann durchaus einmal ausrenken!
Zähne können sich in das Fleisch schlagen!
 
 
 
Auf seine spassige Frage, gab sie zur Antwort!
Es tut mir leid, ich verfüge über kein Diplom, dass mich berechtigt diese Stelle zu massieren!
Das stimmt, ich habe einen kurzen Blick auf ihre, an der Wand hängenden Auszeichnungen geworfen!
 
Ganz ehrlich Männer!
Die Krönung meiner Massage ist jeweils, mein Genick!
Dieses wird dick mit Eukalyptuscreme eingerieben!
Wenn ich mir ein Happy End wünschte, würde mein Intimbereich in Flammen aufgehen!
 
So eine spritzige Massage müsste sowieso trocken stattfinden!
Mein Körper glänzt jeweils wie eine Ölsardine!
Alles ganz glitschig!
Einen zuckenden, in den letschten Zügen liegenden Fisch, zwischen den Händen zu halten:
Kein leichtes Unterfangen!
 
Lirijan begeisterte sich kurz für die Fischerei!
Das Gen für das Todschlagen fehlt bei uns!
Das gefischte Tier tat uns leid!
Er hat ihn dann trotzdem tot gemacht!
Kein happy End für den Fisch!
An der Stelle wo seine Augen gebrochen ins Leere starrten, konnte man sein getrocknetes Blut noch lange sehen!
Irgendwann hatte der Regen, es weggewaschen!
Zuhause zuckte der arme Kerl noch stundenlang nach!

 
Ich kann mir eigentlich keine Witze merken!
Bewundernd höre ich Menschen zu, die solche leicht und ohne zu stottern über die Lippen bringen!
Nicht nur einer, gleich mehrere bringen ihre Zuhörer zu lachen!
Mein Gehirn verfügt wirklich über viele Speicher!
Aber wohin mit den Witzen, wüsste ich wirklich nicht!
Einfach kein Platz
Eventuell sollte ich wieder einmal entrümpeln!
 
Einer ist mir aber geblieben!
Eigentlich ist es mehr eine Scherzfrage!
 
" Welcher Berufsgattung, fehlt ein Gen?! "
 
Ehrlich gesagt, ich wusste keine Antwort darauf!
Eigentlich mache ich mir nicht mehr in die Hose, aber nach der Auflösung, musste ich echt meine Beine zusammenkneifen!
 
 
Am liebsten würde ich jeweils noch stundenlang auf den warmen Tüchern liegen bleiben!
Fast wie neu geboren, verlasse ich ihr Geschäft!
Zwar bin durchgewurschtelt und total zerzaust wie ein gerupftes Huhn!
Obwohl ich hundemüde bin, sind meine Gedanken klar!
 
In den Wochen nach dem 3. Februar 2020 ist einiges geschehen!
 
Viel schönes durfte ich erleben!
Menschen gratulierten mir!
Post kam in mein Haus!
Besondere Post!
 
Endlich habe ich das längst fällige Telefonat getätigt!
Der einstigen Vorwahl 058 ist 055 gewichen!
Ein Anruf in die Vergangenheit!
Entgegengenommen im schönen Glarnerdialekt...........
 
Die erlebten Dinge sind sehr kostbar für mich!
Über das Erlebte werde ich berichten, aber zuerst muss ich in die Zukunft!
Ob mich dort ein Happy End erwartet, bezweifle ich und wenn, dann höchstens unter der Dusche!
 
Der eine Roboter scheint auf mich gewartet zu haben!
Dem anderen habe ich quasi, ein Wiedersehen versprochen!
Und ich halte meine Versprechen!
 
Panikmache??
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85.  Panikmache??
Jetzt schlägt es aber 13!
Meine Autobiografie ist weg!
Einfach verschwunden!
Sie hat mir nur eine kleine Notiz zurückgelassen!
Geschrieben in krakeliger Schrift!
Ich kann das Geschriebene kaum entziffern!
Muss wohl in der Familie liegen!
Lirijan wurde vor kurzem von seinem Lehrer gefragt:
Ob seine Buchstaben " Hieroglyphen "sind?
Ich war dann auch unsicher und habe seine interessant, angebrachten Striche verglichen!
Leider kam ich zum Entschluss, dass mein Junge wohl doch kein alter ÄGYPTER ist!

Wer mir die Sau bringt, die schreiben kann, lade ich ein!

Aber eine gewisse Ähnlichkeit mit den alten  Schriftzeichen der Germanen hat seine Schrift!
Ein kleiner " Rune " !
Kein Wunder!
Wie selten schreiben wir noch von Hand?!
Die für jeden Menschen typisch und persönliche Handschrift, weicht unpersönlichen und schwarz/weissen Tasten!
Graphologische Gutachten, dem Tode geweiht!

Eventuell kan er ja mit dem, von seiner Matheschwäche ablenken!
Im Moment kreist das Damoklesschwert über den sechst Klässlern!
Die Schlagwörter!
Sekundar oder Realschule!
Ein riesen Kult,wird mit dem Übertritt in die Oberstufe betrieben!
Gräben tun sich auf!
Köpfe rollen!

Es ist leider so, dass der angehende Sek Schüler auf die im Graben liegenden Realschüler herabsieht!
In ein paar Tagen werden wir sehen, wo wir stehen oder liegen!
Das oft gefürchtete Gespräch für den Übertritt steht an!
Dies schlägt manchem Schüler auf den Magen und löst Durchfall aus!
Das ganze Schulsystem ein einziger Diarrhö!
Vor den Zeugnissen herrscht Ausnahmezustand, da nützt auch häufiges Händewaschen nichts mehr!
Mein Kanton hat die Noten und Kreuzliblätter neu gestaltet und verpackt!
Die neue Zeugnismappe habe ich seit Beginn der Sportferien zu Hause!
Sie liegt seit Wochen beschwert durch einen Stapel bei uns zu Hause!
Wenn ich mir den Tag vermiesen will, hole ich sie unter ihrem Stapel hervor und lege sie auf den Tisch!
Wie von Geisterhand klappt die seit Wochen beschwerte, erste Mappenseite, nach oben!
Die lässt sich einfach nicht herunterdrücken!
Die wichtigen Blätter müssen dann anschliessend zur Ansicht so sorgfältig herausgenommen werden, wie eine Briefmarke, denn sonst gibt es Eselsohren!
Ausserdem sehen sie nach dem Hereingwurschtele unter die zwei angebrachten Plastikteiler aus, wie wenn eine Kuh sie gefressen hätte!
Für mich!
Bock geschossen!


Dem Fresszettel kann ich entnehmen, dass meine Geschichten abgehauen sind!
Das geht ja gar nicht!
Was soll ich jetzt bloss machen!
Meine Zeitmaschine steht noch an Ort und Stelle!
Also, können sie auch noch nicht weit sein!
Die haben sich sicher, irgendwo im Haus versteckt!
Das gibt Ärger, dies kann ich euch sagen!
Irgendwann kommen die wieder aus ihrem Versteck, spätestens dann, wenn sie Hunger verspüren!
Ich muss jetzt einfach ein bisschen abwarten, die kriechen dann schon wieder reumütig an!
Ihren Grund zum Verschwinden haben sie mir ja angegeben!
ANGST!
Ich hatte denen Versprochen, dass ich mir regelmässig die Hände wasche, bevor ich mich ihnen widme!
Sogar geschworen hatte ich es denen!

Mein Magen knurrt!
Obwohl es unter der Woche ist, gehe ich zur Kirche!
Dort erhalte ich nicht meine letzte Ölung, sondern ein feines Mittagessen!
Zusammen mit meinem Sohn, vielen anderen Kindern und Eltern!







8. März 1921
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86.  8. März 1921
Die Karte liegt vor mir!
Eine schlichte, ganz in weiss, mit den goldenen Ziffern 99!
Ein Couvert benötige ich nicht, denn ich werde diese Geburtstags Karte weder frankieren, noch zur Post bringen!
Kein Briefträger wird sie je zustellen!

Liebä Papi,
Ich gratulierä Dir,  ganz herzlich zu Dim hüttigä Geburri!
Äs nögschtä Johr, machäd mir ä grossäs Fäscht!
Dänn lömmärs richtig krachä!
Du wirsch denn 100 Johr alt!
Din Sohn 50, Dini Änkelin 30 und ich 55 Johr alt!
Dänn chasch Du äs Füürli machä, hinnä im Garte, uf üsärä altä und selberbastlätä Füürstell!
So, wie früehnär!
Sie staht immer no und wird au immer bliebä!
Ich liäb Dich, machs guät...............

Ich muss aufpassen!
Dass meine Tränen nicht das aufglimmende Feuer löschen!


Der Tag meines Vaters ist zugleich auch, der " Internationale Tag der Frauen" !
Zwei Dinge, die für mich perfekt zusammenpassen!
Mein Vater wäre nie auf die Idee gekommen, eine Frau blöde zu behandeln oder gar die Hand gegen sie zu erheben!

Leider werden diese besonderen Tage getrübt!
Ein Gespenst schwebt über den Erdball!
Kein lustiger " Casper " !
Sondern ein hässlicher Geist, mit einem Mundschutz!
Aber er trägt ihn absichtlich nicht!
Aus seinem Schlund strömt das Virus!
Die Welt hat einen neuen Feind!
Diesen gilt es weltweit, gemeinsam zu bekämpfen!

China, ist der all bekannte Sündenbock!
Ich habe den Speiseplan der Verursacher studiert und die zugehörigen Fotos angesehen!
Wie kann man nur?!
Ich höre das Geräusch, dass mein Polizeihund verursacht!
Seine Krallen schrammen über meinen Herzboden, und er sucht winselnd und mit eingeklemmtem Schwanz ein Versteck!
Den mit den Fledermäusen, täddere ich den Mädels und Jungs von "  Twilight!
Geht es noch?
Das sind Familienangehörige von denen!






























 























Rien ne va plus
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87.  Rien ne va plus
Jetzt habe ich den Salat!
Es ist nicht " Morgens um halb zehn in Deutschland " sondern drei Uhr Nachts, in Schaffhausen!
Lust auf einen " Knoppers " habe ich schon gar nicht!
Der Appetit ist mir vergangen!
Gerade hatte ich noch einen wunderbaren Traum!
Ich lag an einem weissen Strand!
Im feinen Sand lagen viele, kleine und verschiedene Muscheln!
Aus einigen zwängten sich kleine Krebse ans Tageslicht und versuchen davon zu seckeln!
Unter der flimmernden Hitze beobachte ich den Prototypen!
Dieser war voll in seinem Element!
Mit kräftigen Zügen, durchpflügte er das Wasser!
Eine richtige, kleine Wasserratte!
Hoffentlich rostet der mir nicht!
Ich signalisiere ihm mit der entsprechenden Hand und Schleck Bewegung, dass ich Lust auf ein Eis hätte!
Kein Wunder tanzt die Männerwelt anschliessend mit einem " Pralinato " an!
Einfältig grinsend und mit den entsprechenden Bewegungen, wird dieser abgegeben!
Die Dinger fuhren dermassen und die Männerwelt rutscht in nassen Badehosen während der Schleckerei, unruhig auf ihren Stühlen herum!
Im Moment wo Frau den Kopf des Stängels ab beisst, macht ein raues Stöhnen die Runde!
Urplötzlich sieht keiner mehr in deine Richtung!
Alle sind mit ihrem Phantom Schmerz beschäftigt!
 
Warum meine Badehosen ebenfalls nass sind,  ist mir schleierhaft!
War ja gar nicht im Wasser......
 
Ich erwache:
 
Jetzt habe ich den Salat!
Aber so richtig!
Übel gelaunt, wechsle ich mitten in der Nacht meine pflotschnasse Bettwäsche!
Warum muss ich auch immer alles übertreiben?
Niemand hat zwei Flaschen im Bett!
Wie im Leben!
Eine hätte ausreichend genügt!
Mit Haushaltetuch versuche ich die Pfütze austrocknen, währenddessen kleben meine nassen Unterhosen an mir und mein Intimbereich friert!
Ranzig werfe ich einen letzten Blich auf meine im Müll liegende Bettflasche!
Eine Frechheit, zu brechen und sich in meinem Bett zu ergiessen!
Jetzt hole ich mir die guten, alten " Chriesisäckli " !
So wie früher!
Von der Grossmutter liebevoll vorgewärmt und zwischen die kalten Kinderfüsse gelegt!
Schlafen kann ich jetzt auch nicht mehr!
Beim Lesen der News verfliegt meine Wut; ein anderes ungutes Gefühl macht sich breit!
 
 
Mein Sohn liegt Übertritts mässig für die Oberstufe auch im Graben!
Dies erscheint mir im Moment, in Anbetracht der aktuellen Weltlage als ein " Peanut " !
 
Sohn:
Der Schulweg unterscheidet sich vom Weg des Lebens!
Beide müssen gegangen werden!
Du bist sportlich!
Kämpfe!
Wie in einem Fussballspiel!
90 Minuten Vollgas geben und das runde Leder sauber einlochen!
Trainiere dein Gehirn!
Krieche aus deinem Graben und wirf anstelle das Natel herunter!
Schraub deinen Lehrn Pegel etwas herauf und der Karren läuft!
Manchmal endet ein Weg, ganz anders als gedacht!
Und manchmal hat der Schiri einfach parteiisch gehandelt und falsch gepfiffen!
 
Nun betrifft es auch mich!
Jetzt sind es nicht nur die armen Länder!
Nichts ist mehr weit weg!
Kein weit entferntes Afrika!
Keine weit entfernte Ebola, in der Demokratischen Republik Kongo!
Keine weit entfernte Stadt, wie Kinshasa!
Vor unserer Haustüre!
 
 
 
Grenzen werden geschlossen!
Gebiete werden zu Sperrbezirken erklärt!
Dies war alles einmal ganz weit weg!
Betrifft mich nicht!
 
Bis an die Zähne bewaffnete Viren bringen unser aller Leben durcheinander!
Geister lassen sich auf Flughäfen bei Fussballspielen und Veranstaltungen nieder!
 
COVID-19-Pandemie!
Die Welt hat einen neuen Feind!
 
 
 
STERIL
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88.  STERIL

Die haben echt einen Knall!
Nach langer Sucherei habe ich die jetzt mindestens zwei Stunden bequatscht und endlich überzeugt, dass sie zu mir zurückkommen!
Eigentlich hätte ich das Theater filmen sollen und auf YouTube stellen!
Innert Minuten, 1000000 Klicks!
Die behandelten mich, wie wenn ich die Pest hätte!
Der Zürcher hat sogar aus seinem Versteck geschrien, dass ich mich verpissen soll!
Mein Gott, kriegt euch doch wieder ein!
Zum Glück legten einige Geschichten Loyalität an den Tag und konnten die anderen davon überzeugen, dass ich dieses Mal wirklich nichts dafür kann!
Mich argwöhnisch betrachtend, eilten anschliessend alle Geschichten an mir vorbei und verschwanden rassig dorthin, wo sie hingehören!
Die Deutschen legten fast einen Spurt hin, schnell weg vom Schweizer!
Ich muss aufpassen, dass nicht noch irgendwer Grenzen zwischen meinen Geschichten zieht!
Die ganz schlauen umarmten mich kurz und hauchten mir einen Kuss auf die Wange!
Die Besatzung der Enterprise kam als letzte aus ihrem Versteck!
Die hatten sich doch tatsächlich alle hinter den Urnen versteckt!
Ungünstig gewähltes Versteck!
Dieses mal übernahm Hikaru Sulu das Wort!
Ebenso ungünstig gewählt!
Aber die wissen schon was sie tun, die kommen aus dem 23. Jahrhundert!
....." denn sie wissen immer noch nicht was sie tun " gehört ins 21. Jahrhundert!
Die netten Kerle wollten mich doch tatsächlich mit zu sich nehmen!
Aber das kann ich doch nicht machen, ich gehöre in diese Zeit!
Da muss ich durch!
Alle, müssen durch!

Ab jetzt ist fertig mit lustig!
Meine nächsten Geschichten werden informativ und sachlich sein!
Diese schreibe ich für meine Nachkommen auf!

An einem Freitag im März, ist meine rosa Bazooka Blase geplatzt!
Die Zahl 13 galt zu meiner Zeit, als eine des Unglückes!
Ich bin auf den Boden geknallt worden!
Mein Lebensfilm war eben noch so gut gelaufen, jetzt hat sich sein Band verheddert!


Die Welt und die Schweiz befinden sich in einem Zustand, den ich nur aus dem Fernsehen kenne!
Aber der Film der mir gezeigt wird, ist ein Heimatfilm, der sich wie ein Thriller anfühlt!


Bevor auch die Enterprise Geschichte verschwindet, weisen sie mich darauf hin, dass mein Kanton sich IN der Urne versteckt habe!
Ein paar Geschichten hätten anschliessend den Deckel so fest darauf gedrückt, dass ein herauskommen unmöglich wäre!

Asche zu Asche
Staub zu Staub

Etwas in eigener Sache: ( Ja liebe Nachkommen, so war es zu meiner Zeit!)
An die vorwiegend ältere Generation!
Ich neige dazu, die Jugend manchmal zu kritisieren!
Aber ihr könnt ja auch nicht folgen!
Irgend wann gibt es für dies wirklichen Hausarrest!
Zwar haltet ihr nicht ständig ein Natel in den ungewaschenen Händen!
Sondern drückt mit eueren " Füdlifingern " ständig am offenen Brot, Gemüse und Früchten herum!

In Anbetracht der aktuellen Weltsituation, würde ich versuchen davon abzusehen!
Danke und bitte auch wenn wir dies alles überstanden habe!
























Ausnahmezustand
Seite 89
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89.  Ausnahmezustand
Jässes Gott!
Zum Glück bin ich aufgewacht aus diesem Albtraum!
Meine Traumwelt war total durcheinander!
Menschen ertranken!
Militär rückte aus!

Mir scheint, als habe ich jegliches Zeit Gefühl verloren!
Was ist überhaupt für ein Tag?
Kein Prototyp liegt neben mir, sondern eine erkaltete Bettfalsche und mein Sohn!
Den bringe ich zu Lebzeiten auch nicht mehr aus meinem Bett!
Hoffe er hat bald ein nettes Gspändli, dann hört das endlich auf!
Wobei?
Dann wollen die noch beide in meinem Bett pennen!

Es ist halb zehn und es ist weder in Deutschland noch auf der Welt alles in Ordnung!
Der Albtraum ist keines Wegs vorbei, die Realität hat mich eingeholt, ebenso die elende WC Rolle und mein verstorbener Hamster Balthasar!
Ich weiss wirklich nicht, wer seine Hamster in WC Papier einwickelt, sie anschliessend im Mehl wendet um sie dann im heissen Öl zu frittieren?!
Muss eine fremdländische Spezialität sein!
Jetzt ist es auch keine belächelte Männergrippe mehr!
Ebenso erscheint es mir als kleinlich, eben noch über die fehlenden Sitzplätze gemotzt zu haben!
Jetzt kann ich mir einen aussuchen, weit weg von den übrigen, in karger Anzahl anwesenden  Fahrgästen!
Fast hätte ich einen der Männlichen gebeten, mir kurz mal etwas in den Rücken zu drücken!
Der Grossverteiler erlässt nur noch Einlass, bis zu einer gewissen Anzahl Menschen!
Gespräche werden auf Distanz geführt!
Mein Lieblingslokal kann ich auch nicht mehr besuchen, um Kopf an Kopf zu diskutieren oder zu lachen!
Unserer gewohnten Umarmung zum Grusse, ist ein Fusstritt oder Faustschlag gewichen!
Hände werden hoffentlich endlich gewaschen, x mal schäumen sie die desinfizierende Seife auf!
Sollte meine Brille jetzt einen Schaden erleiden, kann ich nicht einfach schnell zu meinem Kollegen seckeln, um sie in Ordnung zu bringen!
Zum Glück habe ich weder falsche Haare noch Nägel!
Mich stört ebenfalls die entstehende Lücke,  meines nachzufärbenden Haares nicht!
Solche Oberflächlichkeiten können jetzt bei den einten zu einem echten Problem werden!
Mein Sohn würde sagen:
Es steht uns eine " Zombie Invasion " bevor!
Zum Glück dürfen sie nicht in grossen Gruppen auftreten!
Ich muss unbedingt endlich einen Waffenschein anfordern!




Am 13. März 2020 informierten vier, der sieben Bundesräte GEMEINSAM!
 
Simonetta Sommaruga
Alain Berset
Karin Keller-Sutter und 
Guy Parmelin

Über die Massnahman gegen das CORONAVIRUS!

Der Albtraum ist keineswegs vorbei..........

Meine Gedanken gehen in unser Nachbarland nach " ITALIA FORTE " !











Ausserordentliche Lage
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90.  Ausserordentliche Lage
Stand: 
18.März 2020.

In der Schweiz sind 3028 Personen positiv getestet, davon 2772 bestätigt!
21 Menschen sind verstorben!

Italien, das schwer betroffen ist, verzeichnet nachweislich 35`700 infizierte Menschen, 
Über 2500 Menschen kostete es das Leben!

Weltweit wurde das Virus bei 215`000 Personen nachgewiesen!
Über 8800 gemeldete Todesopfer!

Schaffhausen liegt sehr nah an der Grenze!
Unser deutscher Nachbar verzeichnet:
Über 10`000 betroffene Menschen und 27 Todesopfer!


Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga wandte sich an die gesamte Schweizer Bevölkerung!

" Wir lassen euch nicht alleine,
   Wir kümmern uns um euch"

Frau Sommaruga, die gesamte Bevölkerung der Schweiz nimmt sie bei Ihrem wohlklingenden Namen!


Alle Kinder können nicht mehr zur Schule!
Das Virus verwehrt den Schülern den Zugang zu den Klassenzimmern!
Zur Auflockerung habe ich mit meinem Sohn eine Wette abgeschlossen!
Wir haben um einen 5-Lieber gewettet!
Seine Ansprüche sind im Moment etwas geschrumpft!
Die fast Isolation und die geschlossenen Läden tun ihre Wirkung!
Plötzlich haben wir Zeit!
Unser Leben findet total anders statt!
Der Tag fliesst irgendwie dahin!
Wir machen Dinge, die wir sonst weit weg von uns geschoben haben, weil wir wieder irgendwo hin rennen mussten!
Kein, zum Fussball Training Gehetze!
Lirijans Zimmer ist jetzt top aufgeräumt!


Ich wette dass die Wörter des Jahres 2020,

" Soziale Distanz " und
" Lockdown " sind


Lirijan hatt auch schon den weiblichen Vornamen für das Jahr 2020 erkoren!
Diesen trägt eine Dame, die ihre Identität mit einer Sonnenbrille schützen will!
Zeitgleich hustet sie aktuell, ein bisschen in der Weltgeschichte herum!
Sorry, " Loredana " du hast das Geld und ich das Heu, nicht auf der gleichen Bühne!














ANGST
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91.  ANGST
Zuerst möchte ich mich entschuldigen!
Ich habe bemerkt, dass ich doch nicht nur sachlich bleiben kann!
Das Virus konnte noch keinen Sieg, über den Humor verbuchen!
Er lässt und will sich nicht unterkriegen lassen!
In meinem Leben musste ich lernen, dass es mit ihm leichter ist, mit gewissen Dingen umzugehen!
Deswegen habe ich ihn, zu meinem ständigen Begleiter erkoren!
Ich liebe Menschen, die diesen Weggefährten ebenfalls gewählt haben!
Von primitiven Sprüchen halte ich nichts!
Obwohl, wenn ich richtig, so richtig wütend bin, rutscht mir auch mal einer raus, der sich unter der Gürtellinie befindet!

Dies heisst jedoch nicht; dass ich diese ganze traurige Geschichte die uns eingeholt hat, ins lächerliche ziehe!
Ich bin mir der Situation voll bewusst!
Mein, unser aller Leben ist nicht mehr, wie es einmal war!
Ich habe Angst!




So! 
Jetzt bin ich gestorben!
Muss ich!
Ich war mit gewissen Bedenken und einer leisen Angst im Nacken eingeschlafen!
Die Worte von Bundespräsidentin Sommaruga gingen mir noch einmal durch den Kopf!
Kurz vor dem Einschlafen habe ich beschlossen, dass ich ihr vertraue!
Köniz verbindet!
Aus einer Notlage entstandene Versprechen, sollten eingehalten werden!
Jedenfalls bin ich jetzt gestorben, anders kann ich es mir nicht erklären!
Die Sonne durchflutet mein Schlafzimmer!
Durch das gekippte Fenster, dringt angeregtes Vogelgezwitscher in den Raum!
Ich muss im RICHTIGEN  Paradiese angekommen sein!
Ich Hirne nach, ob vor diesem, eventuell die Schaffhauser Flagge gehisst war?!
Irgendein Vogel geht mit einer Motorsäge, den Bäumen an den Kragen und stört mein Gestorben sein!
Bevor Rosalie auf die Idee kommt, mein Bett zur absoluten und menschenfreien Zone zu erklären, stehe ich auf!
Mein Blick fällt auf mein Spiegelbild!
In diesem Moment wäre ich gerne ein Fernsehstar!
Die sehen nach dem Aufstehen aus,  wie ich eventuell nach einer Generalüberholung aussehen würde!
Ich wünschte mir, dass anstelle des Spiegels das Bild hängen würde!
Ausserdem wollte ich doch in die Zukunft reisen, zu meinen Leuten!
Ich weiss ja nicht wie es hier weitergeht?!
Eigentlich weiss ich überhaupt nichts mehr!
Zwar befinde ich mich jetzt auf dem Boden der Realität, aber ich fühle mich, wie wenn ich mich in einer Blase befinden würde!
Ihre Wände sind klebrig!

Einmal mehr schätze ich es, dass ich in meinem Garten sitzen kann!
Vor mir stehen diverse Fussballschuhe, die eben noch einem Ball nachrannten!
Leuchtend gelbe Hallenschuhe, grell orange Töggelischuhe usw. usw.
Zwischen den Rillen, klebt das lästige Gras des Kunstrasens!
Mir muss keiner mehr kommen und schreien, die Damenwelt hätte zufiele Schuhe!
Ich möchte nicht den Schuhkasten von " Kylian Mbappé sehen!
Drei Jungs, die jetzt eigentlich in der Schule sein müssten, ziehen mit einem Hund an der Leine an mir vorbei!
Ich muss mir ein Schmunzeln verkneifen!
Vor dem Break, haben sie sich sicher geprügelt, wer mit dem Vierbeiner raus muss!
Jetzt!
Schlagen sie sich die Köpfe ein; wer mit dem schwanzweelndenden Freund Gassi gehen darf!!
Ich betrachte Rosalie, die ihren dicken Bauch an der Sonne wärmt!
Wenn es hart auf hart kommt, verkleide ich sie, als Pudel!
Zur Not, hole ich meinen Polizeihund aus meinem Herzen!
Dann spaziere ich wichtig durch die Strassen und lass den in alle Gärten reinschnüffeln!
Lirijan sitzt mit gebeugtem Haupt über seinem Wochenplan!
Er und alle Kinder tun mir leid!
Ihr und uns aller Leben wird in die Schweizer und Welt Geschichte eingehen!


Das Coronavirus nimmt auch ihnen ein Stück, ihrer unbeschwerten Kindheit!
Es stimmt mich traurig, dass " die Sendung mit der Maus ",  die mich durch meine Kindheit  begleitete, zum Trost über die Mattscheibe flimmert!
Auch ich habe sie mir zum Troste angesehen!
Sie macht mich aber etwas nervös!
Über die Kopfhörer klickt, schabt, ächzt und klimpert es!
Aber die kleine Maus ist schlau!
Sie weiss sich immer zu helfen!
Sie meistert jede, zuerst ausweglose Situation
Tun wir ihr es Nach!

Für meinen Mann, wird die Gewerkschaft entscheiden, ob er weiter arbeiten darf!
Samira und Luke betreiben HomeOffice in Zürich!
Zu ihnen und in den Kanton, nur das Beste
Es ist an der Zeit, den Kantönligeist zu begraben!
Solche Dinge sollten einheitlich und unter einer guten Führung stattfinden!
Hier zähle ich einmal mehr auf Bern!
Ihr wisst, ihr seit einer meiner Lieblinge!
Ebenso viel Kraft ins Glarneland!

" pour toute la suisse, beaucoup de force " !

" molta potenza nel cantone ticino " !




Aktuell verzeichnet Italien mehr Coronavirus-Tote als China!
3405 Menschenleben forderte es!
Das Land, dass mir so viel Herzschmerz Musik geliefert hatte!
Amore, ohne Ende!


In der Schweiz verstarben 40 Menschen an den Folgen!
Der Kanton Schaffhausen zählt, 10 Corona Infektionen!

Weltweit mussten mehr als 10`000 Menschen, ihr Leben lassen!

Aber es gibt bei allem, immer einen Lichtblick!
85`000 Menschen sind wieder geheilt!

Manchmal drängt sich mir ein Gedanke auf!
Wo eigentlich " GOTT " ist?!

























Völlig durch den Wind....
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92.  Völlig durch den Wind....

Vor ab möchte ich mich bei meinen Nachkommen und bei meinen Lesern entschuldigen.
Es haben sich Dinge ereignet, die es mir unmöglich machten, hier weiter zu schreiben!
Zuerst kam COVID-19 und hat dem Rest der Welt und mir, das Leben schwer gemacht.
Mittler weilen kann ich das Geschnattere, um das Corona nicht mehr hören.
Die Aktienbörse wurde zur Hühnerfarm, auf dieser wird wie wild spekuliert, wer denn nun das faule Ei gelegt hätte?!
Per Lockdown wurde die Schweizer Hühner zusammengetrieben und in ihre Käfige.
gesperrt!
Zu dem wenigen Freilauf den man ihnen gewährte wurde ein zusätzliches " Chicken Distancing " ausgesprochen!
Ich persönlich fühlte mich überhaupt nicht mehr artgerecht und biologisch gehalten!
Dann wurden die Hühner in Kategorien unterteilt und voneinander getrennt!
Die Hähne in Bern krähten in den Nachrichten ihre Anweisungen und das Hühnervolk hielt sich mehrheitlich daran. 
Urplötzlich wurden verschiedene Hühner vom gemeinschaftlichen Eierlegen im Hühnerstall befreit und durfte rein in die gute und private Stube zum Weiterlegen!
Das Corona muss einen Deal mit einigen Berufsgattungen ausgehandelt haben, sie zu verschonen, wenn sie weiter ausser Hause legen!
Einen Karton voll mit billig und importierten Eiern von einem Hof, von dem ich gar nichts über die Haltung wissen möchte,  gegen einen mit biologisch, artgerecht gehaltenen Eiern vom immer fidelen Schweizer Bauernhof, selbstverständlich geführt in der weiss ich wievielten Generation.
Alte Suppenhühner wurden als extrem gefährlich eingestuft, sie sollten zu Hause bleiben und weiterhin in ihrer Suppe dahin köcheln!
Bei manchen hat es aber in den Ohren von der vielen Brühe so geblubbert, dass sie es nicht verstanden haben!
Das Feindbild wurde aus der auf dem neuesten Stand eingerichteten und mit teuerem Flat TV  ausgestatteter Asylantenstube ins Altersheim umgehängt!
Dann kam mein absolutes Corona Highlight!
Die Schulen wurden geschlossen!
Die Henne musste nun ihrem 6. Klässler das Eierlegen zu Hause beibringen.
Das Problem war nur, ich hatte auch noch nie eines gelegt oder hatte dies von der Pike auf gelernt!
Mittler weilen bringe ich wenn ich mir extrem Mühe gebe, so an die drei Stück hin.
Wir drückten uns gemeinsam durch den Tag und erledigten was uns von der Eierschule aufgetragen wurde.
Am Morgen wenn das Import Ei jeweils den sicheren Stall verlassen hatte, wurde der Vorhang gelüftet und das Theater begann!
Der Kasper voraus, die alte Hexe wacker hinterher!
Den ganzen geschlagenen Tag lang, die schulische Hühnerleiter herauf und herunter!
Eier wurden souverän gelegt, einige zerschlugen und ihr glitschiger Inhalt ergoss sich über das Schulmaterial.
Einmal habe ich mir eine Auszeit in einem fast menschenleeren Park in meiner Stadt gegönnt.
Ich bin ja schliesslich auch  keine batteriebetriebene Lege Henne.
Ich sass einfach nur da und habe mich versucht vom Eier raus quetschen zu erholen, dabei hatte ich ständig das unangenehme Gefühl, beobachtet zu werden.
Aber ausser dem neuen  Feindbild, unterwegs mit quitschendem Rollator und mir, war keine Menschenseele anwesend!
Wie aus dem Nichts stand er urplötzlich vor mir und setzte sich ohne zu fragen und ohne    den nötigen Abstand zu wahren zu mir auf die Bank und zog mich sogleich in seinen Bann!
Ich habe doch schon einiges erlebt, aber was dieser sicher über 20 Jahre jüngere Mann in zuerst ganz unverfänglich scheinendem Gesprächen erwähnte, wurde zur absoluten Krönung jedes schon gehörten Schwachsinns!
Das Ganze fing damit an, dass er mir wie selbstverständlich mitteilte mich dafür ausgesucht zu haben und das ich fein dufte!
Dies hielt ich zuerst für eine blöde Anmache, denn ich duftete ganz bestimmt nicht fein.
Der Hühner Schulmist Gestank drang sicher aus all meinen Poren.
Er meinte, dass er das von mir vor stunden benutzte Duschmittel ebenfalls zu Hause im Bad stehen habe und nannte mir wie selbstverständlich den Namen, die Zusammensetzung und  wie zart es nach Patchouli duftet, wenn der luftige Schaum langsam den Abfluss herunterfliesst! 
Spätestens da hätte ich hellhörig werden müssen.
Aber ich fühlte mich gebauchpinselt und bin auf den Typ der wahrlich nicht von schlechten Eltern stammt, hereingefallen wie ein dummes Huhn!
Er erzählte von seiner Arbeit und dass ihm das Corona wie gerufen käme.
Dann faselte er irgendetwas von vier Auserwählten, einem Wandel und lud mich wie nebenbei zu sich nach Hause ein, wo er mir Genaueres erläutern würde.
Drei mal dürfen Sie raten, ob ich hingegangen bin?!
In mir wurde zwar 2 gegen 1 dagegen gestimmt, aber ich habe mich taub gestellt und für den folgenden Tag mit ihm verabredet.
Dieser Mann interessierte mich und ich wollte seine Geschichte hören, nur schon alleine wegen seinem Job denn so etwa hatte ich zuvor noch nie gehört.
Wenn ich da schon gewusst hätte was für grausige Dinge auf mich zukommen werden, wäre ich Huhn freiwillig in den Karren eingestiegen, der mich zum Schlachthof fährt!
Da es schon zu dunkeln begann, machte ich mich auf den Nachhause Weg und wieder hatte ich das Gefühl beobachtet oder gar verfolgt zu werden.
Er konnte es nicht sein, denn sein zuvor  gewählter Weg führte in die entgegengesetzte Richtung.
Zu Hause begutachtete ich die Eier, die während meiner Abwesenheit gelegt wurden.
Sie bekamen allesamt ein Qualitätsgütesiegel aufgedrückt und ich habe darüber den Typen völlig vergessen.
Vor dem zu Bette gehen sitze ich bei angenehmen Temperaturen noch etwas im Garten und lasse den Tag ausklingen.
Da habe ich ihn gespürt.
Er war da!
Er hat mich beobachtet!
Er weiss wo ich wohne!
Ich kann mir vorstellen, was Sie jetzt denken!
Da muss sie halt weniger rauchen, wenn sie schon Gespenster sieht und unter Verfolgungswahn leidet!
Glauben Sie mir, um Folgendes aushalten zu können,  hätte ich die 60 Tonnen schweizweit konsumiertes Cannabis Mutterseelen alleine verrauchen müssen.
Endlich waren alle Hühner zum Schlafen parat auf ihren Stangen und der Hühnerstall schloss leise und sachte seine Türchen. 
Ich versuchte mich noch an den Vornamen des Mannes zu erinnern, mit dem er sich bei mir vorgestellt hatte.
Irgendetwas mit GO....
Darüber bin ich dann eingeschlafen.........



 





























 














 

GORDON
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93.  GORDON
Um bald darauf wieder aus dem Schlaf zu schrecken!
In meinen vergangenen üblen Träumen hatte ich einen riesen Stress mit Hühnerkot beschmierten Fortnite Figuren!
Mit meinem nassgeschwatzten T-Shirt hätte man locker den Boden aufnehmen können.
Schlotternd habe ich einen Blick auf die im Dunkel liegende Strasse geworfen, ich bin mir zu über 100% sicher, dass da jemand stand.
Selbst im schwachen Schein der Strassenlaterne konnte ich menschlichen Umrisse erkennen!

Ich muss mich noch schnelle bei der Laterne entschuldigen, gegen sie kickte ich vor über 40 Jahren!
Zum Glück läuft dies unter " Jugendsünden " und diese ist mittler weilen verjährt, sonst würde ich womöglich noch eine Busse kassieren!

Er musste es sein!
Denn bei mir schleichen gewöhnlich keine Männer Nachts im Dunkeln um das Haus!
( Aber auch hier, stirbt die Hoffnung zuletzt! )
Dem würde ich dann bei unserem Treffen die Meinung geigen!
Kaum hatte ich den Gedanken zu Ende gedacht, ging auf meinem Natel eine Mittteilung ein.

ICH ERWARTE DICH MORGEN
WIE ABGEMACHT  !!!!!!!!!!!!!

Jetzt begann ich zu frieren, woher hatte der Typ meine Natel Nummer?
Er muss mich wohl durch den Computer gejagt haben, was in seinem Job ein Leichtes ist!
Ich hatte wirklich schon genug eigene Probleme am Hals das " Homeschooling "  zerrte an meinen Nerven, das Kostüm lag manchmal blank!
Das Übel lag aber nicht nur bei Mathe und Französisch, zusätzlich machten mir die Dumpf- backen von Fortnite das Leben schwer!
Aus der alten Hexe wurde eine Hofnärrin, die mit tanzenden und bimmelnden Glöggli auf der Kappe den gamenden Kasper ablenken wollte!
Erfolglos!
X mal habe ich den Controller versteckt und dem Frieden zuliebe nach ihm gesucht und wieder herausgerückt!
X mal wollte ich den Fernseher aus dem Fenster schmeissen!
X mal gab es Krach!

Dann habe ich mich aber an die Zeit mit meiner Tochter zurückerinnert!
Samira verbrachte diese grossenteils mit MSN!
Sie ist aber vorbei gegangen und Samira trug keinen Schaden davon!
Auch aus Lirijan wird wegen der Ballerei kein Doppelmöder werden!
Mich reuen nur die vielen, schönen und am Leben vorbei gegamten  Stunden!

Im letzten Drittel des Lebens wird ein Tropfen Zeit kostbarer, denn ein Tropfen Wasser........

Und deswegen werde ich den Typen bei unserem Treffen informieren, dass er sich jemand anderen für seine Geschichte suchen soll!
Was soll ich mit seiner Geschichte?!
Ich habe meine eigene!


Der Namen des Types ist mir mittlerweile auch wieder eingefallen........




Russisch Roulette
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94.  Russisch Roulette
GORDON!
Ja!
So hiess der eigenartige Typ aus dem Park, mit dem ich in ein paar Stunden quasi ein Date habe, dass ich aber nicht wahrnehmen werde!
Und sowieso hatte ich schon ewig lange keines mehr und wüsste gar nicht was ich da anziehen sollte?!
Zwischen meinen Gedanken wird das Wettbüro in mir eröffnet!
Ich weiss wirklich nicht was im Moment los ist, alle scheinen etwas gegen mich zu haben!
Jetzt fangen die auch noch an!
Mein Leichtsinn brüllt: "  DIE GEHT HIN! "
Meine Vernunft hält wacker dagegen und erwidert sachlich: NEIN! DIES WIRD SIE NICHT TUN!
Während dessen duelliert sich meine Intelligenz mit meiner Dummheit!
Der Degen meiner Blödheit führt dabei leicht!
Meine Gier riecht indessen schon den fetten Braten, bei dem vielleicht etwas herausspringen könnte!
Meine Angst hat sich irgendwo in der hintersten Ecke verkrochen und will bei dem Hick Hack um ein Dafür oder ein Dagegen gar nicht erst mitmachen!
Dafür hat sie einfach viel zu viel Schiss!
Mein Humor macht sich währenddessen über die ganze Situation lustig und reisst blöde Witze!
Es kommt aber noch dicker und zu allem Elend meldet sie sich auch noch!
Eigentlich nahm ich an, dass sie bereits verstorben ist, da es ja auf mein 54 Lebensjahr zugeht!
Gekoppelt an mein Verlangen wirft sie süffisant in die zockende Runde:
" SIE WIRD HINGEHEN, DER TYP GEFÄLLT IHR! "
Nein!
Dies wird sie ganz bestimmt nicht!
Es wird ja immer schöner, dass jetzt andere schon darüber bestimmen, was ich zu tun und lassen habe!?
Dies wird sowieso immer schwieriger mit dem Älter werden!
Ein: "  DU MUSST! "  überhöre ich gerne.
Einmal werde ich aber noch hinhören, denn nur noch ER kennt ein Muss
 
Ich werde da nicht hingehen!
Basta!
Ende der Diskussion und der Wetterei!
Ich könnte im Stehen einschlafen, aber ich muss wach bleiben um Wache zu halten, dass mir nicht ein Fuchs noch mein Federvieh klaut und abmurkst!
Ich hatte vor etwa drei Jahren einen Fuchs!
Ein halb verhungerter und junger Kerl suchte Hilfe bei mir!
Diese habe ich ihm gewährt und bevor die Menschen anrücken und mir mein Fell, dass sie beim Tier zu schützen versuchen über die Ohren ziehen, gehe ich nicht weiter darauf ein!
 
Mein Humor findet es lustig und weist mich an, mich zu entspannen und daraus einfach einen Spass zu machen!
Nein!
Ganz sicher nicht!
Das kenne ich!
Aus Spass wird Ernst und ich trage wieder die Schuld!
Dieser Ernst ist sowieso ein ewig junggebliebenes Phänomen!
Ich habe nie jemanden sagen hören dass er heute schon 30 Jahre alt wäre.
Der seltsame Vogel vom Park ist bestimmt auch nicht älter, wobei seine Art mit der Sprache umzugehen machte ihn bedeutend älter.
Ich höre sie schon rufen!
Was will denn die Olle mit so einem jungen Kerl, die hat doch bloss Probleme mit dem Älter werden!
Kommt hingegen der bereits an den Schläfen ergraute Mann mit einem halb so jungen Bibeli am Arm und im Bett daher, wird ihm kräftig und mit einem anzüglichen Grinsen im Gesicht auf die fast schon gebrechlichen Schultern geklopft! 
Während die Mitleid erweckende Frau belächelt wird, gratuliert man im Vorbei gehen dem Siebensiech!
Wenn zwei dasselbe tun ist es auch im 21. Jahrhundert immer noch nicht das Gleiche!
 
 
In wenigen Stunden schon bricht ein neuer Tag an und die imaginäre Schulglocke bimmelt!
In der gesamten Schweiz wurde der Schulbetrieb während der Corona Krise im Jahre 2020 zwischen dem 13.März und dem 10. Mai eingestellt! 
Mutter oder Vater übernahmen die Pflichten der Lehrpersonen und unterrichteten ihre Kinder im Sinne eines homeschooling.
 
 
Schon wieder geht eine Nachricht auf meinem Natel ein!
Ich kann mir förmlich vorstellen von wem sie ist!
 
DAS TAXI HOLT DICH UM 10 UHR AB!
DIE FAHRT IST SCHON BEGLICHEN!
BITTE SEI PÜNKTLICH!
 
Der hat doch einen Knall und 10 Uhr passt mir sowieso nicht, da sind wir Mitten im Schulstress!
Ich blockier den, dann habe ich Ruhe und kann mich endlich noch ein paar Stunden hinlegen!
Meine Neugier meldet sich und meint lapidar:
" ACH KOMM SCHON, DU KANNST DOCH HINGEHEN, NUR EINMAL, DAS PASST SCHON! "
Endlich meldet sich mein Verstand und verklickert allen, dass ich diesen Mann in seiner Loft NICHT besuchen werde!
Gott sei Dank ich dachte schon, ich hätte ihn verloren!
Während  meine Augen zufallen und ich endgültig beschließe da auf keinen Fall hinzugehen, höre ich erneut meinen Leichtsinn und dieser lacht prustend in den für mich viel zu früh beginnenden Tag hinein!
 
Wieder ein bisschen Normalität.........?!
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95.  Wieder ein bisschen Normalität.........?!
Ja! 
Logisch jetzt hätte ich schlafen können und diese Glocke bimmelt schon wieder zum neuen Tag mit zu erledigenden Aufträgen für die Schule!
GORDON!
Wieso ist dieser Typ mein erster Gedanke am Morgen? 
So ist es immer!
Was die Nacht vergessen lässt, drängt sich beim Erwachen als Erstes in mein Gehirn!
 
Meine Güte!
Ich dachte die Glocke schelle zum Schulbeginn und jetzt läutet sie schon zur ersten kleinen Pause!
Ich habe schlicht und einfach verschlafen, zwar erst zum Dritten Mal in meinem Leben!
KeinWunder nach so einer ereignisreichen Nacht!
Zum Glück schlafen die Dreinschnorrer noch und behelligen mich nicht mehr.
Mein Entschluss steht!



Auf meinen Schulkasper ist  aber Verlass, er schaut seine Sendung!
Diese wurde durch die Umstände von Covid 19, für Kinder ins Leben gerufen!
 
Ein dickes Lob an die Macher von " SCHLAUMEIER " es war eine super Abwechslung gegen den Schulstress!
 
 
 
Gottlob geht der normale Schultag in ein paar Tagen wieder los und die Pflichten werden wieder vom geschulten Lehrpersonal übernommen.
Es war eine interessante, aber eine nicht ganz einfache Zeit für Lirijan und mich!
Wir sind uns zwischen Diktat und Französisch schon einmal mal in die Haare geraten und es hat gescheppert!
Die Fussballschuhe stehen aber auch  schon parat und können es kaum erwarten von ihrem Träger wieder über den Rasen gejagt zu werden!
Der Ball rollt wieder und die Typen von Fortnite verlieren an Aufmerksamkeit!
Ich habe auch einen Ball und mit dem kicke ich die noch übriggebliebene Kämpfer aus ihrem Game!
Muss halt ein neuer Fernseher her.
 
 
Das Virus hat mein Leben durch zwei geteilt, jetzt gibt es ein Davor und ein Danach!
Einmal sah ich einen Film, in dem trat eine Person durch einen an der Wand stehenden alten Kasten in ein anderes Leben und in eine andere Welt!
Sie kehrte dann aber wieder unversehrt in ihr altes und  gewohntes Leben zurück!
Diese Türe liess sich wieder öffnen; ich habe aber grosse Bedenken, ob sich die aktuelle je wieder ganz öffnen lässt?
 
BIST DU BEREIT?
ICH ERWARTE DICH!!
 
 
 
 


 

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SCHACHMATT
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96.  SCHACHMATT
Meine Geschichten lesen, ist ein bisschen wie Schach spielen!
Wenn ich wüsste welche Züge ich ausführen sollte, wäre ich in diesem Spiel gerne die DAME!
Ich bewundere Menschen, die dieses Brettspiel beherrschen und deren Gehirne wahre Strategen sind!
Meine Gehirnwindungen sind eher für ein Strip -  Poker gemacht!
Wobei Pokern kann ich auch nicht und beim dem Anderen schlägt es auf mein Kreuz!
 
Ich könnte ja während eine Dame an der Stange leicht bekleidet tanzt, die flatternden Scheine einfangen und ihr nachher einige aus dem Kreuze leiern!
Ich habe mir gerade überlegt, wenn das böse Bargeld das idealerweise durch COVID 19 abgeschafft werden könnte, durch eine Kreditkarte oder grausiger weise durch eine App ersetzt wird, was dann mit den Scheinen im Höschen passiert?!
Wirft Mann dann seine Kreditkarte aufs Parkett und sie zieht sie, durch den Allerwertesten?!
Oder während dem Titten entblössen geht auf ihrem Handy, dass zwischen dem Silikon weich eingebettet liegt, der Betrag eines geifernden Zuschauers ein?!
Falls ich wieder erwarten je einmal eine Männer Strip -  Show besuchen sollte;  was soll ich da denn bloss machen, wenn ich alles sehen möchte und der Kohle dafür will?!
Peinlich, wenn der halbnackte  Kerl dann "  ÜBERZOGEN UND GESPERRT BEI AMAZON in die kreischende Frauenrunde plärrt!
Da geht dann sicher bald sowieso nichts mehr und mit einer App bezahlen mag ich für die Ansicht seines Teils nicht!
Wer weiss,  wo er sein Handy zur Aufbewahrung sanft eingebettet hat?!
 
In diesem Spiel bin ich aber eindeutig der SPRINGER!
Wie ein Frosch im Teich, mit einem Sprung von einem Blatt zum anderen.
Das liegt sicher dran, dass ich Nachts in meinem Bette liegend, seit ein paar Wochen die Frösche in einem benachbarten Teich quaken höre!
Ihr Konzert  ist richtig laut und für meine Ohren voll mit falschen Tönen!
Die gebärden sich wie die Wilden und spielen dazu noch Poker!
Aber sie stören mich in keinster Weise und ich gönne den glitschigen Tieren, mit der elend langen Zunge ihren Spass!
 
Dann gibt es noch die Bauern!
Sie überwiegen nicht nur im Schachspiel!
Diese gehen auf die Strasse und erheben ihre Fäuste!
Die wenigen die nach solchen "  Pseudo solidarisch bildendenden Gruppierungen, die sich auf Kundgebungen stark machen,  ihre Faust schlissen und nicht wieder im Sack verschwinden lassen, sondern öffnen und jedem Menschen auf dieser Welt Hand bieten und nicht wegschauen und vorbeigehen,  sind an zwei geöffneten Fäusten zählbar!
Zur Folge wird der " Mohrenkopf " an den Pranger gestellt und zwangsumgetauft!
Eine Lösung für das leidige Problem wäre doch ein neuer süsser und genauso klebriger Kopf!
Aussen weisse Milchschokolade, innen gefüllt mit luftigem und dunklem Schockschaum!
Der Neue  hört auf den Namen " WEISSHAUPT " !
Aber dies geht auch wieder nicht, sonst fühlen sich wieder andere betüpft!
Fazit: Man kann es drehen und wenden wie man will, am Ende ist immer einer der Neger!
 
Meinen Nachkommen kann ich nur raten:
Entspannt euch!
Seht das Leben nicht nur in zwei Farben!
Die beiden sind ja nicht einmal berechtigt, sich als solche zu nennen!
Lebt und tanzt lieber auf einem Regenbogen!
Macht keine Faust, sondern öffnet sie!
 
 
Den Spruch mit den "10 kleinen Negerlein " habe ich an meine Kinder NICHT weitergeben!
Jedoch wenn sie mir mit klebrigem und Schokoladen verschmiertem Mund gegenübersassen erklärt:
Das man einen Mohrenkopf langsam und sehr vorsichtig essen muss!
Zuerst nimmt man ihn behutsam aus seiner Mulde, damit er ja nicht eingedrückt und beschädigt wird!
Anschliessend schält man den kleinen Kerl liebevoll aus seiner schützenden Folie, dreht in bewundernd in den Händen und nimmt den Boden aus Biskuit unter die Lupe, bevor man   herzhaft hinein beisst!
Klein und Gross geniessen einfach ohne böse Hintergedanken und manch Einer wischt sich verstohlen, die klebrige Masse aus den Mundwinkeln!

Soviel Anstand und Respekt  gegenüber einer Süssigkeit ist doch eher selten, deswegen sollte    Rassismus auch nicht durch den Kakao gezogen werden!
Dieser Kopf ist für mich der, des Jahres 2020!
 
 
Ich bin im diesen Schachspiel der Springer!
Es sind nur noch wenige Züge!
Schweiss bildet sich auf schwarzen und weissen Häuptern!
 
 
" Also ok, du hast gewonnen! "
Mein " Gwunder " spuckt sich in die Hände und brüllt:
" Geschafft, sie geht da hin! "
Meinem Schüler traue ich zu, dass er die Zeit ohne Aufsicht angemessen und fast fortnitelos verbringen wird! Die Schulglocke habe ich vorsichtshalber so eingestellt, dass sie alle 15 Minuten bimmelt in ansteigendem und nervendem Ton!
Rosalie habe ich instruiert des noch Öfteren nach Futter und Wasser  zu verlangen, um anschliessend mit eingeklemmtem Schwanz an der Türe den letzten Lack wegkratzend zu signalisieren, dass sie raus muss!
Die strenge Schuldirektorin wird den Bengel noch zusätzlich und in Abständen von einer halben Stunde anrufen und sich nach seinem Befinden erkundigen und wie es so läuft mit dem Erklimmen des Aufgabenberges!
Mir war da leider noch nicht bewusst, dass ich keinen einzigen, der geplanten Anrufe tätigen werde!
 
 
Nun mache ich quasi eine kleine Lehrerweiterbildung.
Mein Taxi wartet auch schon!
 
 
Ich wäre aber kein Springer wenn ich folgenden Zug zur nicht schon lange im Voraus geplant hätte.......
Ob er mich zum Sieg führt oder schachmatt setzt , wird sich zeigen......
 
 
EINE FAHRT INS UNGEWISSE
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97.  EINE FAHRT INS UNGEWISSE
DEIN TAXI WARTET!
BEEILE DICH!
 
Mein Gott, für was hält sich dieser Mensch?!
Kopfschüttelnd lasse ich mein Natel in mein kuscheliges Rücksäckchen gleiten und schultere die Miniausgabe eines Eisbären!
Das gefällt mir überhaupt nicht, dass der Typ mich herumkommandiert und die Führung übernommen hat!
Was bildet sich dieser Jungspund überhaupt ein?!
Die Taxifahrer kennen mich ja eh schon und wissen, dass sie unter Umständen noch etwas warten müssen. Es wird gleich mein Natel klingeln mit der Nachfrage, wo ich denn abbleibe?
Wie auf Kommando schellt es!
Aber es ist mit mein Handy sondern das Festnetz, dass um Abnahme bittet!
Zum Ersten aber noch lange nicht zum letzten Mal an diesem Tage, bin ich etwas verwirrt.
Jetzt haben die auch schon meine Privat Nummer!? 
Es wird wirklich immer besser!
Aus den Augenwinkeln nehme ich auf dem Display eine ellenlange Nummer wahr, die mit der Vorwahl von Kanada beginnt!
Meine Verwirrung nimmt zu und ich werfe meinem fleissigen Schüler zur Verabschiedung eine Kusshand zu!
Der kanadischen Nummer werde ich mich anschliessend widmen, da ich sicher nicht lange wegbleiben werde!
Ich möchte mir nur kurz anhören, was dieser Gordon so wichtiges zu erzählen hat, wird sicher halb so wild sein, dann fällt mir sicher eine passende Ausrede ein, damit ich mich verkrümeln kann!
 
 
Es wird noch schöner!
Ein mir völlig unbekannter Fahrer steht von einem Fuss auf den Anderen trampend vor dem Taxi und weist mich an, hinten ein zu steigen.
Dabei labbert er den auswendig gelernten Ehren Kodex 19 herunter!
 
( Wird dieser jetzt in die Bundesverfassung aufgenommen?! 
 
 
Jetzt hätte ich noch die Möglichkeit gehabt umzukehren, aber ich bin eingestiegen zu diesem nervösen Typen!
Und das Verhängnis nahm langsam seinen Lauf.
 
Noch heute höre ich das Geräusch!
KLACK!
 
Auf der ganzen Fahrt hatte der seltsame Mann kein einziges Wort mit mir gesprochen, aber ständig leise irgendetwas vor sich hingemurmelt.
KLACK!
Ich hatte mich kaum getraut zu Atmen, Klack, Klack..........
Der  seltsame Typ kutschierte mich durch Strassen die irgendwie über Nacht aus dem Boden gestampft worden sein müssen.
Der Typ war dermassen hibbelig und fing an seine Nervosität auf mich zu übertragen.
Endlich konnte ich das nervige Geräusch das vom Aneinander schlagen  zweier Würfel ausgelöst wurde ausmachen.
 
 
 
PRÄG DIR ALLES GUT EIN
DU WIRST SIE JETZT KENNENLERNEN
SIE GEHÖREN ZU DEINEM SPIEL
 
 
 
Wäre ich doch nur zu Hause im Bett geblieben.
Ich hätte ja schon einmal die Schulglocke abhängen und in der hintersten Ecke auf dem Estrich verstauen können!
Irgendwann werden meine Nachkommen diesen Estrich räumen und auf sie stossen.
Wie sie dahin kam, können sie in den Geschichtsbüchern nachlesen, wobei bis dann liest kein Mensch mehr, die lassen sich dann berieseln.
COVID 19 geht in die Welt und in die Schweizer Geschichte ein.
Irgendwie hat sich das Virus auch in meine Autobiografie eingeschlichen.
 
 
 
Stand: 19. Juni 2020
Weltweit sind sind knapp 8 Millionen, in der Schweiz über 30 000 und in meinem Kanton 78 Fälle bestätigt!
Das Corona forderte weltweit über 400 000 Tote!
In der Schweiz verloren über 1600 Menschen ihr Leben , in meinem Kanton nahm das Virus 6 Menschen zu sich!
 
 
Die Würfel klackten und klackten!
Am liebsten hätte ich nach vorne gebrüllt, dass er damit aufhören soll!
Mein Nervenkostüm war zu dieser Zeit schon leicht angeschlagen!
Plötzlich wurde das Taxi zu einer Schneckenkutsche und wir krochen an einem herzigen Häuschen, dass mich an das aus "  Hänsel und Gretel " erinnerte vorbei!
Vor dem stand aber keine Hexe, sondern eine alte Frau mit einer Katze auf dem Arm!
Ich musste zwei mal hinsehen, dass ebenfalls nicht ganz schlanke Tier glich fast auf das Fell meiner Rosalie!
Aber diese bewachte ja zu Hause den asiatischen Tempel, mit meinem kostbaren Schulbuben darin.
Die beiden bildeten  fast eine Einheit, ich konnte die Tierliebe fast durch das Blech des Autos spüren.
Das Katzentier schnupperte sich mit feuchtem und rosa Näschen durch die Luft!
Die alte Dame tat es ihr gleich,.
Zum Glück fuhr der Spieler im Zeitlupentempo und ich konnte sehen, dass sie unter ihrem Alter, eine wahre Schönheit gewesen sein muss!
Sie erinnerte mich irgendwie an eine Prima Ballerina. Stolz und mit geradem Rücken stand die sicher über 80 Jahre alte Frau da und genoss die wieder aufkommende Normalität, nach dem LOCKDOWN.
Nun legt der immer nervöser werdende Irre wieder einen Zahn zu, um vor einem heruntergekommenen Bau wieder zum schleimigen Kriechtier zu werden.
 
 
MERKE SIE DIR
SIE WAREN MEINE OPFER
 
So ein Blödsinn!
Was für Opfer?
Niemand war verletzt und Blut habe ich auch keines gesehen!
Wobei, auch ohne eine äusserlich sichtbare Verletzung, kann man ein Opfer sein!
 
 
Ich werde diesem Gordon nachher sagen, dass ich definitiv die falsche Person für ihn bin.
Meine Autobiografie habe hinbekommen, dann kann ich noch Wörter von hinten nach vorne lesen und in meinem Herzen umbauen! Ab und zu ein paar dumme Sprüche klopfen ist eher mein Ding, 
Der soll sich jemand anderen für seine Geschichte suchen.
Er bekommt von mir dafür einen Gratis Tipp an wen er sich wenden soll,  damit seine Geschichte ein 100 Prozentiger Erfolg wird!
 
 
 
Aus dem morbiden Haus trat ein junger Mann, jonglierend mit diversen Tupperware Schälchen, die wie ich aus Distanz erkennen  konnte, voll mit Leckereien waren.
Irgendeine Melodie pfeifend ging der nicht ganz so gesund aussehende Kerl den ich zwischen 25 und 30 Jahren einschätzte, in die Richtung des Häuschens der alten Dame!
Dabei sah er sich mehrmals gehetzt um.
Ich tippte auf einen ehemaligen Drogensüchtigen, bei dem Cannabis das geringste Übel war.
 
 
Mein Fahrer hatte inzwischen einen ganz roten Kopf und machte mir langsam Angst! 
Ich hatte keinen Plan mehr, wo der schon überall mit mir herum gekurvt war, ausserdem hatte ich völlig die Orientierung verloren.
Es gab wieder etwas zu sehen, viele Menschen waren aber noch nicht draussen.
Einige genossen aber die neu erworbene Freiheit.
Wir schleimten an einer Familie vorbei; Mutter und Vater mit zwei Jungs.
Beide etwa im Alter von Lirijan.
Die Hühner schienen mich zu verfolgen, die beiden glichen sich wie ein Ei dem Anderen.
Alle schienen etwas blass um die Nase, was ich nachvollziehen konnte, nach dem Theater zu Hause!
Die haben sich sicher fast gegenseitig abgeschossen.
Ihr Leben zudem von Forinte werden lassen!
Sie schienen sich aber gefangen zu haben und alberten  auf der Strasse herum.
Auf dem Grundstück hinter ihnen in dem sich ein Garten ganz nach meinem Geschmack befand, stand ein weisses Tischchen mit roten Pünktchen.
Auf diesem lagen etwa vier Spiele.
Glücklicherweise schien die Schnecke immer mehr Mühe mit dem Tragen ihres Heimes zu haben und so  konnte registrieren, dass es sich um ganz besondere Spiele handeln musste. Diese hatte ich noch in keinem Geschäft zum Verkauf gesehen.
 
Rassig ging  es weiter.
 
IN 10 MINUTEN SEHEN WIR UNS
GIB DEM FAHRER DAS BEREITGELEGTE GESCHENK 
ES LIEGT NEBEN DIR
DRÜCK ES IHM ZUM ENDE DER FAHRT IN DIE EHEMALIGE POLIZISTENHAND
 
Meine Güte, auf was hatte ich mich da bloss eingelassen?!
Ich suchte unauffällig nach dem Geschenk, dass wirklich neben mir lag und warf  schnell einen Blick darauf. 
Ein schlichte Kette mit einem Anhänger, dass sie aus Silber war konnte ich auch auf die Schnelle sehen, denn dies habe ich vor 35 Jahren von der Pike auf gelernt!
 
 
Ich umschloss sie mit meiner Faust  und die Taxe verlangsamte wieder ihre Fahrt.
Ich hatte eine Heidenangst, dass mein Fahrer demnächst kollabiert!
Da ich das Spiel nun ja schon kannte, starrte  ich aus dem Fenster und sah eine Frau und einen Mann, die im Garten vor ihrem Haus standen und einen kleinen Baum in die frische Erde pflanzten.
Ihr Heim schien sich im Umbau zu befinden, an einer Stelle war bereits die neue Farbe ausprobiert worden.
Zwei ineinander verschlungene Herzen in einem frischen und neuen Weiss, auf der tristen, grauen und alten Farbe!
Das Klacken hatte endlich aufgehört.
Meinem Nervenzusammenbruch nahen Fahren fielen fast die Augen aus dem Kopf, der musste die zarte Frau  und den athletisch gebauten Mann kennen!
 
 
So aus dem Bauch heraus hätte ich bei ihr auf eine Künstlerin und bei ihm auf einen Sportler getippt!
Ich hätte sie mir gut als Töpferin oder Malerin vorstellen können!
Ihn sah ich auf eine Ziellinie zusprinten, den Pokal abräumend für eines der afrikanischen Länder.
 
Gequält hörte ich meinen Fahren murmeln:
 
" Ich Idiot! Was habe ich getan!? Warum bloss habe ich ihren Wert nicht erkannt und auf die falschen Leute gesetzt?! "
 
Der Idiot drückte den Fuss noch ein letztes mal durch und ich sah durch das  Rückfenster wie die Zwei sich in der Gebärdensprache unterhielten und auf das bald in neuem Glanz erstrahlende Haus zugingen, während dessen stützte sie ihn.
Ich war mittler weilen total verwirrt!
Warum bloss hatte sie ihn gestützt und nicht umgekehrt?!
Im letzten Moment sah ich ein Plakat, dass an ihrem Gartenhag befestigt war.
Dieses war meerblau und wies auf eine Vernissage hin.
 
Mein duschgeknallter Fahrer führte sich noch einmal wie auf dem Nürburgring, riss plötzlich eine Vollbremse und schmiss mich buchstäblich aus dem Karren!
 
 
Plötzlich konnte der arme Kerl auch mit mir sprechen und wies in die Richtung in die ich laufen müsste um mein Ziel nach 300 Metern zu erreichen!
Das war mir auch egal, mich wunderte mittlerweilen gar nichts mehr und so schnappte ich mein Eisbärenbaby.
Schnell drückte ich meinem traurigen Fahrer, der mich gar nicht mehr wahrzunehmen schien, die silberne Kette in die Hand und machte mich davon.
 
 
Hätte ich mich doch bloss nicht noch einmal umgesehen, dieses Bild werde ich nie vergessen!
Der ehemalige Hüter des Gesetzes war in sich zusammengesackt, ein gebrochener Mann!
 
 
NUN HAST DU SIE ALLE KENNENGELERNT
ICH WERDE DIR DIE GESCHICHTE DAZU ERZÄHLEN
MEINE AUTOBIOGRAFIE
DIE TÜRE STEHT BEREITS OFFEN FÜR DICH, WENN DU MEINE SCHWELLE ÜBERTRITTST, WIRST AUCH DU EIN TEIL VON IHR WERDEN!
 
 
Da hätte ich noch umkehren und mir eine andere Fahrgelegenheit ordern können, der soll doch seine Biografie selber schreiben, dies musste ich im April 2019 auch, nehme dem sicher nicht die Arbeit ab!
 
 
 
Hätten SIE die Schwelle übertreten?
 
Ich vergass zu erwähnen:
Am Collier baumelte ein kleines und filigranes Seepferdchen...........
 
MASKERADE
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98.  MASKERADE
Seit dem 6.Juli 2020 besteht in der ganzen Schweiz, im ÖFFENTLICHEN VERKEHR eine MASKENPFLICHT!
Bin ich froh, verkehre ich nur PRIVAT!


Diese Pflicht gilt für Personen ab 12 Jahren!
Ich hatte es ausprobiert, aber der Chauffeur wollte mir meine 11 Jahre partout nicht abnehmen und ich hatte mich doch noch extra ganz klein gemacht, so ein Spielverderber!
Eventuell hätte ich mit ein paar Fortnite Kämpfern auffahren müssen um unmaskiert an mein Ziel zu kommen!



So wie alle auf den ÖV angewiesene Menschen, habe ich mich gefügt und halte mich an die Anweisungen, zum Schutze von uns ALLEN!
Da man die Leute jetzt erst auf den zweiten Blick erkennt, lasse ich mich quasi inkognito durch die Gegend kutschieren!


Ich bin wirklich bemüht hier weiter zu schreiben, damit ich SEINE Schwelle nicht übertreten muss, aber mir fällt einfach nichts mehr ein!
Zur Ablenkung könnte ich einen Witz erzählen, aber mir ist es nicht darum!
Ich habe Angst!
Angst, was mich bei diesem Gordon erwarten könnte!
Aber ich bin auch neugierig!
Extrem neugierig!


Was mich dann aber in seiner Wohnung erwartete, ist kaum wieder zu geben!
So etwas hatte ich noch NIE gesehen, geschweige denn gehört!




VERSPROCHEN und........
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99.  VERSPROCHEN und........

GEHALTEN!

Als ich im April 2019 mit dem Schreiben meiner Autobiografie begann, wünschte sich ein Freund 100 Kapitel von mir!
Dies erschien mir zu dieser Zeit fast als ein Ding der Unmöglichkeit!
Zu Beginn lief es doch eher harzig, aber mit der Zeit flossen meine Geschichten und Gedanken wie ein dünnflüssiger und süsser Bienenhonig!
Manchmal bin ich kleben geblieben oder habe den kostbaren Nektar verschüttet!
Während dem Schreiben habe ich sehr oft geweint!
MEINE VERGANGENHEIT wurde zeitweise zu MEINER GEGENWART oder gar ZUKUNFT!
Meine Eltern wurden durch ihre Geschichten wieder geboren, meine beiden Kinder durch  ihre, unsterblich!

Eine weitere Zusage kann ich ebenfalls einlösen:
Covid 19 liess uns die Grenzen schliessen!
Ich habe eine für mich geöffnet und passiere nach 16 Jahren erstmals wieder MEINEN KANTON GLARUS!

Mir ist aufgefallen, dass ich fast hinter jedem Satz ein ! setze!
Diese Eigenart hat sich während dem Schreiben eingeschlichen, ich komme eigentlich lieber auf den Punkt und dass ich ein Springer bin ist längst keine Kinderüberraschung mehr!
Diese sind eh ein Witz!
Wer wurschtelt den Plastikschmarren unter Beobachtung des Kindes zusammen??
Dieses zeigt dann immer plärrend obwohl es keinen Plan hat auf die Gebrauchsanweisung, von der auch niemand sonst, nur den blassesten Schimmer hat!
Eigentlich müssten zu jedem gelben Ei aus Plastik, etwa an die 10 Schoggi Eier zur anschliessenden Beruhigung der havarierten Nerven geliefert werden!
Aber dann werden die Eltern noch übergewichtig und für die " Dicken " will dann wieder keine Kasse bezahlen!
Als ich noch üppiger war, meinte einmal ein netter und jahrelanger studierter Mann; dass ich eigentlich SONST schon recht wäre!
Da reichen auch keine 60 Tonnen Persil um diesen Kittel wieder weiss zu waschen!
GUTE NACHT!

Noch schlimmer sind die Möbel, die Man n  selber zusammen basteln sollte!
Da sind sie aber einmal nicht Schuld, ich kannte einen der hatte es trotz 2 jährigem Praktikum bei der NASA nicht geschafft, ein Regal zusammenzubauen!
Das Teil sah am Schluss aus, wie ein Katzenbaum!


Dann war noch diese ellenlange Nummer mit der Vorwahl von Kanada!
British Columbia meldete sich und meine Familie gewann wieder an Leben
Ich habe Dinge über meine Verwandtschaft erfahren die ich nicht wusste und bin jetzt stolze Besitzerin vieler und zum Teile sehr alter Familienfotos!
MEET MY LIFE beginnt grenzenlose Kreise zu ziehen.
Einige Kreise haben sich aber auch geschlossen.


Mein Freund!
Auch ich bin gesprintet und habe gekämpft!
Der Sprung über die 100 er Marke; fast geschafft!
Ein Wiedersehen? Vielleicht im nächsten Leben...........


Dann trat GORDON in mein Leben und auch an ihn, gab ich meine Verbindlichkeit ab!
Ich habe sehr lange gezögert!
Zum Schluss und als letzte Hilfe habe ich mein Ass aus dem Ärmel gezückt!
Der hatte einen wunderschönen alten Holztisch, darauf habe ich dann meinen Trumpf ausgespielt!
Ich weiss nicht auf welchem Planeten der komische Vogel bis anhin gelebt hatte, aber der wusste nicht einmal von wem die Rede war!
Obwohl sommerliche Temperaturen herrschen, fröstelt es mich wenn ich an das Geschehene in seiner Wohnung zurückdenke!
Gleichzeitig schleicht sich aber auch ein angenehmes Gefühl der Wärme ein!
Der Grund dafür, eine für niemals möglich gehaltene Wendung seiner schrecklichen Geschichte!


" Gefällt es Dir? "
" Die Männchen haben ihre toten Jungfische für mich im Seegras abgelegt, diese habe ich auf meinen Tauchgängen eingesammelt und dieses Windspiel daraus fertigen lassen! "
" Ebenso freiwillig öffnen sich die Muscheln und präsenter mir ihren kostbaren Inhalt und ohne Worte geben sie mir zu verstehen: Unsere Perlen sind jetzt die deinen, setzte die 72 für dein Spiel ein!


Einer der vielen Momente in denen ich nicht wusste, ob ich lachen, schreien oder weinen sollte!
















































 


NACHWORT EINS
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100.  NACHWORT EINS
Langsam muss ich zu mich hier verabschieden!
Es fällt mir etwas schwer, denn ich hatte eine gute Zeit, HIER auf meet- my- life!
Nach der Verleihung am 3.Februar 2020 durfte ich viele schöne und auch interessante Dinge erleben!
Menschen gratulierten und freuten sich mit mir und ich erhielt liebe Post!

Mein Cousin der in Melchnau lebt, entdeckte mich im Internet und meldete dies seinem Bruder nach Kanada, ihre Mutter war die Schwester meines Vaters!
Hierzu reiht sich noch eine weitere Cousine die in der Schweiz lebt, ihre Mutter war mein "GOTTI "  und ebenfalls die Schwester meines Vaters!
Wir haben uns das letzte mal vor fast 40 Jahren gesehen!
Ich durfte unbekannte Geschichten und Schicksale die sich in meiner Verwandtschaft abspielten erfahren und zu meiner INNEREN Biografie hinzufügen!
Auch heute noch kommen Menschen auf mich zu und erkundigen sich, wo sie denn mein Buch kaufen könnten?!
Vor allem ältere Menschen kommen mit der online Geschichte nicht so zu Gange!


Mein Dank geht auch an meine Freunde und  Kollegen!
Mit ihrer Geduld haben sie mich in all den Monaten unterstützt, indem sie mir zugehört, meine Geschichten gelesen und sich mit mir gefreut haben!
Ich weiss: Die waren manchmal genervt!


Nebst all diesen wertvollen Erfahrungen gibt es nur eine Einzige, aber diese wirkt sehr befremdlich auf mich!
ASCHE ZU ASCHE
STAUB ZU STAUB

Danke auch meiner Familie, die es mir nicht übelnimmt, dass aus ihr lustige Geschichten kreiert wurden!
Als kleine Aufmerksamkeit, habe ich meinem Mann ein Arsenal an Batterien angelegt!
Es ist aber auch ein Kreuz mit den Plussen und Minussen!
Dazu ein originell eingepacktes Buch, mit hochglanz Fotos von Spinnen!
Für Lirijan wollte ich eine Party schmeissen, dazu  alle seine Fortnite Kollegen einladen und dann an der Flasche drehen!
Vor 40 Jahren zeigte diese immer auf den falschen Jungen!
Wir spielten es mit Flaschen, deren alkoholfreien Inhalt wir hinter die Binsen gekippt hatten!
Heute drehen und spielen 14 jährige mit ganz anderen Sachen!
Heute würden die total besoffen an einer Flasche rummachen um nachher gangbang artig weiterzufahren!
Ausserdem habe ich ihm ein eigenes, kleines Amazon Konto eröffnet!
Immer wenn er jetzt eine Anzeige rauslässt, geht dort ein entsprechender Betrag ein!

Samira und Luke spendiere ich demnächst einen richtig geilen Abend in Zürich, denn dieses Jahr kann ich mir ein Drehen der Zahlen auf dem Rücken noch erlauben!



Ein weitere Dank geht an die Medien!
Das " Schaffhauser Fernsehen " und " Radio Munot " hatten mich nach Erhalt des 2. Platzes zu sich eingeladen!
Das war cool und hatte richtig Spass gemacht!

Last but not least.......
Herzlichen Dank ALLEN von MEET MY LIFE!

Dankä vielmool dä Jury, ohne SIE würde ich nicht hier stehen!






Zwischen alledem und einem neuen durch Covid 19 bedingten Leben, sprach mich dieser Gordon bei einer homeskulling Verschnaufpause im Park einfach an!

Nach anfänglichem zögern bin ich nun bereit, SEINE Schwelle zu übertreten..........



und irgendwann gehe ich mir im Adamskostüm tanzende Männer anschauen.......












NACHWORT EINS und ein HALBES
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101.  NACHWORT EINS und ein HALBES
Bevor ich jerweils mit dem Schreiben einer Geschichte beginne, stelle ich mir diese vorgängig in meinem Kopfe zusammen!
Die folgende drückte mir schon während des Zusammenstellens auf meine Tränenkanälchen!
 
 
 
Ich war in Mitlödi!
Diese kleine Reise zurück in die Vergangenheit war wunderschön!
Ich zeigte Lirijan den ihm bis anhin unbekannten Ort, von dem seine Mutter schon so viel erzählt hatte!
Wir liefen vom Bahnhof die Strasse hinauf, zu " unserem Haus! "
Den gleichen Weg, den ich als Kind und junge Frau unzählbare Male gegangen bin!
Zusammen mit meinem Vater, Gabriel und unseren Reisetaschen!
 
 
Vorbei an dem ehemaligen Wirshaus in dem ein Mord geschah!
Die schaurige Geschichte dazu erzählte ich ihm, während wir uns dem Elternhaus seiner nie gekannten Grossmutter näherten!
Dann standen wir vor ihm und ich wartete darauf, dass meine Tränen flossen!
Aber nichts dergleichen geschah!
Was mich beschlich kann ich leide nicht in Worte fassen , hier fehlen sie mir einmal wirklich!
Dieses besondere Gefühl, würde ich nur zerschreiben!
 
Wir besuchten den Friedhof der kleinen Gemeinde im Glarnerland!
Die Gräber meiner Grosseltern waren bereits ausgehoben und ich war gottesfroh, dass meine Eltern in ihrer letzten und irdischen Behausung bei uns sind!

Ich muss meine Nachkommen dann noch einmal instruieren, dass sie die Urnen nach meinem Tode ja nicht wegschmeissen dürfen oder gar an den Strassenrand stellen und mit einem " ZU VERSCHENKEN " Wimpel versehen!
Dies gilt auch für MEINE,  denn an diesem letzten Ort auf Erden, stand er wieder einmal hinter mir, dieser aufdringliche ADAM RIESE!
Er drückte mir aber keinen Lineal in den Rücken, sondern rechnete leise vor sich hin!
Ich liess den Typen rechnen und wandte mich an Lirijan!
Das mich inzwischen überragende Kind, kam Gott sei Dank auf ein ganz anderes Ergebnis!
Bei seiner Rechnung bin ich unter dem Strich, als unsterblich herausgekommen!
Ich weiss gar nicht, was diese Lehrer immer haben! Lirijan ist in meinen Augen ein verkanntes Mathe Genie! Note: 6 .......


" DEIN WILLE GESCHEHE, WIE IM HIMMEL SO AUF ERDEN "
 
Von esoterischem Gequatsche halte ich nicht viel ( von " KARMA " hingegen , eine Menge ) aber im See habe ich sie gefunden!
Symbolisch bin ich hinabgetaucht, bis auf den Grund des " Klöntalersees " und habe mir meine innere Ruhe zurückgeholt! ( fast wie dieser Gordon ! )
Dieser sitzt mir im Nacken und stresst mich mit seiner Geschichte!
Der meinte noch blöd, dass niemand zwei Mal ein Nachwort schreibt!
Habe dem Irren dann genauso doof geantwortet, dass auch niemand sich zwischen zwei Bettflaschen eingeklemmt durch die Nacht schwitzt!



Ein Körnchen Sehnsucht habe ich aber bewusst zurückgelassen!
Mit diesem in mir, habe ich den wunderschön, eingebetten See nochmals von der " SCHWAMMHÖHE " 1100m.ü.M. aus betrachtet!
 
 
 
Ich hatte diese Reise so geplant, dass ich am 22.Juli 2020 beim Fridolin sein werde, denn an diesem Tag wurde Esthi 55 Jahre alt!
Mit dem Wissen, dass sie nicht zu Hause sein wird, sind wir dennoch zu einer weiteren kleinen Zigerschlitz Gemeinde gefahren!
Ich platzierte die mitgebrachten " Schaffhuuser Züngli " und schoss ein schlechtes Selfie vor ihrem Haus!
Irgendwo muss so ein ungerechter Selfiegott hocken, der die einen Frauen wie Ableger von Frau Klum und die anderen wie Quasimodos aussehen lässt!
Wenn Sie wüssten wie lange ich für ein hundskomunes Foto habe?!
Wenn ich dann endlich ein mehr oder weniger passendes herangewürgt habe, glöggelts von der Kathedrale "  NOTRE DAME " herüber!
Mir tat dieser arme und buckelige Kerl immer so leid!
Eine tragische Liebes Geschichte um ihn und die Zigeunerin Esmeralda!
Diese war mir nicht mehr ganz präsent, Wikipedia -  eine gute Gedächnisstütze!
Ihr Ende hat etwas gleich, mit meiner Reise nach Mitlödi!
Zwei Jahre nach der Hinrichtung von Esmeralda fand man zwei ineinander verschlungene Skelette..............
 

Esthi hatte eine Riesenfreude und schrieb,  dass dies ihr schönstes Geburtstagsgeschenk sei!
Totale und innere Ruhe!

Soeben ist mein Damm gebrochen und das Wasser läuft, aber nicht mehr weil ich traurig bin, sondern weil ich es geschafft habe, mich meiner geliebten Vergangenheit zu stellen!
Seine Autobiografie zu schreiben, verlangt eine automatische Auseinandrsetzung mit ihr,  eines jeden ab!
Für mich hat sich die Auseinandersetzung mit meinem vergangenen Leben in jeder Beziehung gelohnt!
 
Und wer hat es erfunden?
 
" MEET MY LIFE "
 
Triff DEIN LEBEN und/oder es trifft DICH!
 
In meinem Fall - Ab durch den kratzenden und manchmal dicken  Hals, mitten hinein in mein umgebautes Herz!
 
Dann ging es zurück in meinen Kanton!
Mit an Bord: Viele " GLARNER BEGGELI ", 
Die Süssen, mit ihrer Füllung aus Mandeln und die Sauren mit Zwetschgen vollgestopfte Kalorienbömbchen!
" ANKÄÄZILTÄÄ " und dieser stinkende "GLARNER SCHABZIGER wurden ebenfalls kantonal verschoben!
Meine Mutter mochte ihn nicht, sie sagte immer: Sie  müsse sich nur schon, vom alleinigen  Geruch übergeben!
Die kleinen Stinker sehen aus wie 1. August Vulkänchen!
Meinem kleinen Pyromanen juble ich dann eines unter!
Zum Geburtstag der Schweiz stinkt es dann halt im ganzen Quartier nach streng riechendem und bröseligem Ziger aus dem Glarnerland!

Mit dieser und vielen anderen schönen Erinnerung im Gepäck, verliessen wir wehmütig den Kanton Glaris mit seiner melodiös und singenden Sprache!
Adieu, " TÖDI " und " GLÄRNISCH! "
Adieu, " VRENELISGÄRTLI " auch wenn du nur eine Sage bist!
Ein Wiedersehen - auf jeden Fall!
 
Zurück im  Kanton Schaffhausen, wo der erste Buchstabe des Alphabetes in jedem Wort an einander und an einander gereiht wird!
Oft ist ein bisschen WENIGER - MEHR!
 
 
 
 
SCHLUSSWORT
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102.  SCHLUSSWORT
Seine Türe war wirklich einen Spalt breit für mich geöffnet und so betrat ich sein Heim!
Die habe ich am Liebsten, zuerst laden sie zu sich nach Hause ein und dann sind sie nirgends zu sehen!
Das kam mir aber gerade gelegen, denn so konnte ich ungestört seine Wohnung in Augenschein nehmen!
Sowieso würde ich gleich aus diesem Albtraum erwachen!
Dem war leidernicht so!
In Kürze würde mir eine Geschichte serviert werden, die mich lange danach, nicht mehr ruhig schlafen liess!
 
 
Seine Bleibe war riesengross, Lirijan hätte locker mit seiner Mannschaft ein Freundschaftsfussballspiel abhalten können und es wäre nicht einmal viel zu Bruche gegangen!
Für meinen Geschmack aber, viel zu spartanisch eingerichtet!
Sollte dieser Gordon jeh einmal MEINE Schwelle übertreten, würde er erschlagen von meinem vielen Krimskrams!
 
Seine Wände waren in einem Blau des Meeres gestrichen, dieser Irre schien sich seine eigene kleine Unterwasserwelt geschafen zu haben!
Zuerst fühlte ich mich unbehaglich, " DER WEISSE HAI " ist doch immer noch sehr allgegenwärtig!
Bei meinem Rundgang entspannte ich mich aber und begann mich richtig geborgen zu fühlen!
 
Die wenigen Möbel und Gegenstände zeugten von seinem exquisiten und erlesenen Geschmack, allesammt waren sie in einem gebrochenen Weiss gehalten!
 
 
In der Mitte  stand ein wunderschöner und riesengrosser Tisch aus weissem Holz!
In meinem rechten kleinen Zehen begann es zu kribbeln!
Unbekannter und leichter Neid kam auf, so einen wollte ich auch haben!
Auf diesem würde ich dann sobald der Typ auftaucht, meinen Trumpf ausspielen und abzwitschern!
"Sebastian Fitzek " würde mich retten aus dieser Misere!

 
Auf dem langen Tisch lag eine Schachtel die ich nicht weiter beachtete.
In der Mitte stand eine Skulptur in der Form eines " Hippocampus " .
Ich mache mich nur ein wenig wichtig, dies musste ich googeln!
So schnell wird aus einem " Seepferdchen " ein mythologisches Meeresungeheuer!
Die niedlichen Kerlchen haben sogar den Streitwagen von Poseidon gezogen!
Hätte ich den gebrechlichen Geschöpfen ga nicht zugetraut!
Dieses sah so lebensecht aus, dass ich dachte, das Seegäulchen würde demnächst an mir vorbei schwimmen und im unendlichen Blau verschwinden!
 
Sein Computer durch den er mich gejagt haben musste, stand ebenfalls dort!
Den habe ich dann auf und sogleich wieder zugeklappt!
Daneben ein blaues Klarsichtmäppli, mit einem Zettel darin!
Es musste sich um irgendeinen Vertrag handeln, der auf eine verbindliche Untrschrift wartete!
 
Sein Boden war der absolute Hammer, der  sahen aus, wie wenn einer über das edle Holz einen Kübel Farbe mit Weiss darüber gegossen hätte und eben eine quirlige Bubenmannschaft mit ihren Töggelischuhen darüber geschrammt wäre!
 
Im Wohnbereich stand ein weisses  Sofa! Auf diesem schön arrangierte Zierkissen in verschiedenen Blautönen!
Erinnerte mich ein bisschen an einen Strand auf den Malediven!
Daneben ein uralter Plattenspieler, bei dem es sich um ein " Erbstück " handeln musste!
Dazu eine Platte, nur eine einzige!
Seltsamer Vogel, aber ich machte mir keine weiteren Gedanken darüber, Gordon schien ein grosser Fan von " Mike Oldfield " zu sein!
Bei meinem weitern Rundgang stolperte ich beinahe über zwei Futternäpfe!
Gottlob war meine Rosalie nicht anwesend, die wäre ebenfalls  geplatzt vor Neid und hätte mich in der Luft zerrissen, nachdem sie mir mit ihren ausgefahrenen Krallen quer über meine Wange geschrammt wäre!
Solche edlen Teiler hatte ich noch nie gesehen, mein Stubentiger bedient sich aus poppeligen und preiswerten Näpfen!
Der Wassernapf war gefüllt mit einer Flüssigkeit, die aussah wie wenn der Irre dieses im nächtlichen Regen persönlich für sein verwöhntes Katzenvieh aufgefangen hätte!
Der Inhalt des Futternapfes  sah dermassen lecker aus, dass mein Hunger sich fordernd anfing zu melden!
Sicher würde bald eine eingebildete rassen Katze mit rosa Schleife im Fell mit hässigem Gesicht und erhobenem Schwanz  um die Ecke stolzieren und mich fordernd anmautzen!
 
Lirijan würde jetzt sagen: Mutter! Du liegst und bist so was von daneben!
Ja, früher konnte ich mich auf meinen Bauch verlassen, aber jetzt habe ich keinen mehr und somit haben auch diese Gefühle abgenommen!
 
Eine kleine Anektode:
Vor über 40 Jahren kamen die ersten Kosovaren in die Schweiz um zu arbeiten!
Die Ehefrauen die sie bis anhin bekocht hatten blieben zurück, ein Familiennachzug fand erst später statt!
Aber unsere Grossverteiler hatten Gottlob auch ein lecker aussehendes Gulasch aus der Büchse im Regal stehen!
 
Dazu kann ich nur noch sagen: Die armen Kerle steigerten den Umsatz bei Whiskas und Co enorm!
Das Tierfutter  sieht aber manchmal fast noch anmächelicher aus, als das Menschenfutter!
Die schicke Dame im Fernsehen schleckt sich ja nach Anrichtung des Gourmetmenüs für ihre Katze auch nicht umsonst  die Finger ab!
SO  ungeniessbar kann es ja nicht sein!
Wenn ich einmal nicht mehr weiss, was ich kochen soll, greiffe ich eventull auch einmal auf so ein Schälchen zurück!
Ich peppe das Ganze mit einem Minzenblatt noch etwas auf und präsentiere und verkaufe es meiner Familie beim Abendessen als absolute Neuheit im Food Bereich!
Wenn mein Sohn dies bemerkt, ist nicht mehr gut Futter essen , das gibt eine saftige Anzeige mit unbedingtem Gegängnisaufenthalt!
 
Jahrzente später lachen wir noch immer darüber und wenn ich an einem Albaner der älteren und um einiges fleissigeren Generation wie ihre Sekondos vorbei gehe, mauze ich ganz leise und sause ab!
Scheinbar doch noch kein Ende in Sicht.....
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103.  Scheinbar doch noch kein Ende in Sicht.....
Eigentlich sollte man aufhören, wenn es am Schönsten ist!
Dann hätte ich am 3. Februar diesen Jahres meinen Laptop zuklappen müssen!

Wieder einmal schaue ich aus meinem Fenster.
Unter ihm auf dem Radiator, liegen sie!
Nebeneinander zum Trocknen hingelegt!



Der Sekundenzeiger scheint zu hängen!
Er möchte eigentlich gerne von einer zur nächsten Sekunde springen doch er mag nicht mehr!
Sachte klöpfle ich mit meinem Mittelfinger gegen das dünne und fragile Scheibchen, dass das Ziffernblatt vor der Aussenwelt schützt!
Selbst nach meiner gut gemeinten Hilfestellung, tut das neben Stunden und Minuten Zeiger schmächtig aussehende Kerlchen, keinen Wank!
Die Zeitumstellung scheint ihn umgebracht zu haben!



WELTWEIT starben über EINE MILLION  Menschen an COVID-19!

In der Schweiz steht bei 1877 Menschen, DAS VIRUS auf dem Totenschein!

Leider gibt es auch noch andere Ursachen, die Menschenleben fordern!
Diese gehen in einer von CORONA beherrschten Zeit, leider " vergessen " !


Meinen vor einem Jahr geäusserten Spruch zu Halloween, war gar nicht so falsch!

Da wusste ich nicht, welches Kind sicher hinter der schrecklichen Maskenfratze verbarg!
Dieses nahm dann lachend seine Marke ab und präsentierte mir sein fröhliches Kindergesicht!

Jetzt weiss ich auch vor und nach dem 31. Oktober nicht mehr, wer sich hinter einer weiss/blauen oder einer der vielfältigen Stoffmasken, coronaschützend verbirgt!

Niemand demaskiert sich mehr lachend und zeigt einem sein fröhliches Gesicht!


Ich persönlich fühle mich wie der grazile Zeiger, irgendwo hänge auch ich!
























ANDERE PERSPEKTIVEN
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104.  ANDERE PERSPEKTIVEN


ICH WÜNSCHE: DER, DEM ODER DAS CORONA, DIE PEST AN DEN HALS!
Aber zwei mal Tod geht leider nicht!

Früher wünschte man einem ungeliebten Zeitgenossen, die Pest an den Hals!
Diese unschöne Redewendung ist nun völlig unzeitgemäss!


Heute wünscht man, dass dem Masken tragenden Trottel schräg gegenüber,  COVID-19 auf die Lungen schlägt!



An jeder Türklinke bambelen sie!
Mir geht das Gebambele auf den Wecker!

Selbst zu Hause fühle ich mich, wie in einem Sanatorium für Aussätzige!
Früher beklagte sich manchmal ein lieber Gast darüber, dass es in meiner guten Stube wie in einer illegal betriebenen und bald ausgehobener Hanfplantage riechen würde!
Heute sehnen sie sich nach dem süsslichen Duft, denn jetzt reizen diverse chemische Düfte ihre empfindlichen Nasen!
Auch waren meine Gäste definitiv chilliger unterwegs, als sie es heute sind!


Hätte ich das Angebot vor ein paar Monaten doch angenommen!
Jetzt wollen selbst die, mich nicht mehr!
Ich habe fast darum gebettelt, dass sie mich zu sich holen, aber sie blieben hart!

Die " VEREINIGTE FÖDERATION DER PLANETEN " hatte es ihnen verboten, mich aufzunehmen!

Selbst bei ihnen , steht die SCHWEIZ auf der ROTEN Liste..........

WAS UNS VEREINT IST STÄRKER, ALS DAS WAS UNS TRENNT..........
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105.  WAS UNS VEREINT IST STÄRKER, ALS DAS WAS UNS TRENNT..........

An meine Nachkommen:


Am 28.Oktober im Jahre 2020, richtete sich Frau Simonetta Sommaruga an die Schweizer Bevölkerung!
Was ich nicht gewusst habe ist, dass unsere Bundespräsidentin ausgebildete Pianistin ist!
In den vier Landessprachen gab sie unterstützt von Bundesrat Alain Berset, die ab Mitternacht geltenden neuen Regeln in der Schweiz,  zur Bekämpfung von Covid-19 bekannt!
Für gehörlose Mitbürger wurden die neuen Verordnungen, in der Gebärdensprache verständlich gemacht!

So nebenbei, ich spielte einmal Blockflöte!
Fast wie jedes kleine Mädchen, bekam ich dies von meiner Mutter aufgedrückt!
Genauso wie fast jedes kleine Mädchen zum Ballett geschleppt wurde,  auch wenn es lieber das rosa Tüttü gegen ein verschwitztes und mit einer Zahl versehenes Trikot einer Fussballmannschaft getauscht hätte!
Wenn dann noch der Bube den Hockey Schläger verschmähte und lieber das eben rosane Balettgwändli bevorzugte, war Feuer im Dach der jeweiligen Haushalte! Seine arme Mutter fragte sich bis an ihr Lebensende, was sie denn FALSCH gemacht hätte mit dem Buben?!
Das ging gar nicht, der Stammhalter in hautfarbenen Nylonstrumpfhosen und die gesammte  und neugierige Nachbarschaft spekulierend, über seine spätere sexuelle Orientierungs-
richtung!

Gottlob sind wir heute über dies hinweg!

Wenn jetzt noch das Liesmeln und das Häkeln für die Knaben an den Schulen abgeschafft wird, spiele ich zum Dank, etwas auf meiner Blockflöte vor!


Ich liebe Musik, aber mir fehlt leider jegliches Talent ein Instrument zu spielen!
Ich ging nicht gerne zu der Frau, die mir versuchte, " Oh du Fröhliche "  oder " Alle meine Entlein " durch zudrücken oder öffnen diverse Löcher beizubringen! Die ganze teuere Flöte war immer nass, von meinem kindlichen " Spudder! "
Zu Ende der Stunde, die mit vielen und falschen Tönen malträtiert wurde, musste ich der uralten Frau, meinen mitgebrachten Batzen in die faltigen Hände drücken! 
Diese auch wenn sie wie zusammengeknülltes Zeitungspapier aussahen, die knorrigen Finger wussten genau, welches Löchlein sie ganz oder auch nur halb zudrücken mussten, um dem Blasinstrument stimmige Töne zu entlocken!
Das ich üben sollte für die nächste Woche, wurde mir auf den Heimweg mit gegeben!
Dann kam unser Heilig Abend!
Ich sehe mich noch heute, wie ich rotbackig und mit zwei Zöpfen und meiner Blockflöte bewaffnet neben dem nicht ganz so korrekt erworbenen Baum stehe!

" Raheli, spiel üüs doch mol öppis schöös vor! "

Und ich haben geblasen was das Zeug hielt und die silbernen Weihnachtskugeln barsten!
Fast wie Oskar, das ewige Kind mit der " BLECHTROMMEL " aus der Feder von Günter Grass!

Ich sollte etwas meinen Schreibstiel ändern, das tönt ja alles dermaßen zweideutig!


Bei dem blossen Gedanken daran, beginne ich zu schwitzen!
Dieses Wechseln der Jahre nimmt aber auch kein Ende!
Auch ich habe es Samira aufgedrückt, da ich es wichtig fand, dass sie ein Instrument spielen kann!
Auf die Idee ein anderes als die Blockflöte zu wählen, bin ich vor über 20 Jahren gar nicht gekommen!
Bei Lirijan wusste ich es besser und liess ihn wählen!
Und er hatte gewählt!
Da fand ich es dann plötzlich nicht mehr so wichtig!
Der wollte allen Ernstes ein SCHLAGZEUG !





















MITLÖDI zum ZWEITEN
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106.  MITLÖDI zum ZWEITEN
Meine lieben Nachkommen: Ich weiss nicht mit welchen Waffen in der Zukunft um sich geballert wird!
Im Herbst 2020, kam eine neue auf den Markt!
An manchen Tagen tötete diese mich x mal!
1000 Tode bin ich gestorben!
Sie killt auch ohne einen aufgesetztennSchalldämpfer, völlig lautlos!
Die Menschen die sie benutzen, sind auch nicht in Besitze eines Waffenscheines!
Jede Frau und Mann, kann sie unbehelligt, nach gut dünken einsetzen!
Und sie wird eingesetzt!
Wenn es einmal ein lauer Tag ist, spaziere ich so wie Gott mich schuf ( er hatte da wohl gerade einen schlechten Tag und die Tage werden nicht besser ) durch mein Quartier! 
Selbstverständlich mit einer Maske vor dem Gesicht!
Ich bin mir fast sicher, dass die anderen Spaziergänger  über meine körperlichen und unbedeckten Unzulänglichkeiten hinweg sehen würden!
Anöden würden sie mich aber  trotzdem!
Wegen ZWEI Zentimetern die sich nackt präsentieren, wird die Waffe geladen und giftige Pfeilchen werden abgeschossen!
Denen strotzt auch kein Gegenmittel eines Volkes, dass am Amazonas lebt!
Sollte es stimmen, dass einem durch ein ständiges Tragen einer Hygienemaske, die Sauerstoff Zufur in das Gehirn gekappt werden könnte, so befinden sich einige bereits in den Anfängen einer Kappung!
Lirijan und ALLE Masken tragendenSchüler tun mir leid!
Ich mag mich noch erinnern, wie mir von meinem Gynäkologen eingebleut wurde, dass ich mein ungeborenes Kind so lange wie möglich in mir tragen sollte, wegen der Entwicklung seiner diffizilen Lunge!
Ich bin ehrlich ich schäme mich zutiefst dafür, was wir unseren Kindern aufbürden!
 
Der Spruch. " Einen langen Atem haben ", entfällt!
 
ATEMLOS DURCH DIE NACHT und den Tag dazu, gewinnt immer mehr an Tagkraft!
 
Gegen die mit den Augen abgeschossenen bösen Pfeilchen habe ich aber ein Gegenmittel!
Während ich mir dieses injeziere, geht eine Sprachmittteilung ein!
Estis Stimme überschlägt sich fast , während sie mir in ihrem melodiösen und singsandigem Glarnerdialekt mitteilt:
 
 
Raheeeeeelllll, MITLÖDI chunnt im Fernseeh, " üüchers " Huus gseeht mer au.....................
 
Mit der einsetzenden Wirkung des Antigiftmittels flog ich buchstäblich eine Etage höher!
Nach einer etwas schwieriger Aneignung der Fernbedinung spulte ich ein bisschen bei dem " Schweizer Fernsehen " hin und her und erlebte ein erneutes und völliges DEJA VU !
 
Ich habe Freunde die nennen dieses von der Männerwelt so begehrte Teil " TOMMTOMM " !
 
 
Um dieses TOMMTOMM wird immer ein riesenTAMMTAMM gemacht!
 
Entweder sucht man sie oder sie ist eingeklemmt, besser noch mit Sekundenleim angeklebt an kleinen und grossen Männerhänden oder Oberschenkeln!
 
 
Und wo das Tei dann mitsammt den Händen verschwindet, erzählt sich wortlos!
 
 
Keinen blassen Schimmer mehr......
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107.  Keinen blassen Schimmer mehr......
Den Faden habe ich nun endgültig verloren!
Alle die Verlorenen liegen ineinander zu einem kleinen Knäuel zusammen gewurstelt, vor mir auf dem Boden!
Wie ein Profi, kicke ich es in eine Ecke!

Im Moment bin ich in meinem Keller, an einem Experiment!
Zum Einstieg habe ich versucht, eine Ameise mit einem Elefanten zu kreuzen!
Dies ist mir völlig misslungen!
Nun bin ich an meinem zweiten und zur Sicherheit, hilft mir Chucky etwas mit!
Er fungiert als mein Schiedsrichter und so ein ekeliger Zombie Typ, als Linienrichter!

Passt mit überhaupt nicht, aber wir stehen kurz vor dem Durchbruch!
Der Prototyp eine Kreuzung zwischen einem Fussballer und eines Zebras, ist gar nicht so übel rausgekommen.
Er zupft sich jetzt seine Augenbrauen in meinem Bad oder kickt mit Lirijan um die Wette!
An seinen Beinen müssen wir noch etwas arbeiten und das Gebiss sollte leicht nach hinten geschoben werden!
Einmal habe ich ihn beobachtet, wie er durch das ganze Haus gestolpert ist!
Vor einem Spiegel, nahm er splitternackt seinen Körper unter die Lupe!
Optisch ist er der Hammer und seinem Blick konnte ich entnehmen, dass ich ganze Arbeit geleistet hatte!
Etwas irritiert und mit leicht vorgeschobenen Zähnen, betrachtete er mein angebrachtes Tatoo!
Beim Zählen seiner sechs Pakete, bin ich ihm gerne zur Hand gegangen!
Dabei ist mir aufgefallen, dass er noch viel zu viel animalisches an sich hat!
Es riecht penetrant nach Stall!
Ständig muss ich gut durchlüften!
Eine ideale Gelegenheit, endlich einen Esel dazu zu holen!

Einmal war er aber ganz Mann!
Er kam ungesehen von hinten und drängte sich ganz nahe an mich!
Habe dann ziemlich erfolglos versucht, mit der " gelben Karte ", vor seiner schön geschwungenen Nase zu wedeln!
Ich hatte keine Change gegen dieses mit Sehnen vollbepackte Paket!
Ich wollte ihm die " rote Karte " zeigen, aber dummerweise lag sie nicht in meiner Reichweite!

Sein verlängerter Rücken gefällt mir besonders gut, der ist eine 6 plus!
Das war auch einfach, das schön geschwungene Zebrafudi, gemischt mit dem Knackarsch eines Fussballers!
Normalerweise ist er friedlich, aber einmal hatten wir richtig Ärger!
Er wollte, dass ich seine Kreditkarte in meinen schönen Frühlingssalat schnipsle!
Im letzten Moment konnte mein Bube sie ihm abnehmen!
Lirijan ist jetzt stolzer Besitzer von Amazon!



Ab dem 12.12.2020 gelten:
Die vom Bundesrat verordneten neuen Regelungen, zu Eindämmung von COVID - 19!
Massnahmen und Sicherheit für die gesammte Bevölkerung der Schweiz!


Welt:
Fälle insgesamt, 71'226'341
Todesfälle, 1'597'843

Schweiz:
373'831   
    5'396


Das Schönste zum Schluss:

Weltweit sind 45'484'056 Menschen wieder genesen!
Das Corona konnte ihnen nichts anhaben!


In diese Zahl, setze ich meine Hoffnung!



















HAUSHALTE
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108.  HAUSHALTE
Heute ist wahrlich ein Tag mit der Nummer 13!

Ihn habe ich bewusst gewählt, um etwas längst fälliges zu tun!
Aber dies gehört im Moment noch nicht niedergeschrieben!

Nach einer unruhigen Nacht, haben sie ihn abgeholt!
Vor dem zu Bette gehen war ein Riesen Theater; wer jetzt wo und bei wem schläft!
Wir machten dann ein Quiz mit Fragen rund um das Allgemeinwissen, bei dem der anschliessende Gewinner bestimmen durfte!

Ich muss zu unserer aller Schande gestehen, der Proto spielte uns an die Wand!
Während des Spiels musste ich x mal lüften, aber auch durch die Zufuhr von neuem Sauerstoff, wusste ich keine einzige Antwort auf seine gestellten Fragen!
Ich hatte ihn mehrmals angehalten, mit dem ewigen Füsse Gescharre unter dem Tisch auf zuhören, machte mich total nervös!
Dann hatte es auch noch geklingelt!
Die Nachbarn kamen sich beschweren!
Sie behaupteten unser Gast hätte sich in der Dunkelheit über die zu Erhaltenden Grünflächen hergemacht, wer dies überhaupt sei und ob ich den auch angemeldet hätte!
Erzählten irgendwas von zu vielen Haushalten in unserem Haus!

Ich war auf über 180, schnorrte mich heraus und verlor das Spiel noch gänzlich!
Ich möchte gar nicht erzählen, wie das Stroh in meinem Bett mich die ganze Nacht gepickt hatte.
Am Morgen als sie ihn dann abholten, sah ich aus wie eine Vogelscheuche!
Jetzt ist er weg und es brennen drei Kerzen neben mir! 
Eine duftet nach Baumwolle, eine nach Apfel Zimt und die letzte nach Chriesi!

Die hatten recht!
Wir sind zu viele Haushalte, nämlich drei!
Dies bemerkte ich heute Morgen, als ich in das Zimmer mit den zwei Urnen ging!
Ich wollte nur mit meiner am heutigen Tag, vor 16 Jahren verstorbener Mutter plaudern!

" Raheli, du muesch dä Vater und mich zämeschüttä, uus zwei Huushäält, eine machää ! "

Mit Händen ud Füssen habe ich mich gewehrt!
Sie meinte bloss, ich soll mir das Stroh aus den Haaren klauben und mich nicht so anstellen!
Wenn das ganze vorbei sei, könne ich sie ja wieder trennen!
Die Frau hat Nerven, das schaffe ich nie und nimmer!
Beim Umschütten tauchte plötzlich so ein kleiner Kerl auf, sah aus wie ein Wichtel!
Meine Mutter erklärte mir, dass dies der URNENGEIST von meinem Vater und ihr sei!
So ähnlich wie Aladin, der sich durch den viel zu engen Flaschenhals quetscht!

Dann kam Rosalie daher und legte mir das nun nasse Knäuel mit den verlorenen Fäden, vor die Füsse!
Der kleine Urnengeist bekam etwas Angst und hüpfte schnell auf meine Schulter, so wie Herr Nilsson bei seiner Pipi!

Erst da habe ich gesehen,was für ein lustiges Gwändli er trägt!
Viele verschiedene kleine Flicke, die sich beim genaueren Betrachten, als die 26 Kantonswappen der Schweiz herausstellten!

Mein Vater meldete sich genau einmal zu Worte!

" Raheli, das isch sowohl üsen Urnä wie Kantönligeist!"




Und schon wieder klingelt es!
Eine schnatternde Stimme erklärt Lirijan, dass unsere ganze Strasse inklusive Quartier mit Lastern die auf Auslieferung warten, blockiert sei!

Der 13. Dezember, wahrlich ein Unglückstag!

 

















Läck Bubi......
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109.  Läck Bubi......
Hallo meine lieben Nachkommen, ich lebe noch!Endlich finde ich wieder etwas Zeit hier etwas weiter zu schreiben!
Zu beginn meiner Schreiberei wünschte ich mir, dass meine Zeilen die im Gedankenfluss entstehen, dies ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern von einer Person ( männlich )  die draus kommt, gelesen werden!
10 Leser erschienen mir damals als eine Menge. 20 wären schön! 50 noch schöner! Eine Eins mit zwei Nullen wagte ich mir kaum vorzustellen! Bei 500 lehnte ich mich das Erste Mal zurück und hatte einfach eine Scheiss Freude! Bei 1000 fasste ich mir zum Ersten Mal an mein Herz, dieses hüpfte vor Freude munter auf und ab!
Übrigens kann ich leider nicht sehen, wer liest!

Es ist sehr viel geschehen im vergangenen Jahr und Monaten!
Vor langer Zeit unbewusst aufgeschriebenes, hat mich eingeholt! (vorwiegend positives, dazu aber später)

Etwas anderes hat mich aber auch noch eingeholt!
Mein schon vor langem verstorbener und im Garten verbuddelter Hamster Balthasar!
Blöderweise bin ich zu ihm geworden!
Am Tage alleine in meinem Käfig hockend werden mir täglich wechselnde " Gspändli " vor mein kleines Näschen gesetzt!
Längst füttert mich die Frau, das Kind hat auch hier sein Versprechen nicht eingehalten!
Mit Nüssen gefüllten prallen Baggen beobachte ich sie, wie sie meinen Käfig ausmistet!
Einmal hat sie sich bei ihrem Kind über mich beschwert!
Ich hätte auf ihr Bett gebieselt und mich ständig unter dem Kopfkissen vor ihren greifenden Händen versteckt!
Ihr hättet auch das Weite gesucht, meine Krälleli waren ein Dreck gegen ihre blutroten Krallen!
Das Kind gefällt mir, er erinnert mich irgendwie an jemanden!
Manchmal verwischen sich meine Erinnerungen, ein anderes und älteres Kind taucht auch noch auf!
Des Nachts wenn alle schlafen sollten drehe ich mich in meinem Hamsterrad!
Trotz des leichten quitschen des gelben Rädchens kann ich hören, dass der Junge keineswegs schläft!
Mein Hamsterhirn schätzt ihn auf etwa 14 Jahre!
Mich weiter drehend, wünsche ich mir auch so ein Gerät, dass an seinen Händen wie festgewachsen zu scheinen scheint!
( Sorry Lirijan, aber der musste sein! )
Der Mann in Heiden hatte sowas von Recht!
Meine Gedanken fliessen vom Kopf zu meinen Fingern, die das Eben gedachte sofort eins zu eins in die Tasten haue!
Zu Beginn wog ich meine Gedanken noch ab, zögernd flossen sie zu meinen Händen!
Mittler weilen stauen sie sich im ganzen Körper!



Langsam bricht ein neuer Tag heran!
Das stundenlange Drehen hat mich ermüdet.
Bald wird eine neue Geschichte oder eine damit verknüpfte, in meinen Käfig gesetzt!
Ein letztes Mal nehme ich Anlauf, meine kleinen Füsschen trippeln ganz schnell und fast spicke ich aus meinem Rad!
Der Junge geht wie jeden Tag pünktlich zur Schule er scheint dennoch ausgeschlafen zu sein!
( dies muss ich schreiben, wegen der Pädagogen und den Menschen die einem gerne die Wörter im Munde verdrehen und nicht bei der Wahrheit bleiben ! )

Die Frau hat ihren mistfreien Tag und wirf mir gutgelaunt ein paar Nüsse zu!
Wow!
Ich glaube sie mag mich, denn auf der Packung steht: Für ihren kleinen und flauschigen Liebling nur das Beste! Eine feine Komposition, aus biologischem Anbau und von Hand verlesenen Nüssen!
Geschmeichelt zupfe ich die feine Watte in meinem Häuschen zu recht und kuschle mich ein!
Meine Knopfäuglein fallen sofort zu und ich träume von meiner eigenen Mutter!











 











 




 
offen, herzlich, kämpferisch und feindselig............
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110.  offen, herzlich, kämpferisch und feindselig............















KÄMPFE OFFEN UND HERZLICH FÜR DIE SELIGKEIT DEINER FEINDE!


Was man Journalisten  Technisch: So alles mit Wörtern machen könnte! 
The Rocky Horror Picture Show
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111.  The Rocky Horror Picture Show
Hoffe dass sich jemand auf meine Annonce meldet!
Ich benötige jetzt Unterstützung, denn das wird mir jetzt einfach zu viel mit diesen Geschichten!
Da muss jetzt aufgeräumt werden!
Zuerst wusste ich gar nicht so recht, was ich in das  Profil für die gewünschten Anforderungen schreiben soll!
Kurz versetzte ich mich in die Lage eines suchenden Mannes!
Ok, ich gebe zu: Der Arbeitsort bedarf einer gewisser Gewöhnung!
Beim gängigen Stundenlohn war ich mir auch etwas unschlüssig, deswegen liess ich diese Zeile noch offen!
Als Mann kann ich ja dann anschliessend noch verhandeln und zur Not in Naturalien bezahlen!
Ansonsten finde ich, tönt es doch ganz flott und änmächelig!

SUCHE!
Eine Dame ( darf gerne Holz vor der Hütten mitgebracht werden )
Bei der Zeile mit dem gewünschten Alter war ich noch unschlüssiger!
Habe dann hingeschrieben: Wenn es Ihnen Freude macht, Geschichten anderer zu sortieren, die unzähligen Seiten dem Locher zuzuführen und anschliessend alphabetisch geordnet abzulegen, sind Sie meine Frau! ( Hoffe, dass das mit dem Locher nicht zu dicke aufgetragen war )
Für diese anspruchsvolle Tätigkeit würde auf Wunsch Ihrerseits, auch eine Kautsch zum ausrübelen in einer gemütlichen Ecke meines Gehirns aufgestellt werden!
In Anbetracht, dass in meinem Zentrum des Denkens eine gewisse Kleidervorschrift angebracht ist, wünsche ich keine Beinkleider!
Ein nettes und etwas knapp sitzendes Deux-Pièce in der Farbe schwarz wäre nett, passend dazu Schuhe mit Bleistiften an den Absätzen!
Als der Mann in mir, dann auch noch etwas von Nägeln aus Gel anfügen wollte, musste ich ihn bremsen!
Stellt euch vor, sie nestelt mit ihren Krallen in meinem fragilen Gehirn herum!
Hoffe bloss, dass sich bald eine geeignete Sekretärin finden lässt!








Planänderung!
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112.  Planänderung!
Hätte ich das Inserat doch bloss so gelassen!
Jetzt habe ich den Salat mein Natel läuft heiss, wäre ich doch letzte Nacht bloss nicht noch einmal leise aufgestanden und in den untere Stock geschlichen während der Mann in mir schlief!
Ich muss den irgendwie loswerden, eventuell geht das ja mit Hormonen, wie eine lästige Zyste heraus schwemmen!
Kaum im Bett wollte der noch so eine zwischenmenschliche Geschichten veranstalten, habe dann demonstrativ meine heisse Bettflasche auf meinem Bauch zurechtgerückt und irgendwas von einem Rumoren im Bauche erzählt! ( der Migränenfake glaubt die Männerwelt nach 100 Jahren nicht mehr!
Kaum zu Ende gesprochen hat der sich einfach weggedreht und angefangen zu schnarchen!
Ätzend das Gesäge!
Hätte den erwürgen können!
Mir kommt ab jetzt keiner mehr ins Bett der in der Nacht zum Förster wird und unbedingt einen ganzen Wald abholzen will!
Muss mit dem ein ernstes Wort reden, das mit dem Gesabbere auf mein frischbezogenes Kopfkissen ( Psst......habe dieses auf seinem Gang in der Waschmaschine beobachtet ) 
geht gar nicht!
Habe den sogar noch im unteren Stock durch die Wände gehört und zur Strafe habe ich sein Inserat umgeändert!
Ging ganz schnell! Präzise und verständlich formuliert, denn sonst verstehen sie es nicht!
Ich schwör auf Corona, kaum hatte ich senden gedrückt ging es los!

Suche:
Sekretär!
Arbeitsort:  Das Gehirn einer Frau! 
Bedingung: sportlich und gut zu Fuss ( wegen dem Aufstieg zu demselbigen )
                  ( six Pack darf gerne mitgebracht werden )
Bitte um rattenscharfes Foto!
Kleidervorschrift: Hose nicht zu tief sitzend und saubere Fingernägel
Entlohnung: quatschen wir dann unter vier Augen darüber, gediegene Hirnambiente vorhanden!



Jetzt habe ich den gemischten Salat, den mit dem Nagetier hätte ich wohl besser gelassen!


 
 


 



Die drei Fragezeichen???
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113.  Die drei Fragezeichen???
Endlich habe ich sie gefunden!
Zurückgescrollt auf Nummer    habe ich sie gefunden, meine Geschichte!
Mittlerweilen bin ich sicher, dass sie ihre Rede mit gekreuzten Fingern hinter dem Rücken gehalten hatte!
Als Kind beschäftigte ich mich noch mit dreien davon, las mich quer durch ihre Abenteuer!
Aktuell kommt jeden Tag eines neues Zeichen das grosse Fragen aufwirft dazu!
Ebenso habe ich Tage, die ich mit einem X benenne. Diese holen mich wenn die Zeit reif dafür ist, jeweils ein!
Praktische Sache!
Ohne Titel
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114.  Ohne Titel











Eigentlich sollte ich sofort aufhören zu Schreiben, oder meine Autobiografie in ein Tagebuch umwandeln!



MIR FEHLEN SCHLICHT UND EINFACH DIE WORTE!  - die Frau heute sorgfältiger denn je wählen MUSS!

Aber ich habe wie immer eine passende Lösung gefunden!

Vor mir liegt ein Block!
Einer mit Linien, denn ohne diese bin ich aufgeschmissen!
Geradeaus schreiben, längst Vergangenheit!
Seit langem halte ich wieder einen Füller in der Hand! ( von Lirijan) 
Sie kennen den Jungen ja bereits, der mit dem angewachsenen Händy!
Selbstverständlich ist die Feder verbogen, der Arme sieht aus wie ein behinderter Pelikan!
Bis ich dann endlich dieses Rezept gefunden hatte!
Betty Bossi wollte es ums verrecken nicht ausspucken!
Aber irgendwo in so dunklen Räumen habe ich es dann gefunden!
Nun kann ich beginnen!



Für meine Nachkommen schreibe ich synchron zu meiner Autobiografie die Geschichten auf, die im Moment buchstäblich abgehen! 
Die Geschichte über Corona, könnt Ihr meine lieben Nachkommen in den Schweizer Geschichtsbüchern ( online ) nachlesen!
Der Beipackzettel liefert Euch die nötigen Infos, über die Handhabung von " Geheimer Tinte" !











 






Hoffen auf ein Wunder......
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115.  Hoffen auf ein Wunder......
Es ist zum Verzweifeln!
Das schaffe ich niemals!
Langsam muss ich mir wohl eingestehen, dass ich meinen Traum zu Grabe tragen muss!
Was dies dann wieder kostet und ich habe null Zeit um auch noch eine Beerdigung zu organisieren!
An wen sollte ich auch die Trauerkarten verschicken? 

Ich könnte jetzt die überall und seit dem Jahre 2020 gerne praktizierte Ausrede parat haben!
Aber es liegt eindeutig an mir!
Warum funktioniert es nicht erneut? Im April 2019 schaffte ich es ja auch, binnen Monaten einer, nicht meiner Schwangerschaft, meine Lebensgeschichte hinzuknallen!

Eventuell sollte ich einen Therapeuten aufsuchen!
Aber finde erst einmal einen. Bei denen sind alle Zeitfenster geschlossen!
Stundenlang habe ich nach dem Öffnen all meiner Fenster, stundenlang und hoffnungsvoll im Durchzug ausgeharrt!
Meine Suche nach einer Selbsthilfegruppe blieb ebenfalls erfolglos!
Bestimmt hat mich jemand Whatsapp mässig blockiert oder in einer mir ähnlichen Woodoo Puppe, spitzige Nädeli reingesteckt!
Täglich praktiziere ich eine Art Selbstbetrug und ärgere mich anschliessend grau über mich selber! 
Mein neues Motto: Was du heute kannst besorgen, verschiebe locker auf übergestern!
Alle habe ich sie in meinem Kopf abgespeichert, die vollständige Geschichte wäre gedanklich parat!
Was ich alles veranstalte, nur dass ich nicht daran Schreiben muss!
Das ist doch nicht normal!











Typisch Mann!!
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116.  Typisch Mann!!











Zu allem Elend setzt ER mich auch noch unter Druck und geht zusätzlich auch noch davon aus, dass ich ihn nicht bemerkt hätte!
Schön blöd!
Seit geraumer Zeit besucht er mich, Tag für Tag!
Wiederkehrend setzt er sich jeweils auf den gleichen Stuhl, gegenüber von mir!
Anschliessend beobachtet er mich, stundenlang!
Den halte ich jetzt schön hin, auch wenn ich ihm versprochen habe SEINE Geschichte nieder zu schreiben, lasse ich mich von ihm nicht auch noch stressen!
Erleichtert stelle ich fest, dass seine Fähigkeiten mit jedem Tag an dem ich ihm seine Zeit stehle, nachlassen!
Manchmal steht er auf und geht zum Fenster und betrachtet meinen Garten!
Manchmal stellt er sich ganz dicht hinter mich und legt seine Hände auf meine Schultern, eine rechts eine links!
Gemeinsam starren wir auf den immer noch gähnend leeren Bildschirm..............




Titellos!
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117.  Titellos!










An meine Nachkommen:

Den vergangenen Monaten werde ich keine Zeilen mehr widmen!
Hier berufe ich mich auf das Internet, dass ebenfalls von Viren befallen werden kann, aber selten an einer Demenz erkranken wird!
Ihr Lieben; nehmt das Gelesene nicht alles für bare Münzen!
Ein paar falsche 50iger haben sich eingeschlichen!
Wenn ich es Anfuss des ungeliebten Socken liesmens erklären müsste:
Maschen werden angeschlagen!
Die Nadel umgarnt sie und sticht dann erbarmungslos zu!
Eini rächts, eini links...............
Dann kamen die Höggli und fuhren mit ihrem kleinen Papageienschnabel in das bereits Geliesmete und brachten alles durcheinander!

Menschen konnten ihre wahren Gesichter nicht mehr verstecken, auch nicht hinter einer Hygienemaske!
Der Spreu wurde oder musste vom Weizen getrennt werden!
Jetzt wäre die ideale Gelegenheit!
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118.  Jetzt wäre die ideale Gelegenheit!









Die Stimmung passt!
Es ist so finster wie in einer Kuh!
Die ideale Gelegenheit um an " meiner " düsteren Geschichte  weite zu schreiben!
Normalerweise werden in meinem Haushalt ALLE elektronischen Geräte AUSGESCHALTET! 
Mein energisches beharren kommt beim Rest der Familie eher nicht so gut an!
Ebenfalls gibt es Lämpen, wenn auf dem Stubenboden, Möbel RICHTIG zusammengebaut werden sollten!
Wer mach diese Pläne und woher kommen die vielen Schrauben?
Wenn sie ja noch alle gleich lang und gross wären, liesse ich mit mir reden!
Habe diese Redewendung gleich mal schnell gegoogelt... ( Wette einige tun es mir gleich ) interessante Deutung.
Diese Suchmaschine weiss einfach alles, aber eines Tages fällt mir sicher noch eine Frage ein, wie ich ihre Späher Karriere beenden kann!

Woher diese Angst führt weiss ich nicht, vielleicht war da ja mal was in einem früheren Leben.
Vor dem 1. August habe ich ebenfalls Schiss, liegt wohl an den vielen " Knallfröschen " !

Vorsichtshalber sind die Gardinen gezogen!
Fühle mich wie in einem Kerker, auf den Henker wartend!
Eine Horror trächtige Szene, wenn es direkt  über dem Haus kracht und rollt.

Nachdem ich mich überwunden hatte das Teil trotz all meiner Bedenken aufzuklappen, hoffte ich, dass ich ihn in den letzten Tagen vor seinem zuckenden Auftritt nicht etwa verärgert hatte?!
Leise bete ich zum Blitzgott und ersuche ihn, nicht in meinen Laptop zu schlagen!

Der sieht alles!
Deswegen baue ich mir jeweils aus Decken eine Höhle und verstecke mich darin!
Bei 35 Grad Aussen Temperatur und geschlossenem Fenster, pure Folter!
( hier verzichte ich freiwillig auf die Bettflasche )


Jetzt wäre die ideale Gelegenheit, denn bald ist es vorbeigezogen und die Sonne wird zu meiner erneuten Ausrede!



.......widerspenstige Geistliche, so än Seich..........










 




R. I. P. zum Zweiten
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119.  R. I. P. zum Zweiten



Noch kann ich sie nicht sehen, aber bald wenn die Zeit sich dazu entschliesst auch diese schmerzliche Wunde zu heilen, wird sie sichtbar werden!
Lange betrachte ich meinen Arm mit den nur für mich sichtbaren Narben des Verlustes!
Wo wird sie ihren Platz finden?
Wird sie sich neben einer bereits verblassten oder noch einer eher frischen niederlassen?
Auf meinem linken Unterarm sind die Vornamen meiner beiden Kinder geschrieben.
( Geht nimmer weg )
Zwischen Samira  und Lirijan eine Pusteblume!
Da wäre doch ein idealer Platz um sich zackig dazwischen einzunisten!
Dieses Sujet muss ich wohl vor Jahren unbewusst gewählt haben?!
Ob sich die Zwei manchmal an den Nerven Sägenden, so einfach in den Wind pusten lassen werden, ist doch eher fraglich?

Die Schachtel aus Karton steht im Keller.
Das Badetuch in dem ich sie zeitweise wie ein eben geborenes Baby eingewickelt hatte, dreht sich lustig im weissen Seifenschaum!
Meine ganzen Tränen und der rotzige Rest fliessen in die Abwässer der Stadt Schaffhausen!
Stolze 81 Jahre alt ist sie geworden, ob ich diese Anzahl Kerzen von grauem Star geplagt noch sehen werde ist ebenso fraglich!
Von auspusten wollen, fangen wir gar nicht erst an zu schreiben!
( WER ist eigentlich dieser WIR? )

Ich gab ihr eine Frist, ein Leiden ausschliessend!
Die Möglichkeit zu Hause zu sterben, so wie ich es auch möchte!
Die bereits herausgesuchte Telefon Nummer des Tierarztes, blieb ungewählt!
Meine * Rosalie * hat ihre Frist genutzt und ist friedlich in meinem Beisein eingeschlafen!
Sie ist während dem Schreiben meiner Biografie zu uns gekommen und hat uns auf dem selben Weg wieder verlassen!
Die rosafarbene Mietze einer Lebensgeschichte.


Die letzten 24 Stunden sind alle zurückgehaltenen Tränen der vergangenen Jahre aus mir herausgesprudelt!
Orkan artig bei den Erinnerungen an die vergangenen zwei Jahre!
Tsunami artig für die Kommenden!





Ruhe in Frieden Rosalie!
Der Herr hat es gegeben und wenn die Zeit reif ist, wieder nehmen.
........dieselbe Zeit wird die Wunden wieder schliessen und Tränen versiegen lassen!
Die Narben der Erinnerungen bleiben!
( geht auch nimmer weg )



Es ist kalt im Keller, sie tut mir fast leid.

Das Tuch über der Schachtel aus Karton werde ich ein letztes mal anheben wenn wir sie beerdigen!
In ihrer Ruhestätte, einen letzten Blick auf den steifen Körper des Tieres das bei uns gelebt hatte!


Asche zu Asche
Staub zu Staub








 




















 




 




10. Mai 2007
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120.  10. Mai 2007
Heute ist überhaupt nicht mein Tag!
Das Kaffee Karma hängt gewaltig schief!
Vergangenen Sonntag ist sie spontan ausgestiegen und bescherte mir einen Koffein freien Muttertag!

Heute wurde die Neue geliefert.. ......................
die ebenfalls NICHT funktioniert!
Ein weiterer Tag wo ich ganz spontan leicht gereizt bin!

Zusätzlich hat Rosalie hat meinen weissen Sack mit blauen Streifen den ich täglich auf dem Rücken überall hin trage, vollgebieselt!
Auch wenn dieser wie ein Seesack aussieht, hat die Katze da etwas gänzlich falsch verstanden!

Meine Spontanität steigt ins unermessliche!






Heute ist DEIN Tag!

Vergangen die Tage wo wir Hand in Hand gingen!

Vergangen die Tage, wo ich Dir Dein Natel noch easy abnehmen konnte!
( heute brauche ich einen Schemel um dieses erreichen zu können)

Vergangen die Tage, wo Du mich heiraten wolltest!

Vergangen Dein kindlicher Wunsch, dass ich einmal zwischen Dir und Deiner Freundin im Grübli schlafen sollte!



Bestehend für immer, mein Sohn!

Die ungeteilte Liebe Deiner Mutter!




Alles Liebe zu Deinem 15. Geburtstag!
Stichtag!
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121.  Stichtag!


Im letzten Drittel geschieht nichts mehr grundlos!

Ich übe Druck aus, Druck auf mich selber!


Des Schweizers Sommer 2022 ist drückend heiss!



Sollte ich es JETZT nicht packen, werde ich immer buchlos bleiben!



Den 6. Januar 2000 und 23, habe ich gewählt!

Der Grund dafür, wird in den Geschichten zu lesen sein!






RAHEL!
Gib Gas!
Die Zeit läuft nicht mehr - sie rennt - und bald wird sie zur Marathon Läuferin!



Nichts geschieht grundlos..........................

 
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